Palliativ: Unterschied zwischen den Versionen
Klaus (Diskussion | Beiträge) |
Klaus (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
=== Ablauf bei Palliativ-Versorgung === | === Ablauf bei Palliativ-Versorgung === | ||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Palliativmedizin&oldid=269005877 Wikipedia] (Stand 22.07.2026) heißt es zur "Palliativmedizin": | |||
{{Zitat|Palliativmedizin (abgeleitet von „palliativ“, aus lateinisch cura palliativa, erstmals belegt um 1363 bei Guy de Chauliac, von palliare „mit einem Mantel umhüllen“, „bemänteln“, „verbergen“, „schützen“, von pallium: „Mantel“) ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht oder keine kurative Behandlung mehr durchgeführt werden kann und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“<ref>https://web.archive.org/web/20261004073955/https://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/Was_ist_Palliativmedizin_Definitionen_Radbruch_Nauck_Sabatowski..pdf Zugriff am 10.10.2026.</ref> Sie geht als Bestandteil von Palliative Care über eine rein palliative Therapie beziehungsweise Palliation hinaus. Es stehen die Lebensqualität des Patienten – sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche und Ziele – im Vordergrund der Behandlung. Als wesentliche Komponenten der Palliativmedizin gelten Symptomkontrolle, psychosoziale Kompetenz, Teamarbeit und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen.}} | |||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Palliative_Care&oldid=270670812 Wikipedia] (Stand 21.09.2026) heißt es zu "Palliative Care": | |||
{{Zitat|Palliative Care (englisch; von lateinisch cura palliativa von palliare‚ mit einem Mantel bedecken‘; englisch care ‚Fürsorge, Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit‘), in Deutschland teils gleichbedeutend mit Palliativversorgung verwendet, ist ein international anerkanntes umfassendes Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Grunderkrankung.}} | |||
=== Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod === | === Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod === | ||
Version vom 10. Oktober 2026, 11:31 Uhr
Ablauf zum Hirntod
Ablauf bei Palliativ-Versorgung
Bei Wikipedia (Stand 22.07.2026) heißt es zur "Palliativmedizin":
| Palliativmedizin (abgeleitet von „palliativ“, aus lateinisch cura palliativa, erstmals belegt um 1363 bei Guy de Chauliac, von palliare „mit einem Mantel umhüllen“, „bemänteln“, „verbergen“, „schützen“, von pallium: „Mantel“) ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht oder keine kurative Behandlung mehr durchgeführt werden kann und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“[1] Sie geht als Bestandteil von Palliative Care über eine rein palliative Therapie beziehungsweise Palliation hinaus. Es stehen die Lebensqualität des Patienten – sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche und Ziele – im Vordergrund der Behandlung. Als wesentliche Komponenten der Palliativmedizin gelten Symptomkontrolle, psychosoziale Kompetenz, Teamarbeit und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen. |
Bei Wikipedia (Stand 21.09.2026) heißt es zu "Palliative Care":
| Palliative Care (englisch; von lateinisch cura palliativa von palliare‚ mit einem Mantel bedecken‘; englisch care ‚Fürsorge, Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit‘), in Deutschland teils gleichbedeutend mit Palliativversorgung verwendet, ist ein international anerkanntes umfassendes Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Grunderkrankung. |
Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod
Alexandra Lindner
Alexandra Lindner schrieb am 03.02.20220 in ihrem Artikel "Vertrauen in die Organspende aufbauen":
| In dem Augenblick, in dem man als möglicher Organspender identifiziert wird, werden Schmerz-, Palliativ- und andere Mittel abgesetzt, um den Hirntod möglichst zweifelsfrei feststellen zu können. |
Adelheit von Stösser
Adelheit von Stösser schrieb am 24.09.2019 in dem Artikel "Organtransplantierte sterben anders".[Anm. 1]:
| Insgesamt macht die Lektüre der Zeitschrift „Praxis Palliativ Care“ deutlich, dass die palliative Seite der Organtransplantation in Medizin und Pflege ausgeklammert wird. |
| Bevor nicht alles medizinisch Machbare ausgeschöpft ist, geben sich Betroffene und Ärzte nicht geschlagen. Koste es was es wolle. Wo andere per Patientenverfügung in aussichtsloser Situation wünschen, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden und nur noch Leidensminderung praktiziert wird, haben Organtransplantierte den Weg der Maximalmedizin gewählt. |
| Wer spendenbereit ist, muss befürchten, bei einer Hirnschädigung an Ärzte zu geraten, die in ihm mehr den Organspender als den Kranken sehen. |
| Bei den potentiellen Organspendern handelt es sich nicht um Tote, sondern allenfalls um Sterbende, von denen die Medizin annimmt, dass sie aus ihrem Koma nicht mehr aufwachen. |
| Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kranke nach ihrem Nützlichkeitsfaktor für andere Kranke taxiert werden. |
| Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten. |
| Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden? |
| Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.[Anm. 2] |
| Mehr als 200.000 Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente. Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis – und nichts passiert. Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert. |
Anna Bergmann
Anna Bergmann schreib am 15.01.2020 im Artikel "Wissensdefizite in der Aufklärung über das andere Sterben von Organspendern und weitere Strategien der Organbeschaffung":
| Das Leben von Patienten, bei denen ein Hirnversagen absehbar, aber noch nicht eingetreten ist, darf zum Zweck der Organgewinnung als Alternative zu einem palliativmedizinisch betreuten Behandlungsabbruch um Tage oder sogar Wochen verlängert werden. |
Anna Bergmann schrieb am 02.12.2018 im Artikel "Der Mensch als Biomüll":
| Obwohl die palliativ-hoszipliche Sorge um Sterbende mittlerweile Einzug in die Krankenhäuser gehalten hat, verbietet sie sich bei Organspendern. . Denn die Operationslogik der Explantation zwingt zur Aufgabe von Grundsätzen des Hospizgedankens, der Pietät und der Totenfürsorge. |
| Organspender sind sozial Ausgestoßene, denn ihnen bleibt eine palliativmedizinische Betreuung sowie eine Sterbebegleitung durch Angehörige und Freunde verwehrt. |
Anna Bergmann schrieb am 05.09.2018 im Artikel "„Hirntote sind sterbende Menschen“":
| Und gerade die Hospizbewegung hat ja sehr stark reagiert auf diesen Tod im Krankenhaus. Also das heißt, es gibt auch ein Bedürfnis, nach dieser Sterbebegleitung, die hier traditionell sehr stark verankert war und ist in unserer Kultur. Durch diese medizinische Definition wird das Sterben als ein soziales Ereignis komplett verneint und wird nur noch für einen medizinischen Prozess erklärt, für den dann ausschließlich bestimmte Mediziner zuständig sind in der Hirntodfeststellung, die auch wieder ihre eigenen Problematiken hat. |
Anna Bergmann schrieb am 29.09.2018 im Artikel "Wie tot ist hirntot?":
| Entgegen allen palliativmedizinischen Grundsätzen und dem Hospizgedanken nimmt diese Verdinglichung der Familie und Freunden jede Möglichkeit, einen Organspender beim Sterben zu begleiten und ihm die Hand zu halten. |
Praxis PalliativeCare
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
{{Zitat2|
Fazit
Nach Sichtung aller Fakten und Schriften entsteht der Eindruck, dass die Autoren der "Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod" die Palliativ-Versorgung dazu benutzen,[Anm. 3] um ihre persönliche Ablehnung des Hirntodkonzeptes hinter der Palliativ-Versorgung zu verstecken.
Anhang
Anmerkungen
- ↑ Der ursrüchliche Titel scheint "Organtransplantierten steht qualvolles Sterben bevor" geheißen zu haben, denn so ist es im Link angegeben. Diese Panikmache scheint aber später herausgenommen worden.
- ↑ Es ist zwischen einem lebenswichtigen Organ (z.B. Herz, Lunge, Leber) und einem persönlichkeitsstiftendem Organ (dem Gehirn) zu unterscheiden.
- ↑ Man könnte an dieser Stelle auch sagen, "missbrauchen".