Palliativ: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Entwicklung zum [[HIrntod]] verläuft in groben Schritten immer gleich: | |||
# Die Ursachen <br> Nach den [[DSO]]-Jahresberichten sind die 4 häufigsten zum [[Hirntod]] führenden [[Ursachen]]: zu rund 50% massive [[Hirnblutungen]], mit jeweils 10 bis 20% [[Ischämisch-hypoxische Hirnschäden]], [[Schädelhirntraumen]] und [[Hirninfarkte]]. Weitere Ursachen sind seltener. | |||
# Ausfall der [[Spontanatmung]] <br> Patienten mit [[schwerer Hirnschädigung]] kommen spätestens dann auf die Intensivstation, wenn die [[Spontanatmung]] schwer gestört ist. Sie kommen auf jeden Fall auf die Intensivstation, wenn die [[Spontanatmung]] ausgefallen ist. Die Patienten benötigen dann dauerhaft [[künstliche Beatmung]]. | |||
# Versuch der Ärzte, das Leben zu rett<en <brA Die Ärzte versuchen bei jedem Patienten von Anfang an, sein Leben zu retten und seine Gesundheit wieder herzustellen. Wenn jedoch die [[Hirnschädigung]] sehr massiv ist, kann dieses Ziel nicht erreicht werden. Die erreichbaren Ergebnisse erstrecken sich dann von einem Pflegefall mit [[Bewusstsein]] über Pflegefall ohne [[Bewusstsein]] bis hin zum [[Hirntod]]. | |||
# Die Feststellung des [[Hirntods]] <br> Gibt es eindeutige Hinweise, dass [[Hirntod]] vorliegt, wird eine [[Hirntoddiagnostik]] durchgeführt. Wird damit der [[Hirntod]] bestätigt, ist damit der Tod des Menschen festgestellt. Siehe: [[Todesverständnis]], [[Hirntodkonzept]] | |||
# Möglichkeiten für [[Hirntote]] <br> Wenn der [[Hirntod]] festgestellt ist, gibt es drei Möglichkeiten: | |||
## Beendigung der Therapie <br> Wenn keine [[Organspende]] möglich ist,<ref>Entweder weil es keine transplantable [[Organe]] gibt (z.B. bei Lungenkrebs oder Brustkrebs) oder wenn keine Zustimmung zur [[Organspende]] vorliegt.</ref> weren die [[künstliche Beatmung]] und die Verabreichung von [[Katecholamine]] aktiv beendet. Hierauf bleibt binnen weniger Minuten das [[Herz]] stehen. | |||
## Organspende <br> Wenn transplaniterbare [[Organe]] und eine [[Zustimmung]] zur [[Organspende]] vorliegen, werden die in Frage kommenden Organe eingehender untersucht und die medizinischen Werte an [[Eurotransplant]] gemelget. Nach den Vorgaben der [[BÄK]] werden die Organempfänger ermittelt. Wenn feststeht, welche [[Organe]] in welches [[TX-Zentrum]] muss,<ref group="Anm.>Organe können zwar in jedem Krankenhaus mit Intensivstation entnommen werden, aber eingesetzt werden die [[Organe]] nur in [[TX-Zentren]].</ref> wird der [[Hirntote]] zur [[Organentnahme]] in den OP gebracht.<ref group="Anm.">Nach Angaben der [[DSO]]-Jahresberichten vergehen zwischen Feststellung des [[Hirntods]] und Beginn der [[Organentnahme]] meist 12 bis 18 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt sind andere [[Hirntote]], an denen keine [[Organentnahme]] möglich ist, längst kalt und steif ([[Totenstarre]]).</ref> | |||
## Geburt des Kindes <br> Ist die [[Hirntote]] schwanger, wird versucht, mit der intensivmedizinischen Weiterbehandlung der [[Hirntote]] wenigstens das Leben des ungeborenen Kindes zu retten. Hierzu wird die intensivmedizinische Behandlung bis zur Geburt des Kindes oder zum Tod des Kindes fortgesetzt. | |||
{{Achtung_gruen|Zusammenfassung: | |||
* Bei allen [[Hirntoten]] wurde versucht, ihr Leben zu retten. | |||
* Um dies zu erreichen, lagen die Patienten auf der Intensivstation. | |||
* Da die [[Hirnschädigung]] sehr massiv war, konnte dies nicht erreicht werden. | |||
* Es wurde letztendlich der [[Hirntod]] festgestellt.}} | |||
{{Achtung_rot|Bei der zum [[Hirntod]] führenden Entwicklung ist eine Verlegung auf eine Palliativstation oder in ein Hospiz weder sinnvoll noch durchführbar.<ref group="Anm.">In einem Artikel Hirntod und Organspende mit der Versorgung auf einer Palliativstation oder einem Hospiz zu vergleichen ist unsinnig. Es zeugt daher von sachlicher Unkenntnis.</ref>}} | |||
=== Ablauf bei Palliativ-Versorgung === | === Ablauf bei Palliativ-Versorgung === | ||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Palliativmedizin&oldid=269005877 Wikipedia] (Stand 22.07.2026) heißt es zur '''Palliativmedizin''': | |||
{{Zitat|Palliativmedizin (abgeleitet von „palliativ“, aus lateinisch cura palliativa, erstmals belegt um 1363 bei Guy de Chauliac, von palliare „mit einem Mantel umhüllen“, „bemänteln“, „verbergen“, „schützen“, von pallium: „Mantel“) ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht oder keine kurative Behandlung mehr durchgeführt werden kann und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“<ref>https://web.archive.org/web/20261004073955/https://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/Was_ist_Palliativmedizin_Definitionen_Radbruch_Nauck_Sabatowski..pdf Zugriff am 10.10.2026.</ref> Sie geht als Bestandteil von Palliative Care über eine rein palliative Therapie beziehungsweise Palliation hinaus. Es stehen die Lebensqualität des Patienten – sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche und Ziele – im Vordergrund der Behandlung. Als wesentliche Komponenten der Palliativmedizin gelten Symptomkontrolle, psychosoziale Kompetenz, Teamarbeit und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen.}} | |||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Palliative_Care&oldid=270670812 Wikipedia] (Stand 21.09.2026) heißt es zu '''Palliative Care''': | |||
{{Zitat|Palliative Care (englisch; von lateinisch cura palliativa von palliare‚ mit einem Mantel bedecken‘; englisch care ‚Fürsorge, Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit‘), in Deutschland teils gleichbedeutend mit Palliativversorgung verwendet, ist ein international anerkanntes umfassendes Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Grunderkrankung.}} | |||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hospizbewegung&oldid=270926647 Wikipedia] (Stand 30.09.2026) heißt es zur '''Hospizbewegung''': | |||
{{Zitat|Die Hospizbewegung befasst sich mit der Verbesserung der Situation Sterbender und ihrer Angehörigen sowie der Integration von Sterben und Tod ins Leben. Dazu dient vor allem die Sterbebegleitung im Sinne der Palliative Care. Die Bewegung entwickelt sich seit Ende der 1960er Jahre, ausgehend von England. Dort war es die Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders, die (an die mittelalterliche Bedeutung des „Hospizes“ nicht als medizinische Heileinrichtung, sondern als Ort der Pflege und Betreuung anknüpfend) 1967 mit dem St. Christopher’s Hospice das erste stationäre Hospiz im heutigen Sinne gründete und damit die weltweite Initiative auslöste. Ihre größte Entwicklung machte sie in den 1970er Jahren in den USA (mitinitiiert von Elisabeth Kübler-Ross), wo eine Vielfalt von verschiedensten Versorgungsmodellen entstand.<br> | |||
Die Hospizbewegung war u. a. die Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die Sterbenden immer weiter an den Rand zu drängen drohte. Somit ist es ihr Hauptziel, das Sterben wieder als wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein zu rufen, um Sterbende und ihre Angehörigen angemessen unterstützen zu können.}} | |||
Bei [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hospiz&oldid=267654460 Wikipedia] (Stand 03.06.2026) heißt es zu '''Hospiz''': | |||
{{Zitat|Hospiz (lateinisch hospitium „Herberge“, „Gastfreundschaft“) ist eine Einrichtung der Sterbebegleitung. Im deutschen Sprachraum der Gegenwart wird mit Hospiz meist eine stationäre Pflegeeinrichtung bezeichnet, die in der Regel über nur wenige Betten verfügt und ähnlich wie ein kleines Pflegeheim organisiert ist. Das erste stationäre Hospiz im Sinne der Palliative Care wurde 1967 im Vereinigten Königreich eröffnet (in Deutschland 1986), dort entstand auch 1982 das erste Kinderhospiz (in Deutschland 1998).<br> | |||
Die Bezeichnung „Sterbehospiz“ wird von Trägern und Mitarbeitern dieser Einrichtungen nicht verwendet, da eines der Ziele der dortigen Arbeit ist, dass Sterbende nach Möglichkeit im häuslichen Bereich verbleiben oder dorthin zurückkehren können.<br> | |||
Daher bezeichnet Hospiz im weiteren Sinne die bewusste Haltung, dass Sterben, Tod und Trauer zum Leben gehören. Aus dieser Hospizidee ging die Hospizbewegung hervor, die diese Themen auf verschiedene Weise wieder in den gesellschaftlichen Alltag, insbesondere in Medizin und Pflege, integriert.}} | |||
Es geht somit bei der palliativen Versorgung - nicht nur auf Palliativstationen - und in Hospizen darum, das [[Sterben]] von Menschen gut zu begleiten. Diese Begleitung des Sterbenden endet mit seinem Tod. Der würdevolle Umgang mit dem Leichnam und die Verabschiedung nach dem Tod dient den [[Hinterbliebenen]]. | |||
=== Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod === | === Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod === | ||
==== [[Alexandra Lindner]] ==== | |||
[[Alexandra Lindner]] schrieb am 03.02.20220 in ihrem Artikel "[https://web.archive.org/web/20201031231815/https://www.mittelbayerische.de/politik/aussenansicht-nachrichten/vertrauen-in-die-organspende-aufbauen-23450-art1876770.html Vertrauen in die Organspende aufbauen]": | |||
{{Zitat2|In dem Augenblick, in dem man als möglicher Organspender identifiziert wird, werden Schmerz-, Palliativ- und andere Mittel abgesetzt, um den Hirntod möglichst zweifelsfrei feststellen zu können.}} | |||
==== [[Adelheit von Stösser]] ==== | |||
[[Adelheit von Stösser]] schrieb am 24.09.2019 in dem Artikel "[https://web.archive.org/web/20260422182537/http://pflegeethik-initiative.de/2019/09/24/transplantierten-patienten-steht-qualvolles-sterben-bevor Organtransplantierte sterben anders]".<ref group="Anm.">Der ursrüchliche Titel scheint "Organtransplantierten steht qualvolles Sterben bevor" geheißen zu haben, denn so ist es im Link angegeben. Diese [[Panikmache]] scheint aber später herausgenommen worden.</ref>: | |||
{{Zitat2|Insgesamt macht die Lektüre der Zeitschrift „Praxis Palliativ Care“ deutlich, dass die palliative Seite der Organtransplantation in Medizin und Pflege ausgeklammert wird.}} | |||
{{Zitat2|Bevor nicht alles medizinisch Machbare ausgeschöpft ist, geben sich Betroffene und Ärzte nicht geschlagen. Koste es was es wolle. Wo andere per Patientenverfügung in aussichtsloser Situation wünschen, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden und nur noch Leidensminderung praktiziert wird, haben Organtransplantierte den Weg der Maximalmedizin gewählt.}} | |||
{{Zitat2|Wer spendenbereit ist, muss befürchten, bei einer Hirnschädigung an Ärzte zu geraten, die in ihm mehr den Organspender als den Kranken sehen.}} | |||
{{Zitat2|Bei den potentiellen Organspendern handelt es sich nicht um Tote, sondern allenfalls um Sterbende, von denen die Medizin annimmt, dass sie aus ihrem Koma nicht mehr aufwachen.}} | |||
{{Zitat2|Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kranke nach ihrem Nützlichkeitsfaktor für andere Kranke taxiert werden.}} | |||
{{Zitat2|Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten.}} | |||
{{Zitat2|Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden?}} | |||
{{Zitat2|Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.<ref group="Anm.">Es ist zwischen einem lebenswichtigen [[Organ]] (z.B. [[Herz]], [[Lunge]], [[Leber]]) und einem [[persönlichkeit|persönlichkeitsstiftendem]] Organ (dem [[Gehirn]]) zu unterscheiden.</ref>}} | |||
{{Zitat2|Mehr als 200.000 Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente. Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis – und nichts passiert. Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert.}} | |||
==== [[Anna Bergmann]] ==== | |||
[[Anna Bergmann]] schreib am 15.01.2020 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20250919112108/https://www.theeuropean.de/wissenschaft/acht-fakten-die-in-der-werbung-um-organ-spende-verschwiegen-werden#_ednref16 Wissensdefizite in der Aufklärung über das andere Sterben von Organspendern und weitere Strategien der Organbeschaffung]": | |||
{{Zitat2|Das Leben von Patienten, bei denen ein Hirnversagen absehbar, aber noch nicht eingetreten ist, darf zum Zweck der Organgewinnung als Alternative zu einem palliativmedizinisch betreuten Behandlungsabbruch um Tage oder sogar Wochen verlängert werden.}} | |||
[[Anna Bergmann]] schrieb am 02.12.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20251215180538/https://taz.de/Essay-Organspende/!5552042 Der Mensch als Biomüll]": | |||
{{Zitat2|Obwohl die palliativ-hoszipliche Sorge um Sterbende mittlerweile Einzug in die Krankenhäuser gehalten hat, verbietet sie sich bei Organspendern. . Denn die Operationslogik der Explantation zwingt zur Aufgabe von Grundsätzen des Hospizgedankens, der Pietät und der Totenfürsorge.}} | |||
{{Zitat2|Organspender sind sozial Ausgestoßene, denn ihnen bleibt eine palliativmedizinische Betreuung sowie eine Sterbebegleitung durch Angehörige und Freunde verwehrt.}} | |||
[[Anna Bergmann]] schrieb am 05.09.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20260516110149/https://www.deutschlandfunk.de/organspende-hirntote-sind-sterbende-menschen-100.html „Hirntote sind sterbende Menschen“]": | |||
{{Zitat2|Und gerade die Hospizbewegung hat ja sehr stark reagiert auf diesen Tod im Krankenhaus. Also das heißt, es gibt auch ein Bedürfnis, nach dieser Sterbebegleitung, die hier traditionell sehr stark verankert war und ist in unserer Kultur. Durch diese medizinische Definition wird das Sterben als ein soziales Ereignis komplett verneint und wird nur noch für einen medizinischen Prozess erklärt, für den dann ausschließlich bestimmte Mediziner zuständig sind in der Hirntodfeststellung, die auch wieder ihre eigenen Problematiken hat.}} | |||
[[Anna Bergmann]] schrieb am 29.09.2018 im Artikel "[https://web.archive.org/web/20181205212538/https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/organspende-sterbende-menschen-werden-nur-noch-als-material-angesehen_id_9634005.html Wie tot ist hirntot?]": | |||
{{Zitat2|Entgegen allen palliativmedizinischen Grundsätzen und dem Hospizgedanken nimmt diese Verdinglichung der Familie und Freunden jede Möglichkeit, einen Organspender beim Sterben zu begleiten und ihm die Hand zu halten.}} | |||
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Aktuelle Version vom 10. Oktober 2026, 16:11 Uhr
Ablauf zum Hirntod
Die Entwicklung zum HIrntod verläuft in groben Schritten immer gleich:
- Die Ursachen
Nach den DSO-Jahresberichten sind die 4 häufigsten zum Hirntod führenden Ursachen: zu rund 50% massive Hirnblutungen, mit jeweils 10 bis 20% Ischämisch-hypoxische Hirnschäden, Schädelhirntraumen und Hirninfarkte. Weitere Ursachen sind seltener. - Ausfall der Spontanatmung
Patienten mit schwerer Hirnschädigung kommen spätestens dann auf die Intensivstation, wenn die Spontanatmung schwer gestört ist. Sie kommen auf jeden Fall auf die Intensivstation, wenn die Spontanatmung ausgefallen ist. Die Patienten benötigen dann dauerhaft künstliche Beatmung. - Versuch der Ärzte, das Leben zu rett<en <brA Die Ärzte versuchen bei jedem Patienten von Anfang an, sein Leben zu retten und seine Gesundheit wieder herzustellen. Wenn jedoch die Hirnschädigung sehr massiv ist, kann dieses Ziel nicht erreicht werden. Die erreichbaren Ergebnisse erstrecken sich dann von einem Pflegefall mit Bewusstsein über Pflegefall ohne Bewusstsein bis hin zum Hirntod.
- Die Feststellung des Hirntods
Gibt es eindeutige Hinweise, dass Hirntod vorliegt, wird eine Hirntoddiagnostik durchgeführt. Wird damit der Hirntod bestätigt, ist damit der Tod des Menschen festgestellt. Siehe: Todesverständnis, Hirntodkonzept - Möglichkeiten für Hirntote
Wenn der Hirntod festgestellt ist, gibt es drei Möglichkeiten:- Beendigung der Therapie
Wenn keine Organspende möglich ist,[1] weren die künstliche Beatmung und die Verabreichung von Katecholamine aktiv beendet. Hierauf bleibt binnen weniger Minuten das Herz stehen. - Organspende
Wenn transplaniterbare Organe und eine Zustimmung zur Organspende vorliegen, werden die in Frage kommenden Organe eingehender untersucht und die medizinischen Werte an Eurotransplant gemelget. Nach den Vorgaben der BÄK werden die Organempfänger ermittelt. Wenn feststeht, welche Organe in welches TX-Zentrum muss,[Anm. 1] wird der Hirntote zur Organentnahme in den OP gebracht.[Anm. 2] - Geburt des Kindes
Ist die Hirntote schwanger, wird versucht, mit der intensivmedizinischen Weiterbehandlung der Hirntote wenigstens das Leben des ungeborenen Kindes zu retten. Hierzu wird die intensivmedizinische Behandlung bis zur Geburt des Kindes oder zum Tod des Kindes fortgesetzt.
- Beendigung der Therapie
Zusammenfassung:
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| Bei der zum Hirntod führenden Entwicklung ist eine Verlegung auf eine Palliativstation oder in ein Hospiz weder sinnvoll noch durchführbar.[Anm. 3] |
Ablauf bei Palliativ-Versorgung
Bei Wikipedia (Stand 22.07.2026) heißt es zur Palliativmedizin:
| Palliativmedizin (abgeleitet von „palliativ“, aus lateinisch cura palliativa, erstmals belegt um 1363 bei Guy de Chauliac, von palliare „mit einem Mantel umhüllen“, „bemänteln“, „verbergen“, „schützen“, von pallium: „Mantel“) ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht oder keine kurative Behandlung mehr durchgeführt werden kann und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“[2] Sie geht als Bestandteil von Palliative Care über eine rein palliative Therapie beziehungsweise Palliation hinaus. Es stehen die Lebensqualität des Patienten – sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche und Ziele – im Vordergrund der Behandlung. Als wesentliche Komponenten der Palliativmedizin gelten Symptomkontrolle, psychosoziale Kompetenz, Teamarbeit und Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen. |
Bei Wikipedia (Stand 21.09.2026) heißt es zu Palliative Care:
| Palliative Care (englisch; von lateinisch cura palliativa von palliare‚ mit einem Mantel bedecken‘; englisch care ‚Fürsorge, Versorgung, Betreuung, Aufmerksamkeit‘), in Deutschland teils gleichbedeutend mit Palliativversorgung verwendet, ist ein international anerkanntes umfassendes Konzept zur Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen jeden Alters mit einer nicht heilbaren, lebensbedrohlichen Grunderkrankung. |
Bei Wikipedia (Stand 30.09.2026) heißt es zur Hospizbewegung:
| Die Hospizbewegung befasst sich mit der Verbesserung der Situation Sterbender und ihrer Angehörigen sowie der Integration von Sterben und Tod ins Leben. Dazu dient vor allem die Sterbebegleitung im Sinne der Palliative Care. Die Bewegung entwickelt sich seit Ende der 1960er Jahre, ausgehend von England. Dort war es die Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders, die (an die mittelalterliche Bedeutung des „Hospizes“ nicht als medizinische Heileinrichtung, sondern als Ort der Pflege und Betreuung anknüpfend) 1967 mit dem St. Christopher’s Hospice das erste stationäre Hospiz im heutigen Sinne gründete und damit die weltweite Initiative auslöste. Ihre größte Entwicklung machte sie in den 1970er Jahren in den USA (mitinitiiert von Elisabeth Kübler-Ross), wo eine Vielfalt von verschiedensten Versorgungsmodellen entstand. Die Hospizbewegung war u. a. die Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die Sterbenden immer weiter an den Rand zu drängen drohte. Somit ist es ihr Hauptziel, das Sterben wieder als wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein zu rufen, um Sterbende und ihre Angehörigen angemessen unterstützen zu können. |
Bei Wikipedia (Stand 03.06.2026) heißt es zu Hospiz:
| Hospiz (lateinisch hospitium „Herberge“, „Gastfreundschaft“) ist eine Einrichtung der Sterbebegleitung. Im deutschen Sprachraum der Gegenwart wird mit Hospiz meist eine stationäre Pflegeeinrichtung bezeichnet, die in der Regel über nur wenige Betten verfügt und ähnlich wie ein kleines Pflegeheim organisiert ist. Das erste stationäre Hospiz im Sinne der Palliative Care wurde 1967 im Vereinigten Königreich eröffnet (in Deutschland 1986), dort entstand auch 1982 das erste Kinderhospiz (in Deutschland 1998). Die Bezeichnung „Sterbehospiz“ wird von Trägern und Mitarbeitern dieser Einrichtungen nicht verwendet, da eines der Ziele der dortigen Arbeit ist, dass Sterbende nach Möglichkeit im häuslichen Bereich verbleiben oder dorthin zurückkehren können. |
Es geht somit bei der palliativen Versorgung - nicht nur auf Palliativstationen - und in Hospizen darum, das Sterben von Menschen gut zu begleiten. Diese Begleitung des Sterbenden endet mit seinem Tod. Der würdevolle Umgang mit dem Leichnam und die Verabschiedung nach dem Tod dient den Hinterbliebenen.
Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod
Alexandra Lindner
Alexandra Lindner schrieb am 03.02.20220 in ihrem Artikel "Vertrauen in die Organspende aufbauen":
| In dem Augenblick, in dem man als möglicher Organspender identifiziert wird, werden Schmerz-, Palliativ- und andere Mittel abgesetzt, um den Hirntod möglichst zweifelsfrei feststellen zu können. |
Adelheit von Stösser
Adelheit von Stösser schrieb am 24.09.2019 in dem Artikel "Organtransplantierte sterben anders".[Anm. 4]:
| Insgesamt macht die Lektüre der Zeitschrift „Praxis Palliativ Care“ deutlich, dass die palliative Seite der Organtransplantation in Medizin und Pflege ausgeklammert wird. |
| Bevor nicht alles medizinisch Machbare ausgeschöpft ist, geben sich Betroffene und Ärzte nicht geschlagen. Koste es was es wolle. Wo andere per Patientenverfügung in aussichtsloser Situation wünschen, dass lebensverlängernde Maßnahmen eingestellt werden und nur noch Leidensminderung praktiziert wird, haben Organtransplantierte den Weg der Maximalmedizin gewählt. |
| Wer spendenbereit ist, muss befürchten, bei einer Hirnschädigung an Ärzte zu geraten, die in ihm mehr den Organspender als den Kranken sehen. |
| Bei den potentiellen Organspendern handelt es sich nicht um Tote, sondern allenfalls um Sterbende, von denen die Medizin annimmt, dass sie aus ihrem Koma nicht mehr aufwachen. |
| Wir dürfen es nicht zulassen, dass Kranke nach ihrem Nützlichkeitsfaktor für andere Kranke taxiert werden. |
| Die Hirntodregelung wurde einzig zu dem Zweck getroffen, dass Ärzte sich nicht verantworten müssen, wenn sie lebende Menschen auf dem OP-Tisch töten. |
| Warum verschweigt man den Bürgern, dass der Mensch noch leben muss, wenn seine Organe entnommen werden? |
| Menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug, müsste auch eine Maxime der Politik sein. Das muss natürlich ebenso für Menschen gelten, die mit Hirnversagen auf der Intensivstation betreut werden. Diese sind nicht mehr todgeweiht wie Menschen bei denen ein anderes lebenswichtiges Organ versagt.[Anm. 5] |
| Mehr als 200.000 Bundesbürger sterben jährlich, laut diverser Studien, an den Folgen von Risiken und Nebenwirkungen der ihnen verordneten Medikamente. Solche Zahlen nimmt man zur Kenntnis – und nichts passiert. Hingegen wird die vergleichsweise kleine Zahl der verzweifelt auf ein Organ wartenden zu einem Politikum hochstilisiert. |
Anna Bergmann
Anna Bergmann schreib am 15.01.2020 im Artikel "Wissensdefizite in der Aufklärung über das andere Sterben von Organspendern und weitere Strategien der Organbeschaffung":
| Das Leben von Patienten, bei denen ein Hirnversagen absehbar, aber noch nicht eingetreten ist, darf zum Zweck der Organgewinnung als Alternative zu einem palliativmedizinisch betreuten Behandlungsabbruch um Tage oder sogar Wochen verlängert werden. |
Anna Bergmann schrieb am 02.12.2018 im Artikel "Der Mensch als Biomüll":
| Obwohl die palliativ-hoszipliche Sorge um Sterbende mittlerweile Einzug in die Krankenhäuser gehalten hat, verbietet sie sich bei Organspendern. . Denn die Operationslogik der Explantation zwingt zur Aufgabe von Grundsätzen des Hospizgedankens, der Pietät und der Totenfürsorge. |
| Organspender sind sozial Ausgestoßene, denn ihnen bleibt eine palliativmedizinische Betreuung sowie eine Sterbebegleitung durch Angehörige und Freunde verwehrt. |
Anna Bergmann schrieb am 05.09.2018 im Artikel "„Hirntote sind sterbende Menschen“":
| Und gerade die Hospizbewegung hat ja sehr stark reagiert auf diesen Tod im Krankenhaus. Also das heißt, es gibt auch ein Bedürfnis, nach dieser Sterbebegleitung, die hier traditionell sehr stark verankert war und ist in unserer Kultur. Durch diese medizinische Definition wird das Sterben als ein soziales Ereignis komplett verneint und wird nur noch für einen medizinischen Prozess erklärt, für den dann ausschließlich bestimmte Mediziner zuständig sind in der Hirntodfeststellung, die auch wieder ihre eigenen Problematiken hat. |
Anna Bergmann schrieb am 29.09.2018 im Artikel "Wie tot ist hirntot?":
| Entgegen allen palliativmedizinischen Grundsätzen und dem Hospizgedanken nimmt diese Verdinglichung der Familie und Freunden jede Möglichkeit, einen Organspender beim Sterben zu begleiten und ihm die Hand zu halten. |
Praxis PalliativeCare
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Fazit
Nach Sichtung aller Fakten und Schriften entsteht der Eindruck, dass die Autoren der "Schriften zur Palliativ-Versorgung und Hirntod" die Palliativ-Versorgung dazu benutzen,[Anm. 6] um ihre persönliche Ablehnung des Hirntodkonzeptes hinter der Palliativ-Versorgung zu verstecken.
Anhang
Anmerkungen
- ↑ Organe können zwar in jedem Krankenhaus mit Intensivstation entnommen werden, aber eingesetzt werden die Organe nur in TX-Zentren.
- ↑ Nach Angaben der DSO-Jahresberichten vergehen zwischen Feststellung des Hirntods und Beginn der Organentnahme meist 12 bis 18 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt sind andere Hirntote, an denen keine Organentnahme möglich ist, längst kalt und steif (Totenstarre).
- ↑ In einem Artikel Hirntod und Organspende mit der Versorgung auf einer Palliativstation oder einem Hospiz zu vergleichen ist unsinnig. Es zeugt daher von sachlicher Unkenntnis.
- ↑ Der ursrüchliche Titel scheint "Organtransplantierten steht qualvolles Sterben bevor" geheißen zu haben, denn so ist es im Link angegeben. Diese Panikmache scheint aber später herausgenommen worden.
- ↑ Es ist zwischen einem lebenswichtigen Organ (z.B. Herz, Lunge, Leber) und einem persönlichkeitsstiftendem Organ (dem Gehirn) zu unterscheiden.
- ↑ Man könnte an dieser Stelle auch sagen, "missbrauchen".
Einzelnachweise
- ↑ Entweder weil es keine transplantable Organe gibt (z.B. bei Lungenkrebs oder Brustkrebs) oder wenn keine Zustimmung zur Organspende vorliegt.
- ↑ https://web.archive.org/web/20261004073955/https://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/Was_ist_Palliativmedizin_Definitionen_Radbruch_Nauck_Sabatowski..pdf Zugriff am 10.10.2026.