Rolf-Michael Turek

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Rolf-Michael Turek (* 1949) ist ein evangelisch-lutherischer Pfarrer i. R. Er war in den 1980er Jahren ein Vertreter der Bürgerrechtsbewegung in der DDR und ein Unterstützer der subversiven Gruppen in Leipzig, besonders ab 1988 bei der Gestaltung der Friedensgebete in der Nikolaikirche. Aus diesen entwickelten sich die Montagsdemonstrationen und die Friedliche Revolution im Herbst 1989.

Schriften

Leider sind viele seiner Schriften ohne Datum, sodass sie zeitlich nicht zuordbar sind.

Organtransplantation und Hirntod (31.08.2013)

In Wordpress steht der Abschnitt "Organtransplantation und Hirntod", veröffentlicht am 31.08.2013.[1] Darin steht:

Neben den 'guten' Gründen einer Organentnahme zuzustimmen gibt es auch 'gute' Gründe dies nicht zu tun.

Dies ist eine typisch evangelische Formulierung. "Gut" ist eine Wertung. Mit dieser Formulierung wird versucht, die Ablehnung zur Organspende ethisch der Zustimmung gleichzustellen. Dies ist nicht korrekt. Richtiger Weise müsste es heißen: "Neben den 'guten' Gründen einer Organentnahme zuzustimmen gibt es auch Gründe dies nicht zu tun."

Dass diese ('nicht-manipulativ') in aller Öffentlichkeit dargestellt und auch öffentlich diskutiert werden, sollte eigentlich in einer sich demokratisch verstehenden Gesellschaft selbstverständlich sein.

Diese Verteidigung der o.g. Aussage kann nicht zugestimmt werden.

Während bei der 'Aufklärung' der Bevölke­rung die Interessen der Organbedürftigen gute vertreten werden, kommen die verschiedenen Bedürfnisse der Organspender und ihrer Zugehörigen zu kurz.

Es gibt auch Berichte von Hinterbliebenen, nicht nur die von KAO, sondern auch andere. So z.B. von Heiner Röschert.

Wer informiert über die ungeklärte Problematik des Hirnto­des, darüber, dass ein hirntoter Mensch noch lebt – im Unterschied zu einer Leiche, die zur Obduktion freigegeben wird -, dass er von Blut durchpulst wird, dass die Beatmungsmaschine erst nach den Explantationen abgestellt wird, dass in vielen Fällen sogar meh­rere Operationsteams nacheinander die für sie interessanten Or­gane explantieren?

Siehe: Leben der Hirntoten und Todesverständnis

Dabei geht es auch um die mehr oder weniger verdeckten Interessen der Pharmaindustrie, der Transplantationszentren und Kliniken.

Siehe: Verschwörungstheorie

Warum ich als Seelsorgerder Hirntoddefinition nicht zustimmen kann

In Wordpress steht die Datei "Warum ich als Seelsorgerder Hirntoddefinition nicht zustimmen kann".[2] Darin heißt es:

Verpflanzbare 'lebendige' Organe finden sich nur in Menschen, die atmen und deren Kreislauf funktioniert. (1)

Organspender sind Hirntote, und die atmen nicht mehr, sondern werden beatmet.

Als hirntot gelten danach Menschen, deren Hirn so stark geschädigt ist, dass es die Lebensprozesse im Körper nicht mehr steuern kann und deren Organe aber noch leben bzw. deren Funktion durch den Einsatz von moderner Medizintechnik künstlich aufrechterhalten wird. (1)

Bei Hirntod ist das Gehirn nicht nur "stark geschädigt", sondern umfassend geschädigt. Mit dem Eintritt des Hirntodes beginnt die Autolyse des Gehirns.

Jonas, der selber hirntote Menschen begleitet hat und an Explantationen teilnahm, meint, einen Rest von Leben in dem hirntoten Patienten vermuten zu dürfen. (1)

Dass Hans Jonas Hirntote begleitet hat und bei deren Organentnahmen im OP-Saal mit dabei sein durfte, fand ich in keinem seiner Schriften. - Vielmehr zeigen die Schriften von Hans Jonas über den Hirntod, dass er sie nur aus der Literatur kennt und sich Hans Jonas vor allem an dem Begriff "irreversibles Koma" orientiert hat.

Jonas stellte deutlich heraus, dass die Definition des Hirntodes gerade in dem Moment probat wurde, als das Interesse an der Explantation von Organen erwachte. (2)

Es ist zwar eine parallele Entwicklung, aber die Entwicklung des Hirntodes ist eine eigenständige und geht der der Transplantation um Jahre voraus. Siehe: Chronik/Hirntod

. Vorher war die Definition 'hirntot' in diesem Sinne nicht entscheidend —hätte es allerdings im Hinblick auf eine angemessene Sterbebegleitung und alsSignal zum Abschalten aller an den Patienten angeschlossenen Geräte auch damals schon sein können. (2)

Siehe: Pius XII.

Für die 'Begleitenden' ist der Tod dann daran zu erkennen, dass da etwas zur Ruhe gekommen ist, dass die körperlichen und seelischen Kräfte zu einem Ende gekommen sind. Und diese Ruhe findet ihren spürbaren Ausdruck in dem 'Geheimnis des letzten Atemzuges'. (2)

Hirntote haben ihren letzten Atemzug bereits gemacht. Siehe: Apnoe-Test

Dieses Todeskriterium ist auf die Situation Hirntoter nicht anwendbar. (3)

Das oben beschriebene Todeskriterium ist für Hirntote voll zutreffend.

Bei ihnen zeigen zwar die hochsensiblen Messgeräte ein Null-Linien-EEG an, was von einem Erlöschen der Hirnfunktionen zeugt, doch den restlichen Organen dieses Menschen wird durch die Beatmung und durch (nun eventuell organprotektiv orientierte) Medikation unablässig Energie zugeführt. (3)

Diese Medikamente müssen schon im Vorfeld des Hirntodes gegeben werden, damit der Blutkreislauf stabil bleibt und die Homöostase ausgeglichen ist.

Der Tod ereignet sich erst beim Abschalten der beteiligten Geräte, bzw. während einiger Minuten im Verlauf einer Explantation; nämlich nach Eröffnung des Körpers, nach der eventuellen Entnahme von Nieren, Leber und anderen Organen, in den Minuten während das Herz entnommen und das Blut dieses Menschen abgeleitet wird. Zurück bleibt eine Hülle, der Körper des Verstorbenen. (3)

Das ist der Tod des Körpers, nicht der Tod des Menschen. Siehe: Todesverständnis

Den 'Hirntod' jedoch als völligen und endgültigen Ausfall der den Menschen als Lebewesen kennzeichnenden Lebensmerkmale zu verstehen, muss ist nicht zwingend. (3)

Es gibt auch heute noch Menschen in der sogenannten 1. Welt, die die Erde als eine Scheibe ansehen.

Die Hirntoddefinition selber ist das Ergebnis bestimmter weltanschaulicher Voraussetzungen. Ihre Anthropologiefußtauf einem dualistischen, cartesianischen Verständnis. Gemäß diesem gilt der Verstand (ratio) als das bestimmende Merkmal des Menschlichen (bei Descartes „res cogitans") im Gegensatz zu der Körperlichkeit des Menschen, die als bloßes Material (bei Descartes „res extensa") aufgefasstwird. In diesem dualistischen Menschenbild wird die von Descartes beschriebene „wahrnehmende Instanz" des Menschen nicht als eine metaphysische „Seele" verstanden, sondern als unmittelbar von dem Gehirn (genauer eigentlich nur vom Großhirn) hervorgebracht. (3)

Ohne Gehirn ist der Mensch eine geistlose biologische Masse. Dass der Geist ein funktionierendes Gehirn voraussetzt, gilt in allen Wissenschaften als anerkannt, ebenso dass der Mensch ein geistliches Wesen ist, unabhängig davon, wie viel Geist er besitzt. Körper und Geist sind somit kein Dualismus, sondern ein Faktum.

Nicht wenige Menschen, auch in der Medizin, vertreten demgegenüber ein integrales Menschenbild. Sie sind davon überzeugt, dass Geistigkeit und Körperlichkeit des Menschen nicht hierarchisch zugeordnet sind, sondern dass sie in ihrer stets reziproken Abhängigkeit eine umfassende Ganzheit bilden. (3)

Ohne Gehirn gibt es keine Geistigkeit, doch die moderne Medizin macht es möglich, dass funktionierende Körperlichkeit ohne Geistigkeit möglich ist, und zwar bei Hirntoten.

Ist der Hirntod der Tod des Menschen? (2013)

Als Word-Datei liegt vor: "Ist der Hirntod der Tod des Menschen?".[3] Darin heißt es:

Einmal war sie eine Hilfe bei der Frage, ab welchen Zeitpunkt es als angebracht erscheint, intensivmedizinische Behandlungen bei schwerst geschädigten Patienten einzustellen. (1)

Diese Frage stellte sich in den 1960-er Jahren deshalb, weil allen Patienten, an denen der Hirntod diagnostiziert wurden, trotz unverminderter Fortsetzung der intensivmedizinischen Behandlung binnen 5 Tagen einen irreversiblen Herzstillstand erlitten, viele in den ersten 24 Stunden.

Die Frage ist, ob es zutreffend und angemessen ist, den Hirntod als endgültigen Tod des Menschen aufzufassen?
Obwohl der Hirntod heute juristisch als Todeszeitpunkt gilt, bleibt die Frage, ob es sich bei 'hirntoten' Menschen um Sterbende oder um schon tote Leichname handelt.
Es gibt andere, die die „Hirntod-Diagnose“ als einen Punkt in einem unumkehrbaren Sterbeprozess verstehen.

Siehe: Todesverständnis

So ist der Hirntote weder biologisch endgültig tot, noch macht es den Anschein, dass er tot ist. Hirntote Menschen können ihre Körpertemperatur selbst regulieren, Urin und Stuhl ausscheiden, sie können schwitzen und Antikörper bilden. Männer können Erektionen bekommen und Frauen schwanger werden und gesunde Kinder gebären.

Siehe: Leben der Hirntoten

Wir müssen uns damit abfinden, dass die Medizin einen Bereich geschaffen hat, der sich zwischen Leben und Tod befindet. Aus diesem Bereich heraus lassen sich viele Menschen in das Leben zurückholen ('reanimieren'). Allerdings gibt es auch eine Reihe von Menschen, für die das nicht zutrifft. Zu ihnen gehören die als 'hirntot' diagnostizierten Menschen. Sie sind dem äußerlichen Anschein nach und in vielen (körperlichen) Funktionen noch Lebende und in anderer Hinsicht wie schon Tote.

Per Definition ist alles tot, was nicht lebt. Daher kann es keinen "Bereich" zwischen Leben und Tod geben. - Erfolgreich reanimiert werden können nur Lebende, keine Tote. Siehe: Vladimir Negovsky - Bis zur erfolgreichen Reanimiation, d.h. bis sie wieder erste Lebenszeichen zeigen, kann man diese Menschen auch als "Scheintote" bezeichnen. Sie sind nur dem Schein nach tot. Umgekehrt kann man Hirntote als "Scheinlebende" bezeichnen, weil sie nur dem Schein nach leben.

Unsere Sprache und unsere bisherigen Vorstellungen von Leben und Tod sind auf diesen 'Zwischenzustand' nicht eingestellt und vorbereitet.

Das Problem ist weniger die Sprache, als vielmehr ein mangelhaftes Todesverständnis.

Und somit muss die Frage, ab wann ich 'für tot erklärt werden' will, jeder für sich selbst entscheiden.

Das ist Anomie.

Der eigentliche Skandal: Fehldiagnose Hirntod!

Die Datei "Der eigentliche Skandal: Fehldiagnose Hirntod!" Rolf-Michael Turek zum Herunterladen an.[4] Darin heißt es:

Von den Befürwortern der Transplantationsmedizin wird immer wieder behauptet, dass die Hirntoddiagnose die sicherste Diagnose der Welt sei. Das scheint leider nicht wahr zu sein.

Es kommen weitaus mehr falsche Todesfeststellungen beim normalen Tod vor als beim Hirntod. Daher ist die Feststellung des Hirntodes die sicherste Todesfeststellung. - In Deutschland kam es noch nie vor, dass jemand, an dem man den Hirntod diagnostiziert hat, sich davon erholt hätte. In anderen Nationen kam es vereinzelt zu falsch durchgeführten HTD. Die Ursache war dabei, dass man sich nicht korrekt an die Vorgaben gehalten hat.

Fachleute weisen darauf hin, dass das Gehirn (bei entsprechender Behandlung) eine Minderdurchblutung bis 20% schadlos überstehen kann. Problematisch im Blick auf die Hirntoddiagnose erscheint, dass sich die Reflexe, die zur Diagnose des Hirntodes überprüft werden bei einer Minderdurchblutung von 50%, nicht mehr auslösen lassen. Der Zustand zwischen 50% und 20% Minderdurchblutung wird als 'ischämische Penumbra' bezeichnet. (1)

Bei Hirntod ist die Durchblutung des Gehirns nicht nur 20%, sondern 0%. Daher ist das alles für Hirntote unzutreffend.

So hat eine Untersuchung der DSO in Niedersachsen ergeben, dass in 21 von knapp 50 Fällen die Diagnose Hirntod, die Ärzte aus Unikliniken und kleineren Krankenhäusern gestellt hatten, nicht bestätigt werden konnte bzw., dass die Untersuchungen nicht nach den Regeln der Bundesärztekammer durchgeführt worden sind. (1)

Der Zweituntersucher (Herr Deutschmann) hat diese Fehler aufgedeckt. Seit 2015 muss einer der beiden untersuchenden Ärzte ein Neurologe oder Neurochirurg sein. Damit ist die HTD absolut sicher.

Auffallend ist, dass in der Öffentlichkeit den Bedürfnissen der Spender (also Sterbender) weit weniger Aufmerksamkeit zukommt, als denen der 'Organbedürftigen'. So sind die Probleme um die gerechte Verteilung (von mangelnden Organen) bisher auch wesentlich kritischer verfolgt worden als die Probleme um nicht korrekt durchgeführte Hirntoddiagnostiken. Sterbende haben eben keine (so einflussreiche) Lobby wie 'Organbedürftige', Transplantationszentren und Pharmaindustrie. (1)

Siehe: Todesverständnis und Verschwörungstheorie

Im Folgenden stelle ich 12 Beispiele von „Überlebenden“ vor, die nach den gängigen “sicheren” Kriterien als hirntot diagnostiziert wurden. Es handelt sich in all diesen Fällen um unkorrekt durchgeführte Diagnosen. (1)

Auf den folgenden Seiten (2-6) nennt Rolf-Michael Turek diese 12 Beispiele auf:

  1. Steven Thrope = 2008, Großbritannien: Fehldiagnose
  2. Sam Schmid = 2011, USA: an ihm wurde wohl nie eine HTD durchgeführt
  3. Herr Körner = 1975, Deutschland: sehr undurchsichtiger Bericht seiner Frau
  4. Don Vittorio = ????, Italien: sehr undurchsichtiger Bericht
  5. Pam Reynolds = 1991, USA: war nie Hirntod, war eine so geplante Hirnoperation
  6. Gloria Cruz = 81´´2011, Australien: es wurde wohl nie Hirntod festgestellt
  7. unbekannt 1 = 1999?, Deutschland: Patient hatte EEG-Ausschläge, war somit nicht hirntot
  8. unbekannt 2 = 1999?, ???: unklar, ob HTD wirklich durchgeführt wurde
  9. Lilo Emmerling = 1993, Deutschland: wurde nie HTD durchgeführt
  10. Carina Melchior = 2011, Dänemark: wurde nie HTD durchgeführt
  11. unbekannt 3 = ????, Frankreich: nach DCD, d.h. es wurde nie HTD durchgeführt
  12. Polizist Irek = ????, Polen: unklar, ob überhaupt HTD durchgeführt wurde
  13. amerikanischer Soldat = 1990-er, Deutschland: wurde wohl nie HTD durchgeführt

Hier zeigt sich, dass man bei lebenden Hirntoten nicht so leichtgläubig sein darf und es erst an anderen Quellen überprüfen muss.

Nachlese zum Kirchentag Dresden 2011

Die "Nachlese zum Kirchentag Dresden 2011" ist als "Der verweigerte Dialog" aus dem Internet an weitereen Quellen herunterladbar.[5] Darin heißt es:

Obwohl dort nun zwar alle zugänglichen Argumente würdigend und wertschätzend vertreten wurden, kam es dadurch nicht zu dem erwarteten „streitbaren“ Austausch. Ich möchte an dieser Stelle nur daran erinnern, dass nach Popper die kritische Infragestellung von Hypothesen ('Falsifikation') eine der unbedingten Vorraussetzung wissenschaftlichen Denkens und Argumentierens ist.

Diese wissenschaftliche Diskussion wird seit 1959 - damals begonnen zwischen Pierre Wertheimer und Pierre Mollaret - geführt. Man hat die Wahl: Entweder führt man die Diskussion bis in alle Ewigkeit weiter, ähnlich wie es heute Vertreter der "flachen Erde" gibt, oder man baut auf die Erkenntnisse auf, die die Diskutierenden seit über 60 Jahren gewonnen haben.

Oft erlebe ich überforderte Angehörige und auch medizinisches Personal, und zwar dann, wenn in kurzer Zeit in einer emotional aufgeladenen Situation Entscheidungen getroffen bzw. herbeigeführt werden sollen.

Daher soll jeder selbst für sich die Entscheidung fällen, ob er im Falle seines Hirntodes zur Organspende bereit steht, und diese Entscheidung seinen Angehörigen deutlich mitteilen.

Es gibt neben 'guten' Gründen einer Organentnahme zuzustimmen auch 'gute' Gründe dies nicht zu tun.

Gut ist eine Wertung. Mit dieser Aussage wird die Zustimmung zur Organentnahme ethisch der Ablehnung gleichgesetzt. Das ist sie jedoch faktisch nicht. Daher lautet der korrekte Satz: "Es gibt neben 'guten' Gründen einer Organentnahme zuzustimmen auch Gründe dies nicht zu tun."

Die allgemeine Werbung für die Organspende bietet nicht wirklich Information.

Der Begriff "Werbung" ist eine Abqualifizierung der Aufklärungsarbeit.

Wer informiert über die ungeklärte Problematik des Hirntodes, darüber, dass ein hirntoter Mensch noch lebt - im Unterschied zu einer Leiche, die zur Obduktion freigegeben wird -, dass er von Blut durchpulst wird, dass die Beatmungsmaschine erst nach den Explantationen abgestellt wird, dass in vielen Fällen sogar mehrere Operationsteams nacheinander die für sie interessanten Organe explantieren?

Neben den Kritikern informiert auch diese Seite darüber. Siehe: Todesverständnis

Und auch darüber, wie das Leben der Empfänger mit den fremden Organen aussieht, gegen die sich ihr Körper ein Leben lang wehrt, wissen die Angehörigen eines Transplantationsopfers in der Regel nichts.

Von der Immunabwehr ist auch in den Aufklärungsschriften zu lesen.

Bei den Argumenten, die die derzeit geltende Hirntoddefinition und die Organentnahmepra-xis infrage stellen, habe ich mich beispielhaft auf drei international bekannte und anerkannte Wissenschaftler beschränkt. Und zwar auf: Hans Jonas (Philosoph) , Klaus-Peter Jörns (Theologe) und Linus S. Geisler (Mediziner).

Siehe: Hans Jonas, Klaus-Peter Jörns und Linus S. Geisler

1.Ein hirntoter Mensch ist nicht tot – er befindet sich in einem (unumkehrbaren) Sterbe-prozess.
Das Hirntodkriterium selber macht dies deutlich, indem es das irreversible Erloschensein der gesamten Gehirnfunktion mit der Bedingung verknüpft, dass der gesamte übrige Orga¬nismus des Menschen durch die Beatmungsmaschine am Leben erhalten wird.
Der Tod des Menschen wird an den Anfang des Sterbeprozesses gelegt, er wird manipulierbar. Der ganze Sterbeprozess ist bei der Organentnahme nicht abgeschlossen. Organe werden Sterbenden nicht Toten entnommen.
Was das heißt, wenn ein Mensch psychisch und menschlich überfordert ist mit der Forderung nach den Organen sterbender Angehöriger, ob darin nicht vielleicht doch ein zu respektierendes Warnsignal zu sehen ist, wird gar nicht erst der Diskussion für würdig befunden.

Siehe: Todesverständnis

'Die Grenzlinie zwischen Leben und Tod ist mit Sicherheit nicht bekannt, und eine Definition kann Wissen nicht ersetzen.' (Hans Jonas)

Die HTD besagt nicht, wann der Hirntod eingetreten ist (Grenzlinie), sondern dass der Hirntod eingetreten ist.

Der Hirntod als Todesdefinition ist eine Erfindung der Intensivmedizin.

Siehe: Chronik/Hirntod und Verschwörungstheorie

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Sterbende ein Bewusstsein haben.
Es wird wenig Rücksicht auf das Erleben des Sterbenden genommen.

Richtig bei Sterbenden, falsch bei Hirntoten. Siehe: PV

Die Transplantationspraxis zerreißt die leiblich-seelische Einheit des Menschen, macht die Sterbebegleitung unmöglich und lässt den Sterbenden zu einem Objekt des Organbegehrens werden.

Siehe: Sterbebegleitung

'Wenn der Komatöse gar kein Patient, sondern ein Leichnam ist, dann ist der Weg frei für andere Verwendungen der Definition … im Prinzip geöffnet und wird in praxi beschritten werden, … dann sprechen keine logischen Gründe dagegen und starke pragmatische dafür, die künstliche Durchblutung (Lebenssimulierung) fortzusetzen und den Leib des Verschiedenen zur Verfügung zu halten – als Bank für lebensfrische Organe, möglicherweise auch als Fabrik für Hormone und andere biochemische Substanzen, nach denen Bedarf besteht.' (Hans Jonas)

Hans Jonas gestand selbst in einer späteren Schrift ein, dass die von ihm aufgezeigten Horrorszenarien nicht eingetreten sind.

Sterben diese Menschen wirklich, weil sie nicht rechtzeitig ein Ersatzorgan bekommen?

Diese Menschen sterben an ihrer Krankheit, aber ihr Leben hätte mit einer rechtzeitigen TX gerettet werden können. Siehe: unterlassene Hilfeleistung

Sterben sie nicht vielleicht deshalb, weil ihr Körper ihnen den Dienst versagt oder weil eine vergiftete Umwelt sie so schwer geschädigt hat, dass sie nicht weiterleben können?

Hier scheint sich jemand aus der Verantwortung um seine Mitmenschen herausreden zu wollen. Die vergiftete Umwelt nimmt vielleicht 0,1% der Ursachen aus. Die meisten Ursachen sind unverschuldet, wie z.B. Lungenfibrose, angeborene Krankheiten.

Lässt sich denn einen Anspruch geltend machen auf die Organe anderer Menschen?

Ein rechtlicher Anspruch nicht, aber einen moralischen Anspruch.

Dabei wird wichtig sein, nicht den einen Bedürfnissen gegenüber den anderen von vorn herein einen höheren Rang zuzuordnen, sondern das entstehende Spannungsfeld als ein Spannungsfeld wahrzunehmen.

Hat das Leben nicht einen höheren Rang als alles andere?

Jeder transplantierte Patient muss lebenslang Medikamente einnehmen, um das eigene Immunsystem zu unterdrücken (Immunsuppression). Dadurch wird das neue Organ vor der Abstoßung geschützt. Dabei greifen diese Medikamente auf sehr unterschiedliche Weise in das Im-munsystem ein. Sie sind zwar sehr effizient, haben aber auch häufig Nebenwirkungen, die sich auf die Lebensqualität des Einzelnen auswirken. Da diese Medikamente auch die Abwehr von Infektionen schwächen, sind die damit behandelten Transplantatempfänger besonders anfällig für bakterielle, virale (CMV, HSV, HHV 6) und fungale (Aspergillen, Candida) Erkrankungen. Gewisse Krebserkrankungen wie das Kaposi-Sarkom auf der Haut und die Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation (PTLD) des lymphatischen Systems treten vermehrt auf.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[6]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Die Transplantationsärzte entscheiden in aller Regel ein für alle Mal, mit welchen Mitteln der Patient von ihnen entlassen wird, welche er sein ganzes Leben lang nehmen wird.

Es ist das derzeit aktuellste Medikament, das der Patient am besten verträgt.

Es gibt eine Statistik, was der Konsum dieser Mittel kostet, und das liegt bei 1 Milliarde 600 Millionen im Jahr.

Das ist das eigentliche, das riesige Geschäft, das aus der Transplantationsmedizin gespeist wird. Und da die immunsuppressiven Mittel starke Nebenwirkungen haben, werden zusätzliche Medikamente notwendig, oft auch ein weiteres Organ.

Siehe: Kosten

Vor allem wird dabei die fehlende Möglichkeit, die Sterbenden in ihrem Sterbeprozess bis zuletzt zu begleiten bedauert.
Das Hauptargument gegen eine mögliche Organentnahme ist die, dass diese bei einem Sterbenden erfolgt. Also einem Menschen, der sich zwar in einem unumkehrbaren Prozess zum endgültigen Tod befindet aber trotzdem noch lebendig ist.

Siehe: Todesverständnis und Sterbebegleitung

Und ihre innere Position wandelt sich: von ihrem Ja, 'um noch mehr Tod' zu verhindern, zu einem radikalen Nein und zum Recht auf ein Sterben in Würde.

Siehe: Sterbebegleitung, Todesverständnis und Renate Greinert

Andere Mütter erzählen ihr von nächtlichen Albträumen, in denen ihre Kinder schreien und ihnen vorwerfen, sie verlassen zu haben. Und genau das hat auch sie getan.

Siehe: hirntote Kinder

Nicht Angehörige waren damals Sterbebegleiter, sondern das Transplantationsteam, das an-reist, um sich der Organe zu bemächtigen.

Siehe: Diffamierung "zu bemächtigen"

Die Gewissheit, dass ihr Sohn nicht tot war, sondern erst im Sterben lag, erfüllt sie mit Angst und Entsetzen:
Die Frau ahnt, dass die Seele die Schmerzen des furchtbaren Eingriffs empfunden hat.

Woher nimmt diese Frau diese Gewissheit? Ist es nicht nur subjektives Empfinden, das sie objektiven Fakten entgegenzusetzen versucht?

. Erschreckend, ein Leben lang mit einem unsichtbaren Band an einen Transplantationsmediziner gekettet zu sein; die vielen Nebenwirkungen durch die Medikamente, die die Abstoßung verhindern sollen und die noch gesunden Organe schädigen.
... , ich halte das Leben eines Dialysepatienten nicht für leicht, aber ich beneide auch keinen Nierentransplantierten, der voller Pilzinfektionen steckt.

{{Zufriedenheit]]

So opfern wir unserer Flexibilität im Straßenverkehr jährlich eine Unmenge von Menschen. Diese 'Opfer' stellen den größten Teil derer dar, die für die Organspende infrage kommen.

Alle Verunfallte - nicht nur im Straßenverkehr - waren im Zeitraum von 2006 bis 2018 etwa 15% ±5%. Über diesen Zeitraum waren über 50% der zum Hirntod führenden Ursachen eine massive

Die nächste Gruppe ist dann die der Suicidanten. Also derer, die oft an und in dieser Gesellschaft gescheitert sind für die sie jetzt spenden 'sollen'.

Hirnblutung. Siehe: [[Statistik/Spender#Todesursachen_der_Organspender}}

Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass „Hirntote“, denen Organe entnommen werden sollen noch Empfindungen haben können. Warum wohl werden denn sonst dem „Spender“ während der Organentnahme Schmerzmittel verabreicht?

Siehe: Schmerz, Organentnahme und Narkose

Wenn der Hirntod eines Menschen festgestellt wird, dann wird ein Mensch, der gera¬de noch Patient war, in einen Verstorbenen, verwandelt.

Vergleichbar: Wenn die Erfolglosigkeit eines Reanimationsversuches erfolglos war und dies festgestellt wird, dann wird ein Mensch, der gerade noch Patient war, in einen Verstorbenen, verwandelt.

Was auffällt ist, dass über Kultur- und Zeitgrenzen hinweg menschlichen Organen und Körperteilen Wirkungen zugesprochen worden sind, die weit über alles Erfahr- und Nachweisbare hinaus gegangen sind. Könnte sich dieser Mythos vielleicht auch in anderem Gewand erhalten haben?

Nicht bei der Organspende, denn das ist kein Mythos, sondern Faktum.

Organe dürfen Muslimen sowohl von Muslimen wie auch von Nichtmuslimen eingepflanzt wer-den. Nicht jedoch dürfen Muslime Nichtmuslimen Organe spenden.

Die meisten muslimischen Führer der westlichen Welt sehen das anders.

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Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. https://humorakademie.wordpress.com
  2. https://humorakademie.files.wordpress.com/2013/08/hirntoddefinition-turek.pdf
  3. https://humorakademie.files.wordpress.com/2013/08/ist-der-hirntod-der-tod-des-menschen.doc
  4. https://humorakademie.files.wordpress.com/2013/08/fehldiagnose-hirntod.docx
  5. https://humorakademie.files.wordpress.com/2013/08/der-verweigerte-dialog2.doc
  6. Klaus Schäfer: Leben - dank dem Spender. Ergebnisse aus Umfragen unter 203 Transplantierten. Karlsruhe 2013.