KAO-Schriften

Aus Organspende-Wiki
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Schriften I

Diese Schriften bringt KAO schon seit Jahren unter das Volk, immer wieder in aktualisierter Form.

Hirntod - Der neue Tod bei lebendigem Leib (4/2017)

Die PDF-Datei "Hirntod - Der neue Tod bei lebendigem Leib" in der Ausgabe 4/2017 liegt vor. Darin steht:

Der neue Tod bei lebendigem Leib

"Bei lebendigem Leib" ist eine Metapher,[1] die mit umgangssprachlich einem lebenden Menschen gleichgesetzt wird. Hirntote sind jedoch tote Menschen bei lebendigem Leibe. Daher ist bereits der Titel eine brilliante Irreführung.

Seit einigen Jahren wird uns im Zusammenhang mit Organtransplantation ein neuer Tod verordnet.

Wir nehmen in der öffentlichen Diskussion den Hirntod fast ausschließlich nur im Zusammenhang mit Organspende wahr. Dabei erfolgt nach Feststellung des Hirntodes meist die Abschaltung der künstlichen Beatmung (Therapieende), siehe gemeinsame Erklärungen. Dies wurde erstmals 1960 von Pierre Wertheimer dokumentiert, 7 Jahre vor der ersten Herz-TX.

Schon beim Versagen des Gehirns soll der Mensch tot sein, obwohl alle anderen Körperfunktionen noch erhalten sind.

Siehe: Todesverständnis und Datenbank unseres Lebens

Die Transplantationsmediziner und mit ihnen die Ärztekammer behaupten das.

Aus diesen Worten spricht ein Feindbild, das seit 2 Jahren nicht mehr aktuell ist: 2015 hat auch das BMG diese Haltung eingenommen. Zudem steht es - wenn auch indirekt, aber klar - seit 1997 auch im TPG, dass Hirntote Tote sind.

Können wir ihnen, die nicht mehr den sterbenden Menschen, sondern nur dessen lebensfrische Organe sehen, trauen?

Meist erfolgt nach der Feststellung des Hirntodes die Abschaltung der künstlichen Beatmung (Therapieende), siehe gemeinsame Erklärungen. Es geht somit nicht nur um die "lebensfrischen Organe".
Grundsätzliches: Solange der Hirntod nicht festgestellt ist,[Anm. 1] wird alles getan, um das Leben des Patienten zu retten und seine Gesundheit wieder herzustellen. Die Frage um Organspende wird erst relevant, wenn der Hirntod festgestellt ist und gesunde Organe vorliegen.

Deshalb ist es wichtig, die mit teurer Werbung und unter dem Deckmantel der Nächstenliebe antretende neue Medizin kritisch zu prüfen.

Es tritt weniger die Medizin mit dem Begriff "Nächstenliebe" auf, sondern religiöse Gemeinschaften, insbesondere christliche Gemeinschaften.
Nach § 2 TPG ist insbesondere der BZgA und den Krankenkassen die Aufklärung der Bevölkerung übertragen.

<< Eine Tortengrafik zeigt 97% "alle Organfunktionen" in Rot und 3% "der Organfunktionen: Gehirn" in Schwarz. Die nonverbale Aussage ist deutlich: Wie kann jemand als tot gelten, wo doch nur 3% seines Körpers tot ist?

Auf Seite 2 der KAO-Broschüre "Organspende - die verschwiegene Seite" heißt es bei den Forderungen von KAO: "Hirntote sind Lebende". Wenn dem so ist, kann jemand, der einen anderen Menschen bewusst in den Zustand Hirntod gebracht hat, nicht als Mörder angeklagt werden, da der Hirntote ja noch lebt. Die Anklage kann somit nur auf Körperverletzung lauten. Bei einer Gerichtsverhandlung kann der Verteidiger auf geringfügige Körperverletzung plädieren, da das Gehirn nur 2% (!) der Körpermasse ausmacht.

Noch nach Jahren leiden sie darunter, ihr Kind im Sterben alleine gelassen zu haben.

Eltern, die um ein Kind trauern, sind traumatisiert, mitunter lebenslänglich. Das hat nichts mit Organspende zu tun, sondern mit dem Umstand, dass das Kind tot ist. Trauernden Eltern gehört daher das Mitgefühl aller.
Mit der Feststellung des Hirntodes ist der Tod des Menschen festgestellt, siehe: Todesverständnis. Hirntote benötigen daher keine Sterbebegleitung, sehr wohl die Hinterbliebene von Hirntoten eine gute Begleitung.

Wie tot sind die „Hirntoten“, denen Organe entnommen werden? Ganztot, halbtot, scheintot, sterbend, lebend?

Diese Frage lässt ich verkürzt so beantworten: Hirntote sind Tote mit lebendem Körper.

Tatsächlich müssen transplantable Organe lebensfrisch sein, also von einem Menschen stammen, der noch atmet, dessen Herz schlägt, der warm ist und Fieber haben kann, der sich

spontan bewegt (siehe Abb. oben) oder auf Berührung reagiert, dessen Blutdruck beim Schnitt des Chirurgen ansteigt, der gepflegt wird, sogar Narkose-, Schmerz- und Beruhigungsmittel erhält.

Siehe: intermediäres Leben

Es ist ein Widerspruch, von toten Menschen lebensfrische Organe zu erhalten.

Es erscheint als Widerspruch, ist jedoch wahr, siehe: Todesverständnis

Sie reduziert den Menschen auf das funktionierende Gehirn, nennt das Hirnversagen HIRNTOD und den Leib Restkörper und kommt so zur Vorverlegeung des Todeszeitpunktes zum Zwecke der Organentnahme, ohne sich dem Vorwurf der Tötung auszusetzen.

Als 1960 - 4 Jahre vor der 1. TX mit einem Organ aus einem Hirntoten und 7 Jahre vor der 1. Herz-TX! - Pierre Wertheimer bei einem 14-jährigen Hirntoten die künstliche Beatmung abgeschaltet hat, sprach niemand von Mord. Es spricht auch niemand von Mord, wenn entsprechend der vorliegenden Patientenverfügung ein Therapieende erfolgt, siehe: {{PV-Hirntod]]

Kann ein Mensch tot sein und gleichzeitig über lebensfrische Organe verfügen ?

Ja, siehe Todesverständnis

Ist der Hirntod nur eine nützliche Definition zur Beschaffung von transplantablen, d.h. lebensfrischen Organen?

Nein, in den meisten Fällen erfolgt nach Feststellung des Hirntodes ein Therpieende, siehe gemeinsame Erklärungen.

Kann man den isolierten Hirntod zuverlässig feststellen oder haben die Mediziner recht, die behaupten, ein Ausfall aller Hirnfunktionen sei überhaupt nicht messbar?

Ja, dies ist auf unterschiedliche Art und Weise mit bildgebenden Untersuchungen belegbar.

Kann der sterbende Mensch einfach für tot erklärt werden?

Menschen werden außer von einigen Journalisten und einigen Kritikern nur von einem Richter auf dem Amtsgericht für tot erklärt, von Letzterem nur, wenn der Leichnam nicht vorliegt.
Der Hirntod wird immer festgestellt. Der Zustand kann von jedem anderen für die HTD qualifizierten Arzt bestätigt werden.

Können wir verantworten, den hilflosen Sterbenden, der seinen Willen zur Organ“spende“ nicht dokumentiert hat (das sind immerhin 9 von 10 aller „Spender“), der Explantation auszuliefern, statt ihn im Sterben zu begleiten?

Dies lässt sich auch so ausdrücken: In den Jahren 2006 bis 2017 haben weniger als 5% der Hirntoten schriftlich der Organentnahme widersprochen.

Was bedeutet das für den sterbenden Menschen und für die Angehörigen?

Für die Ärzte ist es wichtig, den Hinterbliebenen von Organspendern den Zustand Hirntod verständlich zu machen.

Ist es zulässig, Angehörige in ihrer größten Not und im Schock mit der Frage nach Organ“spende“ zu belasten?

Ja, es ist dies zulässig. Die Hinterbliebenen können auch ablehnen.

Sollen wir das christliche Menschenbild von der Ganzheit des Menschen aus LEIB - SEELE - GEIST aufgeben und das Maschinenmodell der Transplantationsmedizin übernehmen?

Die Transplantationsmedizin hat kein Maschinenmodell, sonst bräuchten die Transplantierten keine Immunsuppressiva.
Bei Hirntoten ist der Geist definitiv erloschen. Für ernstzunehmenden Theologen hat sich mit Eintritt des Hirntodes die Seele vom Leib getrennt. Was somit bei Hirntod vorliegt, das ist ein menschlicher Körper, ohne Geist und ohne Seele, ein Toter mit maximaler Supravitalität.
Warum sollen willige Organspender durch ihren Hirntod mit ihren Organen nicht anderen Menschen das Leben retten bzw. deren Lebensqualität verbessern dürfen?

Wohin führt es, den sterbenden Menschen, der sich weder äußern noch wehren kann, nach seiner Nützlichkeit für andere zu bewerten und ihm so Schutz und Würde zu nehmen?

Hirntote sind Tote. Daher wird nach Feststellung des Hirntodes in den meisten Fällen die künstliche Beatmung ausgeschaltet, siehe Therapieende und gemeinsame Erklärungen.
§6 TPG betont seit 1997 ausdrücklich den würdevollen Umgang mit Organspendern.

Gibt es Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod oder wird der Mensch in seiner Einzigartigkeit zum Ersatzteillager umfunktioniert und zur Sache gemacht?

Das Leben nach dem Tod (ewiges Leben) wird durch keine Organentnahme erschwert oder gar verhindert. (Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. (Offb 21,5))
Zu Beginn des 21.Jh. sollten wir gänzlich aus der mittelalterlichen Vorstellung herausgewachsen sein, dass man die Auferstehung eines Menschen damit verhindern könne, wenn man dessen Leib verbrennt und die Asche in einen Fluss oder großen See bzw. ins Meer schüttet.

Welchen Sinn hat es, dass der Mensch in seiner bis in die kleinste Zelle hinein reichenden Einmaligkeit körperfremde Organe mit aller Gewalt abstößt?
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[2]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Empfindet ein Sterbender nicht viel mehr als wir denken und wissenschaftlich fassen können?

Ein Sterbender kann durchaus etwas empfinden, aber kein Hirntoter, siehe: Todesverständnis

Sind Herzschlag, Körperwärme, Atmung, Fieber, Hautausschlag, Schwitzen, Ausscheidungen, Erektion, Blutdruckanstieg, Pulsbeschleunigung, Bewegungen der Gliedmaßen, nicht ZEICHEN des LEBENS?

Im allgemeinen ja, aber bei Hirntoten ist dies alles Ausdruck von intermediärem Leben.

Ist es nicht richtig, dass nur ein LEBENDER und nicht eine LEICHE beatmet, und nur eine LEBENDE und nicht eine LEICHE ein Kind austragen kann?

Nein, auch Hirntote können dies, siehe Todesverständnis.

Ist die gesetzlich vorgeschriebene Unabhängigkeit der Hirntoddiagnostiker noch gewährleistet, wenn auch Transplantationszentren diese zur Hirntodfeststellung in die Kliniken entsenden?

"Die an den Untersuchungen nach Absatz 1 beteiligten Ärzte dürfen weder an der Entnahme noch an der Übertragung der Organe oder Gewebe des Spenders beteiligt sein. Sie dürfen auch nicht Weisungen eines Arztes unterstehen, der an diesen Maßnahmen beteiligt ist." (§5 TPG Abs 2) Das TPG gibt es in Deutschland seit 1997.
In der Richtlinie zur HTD (2015) steht ausdrücklich: "Die an den Untersuchungen beteiligten Ärzte dürfen im Falle einer Organ- oder Gewebespende weder an der Entnahme noch an der Übertragung der Organe oder Gewebe des Spenders beteiligt sein. Sie dürfen auch nicht Weisungen eines Arztes unterstehen, der an diesen Maßnahmen beteiligt ist (vgl. § 5 Abs. 2 S. 1 und 2 TPG)."[Anm. 2]
Hieran zeigt sich deutlich, dass sich KAO kaum für Gesetzt und Vorschriften interessiert oder sie sogar bewusst ausblendet, damit sie in ihrer Binnenwelt der eigenen Ansichten ihre Zweifel breit streuen können, ganz wie bei einer Verschwörungstheorie.

Ist eine Medizin zu verantworten, in der ein kranker Mensch sich das Sterben eines anderen wünschen muss, um mit dessen Organ vielleicht eine Zeitlang zu leben?

Wünschen kann man sich viel, aber ein Anrecht auf ein Organ hat keiner. - Der Tod des Organspender hat nichts mit dem Wunsch des Patienten zu tun. Sie kommen erst mit dem Hirntod und der Zustimmung zur Organentnahme zusammen.

Wird durch die gesetzliche Verpflichtung des Arztes, einen „Hirntoten“ dem nächsten Transplantationszentrum zu melden, nicht die ärztliche Schweigepflicht verletzt?

Dies ist eine falsche Darstellung. - Der Arzt im Entnahmekrankenhaus ist verpflichtet, den Hirntoten der DSO zu melden. Diese vergibt eine Kennnummer, unter der alles weitere geführt wird. Aus der Kennnummer ist die Identität des Hirntoten nicht ohne der Querverweisliste der DSO nicht zu ermitteln. Mit dieser Kennnummer werden alle med. Daten der transplantierbaren Organe an ET gemeldet. ET kennt damit selbst nicht die Identität des Organspenders und kann daher sie auch nicht an das TXZ weitergeben. Das TXZ braucht gar nicht die Kennnummer, sondern nur die med. Daten zu dem Organ.

Ist es bei Gleichsetzung des Hirntodes mit dem Tod des Menschen nicht der nächste Schritt, den lebendigen Leib auch für Versuche zu benutzen?

Nein, ist es nicht.

Ist es nicht eine Frage der Zeit, dass durch die sich ausweitende Transplantationsmedizin und den dadurch hergestellten Organmangel der Todeszeitpunkt noch weiter vorverlegt wird?

Seit 1982 - das sind nun 37 Jahre - gibt es die Entscheidungshilfen zur Feststellung des Hirntodes durch die BÄK. Sie orientiert sich immer am Gesamthirntod. Es gibt aktuell (2019) keinen Hinweis darauf, dass dies irgendwie gelockert werden sollte, noch nicht einmal eine Diskussion darüber. Daher ist diese Frage reine Panikmache.

Sind Betrügereien, krimineller Organraub und -handel nicht Früchte aus dieser Medizin, die auf Unrecht basiert?

Stimmt. Doch Organhandel und damit auch Organraub steht seit 1997 durch § 18 TPG in Deutschland unter Strafe. Es kann mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Selbst der Versuch ist strafbar. Auch wenn die Tat im Ausland erfolgte, wird sie in Deutschland strafrechtlich verfolgt, sowie der Täter (Transplantierte, Arzt, Mittelsmann, ...) deutschen Boden betritt.

Ein Mensch bei unumkehrbaren Ausfall seiner Gehirnfunktionen befindet sich im Sterbeprozess, lebt also noch.

Siehe Todesverständnis

Es ist für Angehörige eine Hilfe zum Weiterleben, den geliebten Menschen im Sterben nicht im Stich gelassen und ihm die letzten Liebesdienste erwiesen zu haben.

Hirntoten ist alle Wahrnehmung erloschen. Die hier angesprochene Begleitung wollen diese Hinterbliebenen somit nicht für den Hirntoten, sondern im Grunde für sich selbst.

Organentnahme stellt einen Eingriff ins Leben dar.

Organspender sind Hirntote und damit Tote, siehe Todesverständnis.

Die ab 1.11.2012 geltende Entscheidungslösung zusätzlich zur Erweiterten Zustimmungslösung sind abzulehnen, solange es von offizieller Seite nur Werbung und keine objektiven Informationen gibt.

Was KAO hier auf diesem Flyer von sich gibt, kann kaum als Information bezeichnet werden, eher als Irreführung.

Organspende - die verschwiegene Seite (7/2018)

Die PDF-Datei "Organspende - die verschwiegene Seite" in der Ausgabe 7/2018 liegt vor. Darin steht:

<< Das Titelblatt zeigt einen Chirurgen, der seine beiden Hände im offen Körper eines Organspenders auf dem OP-Tisch hat. Neben ihm steht ein 2. Chirurg. Er zieht einen langen Wagen herbei, auf dem 4 Behälter stehen, mit der Aufschrift "Herz", "Lunge", "Leber" und "Niere". Vor dem Wagen - fast in der Bildmitte - steht ein großer, roter Abfalleimer mit der Aufschrift "Würde".

Ich durfte bei einer Organentnahme (Lunge und Nieren) im OP dabei sein. Zuvor war ich bei einer laproskopischen Lungen-OP mit dabei und bei einer Lungen-OP beim offenen Brustkorb. Ich konnte bei der Organentnahme nichts Menschenunwürdiges erkennen. Es wurde mit ihm so verfahren, wie bei den anderen Operationen auch. Zudem verlangt §6 TPG seit 1997 einen würdevollen Umgang mit jedem Organspender.[Anm. 3] Damit entspricht die Titelseite nicht der Realität: Die Würde des Organspenders wird nicht weggeworfen, sondern geachtet.

Im Nachhinein haben wir begriffen, dass unsere Kinder zwar als hirntot definiert wurden, dass sie aber keine Toten, sondern Sterbende waren. (2)

Siehe: Todesverständnis

Was wir fordern

von der Transplantationsmedizin:

  • anzuerkennen, dass der Hirntod keine wissenschaftliche, sondern eine juristische Definition ist, um straffrei Organe entnehmen zu können
  • zuzugeben, dass die Behauptung, ein hirntoter Mensch sei eine Leiche, schon seit Jahren weltweit als falsch erkannt wurde, inzwischen auch von einstigen Befürwortern
  • offen den Erfolg oder Misserfolg der Transplantationen darzulegen
  • Hirntote sind Lebende (Harvard Medical School, 2018)

von der evangelischen und der katholischen Kirche:

  • den Menschen im Hirnversagen die gleiche Zuwendung zu geben wie anderen Patienten
  • keine Nützlichkeitserwägungen zu unterstützen

von der Bundesregierung und den im Bundestag vertretenen Parteien:

  • von Gesetzes wegen nur Organentnahmen zuzulassen, wenn eine persönliche Einwilligungserklärung vorliegt (enge Zustimmungslösung). Das würde es den Organempfängern auch erleichtern, die transplantierten Organe anzunehmen
  • jeden Versuch zu bekämpfen, menschliches Leben als Verfügungsmasse zu behandeln

von uns allen:

  • sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander zu setzen und sich zu fragen, ob man Lebensverlängerung um jeden Preis akzeptiert – denn auch bei bewusster Zustimmung des Organgebers muss man auf das Unglück dieses anderen Menschen warten (2)

Zur Transplantationsmedizin:

von der evangelischen und der katholischen Kirche:

  • Für die kath. Kirche sind Hirntote Tote. Das hat die DBK erst 2015 eigens bekräftigt, siehe: Religion
  • Es gibt keine Nützlichkeitserwägung, da Organspende erst ein Thema ist, wenn der Hirntod festgestellt ist. Dann ist es die Entscheidung des Hirntoten bzw. seines gesetzlichen Vertreters, dass die Organe entnommen werden dürfen.

der Bundesregierung und den im Bundestag vertretenen Parteien:

  • Die enge Zustimmungsregelung ist durchaus ein denkbares Modell. Es erspart jedoch den Eltern von minderjährigen Kindern nach der Feststellung des Hirntodes nicht die Frage ob die Eltern der Organspende zustimmen.
  • Der Mensch ist durch die Organspende keine Verfügungsmasse (Diffamierung), denn niemand verfügt über den anderen. Es gibt nur stellvertretende Entscheidungen in klarem, gesetzlichem Rahmen, wenn vom Hirntoten keine Entscheidung vorliegt.

von uns allen:

  • Diese Frage um TX stellt sich sicherlich jeder Patient vor seiner TX, die die Erfolgsrate einer TX nach 12 Monaten liegt - je nach Organ unterschiedlich - unter 90%. Dies wird den Patienten vor der TX auch deutlich mitgeteilt. - Die Patienten können noch so sehr auf den Hirntod eines anderes Menschen warten, sie nehmen darauf keinen Einfluss.
Wir wollen der einseitigen Werbung für die Organspende kritische Informationen entgegensetzen. (2)

Wie diese Seite zeigt, sind es nicht nur kritische Informationen, sondern auch Halb- und Unwahrheiten sowie das Schüren von zumeist unberechtigten Ängsten.

Die Menschen benötigen umfassende Informationen, die sie fähig machen, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Genau daher das Organspende-Wiki.

Organentnahme verhindert menschenwürdiges Sterben und raubt den letzten Abschied. (3)
Operation Explantation: Ein unbarmherziger Tod (3)

Organentnahme sind Tote, siehe Todesverständnis
Ich durfte bei einer Organentnahme (Lunge und Nieren) im OP dabei sein. Zuvor war ich bei einer laproskopischen Lungen-OP mit dabei und bei einer Lungen-OP beim offenen Brustkorb. Ich konnte bei der Organentnahme nichts Menschenunwürdiges erkennen. Es wurde mit ihm so verfahren, wie bei den anderen Operationen auch. Zudem verlangt §6 TPG seit 1997 einen würdevollen Umgang mit jedem Organspender.

Hirntote sind nicht tot (3)

Siehe: Todesverständnis

Der Philosoph Hans Jonas, der die Anfänge der Organtransplantation in den USA erlebt hat, bezeichnete diese neue Medizin später als Vivisektion und lehnte sie als inhuman ab. Nachdem er vergeblich gegen die Gleichsetzung von „Hirntod“ mit dem Tod des Menschen gekämpft hatte, sagte er, dass wohl nur die Zeugnisse von Betroffenen, speziell von Müttern, ein Umdenken bewirken könnten. (4)

Wie die Diskussion um die Widerspruchsregelung zeigt, ist man schnell mit starken, gefühlsbetonten Worten zur Hand, wenn sachliche Argumente fehlen. Dass Hans Jonas resignierend sagte, dass jetzt nur noch "die Zeugnisse von Betroffenen" helfe, ist vorstellbar,[Anm. 4] aber dass er hierbei die Mütter besonders nannte, ist unwahrscheinlich. Wenn dem so wäre, so treten hierbei Eindrücke und Gefühle gegen sachliche Fakten an.

Organentnahme verhindert menschenwürdiges Sterben und raubt den letzten Abschied. (4)

Bei meiner Anwesenheit im OP-Saal bei einer Organentnahme (Lunge und Nieren) konnte ich nichts menschenunwürdiges erkennen. Zumal fordert § 6 TPG seit 1997 einen würdevollen Umgang mit Organspendern.

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass Ärzte nicht davor zurückschrecken, einen sterbenden Menschen mit allen Mitteln ärztlicher Kunst am Leben zu halten, nur damit sie seine lebenden Organe bekommen. Aus dem schrecklichen Geschehen um das Sterben meines Sohnes kann ich jedoch bezeugen, dass es sich bei einem so genannten Hirntoten um einen noch lebenden Menschen handelt. (4)

Siehe: Todesverständnis

und waren sehr erleichtert, als wir ihn wieder sahen und in sein völlig unverletzt aussehendes Gesicht schauten. Es wies keine Schramme, keine Blutspur, noch nicht einmal einen Bluterguss auf. (5)

Dass das Gesicht unverletzt ist, wenn man mit dem Hinterkopf auf einen Stein aufschlägt (siehe Seite 4), ist normal.

Unser Kind war trotz dieser Todesmitteilung völlig unverändert. Es wurde weiter behandelt, gebettet, es bekam Medikamente, seine volle Urinflasche wurde gewechselt. Ich dachte natürlich, alles geschehe zu seiner Heilung. Auf sie hoffte ich nach wie vor fest. Erst später erfuhr ich, dass zu diesem Zeitpunkt schon die so genannte Spenderkonditionierung begonnen hatte, das hieß, die Behandlung mit all den Strapazen für einen schwer kranken Menschen war nicht mehr zu seinem Nutzen, sondern zu dem eines unbekannten Organempfängers. (5)

Das ist das Problem bei Hirntoten. Sie unterscheiden sich äußerlich nicht von Komapatienten. - Hirntote werden bis zur Organentnahme intensivmedizinisch weiterbehandelt. - Ab der Feststellung des Hirntodes macht Weiterbehandlung keinen Sinn, weil es vom Hirntod keine Besserung gibt.

Der Patient liegt auf dem Tisch, er ist noch rosig, er atmet noch, das Herz schlägt, und plötzlich wird er langsam blaß, weil er ausblutet. (6)

Kein Hirntoter und kein Organspender "atmet noch". Der Ausfall der Eigenatmung wird bei jeder [[HTD] überprüft. Hirntote müssen daher künstlich beatmet werden. - Was nun, "plötzlich" oder "langsam"?

Ihr Blick und ihr Handeln hatten ihm bereits seine Menschenwürde genommen und ihn zum Material zur Weiterverarbeitung gemacht. (6)

Die Ärzte haben um Zustimmung der Organentnahme angefragt (siehe Seite 5). Von "Menschenwürde genommen" und "Material zur Weiterverarbeitung" kann daher keine Rede sein. Ärzte sehen Organspender primär als Hirntote, als Tote.

Doch wir nahmen wahr, was wahr war, nämlich unser lebendes Kind. Es war durchblutet, es bekam einen Hautausschlag, der später wieder verschwand, sein Bein bewegte sich auf Berührung hin. Wie grotesk! Ich glaubte keinen Moment an seinen Tod, hoffte weiterhin und hielt seine warme Hand! (6)

Das ist das Problem bei Hirntoten: Der Körper lebt noch, doch der Mensch ist tot.

Damals befand ich mich nach zwei durchwachten Nächten in einem unerträglichen Zustand. Ich fühlte mich schuldig, weil mein Kind sterben sollte. (7)

Beim Tod von minderjährigen Kindern fühlen sich die Eltern immer mit schuldig. - Ohne Organentnahme wäre die künstliche Beatmung ausgeschaltet worden, weil der Hirntod festgestellt war.

Das Kind lebte ja in anderen weiter, das sei doch Trost, und du und dein Kind - ihr seid Helden! Dies alles suggeriert die Transplantationsmedizin und raubt unter dem Deckmantel der Nächstenliebe dem Sterbenden und den Angehörigen die Begleitung und den letzten, kostbaren Abschied. (7)

Für einige Hinterbliebene ist es ein Trost zu wissen, dass mit dem Hirntod des Familienmitglieds anderen Menschen (durchschnittlich 3,3 Menschen) das Leben retten konnte. Für einige Hinterbliebene ist es tröstlich zu wissen, dass Organe des Hirntoten nun in anderen Menschen weiterleben. - Doch dies gilt nicht für alle Menschen.

Bei unserer Entscheidung waren wir der Meinung, die Nieren würden nach dem Abstellen der Apparate entnommen. Wir erfuhren dann, dass das nicht ginge, waren aber auch nicht in der Lage zu fragen, was es denn konkret heiße, die Nieren zu entnehmen. (7)

Wenn nur die Nieren entnommen werden, schlägt dabei noch das Herz. Wenn jedoch auch Herz und/oder Lunge entnommen werden, wird das Herz zuvor zum Stillstand gebracht.

Die diensthabende Schwester wusste nichts von uns und dem Versprechen, Lorenz auf der Station aufzubahren. Wir waren betrogen worden. Für die Ärzte waren wir, nachdem sie die Einwilligung hatten, uninteressant. (8)

Dies hätte nicht passieren dürfen.[3] - In Deutschland steht seit 1997 in § 6 TPG: "Der Leichnam des Organ- oder Gewebespenders muss in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben werden. Zuvor ist dem nächsten Angehörigen Gelegenheit zu geben, den Leichnam zu sehen."

Nachdem wir dort eineinhalb Stunden gewartet hatten - warum? - begleitete sie uns in den Leichenkeller. Dort öffnete sie eine der Türen und forderte uns auf hineinzugehen und uns zu beeilen, anderenfalls müsse sie uns hier unten alleinlassen. (8)

Dies darf so nicht passieren.[3]

Das Gesicht meines Kindes war hingegen ganz klein geworden, die Lippen, seine schönen vollen Lippen, waren zusammengepresst, der Gesichtsausdruck sah nach Schmerzen aus. (8)
Entgegen den Behauptungen der Transplantationsmediziner bin ich überzeugt, dass mein Kind bei der Organentnahme Schmerzen erlitten hat. (8)

Der Gesichtsausdruck mag nach Schmerzen ausgesehen haben, aber Hirntote können keine Schmerzen empfinden, siehe: Schmerz

Wir liefen stumm und ohne Abschied von unserem Kind davon, voller Schrecken und unfähig, uns einander mitzuteilen. (8)

Dies hätte nicht passieren dürfen.[3] - In Deutschland steht seit 1997 in § 6 TPG: "Der Leichnam des Organ- oder Gewebespenders muss in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben werden. Zuvor ist dem nächsten Angehörigen Gelegenheit zu geben, den Leichnam zu sehen."

... wird bei der Organentnahme ein sterbender, wehrloser Mensch mit Untersuchungen gequält, ... (9)

Die Untersuchungen der HTD werden auch durchgeführt, auch wenn von vorne herein klar ist, dass keine Organentnahme möglich ist. HTD wird zur Klärung des Zustandes - ob noch Koma oder bereits Hirntod - durchgeführt.

Er wird unter Aufrechterhaltung der Beatmung, der Herz- und Kreislauftätigkeit einem barbarischen Akt ausgeliefert. (9)

In Deutschland steht seit 1997 in § 6 TPG: " Die Organ- oder Gewebeentnahme bei verstorbenen Personen und alle mit ihr zusammenhängenden Maßnahmen müssen unter Achtung der Würde des Organ- oder Gewebespenders in einer der ärztlichen Sorgfaltspflicht entsprechenden Weise durchgeführt werden."[3]

Und man nimmt ihm auch noch seinen Namen und macht ihn zur Nummer. (9)

Damit Organspender anonym bleiben (Datenschutz), wird diese Kenn-Nummer vergeben. Dies wird von § 12 Abs. 3 TPG seit 1997 gefordert. - Ohne diese Kenn-Nummer würde hier wohl stehen: Verletzung des Datenschutzes!

Durch die Organentnahme habe ich meinem Sohn in den letzten Stunden seines Lebens nicht zur Seite stehen können. Welche Mutter würde ihr Kind im Krankheitsfall verlassen? Ich muss damit leben, dass ich es im Sterben im Stich gelassen habe. (9)

Siehe: Todesverständnis

Lorenz selbst konnte nicht mehr rufen: „Bleib bei mir!“ Meinem Bruder, der zwei Jahre zuvor gestorben war, konnte ich diesen Wunsch erfüllen. Er sprach ihn noch aus und ich versprach es ihm. Bei seinem Sterben konnte ich erfahren, wie viel Trost von einer würdevollen Begleitung ausgeht und wie sehr es in der Trauer hilft, einem Menschen die letzten Liebesdienste erwiesen zu haben. Auch geht am Ende oft eine Ahnung davon aus, dass das Leben mit diesem Leben nicht beendet ist. Das alles hat in der Transplantationsmedizin keinen Stellenwert. (10)

Das ist kein Problem der Transplantationsmedizin, sondern ein Problem des Hirntodes. Spätestens ab der Notwendigkeit der künstlichen Beatmung kann kein Hirntoter noch ein Wort sagen. Ab Eintritt des Hirntodes können Hirntote nichts mehr wahrnehmen. Siehe: Sterbebegleitung

Ähnlich verhält es sich bei den christlichen Kirchen. In ihren Gesangbüchern finde ich Texte für die Begleitung Sterbender bis zuletzt. Ebenso höre ich Kirchenvertreter in öffentlichen Reden dafür eintreten, den Weg eines Sterbenden mitzugehen bis zuletzt. Wieso lassen sie bei Organtransplantation zu, dass der Mensch in seinem schwächsten Moment so entwertet und entwürdigt wird? (10)

Siehe: Sterbebegleitung

Wir wissen alle, dass es ein menschliches Urbedürfnis ist, im Sterben nicht verlassen zu werden und Abschied nehmen zu können. Schon bei einer Reise ist das Abschiednehmen wichtig! Hier ging es um den letzten, den endgültigen Abschied. (10)

Siehe: Sterbebegleitung

Mein Trost ist, dass die Hospiz-Bewegung weltweit wächst und damit das Bewusstsein und der Schutz für sterbende Menschen. (10)

Dies ändert jedoch nichts am Sterben von Hirntoten, siehe: Sterbebegleitung

Meine Hoffnung ist, dass Ärzte die Organtransplantation als Irrweg erkennen und ihren Sachverstand in andere Heilungswege investieren. (10)

Seit vielen Jahren wird in verschiedene Richtungen geforscht, damit Organspende überflüssig wird, doch leider ist keiner der Wege so weit, dass wir jetzt oder in den nächsten Jahren auf Organspende verzichten können. Organspende ist leider die einzige Möglichkeit, um den Menschen ihr Leben zu retten und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Meine Verantwortung ist, meine Erfahrungen weiterzugeben und alles zu tun, dass die Öffentlichkeit über das, was Organspende wirklich heißt, aufgeklärt wird. (11)

Bei Lorenz Meyer sind ein paar Dinge falsch gelaufen. Das muss offen zugegeben werden. Dies besagt jedoch nicht, dass jede Organspende so falsch abläuft.[3]

„Der Spender LS 005-91“ Bezeichnung für Lorenz in seinen letzten Stunden (11)

Diese Codierung erhielt Lorenz Meyer, damit die Organspende anonym erfolgen kann, siehe Datenschutz.

den ausführlichen Befund des Elektroenzephalogramms (EEG), welches bei meinem Sohn Lorenz am Tag der Explantation durchgeführt worden war; hier ließen sich neben

Spontanaktivität eindeutige Reaktionen auf Schmerzreize nachweisen. (11)

Allein aus einem EEG lassen sich keine "eindeutige Reaktionen auf Schmerzreize nachweisen". So besitzen z.B. Menschen im tiefen Koma kein Schmerzempfinden, aber es kann von ihnen ein EEG abgeleitet werden.

Obwohl dieser Befund auch damals schon nicht mit der Diagnose Hirntod vereinbar war und eine Organentnahme verboten hätte, setzte man sich darüber hinweg und führte die Explantation am gleichen Tag durch. (11)

Wenn mit einem EEG Hirnaktivität nachgewiesen werden kann, liegt kein Hirntod vor und darf daher keine Organentnahme vorgenommen werden. In Deutschland ist so etwas undenkbar, insbesondere seit Inkrafttreten des TPG im Jahr 1997.[3]

Die Ausgangssituation ist gleich geblieben und sie wird sich nicht ändern, weil die Organtransplantation auf Kosten der liebevollen Begleitung im Sterben geht. (12)

Siehe Sterbegegleitung

Sie wird, wie wir von Berichten über Eschede oder Kaprun wissen, ohnehin nur bei Katastrophen mit vielen Toten genügend berücksichtigt. Dass für alle Eltern, die plötzlich ein Kind verlieren, eine keinesfalls geringere Katastrophe eingetreten ist, wird überhaupt nicht wahrgenommen. (12)

Einzelschicksale werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, meist nur von Prominenten. Das hat aber nichts mit Organspende zu tun.

Wir waren nach dem Unfall im Schock und nicht in der Lage, eine eigene Entscheidung zu treffen. Wir hätten damals alles getan, wozu wir aufgefordert worden wären. So geht es leider den meisten Betroffenen. In dieser Ausnahmesituation, in der man das Geschehen noch lange nicht begreift und in der der Verletzte lebendig vor einem liegt, mit Organtransplantation überrascht zu werden, empfinde ich als Manipulation und Grausamkeit. (12)

In den meisten Fällen liegen zwischen normalem Leben und Feststellung des Hirntodes weniger als 7 Tage und zwischen Verdacht auf Hirntod und Feststellung des Hirntodes weniger als 24 Stunden. Dazu kommt, dass es ein Abschied ohne Abschied ist.[Anm. 5]

Nach der Missachtung der Zusagen, das Kind auf der Station aufzubahren, und dem Anblick des entstellten Kindes kamen Zweifel auf, ob wirklich nur die Nieren entnommen worden sind. (13)

In Deutschland steht seit 1997 in § 6 TPG: "Der Leichnam des Organ- oder Gewebespenders muss in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben werden. Zuvor ist dem nächsten Angehörigen Gelegenheit zu geben, den Leichnam zu sehen."[3]

Die Antwort nach jahrelangem Schriftwechsel lautete: Weil die Entnahme keinen Patienten mehr betroffen habe, sondern einen Toten, sei sie nicht in der Krankenakte dokumentiert. Andere Dokumente waren widersprüchlich und unvollständig. (13)

In Deutschland schreibt seit 1997 das TPG eine lückenlose Dokumentation jeder Organentnahme vor:
§ 13 Dokumentation, Rückverfolgung, Verordnungsermächtigung zur Meldung schwerwiegender Zwischenfälle und schwerwiegender unerwünschter Reaktionen
§ 13a Dokumentation übertragener Gewebe durch Einrichtungen der medizinischen Versorgung
§ 13b Meldung schwerwiegender Zwischenfälle und schwerwiegender unerwünschter Reaktionen bei Geweben
§ 13c Rückverfolgungsverfahren bei Geweben
§ 14 Datenschutz
§ 15 Aufbewahrungs- und Löschungsfristen[3]  

Wie wenig an den "Hirntod" als Tod des Menschen geglaubt wird, zeigt auch der Umgang mit Narkose- und Schmerzmitteln. Einige Ärzte geben beides, andere nur eins davon oder überhaupt nichts. (14)

In der Schweiz wird eine Narkose empfohlen, aber nicht gegen vermeintliche Schmerzen, sondern zur Unterdrückung der spinalen Reflexe, siehe Schmerz#Schweiz

{{Zitat2|Selbst der Umgang mit Angehörigen von "Hirntoten" ist unterschiedlich, je nachdem, ob brauchbare Organe vorhanden sind oder nicht. Bei einem Kind, dessen Organe durch eine Infektion unbrauchbar waren, wurde den Eltern gesagt: "Bleiben Sie bei Ihrem Kind, es lebt noch, es versteht Sie irgendwie, begleiten Sie es bis zuletzt, das hilft später." Nach Feststellung des Hirntodes ist der Mensch tot, was "lebt" ist nur noch sein Körper. Hirntote können nichts mehr verstehen, auch nicht "irgendwie". Dies Aussage mag gutgemeint sein, ist jedoch faktisch falsch.

Einen oder zwei Tage später sprach uns die Stationsleiterin an und beglückwünschte uns zu der Entscheidung für eine Organspende. Wir sagten, wir hätten noch nicht darüber gesprochen, bekamen aber den Eindruck, wir müssten uns so schnell wie möglich entscheiden. Unsere Schwiegertochter sagte uns dann wenig später, Arnd hätte sich für Organspende ausgesprochen. Wir teilten das den Ärzten mit. Somit waren die Weichen für eine Organentnahme gestellt, und zwar schon vor der Hirntodfeststellung. (15)

Die Frage nach der Organentnahme ist erst nach Feststellung des Hirntodes zu fällen. Wenn Organspende vor Feststellung des Hirntodes von den Angehörigen angesprochen wird - so wie bei Arnd Focke -, kann zwar darüber gesprochen werden, aber die Entscheidung ist nach Feststellung des Hirntodes zu fällen.

Wir haben geredet, von früher erzählt und nicht ein einziges Mal das Gefühl gehabt, er sei tot. Sein Gesicht und seine Hände waren warm, sein Brustkorb hob und senkte sich und wir sahen seinen Herzschlag auf dem Monitor. Wir hielten seine Hände, fassten uns über seine Bettdecke hin an und waren eine Einheit. Ich wusste im Inneren, dass er sterben würde, und empfand diese letzte Zeit mit ihm als kostbar und begrenzt. (16)
Den Gedanken an Organentnahme ließ ich nicht zu, denn er passte nicht zu meinem Erleben. (16)

Das ist das Problem bei allen Hirntoten. Sie werden nicht als Tote erfahren.

Meine Tochter, die zwischenzeitlich zu Hause gewesen war und zwei Tage später in die Klinik zurückkam, protestierte heftig gegen unsere vorweggenommene Zustimmung zur Organentnahme. ... Ich hörte ihren Protest, verstand sie, aber stand ihr nicht bei. Denn über allem stand seine mündliche Erklärung für die Organspende. (16)
Dass wir nicht nach unserer eigenen Einstellung dazu gefragt würden, sondern nach seinem mutmaßlichen Willen, das wussten wir nicht. (16)

Es lag zwar keine schriftliche, aber eine mündliche Zustimmung des mit 29 Jahren volljährigen Hirntoten durch seine Ehefrau vor. Es soll in jedem Fall - ganz im Sinne des Selbstbestimmungsrecht - der Wille jedes Menschen berücksichtigt werden, bei der Patientenverfügung wie auch bei der Frage um Organspende.

Im Organspendeausweis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heißt es: "Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen/Geweben in Frage kommt…" Darin wird weder der Hirntod als Voraussetzung für eine Organentnahme genannt, noch wird erklärt, welche Organe oder Gewebe für eine Entnahme in Frage kommen. (17)

Mit Feststellung des Hirntodes ist medizinisch und juristisch der Tod des Menschen festgestellt. 1990 bestätigten der Rat der EKD und die DBK, dass Hirntote tot sind. 2015 bekräftigte die DBK diese Aussage. Siehe Todesverständnis
Seit 2013 wurde in Deutschland mit gesetzlichem Auftrag jeder Krankenversicherte ab seinem 16. Lebensjahr über Hirntod und Organspende aufgeklärt. Als Organspende kommen in Frage: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm

Mir wurde dadurch eindringlich bewusst, dass mich zusätzlich zur Trauer um seinen Tod die Zustimmung zur Organentnahme belastete. Ich hatte Schuldgefühle, weil ich ihn nicht davor beschützt hatte, und verschloss alles in mir. (17)

Diese Schuldgefühle sind im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass nicht akzeptiert wurde, dass der 29-jährige Sohn im Sinne des Selbstbestimmungsrechts sich mündlich für die Organentnahme ausgesprochen hatte, siehe: Selbstbestimmung.

Und dies sind die Verstöße gegen das Transplantationsgesetz, die ich in den Akten gefunden habe: (18)

Die genannten Punkte betreffen nicht das TPG, sondern die HTD. Gegen diese Entscheidungshilfe (bis 1998)[Anm. 6] wurde 1997 beim Tod von Arnd Focke verstoßen.

Dies sind eindeutig gravierende Verstöße gegen das Transplantationsgesetz. Mein Sohn war zwar vor Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes explantiert worden, aber man hatte uns zugesichert, sie würden sich an das vom Parlament verabschiedete Gesetz halten. Außerdem galten vor Inkrafttreten die Richtlinien der Bundesärztekammer mit den gleichen Bestimmungen. (19)

Das TPG trat am 01.12.1997 in Kraft. Bis 1998 gab es von der BÄK eine Entscheidungshilfe zur Feststellung des Hirntodes. Die Richtline kam erst 1998.

Die nebenstehende Erklärung dazu kann mich keineswegs beruhigen, denn auch Mediziner können ein Schmerzempfinden nicht ausschließen, weil das vollständige Versagen des Gehirns nicht nachweisbar ist. (20)
„Es ist in der Tat nicht zu belegen, dass eine für hirntot erklärte Person

tatsächlich über keinerlei Wahrnehmungsvermögen, insbesondere Schmerzempfindlichkeit verfügt.“ Prof. Dr. med. W. Lauchert, Geschäftsführender Arzt der DSO in einem Schreiben vom 25.9.2000 an die Pastorin Ines Odaischi (20, nebenstehender Text)

Bei jeder HTD wird ein größtmöglicher Schmerzreiz gesetzt. Dabei darf keine Reaktion erfolgen. Dies ist ein Beleg dafür, dass Hirntote keine Schmerzen wahrnehmen können. Siehe: Schmerz

Diese Untersuchung beeinträchtigt nach Aussage von Ärzten eindeutig die mögliche Erholung eines hirnverletzten Patienten und kann sogar den Tod des Patienten hervorrufen. (21)

Wenn die HTD genau nach der Richtlinie des BMG durchgeführt wird, kann es zu keiner Schädigung des Patienten kommen.

Und diese Quälerei musste mein im Sterben liegender Sohn dreimal über sich ergehen lassen! (20)

Die HTD ist so aufgebaut, dass sie mit leichten Reizen beginnen (Pupillen-Reflex) und schrittweise zu immer größeren Reizen weitergeht. Zeigt sich bei einem Reiz eine Reaktion, ist damit der Hirntod widerlegt und die HTD wird abgebrochen. Es ist daher unredlich, dies als "Quälerei" zu bezeichnen.

Organentnahme“, eingetragen um 3.20 Uhr. ... Mein Sohn starb also einen Tag später um 3.20 Uhr. Der Todestag auf seinem Grabstein ist falsch! (21)

Die Angaben auf dem Grabstein geben die Hinterbliebenen an. Medizinisch sind indirekt seit 1982 indirekt[Anm. 7] und ausdrücklich seit 1986Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag. Hirntote Tote, juristisch seit Inkrafttreten des TPG im Jahr 1997. Seit 1997 heißt es in der "Entscheidungshilfe zur Feststellung des Hirntodes" klar und deutlich: "Festgestellt wird nicht der Zeitpunkt des eintretenden, sondern der Zustand des bereits eingetretenen Todes. Als Todeszeit wird die Uhrzeit registriert, zu der die Diagnose und Dokumentation des Hirntodes abgeschlossen sind."

Ich sehe ihn wieder vor mir, aufgebahrt im Sarg, sein Mund klein und verkrampft. Er hatte keinen friedvollen, gelösten oder ernsten Gesichtsausdruck wie andere Tote, die ich gesehen habe, sondern sah aus, als wäre er unter Schmerzen gestorben. (22)

Arnd Focke mag für die Hinterbliebenen ausgesehen haben, als "wäre er unter Schmerzen gestorben", aber Hirntote können keine Schmerzen empfinden, siehe Schmerz

Wenn wir nach der Hirntodfeststellung eine Organentnahme abgelehnt hätten, wäre kurz danach die Beatmung abgestellt worden. Sein Herz hätte noch stundenlang weiterschlagen können, so sagte man uns nach der Todesnachricht, und er wäre erstickt - das ist, wie wir später hörten, eine Lüge. (22)

Herzen von Organspendern schlagen länger Klaus Schäfer Wenn nach Feststellung des Hirntodes eine Organentnahme nicht möglich ist - aus medizinischen Gründen (z.B. keine gesunden Organe) oder weil die Zustimmung zur Organentnahme fehlt -, wird die künstliche Beatmung ausgeschaltet. Danach schlägt noch das Herz einige Minuten und bleibt aufgrund des fehlenden Sauerstoffs stehen. Kein Herz schlägt da noch stundenlang weiter.

In Berichten von Ärzten und Pflegern finde ich Beschreibungen von einem heftigen Todeskampf, bei dem viele meinen, es sei den Angehörigen nicht zumutbar, dabei zu sein. (22)

Dieser "Todeskampf" sind nur mögliche spinale Reflexe, die von Hinterbliebenen irriger Weise als Lebenszeichen gedeutet werden können.

Ich frage mich, ob nicht erst die Spenderkonditionierung (d.h. intensive medizinische Behandlung zur Erhaltung der Organe), die einen hirntoten Sterbenden mit allen Mitteln bis zur Organentnahme im Leben hält, diesen qualvollen Todeskampf herbeiführt. (22)

Diese Spenderkonditionierung hat nichts mit den spinalen Reflexen zu tun.

Oder mein Sohn wäre ohne Spenderkonditionierung bei künstlicher Beatmung wegen Lungenversagens an einem Herz-Kreislauf-Stillstand gestorben. (22)

Ohne Spenderkonditionierung und ohne Zustimmung zur Organentnahme wird die künstliche Beatmung ausgeschaltet, was binnen Minuten zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führt.

Im Nachhinein weiß ich, dass es besser gewesen wäre, wenn mein Sohn schon vor Abschalten der Beatmung gestorben wäre, aber in beiden Fällen hätten wir ihn bis zuletzt begleiten können. (23)

Dies mag man sich im Nachhinein wünschen, aber bis zur Durchführung der HTD hat die Medizin versucht, das Leben zu retten und die Gesundheit wieder herzustellen.

Doch bei meinem Sohn hatte ich nicht einen Moment das Gefühl, er sei tot. Er sah lebendig aus und wurde die ganze Zeit über intensiv behandelt und versorgt. Er würde sterben, das befürchtete ich. Und einen Sterbenden lässt man üblicherweise nicht allein, sondern begleitet ihn bis zum Tod und über den Tod hinaus. (23)

Das ist das Problem bei Hirntoten: Sie sehen nicht aus wie Tote, sind jedoch als Mensch tot. Siehe: Todesverständnis

Sie verweigern auch Informationen darüber, dass der sogenannte Hirntod nicht der Tod ist, den wir bisher gekannt haben. (23)

Das Problem ist, dass der Hirntod ein unsichtbarer Tod ist und schwer zu vermitteln ist, siehe: Hirntod und Todesverständnis

dass Organentnahme eine Sterbebegleitung durch die Angehörigen unmöglich macht. (24)

Siehe: Sterbebegleitung

Die Hirntoddiagnose - wie es das 1997 vom Bundestag verabschiedete Transplantationsgesetz besagt - ermöglicht nach der Zustimmung den Zugriff auf den Hirntoten und die Verwertung des "Restkörpers". (24)

Im TPG gibt es nicht den Begriff "Restkörper". Es heißt hingegen "menschlicher Körper".

Das Grundrecht der Menschen, gerade in der letzten Lebenszeit unbehelligt zu bleiben von den Ansprüchen Dritter, ist durch das Transplantationsgesetz außer Kraft gesetzt worden. (24)

In § 3 TPG heißt es klar und deutlich, dass für eine Organentnahme die Zustimmung vorliegen muss: "Die Entnahme von Organen oder Geweben ist, soweit in § 4 oder § 4a nichts Abweichendes bestimmt ist, nur zulässig, wenn
1.   der Organ- oder Gewebespender in die Entnahme eingewilligt hatte, ..."

Ich habe gelernt, dass die Lebensqualität eines Menschen, der auf ein Organ verzichtet und sich auf das Sterben einstellt, die Lebensqualität eines Gesunden übertreffen kann. (27)

Dies ist kaum vorstellbar, das viele dieser Organ-Patienten ständig auf der Intensivstation liegen müssen oder immer wieder zur stationären Behandlung in die Klinik müssen, weil es ihnen so schlecht geht, oft mit einem Aufenthalt auf der Intensivstation beginnend.

Ohne nachzudenken, sagte ich: „Dann wird ja die Frage nach Organspende auf uns zukommen“ – das war mir als erstes in der Schocksituation und der Furcht vor der schrecklichen Wahrheit eingefallen. Erst später bemerkte ich, dass ich durch diese Äußerung einen Mechanismus in Gang gesetzt hatte, der von unserem Sohn aus einem Patienten einen potenziellen Organspender machte und dadurch seine Leiden verlängerte. (28f)
Im Nachhinein werfe ich mir vor, dass ich durch meinen Hinweis auf Organspende von Anfang an den Blick des Krankenhauses weg von ihm als Patienten hin zur Transplantation gelenkt habe. Habe ich vielleicht dafür gesorgt, dass nicht alles für Ihn, sondern eher für die unbekannten Empfänger getan wurde? (30)

Die Frage um Zustimmung zur Organentnahme wäre nach Feststellung des Hirntodes bei gesunden Organen auf jeden Fall gekommen.

Wenn ich gewusst hätte, dass es begründete Zweifel am Hirntodkonzept gibt, hätte ich meine Zustimmung zur Organentnahme nie gegeben. (29)

Diese "begründete Zweifel am Hirntodkonzept" gibt es nicht. Selbst der DER schrieb 2015 auf Seite 167 seiner Stellungnahme Hirntod und Entscheidung zur Organspende: "Einstimmig ist der Deutsche Ethikrat der Auffassung, dass am Hirntod als Voraussetzung für eine postmortale Organentnahme festzuhalten ist."

Am zweiten Tag meinte eine Schwester zu uns: „Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Entscheidung, die Organe Ihres Sohnes zu spenden!“ (29)

Hier sprach eine Krankenschwester ohne Feingefühl. Angesichts des zu erwartenden Hirntodes gibt es keinen Grund zur Gratulation.

In den folgenden zwei Tagen wurde der Zustand unseres Sohnes immer kritischer, und wenn ich nicht von der Transplantation geredet hätte, wäre er wahrscheinlich einen Tag früher an Lungenversagen gestorben. So aber wurde er mit allen Mitteln am Leben erhalten, um die Spende zu realisieren. Dazu mussten allerdings die Barbituratwerte in seinem Blut so weit sinken, dass der Hirntod festgestellt werden konnte. (29)

Dies ist sehr unwahrscheinlich, denn gegen Lungenversagen gab es 1997 nur die Lungen-TX als "Heilmittel", inzwischen auch die ECMO.
Barbiturate haben in der Regel eine dämpfende Wirkung auf das ZNS und hätten zu einem falschen Ergebnis bei der HTD führen können. Daher müssen sie vorher abgesetzt werden.

Vielleicht hätte schon folgende Frage ausgereicht: „Ihr Sohn liegt im Sterben. Sind Sie damit einverstanden, dass er auf dem OP zu Ende stirbt, während ihm die Organe entnommen werden?“ Ich hoffe, dass ich dann die Ärzte vom Hof gejagt hätte. Wer möchte sein Kind schon auf solch schreckliche Weise sterben lassen? (30)

Siehe Todesverständnis

Ich werfe mir vor, dass ich seinen natürlichen Tod einen Tag früher verhindert habe. (30)

Dieser Vorwurf ist völlig unbegründet.

Keiner weiß aber genau, was ein sogenannter „Hirntoter“ noch empfinden kann. (30)

Siehe: Schmerz

Ich werfe mir vor, dass ich tatsächlich meinen Sohn für tot hielt, als die Ärzte mir das verkündeten, obwohl er sich durch die Hirntodfeststellung in keiner Weise verändert hatte. (30)

Das ist das Problem bei allen Hirntoten: Hirntod ist ein unsichtbarer Tod.

Statt den schwammigen Begriff der Nächstenliebe zu verwenden, sollten gerade die Kirchen ein Interesse daran haben, ihre sterbenden Mitglieder nicht schutzlos der Medizin auszuliefern, sondern ihnen einen Übergang in Würde und Ruhe zu ermöglichen. (31)

1990 bestätigten der Rat der EKD und die DBK, dass Hirntote tot sind. 2015 bekräftigte die DBK diese Aussage. Siehe Todesverständnis

Bei einer Tagung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Februar 2005 im Vatikan zu den „Zeichen des Todes“, noch einberufen von Johannes Paul II., war die Kritik so heftig, dass kein offizielles Protokoll – wie sonst üblich – veröffentlicht wurde; nur über inoffizielle Kanäle sind diese Stellungnahmen bekannt geworden. Sind auch Kardinäle interessiert an sog. „neuen“ Organen? (31)

Die kath. Kirche schämt sich hier wohl eher für das Ergebnis, bei dem Teilnehmer wie Wolfgang Waldstein behaupten: "Mir ist kein Fall bekannt geworden, in dem nach der Verhinderung der Organentnahme der Patient an den Folgen des Hirntods gestorben wäre. In allen mir bekannt gewordenen Fällen sind sie durch die richtige Behandlung ge­heilt worden."

Ich fordere also Aufklärung, die den Namen auch verdient: Statt der Unterdrückung der kritischen Stimmen, an der sich beide christlichen Kirchen kräftig beteiligen, soll auf die Nützlichkeit der Hirntoddefinition für die einen – Mediziner und Empfänger - und auf die Grausamkeit für die anderen – die Spender - hingewiesen werden. (32)

Auch kritische Stimmen sollten bei der Wahrheit bleiben.

Statt von der hundertprozentigen Zuverlässigkeit der Hirntoddiagnose zu fabulieren, sollte man die Öffentlichkeit darüber informieren, dass Studien das Gegenteil belegen. (32)

Welche Studien sollen dies denn sein, die von Alan Shewmon?

Und die DSO sollte nicht dauernd von Solidarität in der Gesellschaft reden und damit die Ausbeutung des einen zu Gunsten eines anderen meinen. (32)

Wer seine Organe nach Feststellung des Hirntodes spenden möchte, sollte nicht durch Begriffen wie "Ausbeutung" darin verunsichert oder gar davon abgehalten werden.

Zusammen mit der Pharmaindustrie, die an den Transplantierten, die ja Dauerpatienten sind, viel Geld verdient, ist hier ein Kartell entstanden, das Informationen nur dann fördert, wenn sie Werbung für Organspende darstellen, sonst tut man alles, um die Öffentlichkeit nur in einer Richtung zu beeinflussen. (32)

Siehe: Verschwörungstheorie

Woran ist die Transplantationsmedizin eigentlich in erster Linie interessiert? Will sie kranken Menschen helfen? Dann müssten andere Therapieformen entwickelt und weiterentwickelt werden, um den Kranken nicht vergebliche Hoffnung zu machen. (32)

Hirntoten ist nicht mehr zu helfen. Sie sind tot. - Für die Organ-Patienten wird auf unterschiedlichen Wegen nach Alternativen geforscht. Selbst in den nächsten Jahren haben hat die Medizin zur TX keinen gleichwertigen Ersatz.

Warum gibt es keine allgemein zugängliche Statistik der Erfolge oder Misserfolge der Transplantationen? (32)

Diese Statistik gibt es seit Jahren. Jedes TXZ ist zu einem allgemein zugänglichen Jahresbericht verpflichtet, siehe: Jahresberichte der TXZ.

Sind die Empfänger von Organen tatsächlich so ge-sund und fit, wie die Werbung uns weismachen will? Man hört und sieht immer nur die Vorzeigepatienten, denen es anscheinend gut geht. (32f)
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[2]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Das Heilsversprechen der Medizin, uns das Leben zu erhalten, ist bislang noch nicht eingelöst worden – ich sage glücklicherweise. Wir müssen wieder lernen, mit dem eigenen Tod zu leben, er ereilt uns alle. Hilfe dabei gibt es in der Hospizbewegung, die da einsetzt, wo die Medizin am Ende ist. (33)

Auch die TX-Medizin verspricht keine Unsterblichkeit.

Die Ärzte beschimpfte er aber alle als Dummköpfe, denn er erzählte mir, dass ihn ein Arzt in den Keller in einem Kühlschrank verstaut hätte, dann wäre er von total hektischen Ärzten wieder hervorgezerrt worden und ein Arzt hätte ihm den Hals aufgeschnitten, ohne Narkose oder Schmerzmittel sei er noch einmal operiert worden. Als ich das völlig entsetzt dem Oberarzt auf der Station erzählte, wo der Zwischenfall stattgefunden hatte, wurde mir bestätigt, dass es so war: er war erst in der Pathologie, weil er ja tot war, erst der Chefarzt bestand auf einer erneuten OP. Diese wurde ausgeführt, der Patient beatmet, wohl wissend, dass er aufgrund des langen Sauerstoffmangels im Gehirn nie wieder gesund werden würde. Wie kann ein toter Mensch sehen, was mit ihm passiert? Warum kann ein toter Mensch Schmerzen spüren? (35)

Im Durchgangssyndrom können die Patienten die verrücktesten Vorstellungen entwickeln, ähnlich wie in einem (Alb-)Traum. Sie sind jedoch davon überzeugt, dass dies real erlebt wurde.

Wer Organe spendet, sollte wissen, dass die Zeit des Sterbens nicht so weit erforscht ist, dass man sagen kann, was der Mensch während dieser Zeit fühlt und empfindet. (36)

Siehe: Sterbeprozess und Schmerzen und Wahrnehmung

Die Werbung verspricht ein zweites Leben, eine zweite Chance, verschweigt

aber, dass viele Patienten mit einem fremden Organ schlechter und kürzer leben. (37)

Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[2]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Die Werbung für ORGANSPENDE spricht von Organen Verstorbener und verschweigt

damit, dass den betroffenen Menschen die Organe bei lebendigem Leib und schlagendem Herzen entnommen werden. (37)

Hirntote sind tote Menschen mit lebendem Körper. Siehe: Todesverständnis

Sie beruft sich auf den umstrittenen sog. Hirntod, mit dem der Tod des Menschen vorverlegt wurde, damit ungestraft Organe entnommen werden können. (37)

Es war die Einführung der künstlichen Beatmung durch Björn Ibsen, die die Trennlinie zwischen Leben und Tod verschoben hat, siehe: Todesverständnis

Die meisten der sogenannten Hirntoten werden weder aus Bequemlichkeit noch wegen zu geringer Fallpauschalen nicht an die Transplantationszentren gemeldet, sondern weil die behandelnden Ärzte ihre im Koma liegenden Patienten nicht als tot ansehen und weil sie diese nicht einer würdelosen Organentnahme ausliefern wollen. (37)

Woher will KAO das wissen?

Ein Mensch, der alle Zeichen des Lebens trägt, wie ein Lebender behandelt wird und jahrelang in diesem Zustand existieren kann, ist ein Lebender! (38)

Hirntote haben zwar Zeichen des Lebens - siehe auch Alan Shewmon -, aber nicht alle Zeichen des Lebens.

Ich möchte Sicherheit darüber haben, dass, falls ich jemals in eine lebensbedrohliche Situation komme, kein Transplantationsbeauftragter die Möglichkeit hat, sich in meine Therapie einzumischen. (38)

In einer lebensbedrohlichen Situation kommt kein TXB, sondern erst wenn der Hirntod sicher zu erwarten ist.

{{Zitat2| Ich möchte, dass man meinen Status als Patient respektiert und nicht ungefragt Untersuchungen an mir vornimmt, die mir nach-weislich schaden, auch wenn Mediziner meinen, mit meinen Organen das Leben von anderen Menschen retten zu können. (38) Die HTD wird auch ohne einer anschließenden Organentnahme vorgenommen.

Ich möchte sicher sein, dass meine Behandlung immer eine patientenzentrierte ist und nicht wechselt in eine spenderzentrierte Behandlung. (38)

Mit einem Nein zur Organentnahme ist dies sichergestellt.

Harvard, Boston 1968. Die Definition des Hirntodes wird ins Leben gerufen. Es gibt keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, nur eine neue, vielversprechende medizinische Möglichkeit: die Organübertragung. (39)

Siehe: Chronik/Hirntod und Pierre Wertheimer

Man philosophiert vom „Tod der Person“, vom „Tod des Individuums“ - und so werden bis dato lebende Patienten umdefiniert in sogenannte Hirntote, die gleichgesetzt werden mit Leichen, mit Verstorbenen. Statt den Tod naturwissenschaftlich zu erforschen, philosophieren die Mediziner mehr schlecht als recht darüber, was den Menschen ausmacht, und maßen sich damit die Deutungshoheit über Leben und Tod und die Persönlichkeit des Menschen an. (39)

Siehe: Todesverständnis

In Wirklichkeit sind sogenannte Hirntote schwer traumatisierte Patienten, die in der kritischsten Phase ihres Lebens sind. Sie brauchen Zeit, zeitgemäße Behandlung und Ruhe, wenn sie den Kampf um ihr Leben gewinnen sollen. (39)

Diese Zeit für ihren "Kampf um ihr Leben" haben alle 175 von Alan Shewmon zusammengetragenen Fälle von Hirntoten erhalten. Kein einziger von ihnen hat diesen Kampf gewonnen. Sie alle erlitten trotz unvermindert fortgesetzter intensivmedizinischer Behandlung einen Herz-Kreislauf-Stillstand.

Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Sogenannte Hirntote sind biologisch nicht tot, sondern lebendig. Dass sie juristisch als tot behandelt werden, ist eine gesetzliche Hilfskonstruktion (legal fiction), damit Mediziner nicht des Mordes oder Totschlags bezichtigt werden können. (40)

Siehe: Todesverständnis

Inzwischen rekrutieren Mediziner nicht nur Unfallopfer, sondern u.a. sich im finalen Zustand befindende Schlaganfallpatienten, Menschen mit Hirnblutungen, Drogenabhängige, Alkoholiker, Obdachlose, kranke und sehr alte Spender mit marginalen, also minderwertigen Organen. (40)

Es wird nicht auf Beruf oder sozialer Status geachtet, sondern allein darauf, ob Hirntod vorliegt. Für die Feststellung des Hirntodes ist der Zustand der Organe unwichtig.

Dies wird aber der Öffentlichkeit so nicht mitgeteilt, sondern man gibt aus Imagegründen die philosophische Gleichsetzung des sogenannten „Hirntodes“ mit dem biologischen Tod als naturwissenschaftliche Tatsache aus. Damit missbraucht man die wissenschaftliche Autorität. (40)

Siehe: Todesverständnis

Inzwischen gibt es diverse Patienten, die jahrelang im Koma überlebten, Kinder, die Krankheiten entwickelten, gesundeten, in die Pubertät kamen. Darf man sie deshalb in diesem Schwebezustand als Spender benutzen und durch die Organentnahme töten? (41)

Siehe: Alan Shewmon und Todesverständnis

Wenn also klar ist, dass als hirntot diagnostizierte Patienten lebende Menschen sind, warum haben sie dann keine Rechte mehr? Darf die Medizin beliebig über sie verfügen, sie behandeln wie ein Stück Materie? Darf man sie allein bei Verdacht auf einen möglichen Hirntod so behandeln, dass nicht mehr ihre, sondern nur noch die Bedürfnisse der Organempfänger zählen? Darf man in dieser kritischen Phase Schmerz- und Beruhigungsmittel verweigern und ihnen nicht die nötige Zeit geben, sich zu erholen oder in Ruhe unbehelligt zu sterben? (41)

Hirntote sind tote Menschen mit lebendem Körper. Siehe Todesverständnis
Die Medizin verfügt weder über Patienten noch über Hirntote, sondern sie selbst Selbstbesimmung oder ihre gesetzliche Vertreter (siehe: Patientenverfügung bis zur Feststellung des Hirntodes; Organentnahme ab Feststellung des Hirntodes).
Zur Durchführung der HTD müssen alle Schmerzmittel abgesetzt sein, damit der gesetzte Schmerzreiz nicht durch Schmerzmittel unterdrückt wird.

Oder bezieht sich das „justified killing“ auf die Transplantationsmediziner, die mit der Organübertragung rechtfertigen, einen anderen Menschen töten zu dürfen? Ich bin erstaunt über die Chupze von Truog und seinen Mitstreitern, denn ihnen ist klar, dass Patienten umgebracht werden. Da kann man ihre Ehrlichkeit noch so sehr bewundern! (41)

Siehe: Todesverständnis

Darf die Medizin beliebig über sie verfügen, sie behandeln wie ein Stück Materie? (41)

Nicht die Medizin verfügt darüber, sondern der Hirntote oder, wenn dieses sein Selbstbestimmungsrecht nicht wahrgenommen wurde, seine Hinterbliebenen.

Darf man sie allein bei Verdacht auf einen möglichen Hirntod so behandeln, dass nicht mehr ihre, sondern nur noch die Bedürfnisse der Organempfänger zählen? (41)

Dies ist erst bei Feststellung des Hirntodes und Zustimmung zur Organentnahme zulässig.

Darf man in dieser kritischen Phase Schmerz- und Beruhigungsmittel verweigern und ihnen nicht die nötige Zeit geben, sich zu erholen oder in Ruhe unbehelligt zu sterben? (41)

Siehe: Schmerz und Sterbebegleitung

Was, wenn - wie bereits geschehen - immer mehr Fehldiagnosen ans Tageslicht kommen? Immer mehr „Hirntote“, die trotz der angeblich sichersten Diagnose der Welt ins Leben zurückkehren? (42)

Siehe: lebende Hirntote

Wie kann man von einer Leiche lebende Organe bekommen? (42)

Siehe: Todesverständnis

Wieso kann eine schwangere, als hirntot diagnostizierte Frau ein gesundes Kind austragen oder ein als hirntot diagnostizierter Mann Kinder zeugen? (42)

Siehe: schwangere Hirntote

Warum muss ein Spender während der Entnahme seiner Organe anästhesiert werden? (42)

Siehe: Narkose

Der Fall der lebendigen Toten Jahi McMath war bei der Hirntod-konferenz in Harvard im April 2018 ein großes Thema. (42f)

Siehe: Jahi McMath

Durch sinkende Spenderzahlen dokumentiert die Gesellschaft deutlich, dass sie weder als Patient noch als Angehöriger „spenden“ will. (43)

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[4] [Anm. 8]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[5] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Ich fordere eine Diskussionen in der Gesellschaft, um etwas Unbegreifliches zu verstehen: Sind wir Menschen tatsächlich Recyclinggüter, austauschbar, beliebig zusammensetzbar von Medizinern? (45)

Warum soll nicht über 75% der Bevölkerung im Falle ihres Hirntodes mit ihren Organen anderen Menschen das Leben retten dürfen? Warum soll Gutes zu tun schlecht sein?

Nur wenn die festgelegte Wartezeit verkürzt werden soll, ist eine apparative Untersuchung wie das EEG vorgeschrieben. (46)

Bei Kindern unter 2 Jahren und bei primären infratentoriellen Hirnschädigungen kann der Hirntod erst beim Vorliegen eines Null-Linien-EEGs oder beim Nachweis des zerebralen Zirkulationsstillstandes festgestellt werden.

Möchten Sie so sterben? verlassen - ohne Familie - ohne Begleitung - getestet - beurteilt nach der Qualität der Organe - auf dem OP-Tisch ruhiggestellt - aufgeschitten bei schlagendem Herzen - von Chirurgen umringt - als Nummer - eine einzige Wunde.

Diese Aufzählung ist in Grafik gepackt. - Siehe: Todesverständnis und Sterbebegleitung

Hirntote müssen ernährt, gepflegt, überwacht, getestet und mit Medikamenten versorgt werden, damit sie nicht versterben.

... damit ihr Blutkreislauf aufrecht erhalten bleibt. Siehe: Todesverständnis

Notfalls werden sie wiederbelebt! (50)

Siehe: Reanimation

Der Hirntod ist naturwissenschaftlich nicht mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen. (PCB, USA 2008)

Siehe: PCB

Acht von zehn Patienten, die für die Organentnahme in Frage kommen, haben keinen Spenderausweis und haben somit nie selber in eine Organentnahme eingewilligt.

Bis 2017 haben weniger als 5% der Hirntoten selbst per Spenderausweis der Organentnahme widersprochen.

Organentnahmen erfolgen oft bereits in der Nacht nach der Einlieferung auf die Intensivstation. (51)

Nach Angaben der DSO erfolgen die meisten Organentnahmen zwischen 12 und 24 Stunden nach der Feststellung des Hirntodes. Dem gehen meist 2 bis 5 Tage der Behandlung voraus mit der Bemühung, das Leben des Patienten zu retten und seine Gesundheit wieder herzustellen.

Tücher werden auf dem Boden ausgelegt, damit der Operateur nicht in dem Wasser-Blut-Gemisch steht, das sich während der OP auf dem Boden sammelt. (52)

Von "auslegen" der Tücher kann keine Rede sein.

Das Problem der Bundesärztekammer ist, dass mit einer verpflichtenden Erklärung zur Narkose bestätigt würde, es handele sich bei den 'Hirntoten' um noch lebende Menschen. Also nimmt man billigend in Kauf, dass Menschen während der Organentnahme Schmerzen erleiden können. (52)

Siehe: Schmerz und Narkose und Organentnahme

Bei einer Multiorganentnahme, die mehrere Stunden dauern kann, werden verschiedene Entnahmeteams mit bis zu 20 Ärzten an dem beatmeten Patienten tätig. (52)
Während der Organentnahme müssen die Anästhesisten die lebenswichtigen Funktionen des Spenders aufrecht erhalten, bis das letzte Organ entnommen ist. (52)

Bei einer Multiorganentnahme wird vor der Entnahme des ersten Organs das Herz zum Stillstand gebracht. Damit braucht man dann auch keine künstliche Beatmung mehr.

„Als einmaliges und unverwechselbares Geschöpf wird der Mensch nicht nur durch sein Gehirn, sondern auch durch seinen Leib repräsentiert, dieser aber lebt beim Hirntoten noch zu 97%. ((53)

Siehe: 97%

Beim Aufschneiden des Körpers vom Hals bis zur Schambeinfuge kommt es zu Blutdruck-, Herzfrequenz- und Adrenalinanstieg. Auch Rötungen des Gesichts, flächenhafte Hautrötungen und Schwitzen können eintreten. Bei „normalen“ Operationen werden diese Zeichen als Schmerzreaktionen gewertet. Nicht jedoch bei „Hirntoten“! (53)

Siehe: Schmerz und Organentnahme

Mit der Entnahme der Organe ist der „Hirntote“ gestorben. (53)

Siehe: Todesverständnis

Ein friedvolles und behütetes Sterben im Beisein von Angehörigen oder Freunden ist bei einer Organentnahme nicht möglich. Sterbebegleiter sind die Transplantationsmediziner. (53)

Siehe: Sterbebegleitung

„Die Würde des Menschen und die Achtung vor dem Tod treten gegenüber den Interessen der Transplantationsmedizin und wirtschaftlichen Interessen zurück. (53)

Siehe: Würde der Hirntoten

Informieren Sie sich genau. Helfen kann Literatur, die sich kritisch mit dem

Thema Organtransplantation befaßt: (54)

Es darf angenommen werden, dass in den genannten Büchern ähnliche [[Halb- und Unwahrheiten enthalten sind wie hier.

Spenden an KAO zur Förderung der Öffentlichkeitsarbeit sind steuerlich absetzbar: (54)

Damit muss der e.V. KAO vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt worden sein. Worin diese Gemeinnützigkeit besteht, ist höchst fraglich.

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Schriften II

50 Jahre Transplantation, 20 Jahre TPG in Deutschland (2017)

Der Verein KAO veröffentlichte am 06.12.2017 den Artikel "50 Jahre Transplantation, 20 Jahre TPG in Deutschland, KAO bilanziert die Geschichte einer großen Täuschung".[6] Darin heißt es:

Wenn wir die Gesellschaft aufklären, bekommen wir keine Organe mehr!" Prof Pichlmayr(+)

Hierbei handelt es sich um eine unbelegte Aussage, die der Haltung von Prof. Pichlmayr widerspricht. Durch seinen Tod kann er sich selbst nicht gegen diese Verleumdung wehren.

Diese Geschichte begann nicht als Versuch, Patienten mit einer neuen Behandlungsmethode zu helfen, sondern als knallharter Konkurrenzkampf: Wer ist der Erste? Wer kann schneller/skrupelloser lebende Herzen verpflanzen?

Demnach darf es nie einen Ersten geben, denn damit würde Konkurrenzkampf unterstellt werden. Dies würde der Tod des medizinischen Fortschrittes bedeuten.

Als nächstes kam die Täuschung durch das Ad-hoc-Komitee in Harvard, das eine Umdefinierung des Todes vornahm.

Die Chronik des Hirntodes zeigt überdeutlich, dass diese Präzisierung des Todes längst fällig war und nichts mit Organspende zu tun hat.

.. die Politiker dachten und denken sich bis heute Verfahren aus, wie man die Menschen dazu bringen/sie dazu zwingen kann, ihre Organe herzugeben: Erweiterte Zustimmungslösung, Entscheidungslösung, Widerspruchslösung, Notstandslösung ...

Hier wird in polemischer Weise Angst geschürt. - Auch bei der Widerspruchsregelung hat der einzelne Bürger für sich das Recht, zu widersprechen. Sein Selbstbestimmungsrecht ist damit nicht eingeschränkt. - Ende 2017 ist kein Land bekannt, in dem es eine Notstandsregelung gibt. Selbst Bulgarien scheint sie in eine Widerspruchsregelung abgeändert zu haben.

Angehörige werden in einer Schocksituation unter Druck gesetzt – entgegen den sonst geltenden Regeln müssen sie nach einem „mutmaßlichen Willen des Verstorbenen“ entscheiden.

Die Hinterbliebenen können die Frage um Organspende in der Schocksituation durchaus als Druck erleben. Sieht doch der Hirntote wie ein Schlafender aus. Bei der DSO gibt es die Order, lieber auf Organe zu verzichten, als eine nicht tragfähige Entscheidung herbeizuführen.

Dieses alles soll der Bevölkerung durch „Aufklärungskampagnen“ nahe gebracht werden, die nichts anderes waren und sind als Werbung, Propaganda, Falschinformation, Verschleierung, Verdrängung.

Dies ist eine Sammlung unbelegter Unterstellungen.

Die Transplantationsmedizin arbeitet mit dem Unvorstellbaren, Menschen als Sache, als Organlager zu betrachten. Hans Jonas ist nicht der einzige Kritiker. Viele Mediziner, Juristen und Ethiker weltweit machen darauf aufmerksam, dass hier rote Linien überschritten werden, besonders die, dass man sterbende Menschen als Heilmittel, und damit als Sache, für andere Schwerkranke benutzt. Der Tod des einen ist die Voraussetzung für eine Behandlung des anderen.

Organe zu spenden ist Bestandteil des Selbstbestimmungsrechts. Dieses Recht soll von niemandem angetastet werden. - Hirntote sind Tote. - Organspender haben der Organentnahme zugestimmt. - "Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?" (Mt 20,7)

Dazu kommen die immer wieder veröffentlichten Berichte über kriminelle Machenschaften auf allen Ebenen dieses undurchschaubaren Systems.

Dies ist eine Pauschalverurteilung ohne jeglichem Beweis. - Das System ist offen und transparent. Selbst die einzelnen TXZ sind verpflichtet, jährlich einen Bericht ihrer Tätigkeit zu veröffentlichen. Dies ist im Internet abrufbar.

Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Organe können von Hirntoten entnommen werden, d.h. der Mensch ist tot, sein Körper hat noch funktionierenden Stoffwechsel, siehe Tod. Das bestätigte sogar im Jahr 2015 einstimmig der DER.

Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen.

Der Sterbeprozess endet mit dem Tod. Entscheidend ist, was man als den Tod des Menschen ansieht: den Hirntod, den biologischen Tod, den genetischen Tod oder den absoluten Tod. Medizinisch und juristisch ist es der Hirntod.

einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

Hiermit wurde eindeutig die Sachlichkeit verlassen und die emotionale Ebene angesprochen.

2014 Regensburg: Kontroverse Debatte zur Organspende auf dem Katholikentag

KAO veröffentlichte am 04.06.2014 im Internet den Artikel "Regensburg: Kontroverse Debatte zur Organspende auf dem Katholikentag".[7] Darin heißt es:

Die Zu-Tode-Definierung eines noch lebenden Menschen zum Zwecke der Organgewinnung, die fehlende neutrale Information für die Menschen, die einen Spenderausweis ausfüllen sollen

Hirntote sind lebende Körper eines toten Menschen, siehe: Todesdefinition
Die "Informationen" von KAO kann man wohl kaum als neutral bezeichnen. Stellenweise sind sie sogar irreführend, wie z.B. die Aussagen über angebliche Schmerzen der Hirntoten.

Nach dem Transplantationsgesetz darf erst dann nach einer Organspende gefragt werden, wenn der Hirntod festgestellt ist. Es war strittig, ob diese Feststellung, die ja fremdnützig erfolgt, durch eine Patientenverfügung gedeckt ist, die lebensverlängernde Maßnahmen ablehnt.

Da die Feststellung des Hirntodes ohne jeden Bezug zu einer evtl. Organentnahme durchgeführt wird, kann hier nicht von einer "Fremdnützigkeit" gesprochen werden.

Es sei ihnen bewusst geworden, dass der Sterbeprozess nachhaltig gestört worden sei.

Der Sterbeprozess wird in D/A/CH bei einer Organentnahme nicht nachhaltiger gestört als bei einer Einäscherung.

Es sei auch wichtig, darüber informiert zu sein, dass unter den Bedingungen einer Organentnahme eine Sterbebegleitung durch die Familie nicht möglich ist.

Die Sterbebegleitung ist mit dem Eintritt des Hirnntodes abgeschlossen. Nach der Feststellung des Hirntodes handelt es sich um einen Leichnam. Hinterbliebene brauchen dann Begleitung, nicht der Hirntote.

Sie forderte endlich eine ehrliche und vollständige Information der Menschen.

Aus diesem Grunde wurde dieses Wiki geschaffen.

2014 KAO klärt auf zum „Tag der Organspende“

Am 02.06.2014 veröffentlichte KAO im Internet den Artikel "KAO klärt auf zum „Tag der Organspende“".[7] Darin steht:

Am ‚Tag der Organspende‘ wird wieder um Organspender geworben, als sei der ‚Hirntod‘ – das Kriterium für eine Organentnahme in Deutschland – todsicher, als sei jeder Mensch moralisch verpflichtet, seine Organe im Fall des Hirnversagens abzugeben. Alle Zweifel, Erkenntnisse und Erfahrungen werden abgetan, es zählt nur ein Argument: ‚Wir brauchen mehr Organe!‘

Der Hirntod als Kriterium für eine Organspende ist sicher. Das bestätigte im Früjahr 2015 der DER. - Es wird jeder - entsprechend dem TPG seit Herbst 2012 - dazu aufgefordert, sich zur Frage der Organspende zu entscheiden und diese Entscheidung schriftlich festzuhalten. Damit sollen im Falle des Hirntodes nicht die Hinterbliebenen entscheiden müssen.

In internationalen Fachdiskussionen wird der Hirntod schon länger nicht mehr als der Tod des Menschen angesehen, sondern als eine Phase im Sterbeprozess.

Innerhalb des PCB und des DER ist es eine Minderheit, die Hirntote als Sterbende sehen. Einig sind sich jedoch beide Gremien einstimmig, dass der festgestellte Hirntod das Kriterium für die Entnahme von Organen ist.

Organe von Toten können nicht transplantiert werden. Daher wurde der Todeszeitpunkt medizinisch und juristisch vorverlegt und als ‚Hirntod‘ bezeichnet, um lebende Organe transplantieren zu können.

1964 erfolgte die 1. Organentnahme aus einem Hirntoten. 1960 beendete Pierre Wertheimer die sinnlos gewordene Therapie eines 13-jährigen Hirntoten. Siehe: Chronik/Hirntod

Dies bedeutet, dass Patienten, denen Organe entnommen werden sollen, unter anderem bis zum Ende der Organentnahme beatmet werden, dass sie warm und durchblutet sind.

Es sind keine Patienten, denen die Organe entnommen werden, sondern Hirntote. Sie werden nicht "bis zum Ende der Organentnahme beatmet", sondern nur bis zum Herzstillstand. Danach hat eine künstliche Beatmung für die Sauerstoffversorgung der Organe keinen Sinn.

Was offenbar nicht sein darf, ist eine erneute gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, wie tot oder lebendig man ist, wenn man ‚hirntot‘ ist, und – damit eng verbunden – wer über eine Organentnahme und damit auch über die Verwertung von Körpern entscheiden kann, darf, soll.

KAO und andere Kritiker versuchen diese gesellschaftliche Diskussion zu führen, oft mit Halb- und Unwahrheiten. Es erfolgt von ihrer Seite kaum eine medizinische Aufklärung, was für ein pathophysiologischer Zustand Hirntod ist. - Wer über die Organentnahme entscheiden darf, ist seit 1997 im TPG klar geregelt: Primär ist es der Hirntote selbst, zu seinen Lebzeiten, andernfalls die Hinterbliebenen.

Zudem würden Menschen, die trotz aller Bedenken zu einer Organ-Spende bereit sind, eine Vollnarkose bei der Organentnahme einfordern.

Hirntote können keine Schmerzen wahrnehmen. Warum also Vollnarkose?

Nur Menschen, die sich nach umfassender Information durch eine neutrale Stelle schriftlich bereit erklären, ihre Organe und ihren Sterbeprozess zu opfern, dürfen als Spender in Betracht kommen.

Damit gewährleistet ist, dass sich auch wirklich jeder entscheidet, sollte die einfache Widerspruchsregelung eingeführt werden. Damit ist sichergestellt, dass im Falle des Hirntodes jeder für sich entschieden hat.

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. verwahrt sich gegen diese interessengeleitete Umdeutung des Patientenwillens und rät allen Menschen, die nicht als „Organspender“ dienen wollen, in der Patientenverfügung eine Hirntoddiagnostik zu untersagen.

Auch hier zeigt sich mangeldes Wissen: Die HTD wird unabhängig von einer möglichen anschließenden Organentnahme durchgeführt. In den meisten Fällen erfolgt nach Feststellung des Hirntodes das Abschalten der künstlichen Beatmung (Therapieende), was binnen weniger Minuten zum Herzstillstand führt.

2014: Organspendezahlen sinken: Menschen lassen sich nicht mehr so leicht für tot verkaufen

Am 22.01.2014 veröffentlichte KAO die Pressemitteilung "Organspendezahlen sinken: Menschen lassen sich nicht mehr so leicht für tot verkaufen" im Internet.[7] Darin schreibt KAO:

Vergangene Woche hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation ihre Organspenderzahlen für 2013 vorgelegt. Diese sind stark gesunken. Schuld seien die Transplantationsskandale. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) sieht einen anderen Grund: Die anhaltende einseitige Information pro Organspende.

Nach Feststellung des Hirntodes betrug die Bereitschaft zur Organspende in den Jahren 2008-2015 etwa 72% ±2%. In den Jahren 2016 und 2017 stieg sie auf rund 76%, siehe: Organmangel#Entscheidungen_zur_Organspende. Die Ursache ist der Rückgang der potentiellen Organspender.

Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Kampagnen der Krankenkassen seien zum größten Teil Werbung, sie erfüllten sogar teilweise den Tatbestand der arglistigen Täuschung, erklärt die KAO.

Von arglistiger Täuschung kann man eher über Aussagen von KAO sprechen, wie z.B. dass Hirntote noch Schmerzen wahrnehmen könnten.

In Wahrheit jedoch können transplantierbare Organe nur beatmeten, durchbluteten Patienten im Hirnversagen entnommen werden, die durch die Organentnahme im OP getötet werden.

Hirntod ist kein Hirnversagen. Die Gehirnzellen sterben bei Hirntod ab. Das ist mehr als nur ein Koma. Siehe auch: Todesdefinition

Fazit

"Kritische Aufklärung" sieht anders aus.

Was der eingetragene Verein "Kritische Aufklärung über Organtransplantation" (KAO) in seinem Vereinsnamen hat, die Aufklärung, praktiziert er selbst nicht. In seinen Aussagen und seinenSchriften verbindet er ausschließlich Kritik - hier entspricht es dem Vereinsnamen, steht auch an 1. Stelle - zumeist mit Halb- und Unwahrheiten, wodurch ein Zerrbild von Hirntod und Organspende entsteht. Die Maßstäbe, die KAO von anderen erwartet, erfüllt KAO selbst kaum.

KAO argumentiert auf der Ebene der Eindrücke und Gefühle, ist jedoch gegenüber Fakten beratungsresistent. Sie sehen nicht ein, dass ihr Angehöriger, meist ihr Kind, in Folge eines Unfalls zu Tode gekommen ist, sondern meinen, dass es durch die Organentnahme umgebracht wurde.

Daher sollte man sich auf anderen Internetseiten über Organspende informieren und diese Seiten erst dann aufrufen, wenn man sich kundig gemacht hat, um die falschen Darstellungen als solches entlarven zu können.


Anhang

Siehe auch: KAO und die evangelische Kirche

Anmerkungen

  1. Um es ganz genau zu sagen: Solange noch irgendwie medizinische Hoffnung besteht, wird alles Menschenmögliche getan, um das Leben zu retten und die Gesundheit wieder herzustellen. In dieser Phase interessiert sich niemand für einen Organspendeausweis. Liegt jedoch nach Tagen der Behandlung medizinisch ein aussichtsloser Zustand vor, der sich unaufhaltsam auf den Hirntod zuentwickelt - dies ist mitunter zu erkennen -, dann beginnt man, sich Gedanken um eine Organspende zu machen. Dann erst kommt frühestens die Frage um einen Organspendeausweis - aber auch um einen Patientenverfügung - auf.
  2. Damit steht das seit 2 Jahren vor Drucklegung dieses KAO-Flyers in der Richtlinie.
  3. § 6 Achtung der Würde des Organ- und Gewebespenders
    (1) Die Organ- oder Gewebeentnahme bei verstorbenen Personen und alle mit ihr zusammenhängenden Maßnahmen müssen unter Achtung der Würde des Organ- oder Gewebespenders in einer der ärztlichen Sorgfaltspflicht entsprechenden Weise durchgeführt werden.
    (2) Der Leichnam des Organ- oder Gewebespenders muss in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben werden. Zuvor ist dem nächsten Angehörigen Gelegenheit zu geben, den Leichnam zu sehen.
  4. Leider fehlt hier die Quellenangabe.
  5. Niemand bekommt ab dem Zeitpunkt der künstlichen Beatmung von dem Patienten irgendeine Rückmeldung. Ein letztes "Danke" oder "Ich liebe Dich." gibt es nicht.
  6. Arnd Focke starb 1997. Am 01.12.1997 trat das TPG in Kraft. In Folge dessen wurde 1998 aus der "Entscheidungshilfe" eine "Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes". Damit wurde bei Arnd Focke nicht gegen das TPG verstoßen, sondern gegen eine Entscheidungshilfe. Korrekt war es deswegen nicht.
  7. "Der Hirntod ist der Tod des Menschen. Der Tod kann daher — außer nach Aufhören von Atmung und Herzschlag — auch dann festgestellt werden, ..." in "Entscheidungshilfen zur Feststellung des Hirntodes" 1982.
  8. Die Zahlen der Jahre 2002 bis 2005 wurden aus dem Jahrbuch der DSO entnommen. Die Zahlen der Jahre 2006 bis 2013 wurden nach den absoluten Zahlen der Jahrbücher der DSO berechnet. Dabei wurden nur die realisierten Organspenden mit den Ablehnungen nach Feststellung des Hirntods ins Verhältnis gesetzt. D.h. nicht berücksichtigt wurden dabei nicht erfolgte Organtransplantationen, z.B. durch Kreislaufversagen oder med. Gründen.

Einzelnachweise

  1. https://www.praktische-philosophie.org/schweda--jongsma-2018.html Zugriff am 02.03.2019.
  2. Klaus Schäfer: Leben - dank dem Spender. Ergebnisse aus Umfragen unter 203 Transplantierten. Karlsruhe 2013.
  3. a b c d e f g h Dies ereignete sich 1991 in der Schweiz. Siehe Seite 11.
  4. DSO: Jahrbuch 2002ff.
  5. Die Anzahl der potenzieller Organspender umfasst alle Hirntoten, die mit für eine TX brauchbare Organe auf der Intensivstation liegen. Die meisten von werden tatsächlich Organspender. Bei einigen wird die die Organspende verweigert. Daneben gibt es noch eine Reihe von Hirntoten, bei denen zwar eine Zustimmung zur Organspende vorgelegen hat, bei denen es jedoch aus verschiedenen Gründen zu keiner Organspende gekommen ist. Die DSO unterscheidet hierbei unter:
    • Abbruch vor oder während der Organentnahme (z.B. Tumorfeststellung)
    • Medizinische Gründe (inkl. Herz-Kreislaufstillstand, ICD-10 I46.9)
    • Sonstiges (Keine Einwilligungsberechtigten, Gespräch nicht zumutbar, keine Freigabe durch den Staatsanwalt)
  6. xyzs://www.openpr.de/news/984011/50-Jahre-Transplantation-20-Jahre-TPG-in-Deutschland-KAO-bilanziert-die-Geschichte-einer-grossen-Taeuschung.html Zugriff am 15.12.2017.
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