Körpereigene Schmerzmittel

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Der menschliche Körper verfügt über ein endogenes System schmerzlindernder Substanzen, die wie Opiate (etwa wie Heroin und Morphin wirken. Diese opiatähnlichen Endrophine werden bei Stress oder Schmerzen, aber auch in Situationen von Hochgefühlen wie anstrengendem Sport oder sexueller Aktivität vom Thalamus und der Hypophyse gebildet. Nervenendigungen im Gehirn und Körper haben spezielle Opiatrezeptoren, an welche die Opiate binden. Damit dämpfen sie die in diesen Nervenendigungen übermittelnden Schmerzsignale und lindern so den Schmerz.[1]

Aussagen

Opioidrezeptoren des My-Typs befinden sich in verschiedenen Gehirnregionen, u.a. im Gyrus cinguli. "Durch die Bindung von Opioiden an die My-[Rezeptoren]] bestimmter Kortexneuronen werden Neuronen im ventralen tegmentalen Bereich des Hirnstamms aktiv und veranlassen die Freisetzung von Dopamin in Strukturen wie den Nucleus accumbens des basalen Vorderhirns. Daraufhin treten zahlreiche positive Verhaltensweisen auf, und es stellt sich ein angenehmes Gefühl ein. Die neuronalen Muster, die das Substrat von Gefühlen bilden, zeigen sich jedoch nicht nur in den Neuronen der oben erwähnten Regionen, und die tatsächlich 'konstitutiven' Muster der Gefühle treten in diesen Neuronen wahrscheinlich überhaupt nicht in Erscheinung. Aller Wahrscheinlichkeit nach zeigen sich die entscheidenden neuronalen Muster, diejenigen, die einen Gefühlszustand auslösen, an ganz anderer Stelle - nämlich in somatosensorischen Regionen wie der Insel -, und zwar unter dem Einfluss der Neuronen, auf die die chemischen Stoffe direkt eingewirkt haben."[2]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Rita Carter: Das Gehirn. Anatomie, Sinneswahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein, Störungen. München 2010, 105.
  2. Antonio R. Damasio: Der Spinoza-Effekt. Wie Gefühle unser Leben bestimmen. München 2003, 145.