Klinischer Tod

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Klinisch tot ist kein Tod. Es bedeutet nur, dass die Atmung und der Blutkreislauf stillsteht. Durch Maßnahmen der Reanimation kann man in den ersten Minuten Menschen aus diesem höchst lebensgefährlichen Zustand wieder ins Leben zurückholen. Sie waren jedoch noch nicht tot. Sie sind aber sicher tot, wenn diese Maßnahmen der Reanimation ausbleiben.

Vladimir A. Negovsky schrieb bereits in den 1940-er-Jahren: "Für eine lange Zeit waren wir der Ansicht, dass die jüngste Kontraktion des Herzens der letzte 'Akkord des Lebens" sei. Wir sprechen jetzt nicht so, denn nach Beendigung der Herztätigkeit ist noch für einige Minuten die Wiederherstellung des zentralen Nervensystems möglich. In der Tat ist der letzte 'Akkord des Lebens' die noch verbleibenden Zeichen der Vitalität des Gehirns."[1]

"Klinischer Tod: Er umfasst den Stillstand von Atmung und Kreislauf. Unsichere Todeszeichen sind vorhanden, eine Reanimation ist erforderlich und evtl. noch erfolgreich. Im Normalfall beträgt die Zeitspanne der Wiederbelebung für das Gehirn ca. 1-50 min, für das Herz ca. 20 min. Bei Unterkühlten und Kleinkindern kann die Wiederbelebungszeit aber wesentlich länger sein."[2]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. http://nsicu.ru/history Zugriff am 2.2.2017.
  2. Gisela Zimmer: Rechtsmedizin. In: AllEx. Alles fürs Examen. 2. Auflage. Stuttgart 2014, 256.