Bienen

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Untersuchungen haben gezeigt, dass Arbeitsbienen nach ein paar Abstechern auf Blüten verschiedener Farbe lernen, bei welchen am meisten Nektar zu erwarten ist. Leslie Real untersuchte das Verhalten von Arbeiterinnen der Hummel und kam zu diesem Ergebnis: "Zunächst können Bienen die Aussichten überhaupt nicht abschätzen. Dann scheinen sie nach der Häufigkeit, mit der ihnen verschiedene Arten von Belohnungszuständen begegnen, Wahrscheinlichkeitsvorhersagen zu entwickeln." Für den Neurologen Antonio R. Damasio ist dies aufgrund "der geringen Gedächtniskapazität der Biene (sie verfügt nur über ein nicht besonders umfangreiches Kurzzeitgedächtnis)" faszinierend. Bienen haben ein unspezifisches Neurtransmittersystem, das wahrscheinlich auf Oktopamin basiert und das dem Dopaminsystem der Säugetiere ähnelt. Wenn somit die Biene auf einer Blüte viel Nektar gefunden hat, wird sie Blüten dieser Farbe bevorzugt anfliegen. "In der Tat trifft die Biene eine Wahl, nicht bewußt, nicht vorsätzlich, sondern mit einem automatischen Apparat, der spezifische angeborene Wertevorstellungen, eine Präferenz, enthält."[1]

Der Wurm "Caenorhabditis elegans" hat 302 Neuronen und rund 5.000 interneuronale Verbindungen.[2] Eine Honigbiene hat 95.000 Neuronen. "Da kann man schon von einem Gehirn sprechen."[3]

Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Antonio R. Damasio: Descartes´ Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. 6. Auflage. Berlin 2010, 255.
  2. Antonio R. Damasio: Der Spinoza-Effekt. Wie Gefühle unser Leben bestimmen. München 2003, 60.
  3. Antonio R. Damasio: Der Spinoza-Effekt. Wie Gefühle unser Leben bestimmen. München 2003, 61.