Nebenniere

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Die Nebenniere ist eine paarige Hormondrüse der Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Die Nebennieren befinden sich beim Menschen auf den oberen Polen beider Nieren. Sie unterliegen dem hormonellen Regelkreislauf und dem vegetativen Nervensystem. Die Nebenniere vereint funktionell zwei verschiedene Organe:

"Das Nebennierenmark ist ein morphologisch und funktionell verändertes Ganglion des N. sympaticus. Die Drüsenzellen sind entwicklungsgeschichtlich Homologe der postganglionären Axonen cholinerg innnerviert (durch Atecylcholin).
Die sympathische Erregung führt zur Ausschüttung der in Grandula gespeicherten Hormone Adrenalin (80%) und Noradrenalin (20%). Dieser Vorgangn entspricht der Freisetzung von Neurotransmittern.
Beide Substanzen haben den gleichen Effekt und dieselben Erfolgsorgane wie die postganglionären Neuronen des Sympathikus. Darüber hinaus entfalten sie vor allem in vegetativ neuronal unterversorgten Geweben eine systemische Wirkung."[1]

"Die Nebennierenrinde sezeneriert drei Gruppen von Steroidhormonen, die sich chemisch und biologisch voneinander unterscheiden: Androgene, Minaralokortikoide und Glukokortikoide. Dementsprechend unterscheiden wir auch drei Grundtypen von Überfunktionszuständen der Nebennierenrinde:
1. das adrenogenitale Syndrom mit einer abundanten Neubildung von androgenen Wirkstoffen und eine konsekutiven Störung der Sexualentwicklung, 2. den von Conn beschriebenen Hyperaldosteronismus, charakterisiert durch die salzretinierende Wirkung der Minarlokotikoide, 3. das Cushing-Syndrom, dessen klinische Erscheinungsform zumeist auf Wirkungen des Cortisol zurückgeführt werden können."[2]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Hermann Bünte, Klaus Bünte: Das Spektrum der Medizin. Illustriertes Handbuch von den Grundlagen bis zur Klinik. Stuttgart 2004, 628.
  2. J. Drews: Klinische und biochemische Wirkungen der Glukokortikoide, dargestellt am Beispiel des Cushing-Syndroms. In: Med. Klinik 64.1 (1969), 773.