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Tödliches Dilemma (7)

min Zitat aus dem Clip Richtigstellung
1 Es gibt einen Zeitpunkt, an dem der Arzt den Tod nicht mehr aufhalten kann - das ist der Moment, wo ein Patient zu einem potentiellen Organspender wird. Der Zeitpunkt, an dem der Arzt den Tod nicht mehr aufhalten kann, ist lange vor dem Hirntod, meist bereits beim Eintreten des Ereignisses. - Rund 60% der Organspender sterben durch ein geplatztes Blutgefäß im Kopf (Hirnblutung), über 10% durch einen Unfall (Schädelhirntrauma), über 10% durch einen großen Gefäßverschluss (Hirninfarkt). Ist eines dieser über 80% der Fälle eingetreten, kann der Arzt aufgrund der Schwere der Ursache den Hirntod nicht mehr aufhalten, aber der Hirntod noch nicht eingetreten.
1 Eine Medizin, die ihre eigenen Patienten unter diesem Aspekt der Verwertbarkeit sieht, die verbietet sich eigentlich ethisch. Also, dass hier ein Konkurrenzverhältnis zwischen zwei Patienten aufgemacht wird. Der eine wird instrumentalisiert für das Leben des anderen.[Anm. 1] Wenn von der "Verwertbarkeit" gesprochen wird, verbietet sich neben der Lebendspende auch die Blutspende. - Das vorige Zitat widerspricht der Möglichkeit, von einem "Konkurrenzverhältnis" zu sprechen. Man könne den Tod ab dem Hirntod nicht mehr aufhalten, so die dortige Aussage. Wenn dem so ist, konkurriert der Hirntote keineswegs gegenüber dem Patienten auf der Warteliste. Es ist unredlich, hier von "zwei Patienten" zu sprechen. Der Hirntote spendet seine Organe den Patienten, Instrumantalisierung ist etwas anderes.
2 Wir hören immer Zahlen, dass soundso viel Menschen täglich sterben müssen, weil es zu wenig Organspender gibt. Diese Menschen sterben nicht, weil es keine Organspender gibt, sondern sie sterben, weil sie todkrank sind.[30] Dann ist das in das Schwimmbecken auch nicht ertrunken, weil es niemand gerettet hat, sondern weil das Kind nicht schwimmen konnte. - In der deutschen Rechtsprechung nennt man dies "unterlassene Hilfeleistung" und wird nach § 323c StGB "mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."
2 Hirntod bedeutet, dass Groß-, Klein- und Stammhirn unwiderruflich ausgefallen sind. Der übrige Körper lebt. Wesentliche neurologische Funktionen bleiben erhalten. Reflexe funktionieren. Hirntote haben keine Hirnstammreflexe, denn diese werden bei der Hirntoddiagnostik überprüft. - Was ist an den erhalten gebliebenen neurologischen Funktionen wesentlich?
3 Tote, die lebende Organe spenden - ein Widerspruch in sich? Was für ein Wortspiel! - Beim Hirntod ist der Mensch tot, aber der Blutkreislauf des Körpers wird durch die Maßnahmen der Intensivmedizin aufrecht erhalten.
3 Das Menschenbild geht davon aus, von einem Körper, der wie eine Maschine reparabel ist und der menschliche Leib wird zerteilt in verschiedene autonome Organge, die beliebig ein- und auspflanzbar sind. [30] Wenn der Körper eines Patienten nicht "wie eine Maschine reparabel" sein darf, sind auch keine Operationen möglich wie z.B. Blinddarm und Darmverschluss. Die Organe können nicht beliebig aus- und eingepflanzt werden. Hier ist u.a. auf die Blutgruppe und den HLA-Typus zu achten, damit das Organ nicht vom Empfänger nicht so massiv abgestoßen wird.
3 Die Grenze zwischen Tod und Leben scheint dehnbar geworden zu sein. Der Hirntod ist kein dehnbarer Begriff, sondern sehr klar definiert. Damit lässt sich der Hirntod eindeutig nachweisen.
3 Hier wird auch mit Betriffen handiert, wie zum Beispiel Herz-Lungen-Paket ... es findet eine entmenschlichte Perspektive auf einen Patienten statt, der zum Lieferanten von Rohstoff wird, bzw. von Organen. Organspender sind keine Patienten, sondern Hirntote, die der Organentnahme zugestimmt haben. - Wer mag, kann sie als "Lieferanten" von Organen bezeichnen. Faktisch sind sie es, wenn auch die Wortwahl zu wünschen lässt.
4 Während der potentielle Empfänger auf die OP vorbereitet wird, tickt die Uhr für den Spender und seine Angehörigen. Die Körperwohnung wird aufgelöst. Die Möbel ausgeräumt. Welche Uhr tickt denn für den Organspender? Die Lebensuhr ist jedenfalls mit dem Eintritt des Hirntods abgelauften. - Die beiden letzten Sätze können aufgrund ihrer Wortwahl nur als Polemik angesehen werden.
4 Der Trauerprozess wird ´ne auf extreme Weise gestört und nicht respektiert. Und - wir wissen alle, die jemanden beim Sterben begleitet haben, wie wichtig das ist für den Trauerprozess, die Hand zu halten und auch den Menschen zunächst mal unversehrt zu lassen und ihn nicht in seinen letzten Stunden dieser großen chirurgischen Operation auszuliefern.[30] Niemand verbietet, dem Hirntoten die Hand zu halten. Dieser bekommt davon nichts mit. Sterbebegleitung ist bei Hirntoten abgeschlossen, denn sie sind bereits tot. - Die Unversehrtheit des Körpers hat hier nichts mit dem Trauerprozss zu tun.
5 Das kulturelle Umdenken im Umgang mit Sterben hat gerade erst begonnen. Ein Beispiel: Die Hospizbewegung. Die Organtransplantation steht dazu in krassem Widerspruch. Wo steht die Organtransplantation in krassem Widerspruch zur Hospizbewegung? Kein Hirntoter wird noch in ein stationäres Hospiz verlegt! Nach Feststellung des Hirntods gibt es nur das Abschalten der künstlichen Beatmung oder die Organentnahme.
5 Wenn man genauer anschaut, welche Nebenwirkungen die Organempfänger haben, dann widerlegt sich eigentlich diese Methode von selbst, weil Organempfänger z.B. lebenslang Immunsuppressiva nehmen müssen, damit das Organ nicht wieder abgestoßen wird. Sie bleiben ein Leben lang Patienten.[30] Wenn die Organempfänger ihre Organe nicht bekommen hätten, dann bräuchten sie keine Immunsuppressiva. Das stimmt. Dann bräuchten sie aber auch keine anderen Medikamente mehr. Den Arzt bräuchten sie auch nur dafür, um deren Tod festzustellen. - Die Organtransplantation rettete ihr Leben. Da nimmt man gerne für den Rest des Lebens Immunsuppressiva.[Anm. 2]
6 Es gibt ja in interessanter Weise in der Vormoderne - also zwischen dem 16. bis ins 19. Jahrhundert - die sogenannte "Schafott-Medizin", die sich dadurch auszeichnet, dass Körperteile von Hingerichteten als Therapeutikum verwendet wurden, oder dass das Blut von Hingerichteten getrunken wurde, z.B. gegen Epilepsie. Oder dass Menschenfett gewonnen wurde, um Rheuma oder Gicht in Salbenform zu heilen. Und diese Medizin wird auch in der Kulturwissenschaft als "kanibalistische Medizin" bezeichnet. ### Die Menschen in jener Zeit wussten es nicht besser. Sie suchten nach allen möglichen Mitteln und Wegen. So gab es auch die sogenannte "Dreckapotheke".[31] - Seit der Aufklärung zählt jedoch auch in der Medizin die Naturwissenschaft. Kein Medikament wird heute zugelassen, was nicht seine Wirksamkeit durch Tests unter Beweis gestellt hat. - Dass Menschen für den Fall ihres Hirntods ihre Organe spenden, ist keine "kanibalistische Medizin", sondern konkrete Nächstenliebe.
6 Interessanter Weise hat eben Paracelsus im 16. Jahrhundert diese Medizin mit dem Begriff der "Transplantation" gekennzeichnet. Und in der Transplantationsmedizin geht es letztendlich auch um die therapeutische Einverleibung von menschlichen Organen bzw. menschlichem Fleisch. Wikipedia benennt zu Fleisch "neben Muskelgewebe mit Fett- und Bindegewebe auch Sehnen sowie bestimmte innere Organe."[32] - Bei der Transplantation wird jedoch weder Muskel- noch Fettgewebe transplantiert. Den Begriff "Einverleibung" hat Renate Greinert im letzten Jahrtausend im Zusammenhang mit Organtransplantation aufgebracht.
7 Im Fall der Organspende steht die Ethik des Sterbens gegen die Segnungen des medizinischen Fortschritts. Da Hirntote bereits tot sind (als Tote ist bei ihnen der Sterbeprozess bereits abgeschlossen), kann bei Hirntoten nicht von einer "Ethik des Sterbens" gesprochen werden.
7 Wer auf dem Spenderausweis nichts einschränkt, spendet praktisch alles, das ganze Warenlager: Knochen, Blutgefäße, Augen, Hornhäute, die Haut. Die Ökonomisierung des Lebens macht auch vor dem Sterben nicht Halt. Organe sind keine Waren. Ihr Verkauf wird in Deutschland und vielen anderen Staaten juristisch geahndet. Der Hirntote ist kein "Warenlager", sondern ein Organspender. - Die Polemik am Schluss zeigt überdeutlich, wessen Geistes Kind diese Reporter sind.

Anhang

Anmerkungen

  1. Wortlaut von Anne Bergmann, die vorgestellt wurde als Klturhistorikerin mit dem dem Schwerpunkt Medizingeschichte, sowie als "scharfe Kritikerin der Organtransplantation".
  2. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. - Wer gesund ist, sollte nicht so abfällig über schwerkranke Patienten sprechen.

Einzelnachweise

  1. xyz://www.youtube.com/watch?v=-VKkTzeFHOk
  2. xyz://www.youtube.com/watch?v=PYis3d_ytQA
  3. xyz://www.youtube.com/watch?v=LpxMgIhqAtA
  4. xyz://www.youtube.com/watch?v=C-fsJ7pKmNg
  5. xyz://www.youtube.com/watch?v=74bUMKBmbbg
  6. xyz://www.youtube.com/watch?v=-44z7VqP2vM
  7. xyz://www.youtube.com/watch?v=6qFxhrVZikQ
  8. xyzs://www.youtube.com/watch?v=oWrvmDaKhl4
  9. xyzs://www.youtube.com/watch?v=XIBcubYdw0g
  10. xyzs://www.youtube.com/watch?v=99Qg7TCSYRs
  11. xyzs://www.youtube.com/watch?v=uVCyS3aPhXc
  12. xyz://www.youtube.com/watch?v=WGsKsoG-6Go
  13. xyz://www.youtube.com/watch?v=4JD1151hsQw
  14. xyz://www.youtube.com/watch?v=0ghPW-M3GjQ
  15. xyz://www.youtube.com/watch?v=61Rp9YiAKsA
  16. xyz://www.youtube.com/watch?v=5cwZtR1dspc
  17. xyz://www.youtube.com/watch?v=mJXeq4FBVxY
  18. xyz://www.youtube.com/watch?v=YpSDBg84xf4
  19. xyz://www.youtube.com/watch?v=YnLc7MWAIDk
  20. xyz://www.youtube.com/watch?v=zcb8UFZBp-4
  21. xyzs://www.youtube.com/watch?v=1Ik7zTEbEoM
  22. xyz://www.youtube.com/watch?v=5PnQhuQXwho
  23. xyz://www.youtube.com/watch?v=Pdzg2ol75tY
  24. xyz://www.youtube.com/watch?v=Z3OaBzS-DkA
  25. xyz://www.youtube.com/watch?v=nuTOFz6AkI4
  26. xyz://www.youtube.com/watch?v=3x_eoFYpTYU
  27. xyz://www.youtube.com/watch?v=QB9t0s5W0e4
  28. xyz://www.youtube.com/watch?v=KLbsK9uzPcw
  29. xyz://www.youtube.com/watch?v=e3mjp3-dh14
  30. a b c d Wortlaut von Anne Bergmann.
  31. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Franz_Paullini Zugriff am 8.2.2014.
  32. https://de.wikipedia.org/wiki/Fleisch Zugriff am 8.2.2014.