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Die Internetseite pfarrbriefservice.de ist nach eigenen Angaben eine Initiative der deutschen Bistümer.

Eine Suchanfrage am 06.09.2019 nach dem Begriff "Organspende" brachte 8 Ergebnisse:

  1. den "Nicht-Organspendeausweis"[1]
  2. den "Organspendeausweis"[2]
  3. die "Grafik farbig: Organspende"[3]
  4. die "Graifk grau: Organspende"[4]
  5. die "Grafik s/w: Organspende"[5]
  6. die "Anzahl der Organspender" (2000-2009)[6]
  7. das "Alter der Organspender" (2000-20009)[7]
  8. der "zeitliche Rahmen der Organspende (2009)"[8]

Eine Suchanfrage am 06.09.2019 nach dem Begriff "Hirntod" brachte keinen Treffer.

Die Plattform enthält jedoch daneben von verschiedenen Autoren Artikel zu Hirntod und/oder Organspende, darunter auch diese:[Anm. 1]

Schriften

Martin Stahnke: "Hirntode Menschen sind nicht tot, sondern liegen im Sterben" (02.12.2010)

Am 02.12.2010 erschien von Martin Stahnke der Artikel "Hirntode Menschen sind nicht tot, sondern liegen im Sterben".[9] Diesen Vortrag hielt Dr. Martin Stahnke anlässlich eines Podiums der Initiative KAO (Kritische Aufklärung über Organtransplantation) auf dem evangelischen Kirchentag in Bremen, 2009. Quelle: www.initiative-kao.de. Darin heißt es:

Wenn wir über Organspende reden, müssen wir auch über die sterbenden Menschen reden, die auf dem OP-Tisch ihre Organe und ihr Leben lassen.
Natürlich leben die zur Organspende vorgesehenen Menschen noch. Sie sind allerdings unumkehrbar sterbenskrank und würden ohne Intensivmedizin tatsächlich tot sein: kalt, starr, blassblau. All das sind so genannte Hirntote nicht.
In dieser Situation kam vor vielen Jahren meine damalige Oberärztin in den OP-Saal und drehte den Narkosemittelverdampfer auf, so dass der Patient, dessen Organe gerade entnommen wurden, eben Narkosemittel bekam. Das ist ja doch ein wenig das Eingeständnis, dass der Organspender vielleicht doch noch nicht so ganz tot ist. Oder sollte ich etwa eine Leiche narkotisieren? Ich fragte sie daraufhin auch, was das denn nun sollte, schließlich wäre der Patient doch tot. Da sagte sie nur ganz kurz: "Wissen Sie das so genau, Herr Stahnke?" An diese Worte kann ich mich sehr genau erinnern, denn das war der Beginn, der mein vorgefasstes und nützliches Bild, dass Organspender Tote seien, ins Wanken brachte und schließlich einstürzen ließ.
Dazu müssen sie aber aufgeklärt sein. Insbesondere die Angehörigen müssen wissen, dass ihr Einverständnis zur Organentnahme für Sterbende, nicht für Tote gilt.

Siehe: Todesverständnis

Oder halten Sie schwangere Patientinnen, die Kinder gebären können, für tot? Kann das überhaupt jemand ernstlich glauben?

Siehe: schwangere Hirntote, Plazenta und künstliche Gebärmutter

Ein hirntoter Patient ist auf den ersten Blick auf einer Intensivstation gar nicht von anderen schwer geschädigten Patienten zu unterscheiden. Er ist warm, produziert Urin, so wie alle anderen beatmeten Patienten auch.

Siehe: Leben der Hirntoten

Und selbst die Atmung kann bei diesen Patienten besser sein als bei so manchen anderen schwerkranken Intensivpatienten.

Bei allen Hirntoten ist die Eigenatmung erloschen. Dies wird bei jeder HTD durch den Aponoe-Test überprüft. Hirntod und Eigenatmung schließen sich damit gegenseitig aus.

Die bekannte Empfehlung des Ad-hoc-Kommitees der Havard Medical School von 1968 hat nichts anderes gemacht als das irreversible Koma als Todeskriterium definiert. Es gab und gibt keine zwingende wissenschaftliche Erkenntnis, dies zu tun. Aber es galt eine Kontroverse aus dem Weg zu räumen, nämlich die, dass eine "überholte Definition des Todes" bei der Beschaffung von Organen zur Transplantationen hinderlich sein könnte.

Siehe: Ad-Hoc-Kommission

Nun, zum einen bin ich nach wie vor der Meinung, dass das, was Organspender manchmal an Reaktionen unter der Operation zeigen, nicht bewusst wahrgenommen wird. Aber wissen, natürlich, tue ich es nicht. Ich bin dann dazu übergegangen, den Patienten Narkotika und Schmerzmittel während der Operation zu verabreichen. Aus Respekt gegenüber dem Organspender und weil natürlich dieser winzige Funke der Unsicherheit in einem ist, ob nicht doch irgendetwas wahrgenommen wird.

Siehe: Schmerz

{{Zitat2|Eine Medizin, die darauf angewiesen ist, dass relativ gesunde Menschen sterben, damit anderen Menschen geholfen werden kann, ist für mich nicht weiterverfolgenswert.]] Siehe: Todesverständnis und Alan Shewmon

Ich sagte eingangs, dass ich auch Palliativmediziner bin. Und so meine ich, dass es auch unbedingt akzeptiert werden muss, dass es ein zutiefst menschliches, vielleicht sogar das wichtigste Bedürfnis eines Menschen ist, in Würde und begleitet sterben zu dürfen und auch diese Begleitung gewähren zu dürfen. Dieses Bedürfnis darf auf keinen Fall hinter den Notwendigkeiten, leider muss man ja sagen, Begehrlichkeiten der Transplantationsmedizin zurück treten.

Siehe: Sterbebegleitung

Alexander S. Kekulé: Wann ist ein Mensch wirklich tot? (07.12.2010)

Am 07.12.2010 erschien von Alexander S. Kekulé der Artikel "Wann ist ein Mensch wirklich tot?".[10] Darin heißt es:

Die Vorstellung, schon am Unfallort könnte jeder Polizist mit einem Blick in die Papiere erkennen, dass hier ein potenzieller Organspender hinter dem Lenkrad klemmt, dürfte selbst bei eingefleischten Altruisten ein gewisses Unbehagen hervorrufen. Schließlich sollen die Helfer wirklich alles Menschenmögliche für ihren Patienten tun, bevor sie darüber nachdenken, wie viele Menschenleben mit dessen Organen zu retten wären.
Die Horrorvision, versehentlich für tot erklärt und als Organspender ausgenommen zu werden, ist weiter verbreitet, als es Gesundheitspolitikern und Transplantationsärzten lieb sein kann.

Siehe: Angstmacherei

Heute steht fest, dass trotz Hirntod die restlichen Organfunktionen nahezu beliebig lange aufrechterhalten werden können.

Siehe: Alan Shewmon

Hirntote verdauen Nahrung, wehren Infektionskrankheiten ab, reagieren (über Nervenbahnen im Rückenmark) auf Schmerzreize und können sogar Kinder gebären.

Siehe: Leben der Hirntoten und schwangere Hirntote

Ethisch ist deshalb die Frage berechtigt, ob die Beatmungsmaschinen und Ernährungsschläuche nur eine Leiche warm halten oder ob hier ein Mensch, wenn auch künstlich, am Leben erhalten wird.

Siehe: Todesverständnis

Als Ausweg aus dem Dilemma schließen amerikanische Bioethiker in die Definition von „Leben“ neuerdings den aktiven Austausch mit der Umwelt ein. Menschen ohne Hirnfunktion sind demnach tot, weil sie weder kommunizieren noch für ihre Bedürfnisse tätig werden können. Nach dieser engen Definition dürfte jedoch auch ein Embryo im Frühstadium nicht als lebendig gelten.

Siehe: PCB und Embryo

Die neurologische Fachgesellschaft der USA mahnte gerade an, dass die Kriterien für die Feststellung des Hirntodes nicht wissenschaftlich untermauert seien. Beispielsweise seien die (auch in Deutschland) vorgeschriebenen Wartezeiten zwischen der ersten und zweiten neurologischen Untersuchung nur grobe Erfahrungswerte und nicht zuverlässig.

Den vorgeschriebenen Wartezeiten liegen Tierversuche zu Grunde.

Unter Umständen könnten neurologisch unerfahrene Ärzte deshalb einen Komapatienten für tot erklären, obwohl seine Hirnrinde noch bei Bewusstsein ist.

Seit 2015 ist in Deutschland für die HTD ein Neurologe oder Neurochirurg erforderlich.

Roberto Rotondo: Bericht eines ehemaligen Krankenpflegers (02.12.2010)

Am 02.12.2010 wurde von Roberto Rotondo der Artikel "Bericht eines ehemaligen Krankenpflegers" veröffentlicht.[11] (Quelle: www.initiative-kao.de) Darin heißt es:

Und nun komme ich zurück von meinem Frühstück und da liegt der Patient und unterscheidet sich äußerlich überhaupt nicht von dem Zustand, in dem ich ihn verlassen hatte. Aber jetzt sollte ich ihn wie eine Leiche behandeln. Aber Leichen muss man nicht mehrmals waschen. Sie benötigen keine Mund- und Hautpflege, das Absaugen sowie Lagerung und Medikamentengaben entfallen bei einer Leiche. "Hirntote" Patienten liegen im Bett wie andere bewusstlose Patienten auch, das Herz schlägt und sie atmen mit technischer Unterstützung durch Beatmungsgeräte. Sie fühlen sich nicht wie Tote an, der Stoffwechsel funktioniert, "hirntote" Frauen sind in der Lage zu gebären, "hirntote" Männer können Erektionen haben. Sogar massive Bewegungen der Arme und Beine sind möglich. Todeszeichen wie die Totenflecken oder die Leichenstarre fehlen vollständig. Wunden können ausheilen. In der Regel wird ein Leichnam innerhalb weniger Stunden in die Leichenhalle gebracht. Dies alles ist bei einem „Hirntoten“ anders.

Siehe: Leben der Hirntoten, schwangere Hirntote und Todesverständnis

Aber das Verlegen eines "hirntoten" Patienten ins Transplantationszentrum entspricht der Verlegung eines lebenden Patienten.

Kein Hirntoter wird in ein TXZ verlegt, alle bleiben zur Organentnahme in ihrer Klinik.

Ein Abschied ist für niemanden möglich.

Siehe: Sterbebegleitung

Das "Unanschauliche", der "Hirntod", ist für viele Pflegekräfte emotional nicht nachvollziehbar, da der "hirntote" Patient mit eigenen Sinnen auch als lebendig erscheinend wahrgenommen wird.

Siehe: Todesverständnis

Gerhard Roth: "Der 'Hirntod' ist nicht der Tod des Menschen" (07.12.2010)

Am 07.12.2010 wurde von Gerhard Roth der Artikel "Der 'Hirntod' ist nicht der Tod des Menschen" veröffentlicht.[12] (aus einem Vortrag bei der Anhörung vor dem Ausschuss für Gesundheit am 28.6.1995. Quelle: www.initiative-kao.de) Darin heißt es:

Tod ist nicht einfach etwas Mystisches oder Philosophisches, sondern ist wissenschaftlich definiert als das Erlöschen des Stoffwechsels im Gewebe.

Siehe: intermediäres Leben

Richtig ist zwar, dass der Ausfall dieser vitalen Hirnfunktionen den Tod eines Menschen unweigerlich und relativ schnell nach sich zieht, sofern nicht diese Funktionen durch Apparate übernommen werden. Geschieht dies aber und zeigt der Körper des hirntoten Menschen Atmung und Kreislaufaktivität seiner Organe - natürlich mit Ausnahme des Gehirns - dann ist dieser Körper lebendig. Es widerspricht dem biologischen und physiologischen Verständnis von Leben und erst recht dem alltäglichen Empfinden, wenn ein solcher menschlicher Körper als Leiche bezeichnet wird.

Der Körper lebt, aber nicht der Mensch. Siehe: Todesverständnis

Das Gehirn darf nicht als Obersteuerorgan und als ganz machendes Organ mystifiziert werden, das sage ich ausdrücklich als Hirnforscher.

Warum dürfen Fakten nicht genannt werden?

Das Gehirn, speziell der Gehirnstamm, ist im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Lebens ein Organ wie andere Organe auch und kann wie diese zumindest teilweise ersetzt werden.

Der Hirntod ist in D/A/CH als Gesamthirntod definiert, nicht als Hirnstammtod. Siehe: Todesverständnis und Datenbank unseres Lebens

Das Versagen der Nieren führt genauso unweigerlich zum Tod eines Menschen wie der Ausfall des Hirnstamms, sofern man nicht ihre Funktion ersetzt hat. Niemand wird aber beim Ausfall der Nierenfunktion von einem toten Menschen sprechen, einer Leiche.

Den irreversiblen Herzstillstand sehen wir als Tod des Menschen an. Dabei ist das Herz kleiner und leichter als das Gehirn. Mit dem irreversiblen Herzstillstand haben wir kein Problem, weil es Tradition ist, mit dem Hirntod haben wir ein Problem, weil es neu ist und weil es ein unsichtbarer Tod ist.

Dass das Gehirn Empfindungen und Bewusstsein hervorbringt, die Niere aber nicht, ist in diesem Zusammenhang aber völlig unerheblich. Die Gleichsetzung von Hirntod und Gesamttod des Menschen ist daher abzulehnen.

Siehe: Todesverständnis, Menschenbild, Datenbank unseres Lebens

Der Hirntod ist nicht völlig eindeutig diagnostizierbar. Weder Atemstillstand noch Ausfall der tiefen Hirnstammreflexe noch neurophysiologische Registrierverfahren noch Dopplersonographie erfassen mit völliger Sicherheit alle Hirnfunktionen. Dies ist entgegen vieler Verlautbarungen der Fachwelt seit langem bekannt.

Auch wenn kleine Verbände von Gehirnzellen noch funktionieren, so kann dies nicht die Funktionalität des Gehirns ersetzen. Es ist mit einem großen Netzwerk wie dem Internet vergleichbar: Auch wenn einzelne PC´s noch funktionieren, aber alle Server ausgefallen sind, so funktioniert das Netzwerk noch nicht einmal in Teilen.

Wikipedia u.a.: Kritik an der Organspende (07.12.2010)

Am 07.12.2012 wurde ein von Wikipedia und anderen Internetseiten zusammengestellte "Kritik an der Organspende" veröffentlicht.[13] Darin heißt es:

Kommt es zu der Situation, dass der Spender hirntot ist, seine Organe aber transplantiert werden könnten, müssten Ärzte die Angehörigen um eine Erlaubnis noch auf der Intensivstation fragen. Dies werde aus Pietätsgründen häufig nicht gemacht. Aufgrund der bestehenden Situationen sei Deutschland nach wie vor eine Organ-Importnation.

Dies ist keine Kritik an der Organspende, sondern an der Gesellschaft, weil sie die Organspendeausweise nicht ausfüllt.

Nachdem von kirchlicher Seite aus bis in die 1950er Jahre mit Blick auf das Verstümmelungsverbot von Leichnamen die Organspende abgelehnt wurde, wird heute von allen großen kirchlichen Gemeinschaften in Deutschland die Ansicht vertreten, dass die altruistische, der Nächstenliebe entspringende Entscheidung zur Organspende Vorrang habe vor der körperlichen Integrität des Leichnams. Hingewiesen wird lediglich auf die Notwendigkeit eines angemessenen und würdevollen Umgangs mit dem toten Spender sowie außerdem auf die Autonomie des Spenders und die Freiwilligkeit seiner Spende.

Wo ist hierbei die Kritik an der Organspende?

Manche Menschen zweifeln an der Zuverlässigkeit der Diagnose des Hirntodes. Sie befürchten, zum Zwecke der Organentnahme zu früh für tot erklärt zu werden. Von Transplantations-Befürwortern wird der Hirntod jedoch als die sicherste Diagnose in der Medizin überhaupt bezeichnet.

Siehe: gemeinsame Erklärungen

Kritiker bemängeln, dass Angehörige nach einem Unfall vom Klinikpersonal zu einer Entscheidung genötigt würden, obwohl sich diese noch in einem Zustand des Schocks befänden. Dies ist jedoch aufgrund der aktuellen Gesetzeslage anders nicht möglich, es sei denn, der Verstorbene hat sich zu Lebzeiten eindeutig geäußert.

Wie soll sonst die Frage um Organspende geregelt werden?

m Mittelpunkt vieler kritischer Auseinandersetzungen steht die Hirntodkonzeption bzw. die damit verbundene Frage des Sterbeprozesses. Wenngleich unumstritten ist, dass der Hirntod irreversibel ist, sei es keineswegs eindeutig, dass der Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen sei, argumentieren die Kritiker.

Der Hirntod ist, wie jeder Tod, irreversibel oder es ist kein Hirntod.
Siehe auch: Todesverständnis

Linus Geisler: Ein Gespräch mit dem Mediziner Linus Geisler (02.12.2010)

Am 02.12.2010 erschien der Artikel "Ein Gespräch mit dem Mediziner Linus Geisler über die Voraussetzungen einer Organentnahme"[14] (Frankfurter Rundschau, 24.02.1995, S. 16. Quelle: www.initiative-kao.de) Darin heißt es:

Ich sage ganz klar: Nein. Der Hirntod ist eine markante Zäsur in einem Prozess. Er zeigt an, dass der "point of no return" im Sterben erreicht ist. Er ist also eine Phase im Sterbeprozess und damit eine Phase im Leben.

Siehe: Todesverständnis

hre Frage läuft letztendlich darauf hinaus: Ist ein Hirntoter ein Toter mit noch erhaltenen Körperfunktionen, oder ist er ein Lebender - 97 Prozent seines Körpers leben ja noch - ohne Hirnfunktion?

Siehe: 97%

Aber wir können beim Hirntoten eine ganze Reihe von Phänomenen beobachten, die wir nur vom Lebenden her kennen: Sein Herz schlägt, er hat einen Stoffwechsel, er macht spontane Bewegungen (das so genannte Lazarus-Zeichen), er reagiert auf Schmerzreize mit massivem Blutdruckanstieg (zum Beispiel bei der Organentnahme), und eine Hirntote kann ein werdendes Kind ernähren, eventuell austragen.

Siehe: Leben der Hirntoten und schwangere Hirntote

Natürlich muss man sich fragen, was es wirklich bedeutet, wenn ein Hirntoter auf Schmerzreize mit Bewegungen reagiert. Handelt es sich "nur" um Rückenmarksreflexe oder doch um eine Form subtilerer Wahrnehmung?

Da Wahrnehmung immer an ein Bewusstsein gebunden ist und dieses beim Eintritt des Hirntotodes erloschen ist, ist keine Wahrnehmung möglich, auch keine subtile.

Ob ein Hirntoter lebt oder nicht, können wir nicht als Ergebnis naturwissenschaftlicher Methoden wissen.

Siehe: Todesverständnis, Menschenbild und Datenbank unseres Lebens

Es kann ja auch niemand für uns wählen oder ein Testament errichten. Also kann nur eine enge Zustimmungslösung in Betracht kommen, keine Informations- oder gar Widerspruchslösung.

Es gibt verschiedene Situationen des Lebens, bei denen eine Stellvertreterrolle benötigt wird: unmündige Kinder, im Falle eines Komas (Patientenverfügung), bei fortgeschrittener Demenz oder Alzheimer-Krankheit.

Christiane Thiel: Eine kontroverse theologische Sichtweise auf Organtransplantationen (02.12.2010)

Am 02.12.2012 wurde von Christiane Thiel der Artikel "Eine kontroverse theologische Sichtweise auf Organtransplantationen" veröffentlicht.[15] (Christiane Thiel, Stadtjugendpfarrerin Leipzig, Quelle: www.initiative-kao.de) Darin heißt es:

Die medizinische Forschung an Sterbenden hat einige Namen der Stationen bekannt werden lassen. Eine mögliche Station der Reise heißt heute "Hirntod". Er tritt gelegentlich vor dem allgemein bekannten und als Tod seit Jahrtausenden anerkannten "Herztod" ein.

Der "[[Herztod}}" konnte sich erst um 1900 als unsicheres Todeszeichen gegenüber den anderen unsicheren Todeszeichen durchsetzen.

Aber Sterbende, die hirntot sind, sind nicht tot.
Explantation ist ein tödlicher Eingriff in das Sterben eines Menschen.

Siehe: Todesverständnis

Hirntode sind Sterbende. Ihr Sterben wird, sofern sie in die Mühlen der Transplantationsmedizin geraten, in unmenschlicher und würdeloser Weise gestört, ja zerstört.

Siehe: Todesverständnis und Würde der Hirntoten

schmerzhafter gemacht

Siehe: Schmerz

Das ist mit christlicher Wertschätzung der Würde Sterbender unvereinbar.

Siehe: Würde der Hirntoten und Sterbeprozess

Transplantationsmedizin ist also ein medizinisches "Heilverfahren", das den Tod anderer herbeiführen muss, um das Leben anderer "angeblich" zu retten.

Das Leben des anderen Menschen wird bei einer Herz-TX, Lungen-TX oder Leber-TX nicht "angeblich" gerettet, sondern definitiv gerettet. Bei der Nieren-TX wird die Lebenszeit statistisch verlängert, und das bei verbesserter Lebensqualität.

Fazit

Da alle kritische Artikel im Dezember 2010 ins Internet gestellt wurden, drängt sich der Eindruck auf, dass hier ein(e) PraktikantIn am Werk war, die dort sein/ihr Unwesen trieb.

Anhang

Anmerkungen

  1. Der Zugriff auf allen diesen Seiten erfolgte am 06.09.2012.

Einzelnachweise

  1. https://www.pfarrbriefservice.de/image/nicht-organspendeausweis
  2. https://www.pfarrbriefservice.de/image/organspendeausweis
  3. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-farbig-organspende
  4. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-grau-organspende
  5. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-sw-organspende
  6. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-anzahl-der-organspender
  7. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-alter-der-organspender
  8. https://www.pfarrbriefservice.de/image/grafik-zeitlicher-rahmen-der-organspende
  9. Martin Stahnke: "Hirntode Menschen sind nicht tot, sondern liegen im Sterben". Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/hirntode-menschen-sind-nicht-tot-sondern-liegen-im-sterben
  10. Alexander S. Kekulé: Wann ist ein Mensch wirklich tot?. Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/wann-ist-ein-mensch-wirklich-tot
  11. Roberto Rotondo: Bericht eines ehemaligen Krankenpflegers. Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/ein-abschied-ist-fur-niemanden-moglich
  12. Gerhard Roth: "Der 'Hirntod' ist nicht der Tod des Menschen" Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/der-hirntod-ist-nicht-der-tod-des-menschen
  13. Aus Wikipedia u.a.: Kritik an der Organspende. Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/kritik-der-organspende
  14. Michael Emmrich: Ein Gespräch mit dem Mediziner Linus Geisler über die Voraussetzungen einer Organentnahme
  15. Christiane Thiel: Eine kontroverse theologische Sichtweise auf Organtransplantationen. Nach: https://www.pfarrbriefservice.de/file/die-wurde-der-sterbenden-muss-neu-betont-werden