Kirchen der Schweiz

Aus Organspende-Wiki
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Zurzeit zählt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) Schweiz christliche 12 Kirchen.[1]

Nach Wikipedia sind die drei größten Kirchen, die römisch-katholische (60,7% der Schweizer Wohnbevölkerung), der evangelisch-reformierte (33,7%) und die christlich-orthodoxe (21,8%).[2]

Katholische Kirche

Die katholische Kirche "unterstützt und fördert" die Organspende, "weil solche einen Akt inniger Nächstenliebe und Solidarität darstellt." (11.05.2022)[3]

Am 06.06.2019 erinnerte die SBK daran, "dass eine Organspende sittlich und sogar verdienstvoll sein kann, vorausgesetzt, die Spenderin oder der Spender stimmt dem in vollem Wissen zu. Wie Papst Franziskus kürzlich betont hat, ist die Organspende 'Ausdruck der Barmherzigkeit und der sozialen Verantwortung sowie unserer universellen Geschwisterlichkeit, die alle Männer und Frauen miteinander verbindet'. Für die Gläubigen sei es als 'ein Geschenk an den leidenden Herrn' zu verstehen, eine Geste der grosszügigen Liebe."[4]

29.11.2018: "Die Mitglieder der SBK haben sich auch zum Thema der Organtransplantation ausgetauscht; dies auf der Grundlage eines von der der Kommission für Bioethik erarbeiteten Dokumentes. Unter Berücksichtigung der geführten Diskussion wird die Kommission ihr Dokument überarbeiten und einer späteren ordentlichen Versammlung der SBK zur vertieften Diskussion vorlegen."[5]

Auf der Seite der SBK wurde am 22.03.2024 kein Treffer zum Hirntod gefunden.

Die SBK lehnte im Jahr 2022 die Einführung der WSR ab. Die genannten Gründe sind:[3]

  • Die WSR sei nicht effizient.
  • Ethische und rechtliche Schwierigkeiten.

Daher schlägt sie "andere ethisch vertretbare und effiziente Lösungen" vor, so z.B. das "Systems der Erklärungsregelung".
Auffallend ist, dass in dem Artikel "...regelung" wie auch "...lösung" für die Zustimmung wie auch für den Widerspruch verwendet wird.

Im Mai 2021 schrieb die SBK: "Die Lösung einer «Erklärungsregelung», bei der die Bevölkerung regelmässig aufgefordert würde, der Organspende zu widersprechen, ihr zuzustimmen, den Willen dazu nicht zu äussern oder den Entscheid an eine Vertrauensperson zu delegieren, wäre sowohl aus ethischer Sicht als auch in Bezug auf ihre Wirksamkeit die bessere Lösung."[6] SEK im Jahr 2011: "Organspende ist ein Akt der Barmherzigkeit und keine moralische Pflicht."[7]


Evangelisch-reformierte Kirche

Für die EKS ist die Organsende "Keine Pflicht, sondern ein Akt der Barmherzigkeit".[8]

SEK im Jahr 2011: "Organspende ist ein Akt der Barmherzigkeit und keine moralische Pflicht."[7]

Auf der Seite der EKS wurde am 22.03.2024 kein Treffer zum Hirntod gefunden.

Die EKS scheint sich Ende 2019 nicht einige zu sein, ob "die Organe Sterbender oder Verstorbener" transplantiert werden.[9] Auch in der Stellungnahme der EKS "10 Fragen - 10 Antworten" vom März 2022 werden die Organe von "sterbende und verstorbene Menschen" transplantiert. Die Begriffe "Hirntod" oder "tot" kommen in der Stellungnahme nicht vor.[10]

In der Schrift "Der Leib als Gabe" (2018) vom SEK wird der Hirntod genannt: "Bei der Organspende wird zwischen Spenden von hirntoten, herztoten und lebenden Personen unterschieden. Hirntoten können alletransplantierbaren Organe, Gewebe und Zellen entnommen werden, bei Herztoten ist das Herz ausgenommen. Lebendspenden beschränken sich auf jene Körperteile, die das Weiterleben der Spenderin oder des Spenders nicht gefährden."[11] Damit ist nicht ausgesagt, ob Hirntote als Sterbende oder als Tote angesehen werden.

Die EKS spricht bei der Organspende von "Verstorbene", nicht von "Sterbende".[8]


Am 31.03.2022 sprach sich - im Hinblick auf die anstehende Abstimmung am 15.05.2022 - die EKS für die Erklärungsregelung aus.[12]

Am 12.12.2019 sprach sich die EKS gegen die WSR aus.[13]

Der SEK sprach sich im Jahr 2011 gegen DCD aus.[7]

Christlich-orthodoxe Kirche

Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise