Maurice Goulon

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Maurice Goulon (1919-2008) ist ein französischer Professor für Medizin. Er war Mitglied der Akademie für Medizin.

Es war unter dem Impuls von Professor Pierre Mollaret, ein Spezialist für Infektionskrankheiten und überzeugt von Maurice Caras Arbeit an der künstlichen Beatmung. Die Polio-Epidemie von 1953 in Schweden überzeugte die Hersteller, ihre mechanische Beatmungsgeräte zu modifizieren.

Im Jahr 1959 veröffentlichten er und Pierre Mollaret einen fundamentalen Artikel über die neuen Koma-Zeichen einer Reihe von Patienten. Sie zeigten keine zerebrale Aktivität.

Maurice Goulon wurde 1953 zum Neurologen, Herzneurologe und Assistenten von Paul Castaigne ausgebildet, war seit 1961 Mitglied der hochelitären französischen Gesellschaft für Neurologie und reservierte die meisten seiner Publikationen für die Revue Neurologique. Als die Pariser Neurologen, die außerhalb der Salpêtrière arbeiten, ihre Kräfte bündelten, nahm er an der Runde der "Neurologie aux champs" teil und nahm an seinen monatlichen Konfrontationen teil, weit über den Ruhestand hinaus, bis in die letzten Monate seines Lebens. [1]

1964 erwarb er eine einsitzige hyperbare Sauerstofftherapiekammer, die er für die Behandlung von Kohlenmonoxidvergiftungen, Gasbanden, Gasembolien, gereinigten Pseudarthrosen interessierte. Die ersten Ergebnisse wurden 1965 in Durham, North Carolina, veröffentlicht.[1]

Philippe Gajdos, sein Nachfolger und Freund, schrieb über Maurice Goulon: "Unermüdlicher und manchmal anstrengender Arbeiter für seine Mitarbeiter, der nicht unbedingt die gleiche Vorstellung von der Stunde hatte wie er...., neugierig auf jeden Fortschritt, voller Ideen, drängte er seine Mitarbeiter, oft mutiger als sie, neue Techniken, neue Behandlungen anzuwenden; besorgt über das Ergebnis, das er nicht ertragen konnte".[1]


Polio-Epidemie in Frankreich

1954 erlebte die polio-endemische Polio-Epidemie einen besonders heftigen Sommeraufschwung. Die Epidemie traf die Vereinigten Staaten und Nordeuropa besonders hart. Allein in Frankreich gab es mehrere tausend Fälle von mehr oder weniger weit verbreiteter Lähmung und Hunderten von Todesfällen, die überwiegende Mehrheit davon mit Atemwegserkrankungen. 1954 ließ sich Pierre Mollaret, unterstützt von Raymond Bastin, von den Erfahrung Björn Ibsen inspirieren, erwarb diese neuen Beatemungsgeräte und gründete - damals eine mutige und sehr originelle Initiative - ein eingespieltes, multidisziplinäres und kontinuierliches Team, um eine 24-Stunden-Betreuung von Schwerkranken zu gewährleisten. Um diesen Weg voll zu gehen, hat Maurice Goulon sich von seiner rein neurologischen Tätigkeit verabschiedet, um dem Ruf von Pierre Mollaret zu folgen und das Centre de traitement des formes respiratoires de la poliomyélite im Claude Bernard Hospital mit Raymond Bastin und Jean-Jacques Pocidalo zu gründen.[1]

Die Erfolge bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen der Poliomyelitis führten zu einer erfolgreichen Ausweitung der Methode auf andere lebensbedrohliche Krankheiten wie die bisher regelmäßig tödlich verlaufende Tetanuskrankheit. Das Team des Claude Bernard Hospitals arbeitete nach klaren Regeln:

  • das sofortige Überleben von Patienten in Atem- oder Kreislaufbeschwerden durch den Einsatz effektiver Reanimationstechniken zu gewährleisten, - die Folgen von Beeinträchtigungen wichtiger Vitalfunktionen, insbesondere der Atmungs- und Kreislauffunktionen, aber auch der Nieren-, Leber- und Stoffwechselfunktionen zu korrigieren, bis der kranke Körper die Kontrolle wiedererlangt.
  • die Ursachen dieser Störungen nach Möglichkeit mit geeigneten Therapien zu behandeln.

Dieses grundlegenden Handlungsrichtlinien führten zur Gründung vieler Zentren in Frankreich und im Ausland nach dem Pariser Modell.[1]

1956 kam es in der Argentinischen Republik zu einer besonders schweren Polioepidemie. Auf Ersuchen der französischen Regierung wurde eine Mission bestehend aus Maurice Goulon, Jean-Jacques Pocidalo und einer Krankenschwester Melle Barthe mit französischer Ausrüstung an den Einsatzort entsandt, insbesondere der Prototyp eines in Frankreich entwickelten Atemschutzgerätes. Dabei konnte die Überlegenheit des französischen Gerätes überzeugen.[1]

Anhang

Anmerkungen



Einzelnachweise

  1. a b c d e f Jean-Marie Mantz: Éloge de Maurice Goulon (1919-2008). (17.11.2009) Nach: http://www.academie-medecine.fr/eloge-de-maurice-goulon-1919-2008-2 Zugriff am 29.05.2019.