HLA

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Das humane Leukozytenantigen-System (HLA-System) besitzt die zentrale Rolle des Immunsystems aller Wirbeltieren. Auf dem Chromosom 6 sitzt die HLA-Kennung, anhand das Immunsystem erkennt, ob die benachbarte Zelle zum eigenen Körper gehört oder ein Fremdkörper ist, der bekämpft (z.B. gefressen oder sonst wie vernichtet) oder abgestoßen werden muss.

Jon van Rood (1926-2017) entdeckte 1958 das HLA-System, etwa zeitgleich, aber unabhängig voneinander mit Jean Dausset (1916-2009).

Ein Beispiel für die HL-Kennung lautet: HLA-B*15010102 N

TX

Für die TX besitzt der HLA-Typus eine zentrale Rolle, denn je ähnlicher die HLA-Typen von Spender und Empfänger sind, desto geringer ist die Abwehrreaktion des Körpers, desto weniger Immunsuppressiva muss der Empfänger einnehmen.

Mismatch

HLA-2013.jpg Quelle: Collaborative Transplant Study, Grafik K-21103-0215, unter: http://www.ctstransplant.org/public/graphics/archive.shtml aufgerufen am 23.03.2015.

Je kleiner die Zahl, desto mehr stimmen Spenderorgan und Empfänger überein. Je größer die Übereinstimmung, desto länger ist die Funktionsrate.

Schwangerschaft

Dass der Körper in der Lage ist, einen Fremdkörper mit anderer HLA-Kennung zu tolerieren, beweist jede Schwangerschaft. Man hat noch nicht erforscht, wie die genauen Prozesse ablaufen, dass auf rein natürlichem Wege ein Kind in der Gebärmutter toleriert wird, obwohl es eine andere HLA-Kennung besitzt. Ein Verständnis dieses Prozesses könnte den Transplantierten sehr weiterhelfen und ggf. die Immunsuppressiva überflüssig machen.

Anhang

Siehe auch:

Siehe auch: MHC

Quellen

Anmerkungen


Einzelnachweise