Palliativ: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod ===
=== Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod ===
==== [[Alexandra Lindner]] ====
[[Alexandra Lindner]] schrieb am 03.02.20220 in ihrem Artikel "[https://web.archive.org/web/20201031231815/https://www.mittelbayerische.de/politik/aussenansicht-nachrichten/vertrauen-in-die-organspende-aufbauen-23450-art1876770.html Vertrauen in die Organspende aufbauen]":
{{Zitat2|In dem Augenblick, in dem man als möglicher Organspender identifiziert wird, werden Schmerz-, Palliativ- und andere Mittel abgesetzt, um den Hirntod möglichst zweifelsfrei feststellen zu können.}}
==== [[Adelheit von Stösser]] ====
[[Adelheit von Stösser]] schrieb am 24.09.2019 in dem Artikel "[https://web.archive.org/web/20260422182537/http://pflegeethik-initiative.de/2019/09/24/transplantierten-patienten-steht-qualvolles-sterben-bevor Organtransplantierte sterben anders]".<ref group="Anm.">Der ursrüchliche Titel scheint "Organtransplantierten steht qualvolles Sterben bevor" geheißen zu haben, denn so ist es im Link angegeben. Diese [[Panikmache]] scheint aber später herausgenommen worden.</ref>:
{{Zitat2|Insgesamt macht die Lektüre der Zeitschrift „Praxis Palliativ Care“ deutlich, dass die palliative Seite der Organtransplantation in Medizin und Pflege ausgeklammert wird.}}
{{Zitat2|Bevor nicht alles medizinisch Machbare ausgeschöpft ist, geben sich Betroffene und Ärzte nicht geschlagen. Koste es was es wolle. Wo andere per Patientenverfügung in aussichtsloser Situation wünschen, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden und nur noch Leidensminderung praktiziert wird, haben Organtransplantierte den Weg der Maximalmedizin gewählt.}}
{{Zitat2|Wer spendenbereit ist, muss befürchten, bei einer Hirnschädigung an Ärzte zu geraten, die in ihm mehr den Organspender als den Kranken sehen.}}
{{Zitat2|Bei den potentiellen Organspendern handelt es sich nicht um Tote, sondern allenfalls um Sterbende, von denen die Medizin annimmt, dass sie aus ihrem Koma nicht mehr aufwachen.}}
{{Zitat2|Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kranke nach ihrem Nützlichkeitsfaktor für andere Kranke taxiert werden.}}
{{Zitat2|Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten.}}
{{Zitat2|Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden?}}
{{Zitat2|Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.<ref group="Anm.">Es ist zwischen einem lebenswichtigen [[Organ]] (z.B. [[Herz]], [[Lunge]], [[Leber]]) und einem [[persönlichkeit|persönlichkeitsstiftendem]] Organ (dem [[Gehirn]]) zu unterscheiden.</ref>}}
{{Zitat2|Mehr als 200.000 Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente. Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis – und nichts passiert. Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert.}}
==== [[Anna Bergmann]] ====
[[Anna Bergmann]] schreib am 15.01.2020 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20250919112108/https://www.theeuropean.de/wissenschaft/acht-fakten-die-in-der-werbung-um-organ-spende-verschwiegen-werden#_ednref16 Wissensdefizite in der Aufklärung über das andere Sterben von Organspendern und weitere Strategien der Organbeschaffung]":
{{Zitat2|Das Leben von Patienten, bei denen ein Hirnversagen absehbar, aber noch nicht eingetreten ist, darf zum Zweck der Organgewinnung als Alternative zu einem palliativmedizinisch betreuten Behandlungsabbruch um Tage oder sogar Wochen verlängert werden.}}
[[Anna Bergmann]] schrieb am 02.12.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20251215180538/https://taz.de/Essay-Organspende/!5552042 Der Mensch als Biomüll]":
{{Zitat2|Obwohl die palliativ-hoszipliche Sorge um Sterbende mittlerweile Einzug in die Krankenhäuser gehalten hat, verbietet sie sich bei Organspendern. . Denn die Operationslogik der Explantation zwingt zur Aufgabe von Grundsätzen des Hospizgedankens, der Pietät und der Totenfürsorge.}}
{{Zitat2|Organspender sind sozial Ausgestoßene, denn ihnen bleibt eine palliativmedizinische Betreuung sowie eine Sterbebegleitung durch Angehörige und Freunde verwehrt.}}
[[Anna Bergmann]] schrieb am 05.09.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20260516110149/https://www.deutschlandfunk.de/organspende-hirntote-sind-sterbende-menschen-100.html „Hirntote sind sterbende Menschen“]": 
{{Zitat2|Und gerade die Hospizbewegung hat ja sehr stark reagiert auf diesen Tod im Krankenhaus. Also das heißt, es gibt auch ein Bedürfnis, nach dieser Sterbebegleitung, die hier traditionell sehr stark verankert war und ist in unserer Kultur. Durch diese medizinische Definition wird das Sterben als ein soziales Ereignis komplett verneint und wird nur noch für einen medizinischen Prozess erklärt, für den dann ausschließlich bestimmte Mediziner zuständig sind in der Hirntodfeststellung, die auch wieder ihre eigenen Problematiken hat.}}
[[Anna Bergmann]] schrieb am 29.09.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20181205212538/https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/organspende-sterbende-menschen-werden-nur-noch-als-material-angesehen_id_9634005.html Wie tot ist hirntot?]":
{{Zitat2|Entgegen allen palliativmedizinischen Grundsätzen und dem Hospizgedanken nimmt diese Verdinglichung der Familie und Freunden jede Möglichkeit, einen Organspender beim Sterben zu begleiten und ihm die Hand zu halten.}}
==== [[Praxis PalliativeCare]] ====
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=== Fazit ===
=== Fazit ===

Version vom 10. Oktober 2026, 11:18 Uhr

Ablauf zum Hirntod

Ablauf bei Palliativ-Versorgung

Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod

Alexandra Lindner

Alexandra Lindner schrieb am 03.02.20220 in ihrem Artikel "Vertrauen in die Organspende aufbauen":

In dem Augenblick, in dem man als möglicher Organspender identifiziert wird, werden Schmerz-, Palliativ- und andere Mittel abgesetzt, um den Hirntod möglichst zweifelsfrei feststellen zu können.

Adelheit von Stösser

Adelheit von Stösser schrieb am 24.09.2019 in dem Artikel "Organtransplantierte sterben anders".[Anm. 1]:

Insgesamt macht die Lektüre der Zeitschrift „Praxis Palliativ Care“ deutlich, dass die palliative Seite der Organtransplantation in Medizin und Pflege ausgeklammert wird.
Bevor nicht alles medizinisch Machbare ausgeschöpft ist, geben sich Betroffene und Ärzte nicht geschlagen. Koste es was es wolle. Wo andere per Patientenverfügung in aussichtsloser Situation wünschen, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden und nur noch Leidensminderung praktiziert wird, haben Organtransplantierte den Weg der Maximalmedizin gewählt.
Wer spendenbereit ist, muss befürchten, bei einer Hirnschädigung an Ärzte zu geraten, die in ihm mehr den Organspender als den Kranken sehen.
Bei den potentiellen Organspendern handelt es sich nicht um Tote, sondern allenfalls um Sterbende, von denen die Medizin annimmt, dass sie aus ihrem Koma nicht mehr aufwachen.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kranke nach ihrem Nützlichkeitsfaktor für andere Kranke taxiert werden.
Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten.
Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden?
Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.[Anm. 2]
Mehr als 200.000 Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente. Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis – und nichts passiert. Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert.

Anna Bergmann

Anna Bergmann schreib am 15.01.2020 im Artikel "Wissensdefizite in der Aufklärung über das andere Sterben von Organspendern und weitere Strategien der Organbeschaffung":

Das Leben von Patienten, bei denen ein Hirnversagen absehbar, aber noch nicht eingetreten ist, darf zum Zweck der Organgewinnung als Alternative zu einem palliativmedizinisch betreuten Behandlungsabbruch um Tage oder sogar Wochen verlängert werden.

Anna Bergmann schrieb am 02.12.2018 im Artikel "Der Mensch als Biomüll":

Obwohl die palliativ-hoszipliche Sorge um Sterbende mittlerweile Einzug in die Krankenhäuser gehalten hat, verbietet sie sich bei Organspendern. . Denn die Operationslogik der Explantation zwingt zur Aufgabe von Grundsätzen des Hospizgedankens, der Pietät und der Totenfürsorge.
Organspender sind sozial Ausgestoßene, denn ihnen bleibt eine palliativmedizinische Betreuung sowie eine Sterbebegleitung durch Angehörige und Freunde verwehrt.

Anna Bergmann schrieb am 05.09.2018 im Artikel "„Hirntote sind sterbende Menschen“":

Und gerade die Hospizbewegung hat ja sehr stark reagiert auf diesen Tod im Krankenhaus. Also das heißt, es gibt auch ein Bedürfnis, nach dieser Sterbebegleitung, die hier traditionell sehr stark verankert war und ist in unserer Kultur. Durch diese medizinische Definition wird das Sterben als ein soziales Ereignis komplett verneint und wird nur noch für einen medizinischen Prozess erklärt, für den dann ausschließlich bestimmte Mediziner zuständig sind in der Hirntodfeststellung, die auch wieder ihre eigenen Problematiken hat.

Anna Bergmann schrieb am 29.09.2018 im Artikel "Wie tot ist hirntot?":

Entgegen allen palliativmedizinischen Grundsätzen und dem Hospizgedanken nimmt diese Verdinglichung der Familie und Freunden jede Möglichkeit, einen Organspender beim Sterben zu begleiten und ihm die Hand zu halten.

Praxis PalliativeCare

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Fazit

Nach Sichtung aller Fakten und Schriften entsteht der Eindruck, dass die Autoren der "Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod" die Palliativ-Versorgung dazu benutzen,[Anm. 3] um ihre persönliche Ablehnung des Hirntodkonzeptes hinter der Palliativ-Versorgung zu verstecken.


Anhang

Anmerkungen

  1. ↑ Der ursrüchliche Titel scheint "Organtransplantierten steht qualvolles Sterben bevor" geheißen zu haben, denn so ist es im Link angegeben. Diese Panikmache scheint aber später herausgenommen worden.
  2. ↑ Es ist zwischen einem lebenswichtigen Organ (z.B. Herz, Lunge, Leber) und einem persönlichkeitsstiftendem Organ (dem Gehirn) zu unterscheiden.
  3. ↑ Man könnte an dieser Stelle auch sagen, "missbrauchen".

Einzelnachweise