ACh

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ACh (Acetylcholin) ist einer der wichtigsten Neurotransmitter in vielen Organismen, so auch im Menschen. Die quartäre Ammoniumverbindung] ACh ist ein Ester der Essigsäure und des einwertigen Aminoalkohols Cholin. Otto Loewi (1873-1961) wies 1921 an einem Froschherzen nach, dass für die Übertragung eines Nervenimpulses auf das Herz ein chemischer Stoff verantwortlich ist, den er zunächst als "Vagusstoff" bezeichnete und den Henry H. Dale (1875-1968) später als Acetylcholin identifizierte.

ACh ist der Neurotransmitter, der für alle unsere Bewegungen notwendig ist. Es gibt keine bewusste oder unbewusste Bewegung, die ohne ACh abläuft.[1]

ACh ist auch der wichtigste Neurotransmitter im Gehirn, wenn es um die Erbringung intellektueller Leistung geht. Beim Lernen und Erinnern spielt ACh als Übertragungssubstanz eine wichtige Rolle. Mit zunehmenden Alter nehmen Lernvermögen und Gedächtnis kontinuierlich ab, weil die Zahl der mit ACh kommunizierenden Neuronen abnehmen.[2]

Man kann etwas gegen einen Mangel an ACh unternehmen: "körperliche Ertüchtigung und Sport. Es gibt einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und der Entwicklung von Demenz. Sport wirkt sich insgesamt positiv auf die Hirntätigkeit aus und vermindert damit zum einen das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, andererseits hilft er auch bereits dementen Patienten, den Rest ihrer intellektuellen Kapazität zu bewahren. Sport verbessert die Durchblutung des Gehirns, durch die Anstrengung vertieft sich die Atmung und wird die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen optimiert, die Arterienwände gewinnen durch Sport an Elastizität, und es kommt zur Ausschüttung 'positiver' Hormone, die ihre Wirkung gegen Entzündungen und den Untergang der Nervenzellen entfalten."[3]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Siehe: Christof Kessler: Glücksgefühle. Wie Glück im Gehirn entsteht und andere erstaunliche Erkenntnisse der Hirnforschung. München 2017, 132-134.
  2. Siehe: Christof Kessler: Glücksgefühle. Wie Glück im Gehirn entsteht und andere erstaunliche Erkenntnisse der Hirnforschung. München 2017, 137.
  3. Christof Kessler: Glücksgefühle. Wie Glück im Gehirn entsteht und andere erstaunliche Erkenntnisse der Hirnforschung. München 2017, 138f.