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Warum musste Marina sterben? (28)
Dies geschah in Spanien.

min Zitat aus dem Clip Richtigstellung
6 Erst nach dreieinhalb nervenaufreibenden Stunden lässt man sie an das Bett ihres Kindes. ... Sie sagten: "Wir haben die Diagnose von Hirntod gestellt." In Deutschland wird nach vorausgegangenem Herzstillstand das Blut des Patienten erst mal für 24 Stunden auf 33°C heruntergekühlt. Bis diese Hypothermie abgeschlossen ist und der Patient wieder 37°C warmes Blut hat, vergehen 3 Tage. Dann muss ggf. noch Zeit abgewartet werden, bis verabreichte Narkotika vom Körper abgebaut worden sind. Selbst wenn diese Wartezeit inzwischen nicht mehr benötigt wird, ist bei Kindern ab 2 Jahre und Erwachsenen bei sekundärer Hirnschädigung, d.h. nach Herzstillstand, zwischen der 1. und 2. HTD eine Wartezeit von 72 Stunden vorgeschrieben.

Marina kam in das Krankenhaus. Bereits nach 3,5 Stunden sprachen die Ärzte vom (drohenden?) Hirntod. Das würde in Deutschland die Ärzte in diesem Fall nicht vor dem 3. Tag auch nur denken. Frühestens nach 6 Tagen hätte man in diesem Fall in Deutschland den Hirntod feststellen können.[Anm. 1]

8 Später erfährt ihre Mutter aus den Akten, dass die Ärzte Marina immer wieder Atropin spritzten, ein auch in Deutschland gängiges Mittel, um den den Verdacht auf Hirntod zu bestätigen. Atropin ist ein gängiges Medikament, das nach Kreislaufstillstand Verwendung findet. In Deutschland war es nie (Stand Dezember 2014) für die HTD nach der Richtlinie der BÄK vorgeschrieben oder vorgesehen.

In Österreich gehört der Atropin-Test mit zur HTD.

8 "Atropin wurde sehr oft dosiert. Es wurde nicht Dosierung entsprechend ihrem Gewicht gehört hat." Die Krankenakte beweist: 0,5 mg wäre bei Marinas Gewicht normal gewesen. Jedoch sie bekam 1,5 mg, die dreifache Dosis. Warum nur? In aussichtslosen Situationen wird mitunter eine höhere Dosis verabreicht, um das Leben zu retten. Ohne diese Überdosierung steht der Tod an. Also kann man mit einer angemessenen Überdosierung nur gewinnen und das Leben hoffentlich erhalten.
8 Und sie haben schon am 1. Tag gesehen, dass normal reagiert und dass sie nicht Hirntod ist. ... Sie haben ein Ödem im Gehirn verursacht mit diesen Atropinspritze. Außerdem: Die Pupillen haben sich erweitert. Das hatte sie am 1. Tag nicht. Das ist so ein Symptom, nachher haben sie dieses Symptom gesagt, dass die Pupille erweitert waren. Das haben sie dann vorgegeben als sie eine Hirntod vorhatte, wo sie diese Erweiterungen der Pupillen selbst verursacht haben. Und dann haben sie die Spritze täglich gegeben, ich denke, um diesem Zustand weiter zu haben oder vielleicht verursachen, dass sie sterben würde. Weil mit einer hochdosierter Atropingabe, das kann man bis zum Tod führen. Ob eine dreifache Überdosierung von Atropin ein Hirnödem verursachen kann, muss noch recherchiert werden.

Fakt ist: Hirntote entwickeln immer ein Hirnödem. Diese Hirnschwellung stammt von den abgestorbenen Gehirnzellen. Sie saugen sich mit Flüssigkeit voll[Anm. 2] und erzeugen dadurch dieses Hirnödem.

11 Eine grotesk anmutende Situation: Ein bereits für tot erklärtes Kind, bei dem die Ärzte damit drohen, dass es bei einem Transport in eine andere Klinik sterben könnte. Das ist Umgangssprache. - Bei tatsächlich vorliegendem Hirntod müsste es korrekter Weise etwa so lauten: Ein Kind, bei dem der Hirntod festgestellt wurde, drohten die Ärzte damit, dass bei einem Transport der Blutkreislauf zusammenbrechen könnte, was zum Herztod führt.
15 Auch in Deutschland ein brisantes Thema: Darf man gegen den Willen der Angehörigen das Beatmungsgerät abstellen, nachdem der Hirntod festgestellt wurde? Auch dann, wenn die Diagnose möglicherweise fehlerhaft war? In Deutschland: Wenn der Hirntod festgestellt ist und weder Zustimmung zur Organspende noch Schwangerschaft vorliegt, bezahlt die Krankenkasse keine weitere Behandlung. Wenn die Hinterbliebenen alle weiteren Kosten übernehmen, kann gerne weiter behandelt werden. In der Regel bedeutet dies, dass der Hirntote schnellstmöglich in ein Pflegeheim mit Beatmungsplatz verlegt wird, denn das Bett auf der Intensivstation wird für schwerkranke Patienten benötigt, nicht für Pflege von Hirntoten.

Eine fehlerhafte Hirntoddiagnose ist in D/A/CH kaum vorstellbar: Wenn sich die Ärzte nicht sicher sind, steht es ihnen frei, bildgebende Zusatzuntersuchungen durchführen zu lassen.

15 In Murcia verfiel man auf einen auch hierzulande gängigen Trick: Man versucht kritische Angehörige vor Gericht als nicht zurechnungsfähig zu erklären. Es wäre glaubhafter, wenn man statt von "auch hierzulande gängigen Trick" zu sprechen, einige Beispiele aus Deutschland nennen würde, wo ein deutsches Gericht im Zusammenhang mit Hirntod Hinterbliebene für nicht zurechnungsfähig erklärt hat.

Diese Verknüpfung mit Hirntod sollte vorhanden sein, weil diese Reportage um den Hirntod geht.

Zusammenfassung:

Es wurde in Murcia offensichtlich verfrüht davon gesprochen, dass Marina hirntot sei. Ob zu diesem Zeitpunkt (innerhalb 4 Stunden nach Einlieferung in die Klinik) überhaupt eine HTD durchgeführt wurde, gibt diese Reportage nicht an. In Deutschland wäre frühestens am 3. Tag nach der Einlieferung nach Herzstillstand die Frage um Hirntod im Raum gestanden und nach weiteren 3 Tagen frühestens festgestanden.

Der Fall Marina ist von der Durchführung der Hirntoddiagnostik so nicht auf Deutschland übertragbar.

Was den Versuch der Vertuschung angeht, wurde in Spanien grobe Fehler begangen. - Dass Richter ohne unabhängiges Zweitgutachten die Beendigung der Therapie erzwingen wollen, ist in Deutschland nicht vorstellbar. Ebenso der Einsatz der Polizei, die dann das Kind gewaltsam aus dem Haus holt, um es in eine Klinik zu bringen, damit dort der Hirntod festgestellt wird, ist für Deutschland nicht vorstellbar. - Sehr wohl jedoch das Gegenteil: Wenn Minderjährige von Zeugen Jehowas eine Bluttransfusion benötigen, damit sie diesen kritischen Zustand überleben, wird für die Zeitdauer dieser Behandlung den Eltern das Sorgerecht genommen, wenn sie dieser Bluttransfusion nicht zustimmen.[Anm. 3]

Dass die Mutter in dieser Situation an die Öffentlichkeit ging, ist gut verständlich. Hier gilt es, einen schweren Missstand in Spanien abzustellen: Mit der Aussage Hirntod sollte man erst dann an die Hinterbliebenen herantreten, wenn daran gedacht wird, die HTD durchzuführen, keinesfalls früher. Auch sollte erst dann davon gesprochen werden, dass jemand hirntot ist, wenn dies die HTD abgeschlossen und der Hirntod belegt ist.

Es ist sehr bedauerlich, dass diese Reportage wiederkehrend darauf hinweist oder zumindest andeutet, dass dies auch in Deutschland vorstellbar wäre. Dies sollte mit Belegen untermauert werden, denn man kann auch sagen, es sei vorstellbar, dass Männer eine Schwangerschaft austragen und ein Kind gebären könnten. Im Film "Junior" wurde dies bereits thematisiert.

Anhang

Anmerkungen

  1. In Spanien ist auch "Donation after cardiac death" (DCD) möglich. Wurde nach dieser in Deutschland verbotenen Weise der Hirntod festgestellt? - Wenn wirklich binnen 3,5 Stunden nach der Einlieferung in die Klinik der Hirntod festgestellt wurde, kann es nur nach DCD gewesen sein. Bei DCD wird vom Hirntod ausgegangen, aber er ist nicht bewiesen. Insbesondere bei Kindern kann sich das Gehirn eher erholen. Daher wird bei Erwachsenen nach Herzstillstand die erfolglose Reanimation nach 30 Minuten aufgegeben, bei Kindern nach 60 Minuten. Wenn bei Marina nach DCD der Hirntod "festgestellt" wurde, dann hat Spanien mit der DCD-Richtlinie ein Problem, da es offensichtlich nicht oder unzureichend die besondere Situation der Kinder berücksichtigt. Dann muss man hier nachbessern oder allgemein den Menschen sagen, dass bei Hirntod-Feststellung nach DCD vom Hirntod ausgegangen wird, dieser aber nicht erwiesen ist. Dies trifft dann für alle DCD praktizierenden Länder zu, nicht aber für Deutschland, da in Deutschland DCD verboten ist.
  2. Dies ist kein biologischer (d.h. mit Leben erfüllter), sondern ein physikalischer Vorgang und damit zu vergleichen, wie Zeitungspapier einen auf dem Tisch liegenden Wassertropfen aufsaugt, wenn man das Zeitungspapier darauf legt. Niemand wird behaupten, dass das Zeitungspapier lebe.
  3. Zeugen Jehowas lehnen aus religiösen Gründen jede Form von Bluttransfusion ab. Mit vollendetem 18 Lebensjahr akzeptiert der deutsche Staat diese Haltung des Patienten, auch wenn dies den sicheren Tod des Patienten zur Folge hat (Selbstbestimmungsrecht von Erwachsenen). Ist dieser jedoch minderjährig und lehnen die Eltern der Bluttransfusion ab, schreitet der Staat lebensrettend für das Kind ein.

Einzelnachweise

  1. xyz://www.youtube.com/watch?v=-VKkTzeFHOk
  2. xyz://www.youtube.com/watch?v=PYis3d_ytQA
  3. xyz://www.youtube.com/watch?v=LpxMgIhqAtA
  4. xyz://www.youtube.com/watch?v=C-fsJ7pKmNg
  5. xyz://www.youtube.com/watch?v=74bUMKBmbbg
  6. xyz://www.youtube.com/watch?v=-44z7VqP2vM
  7. xyz://www.youtube.com/watch?v=6qFxhrVZikQ
  8. xyzs://www.youtube.com/watch?v=oWrvmDaKhl4
  9. xyzs://www.youtube.com/watch?v=XIBcubYdw0g
  10. xyzs://www.youtube.com/watch?v=99Qg7TCSYRs
  11. xyzs://www.youtube.com/watch?v=uVCyS3aPhXc
  12. xyz://www.youtube.com/watch?v=WGsKsoG-6Go
  13. xyz://www.youtube.com/watch?v=4JD1151hsQw
  14. xyz://www.youtube.com/watch?v=0ghPW-M3GjQ
  15. xyz://www.youtube.com/watch?v=61Rp9YiAKsA
  16. xyz://www.youtube.com/watch?v=5cwZtR1dspc
  17. xyz://www.youtube.com/watch?v=mJXeq4FBVxY
  18. xyz://www.youtube.com/watch?v=YpSDBg84xf4
  19. xyz://www.youtube.com/watch?v=YnLc7MWAIDk
  20. xyz://www.youtube.com/watch?v=zcb8UFZBp-4
  21. xyzs://www.youtube.com/watch?v=1Ik7zTEbEoM
  22. xyz://www.youtube.com/watch?v=5PnQhuQXwho
  23. xyz://www.youtube.com/watch?v=Pdzg2ol75tY
  24. xyz://www.youtube.com/watch?v=Z3OaBzS-DkA
  25. xyz://www.youtube.com/watch?v=nuTOFz6AkI4
  26. xyz://www.youtube.com/watch?v=3x_eoFYpTYU
  27. xyz://www.youtube.com/watch?v=QB9t0s5W0e4
  28. xyz://www.youtube.com/watch?v=KLbsK9uzPcw
  29. xyz://www.youtube.com/watch?v=e3mjp3-dh14