FAEP: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [http://de.wikipedia.org/wiki/Frühe_akustisch_evozierte_Potentiale Frühe akustisch evozierte Potentiale] sind per [[EEG]] am Großhirn zu messenden elektrische Signale, die über [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschnecke Hörschnecke], [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rnerv Hörnerven] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Hirnstamm Hirnstamm] verlaufen. Das FAEP-Signal besteht aus 5 Wellen, die nach den Erstbeschreibern Jewett und Williston (1971) mit J I bis J V durchgezählt werden. Klinisch ordnet man den Ursprung jeder Welle einem Kerngebiet im Hirnstamm zu.  
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Die [http://de.wikipedia.org/wiki/Frühe_akustisch_evozierte_Potentiale Frühe akustisch evozierte Potentiale] sind per [[EEG]] am Großhirn zu messenden elektrische Signale, die über [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschnecke Hörschnecke], [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rnerv Hörnerven] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Hirnstamm Hirnstamm] verlaufen. Das FAEP-Signal besteht aus 5 Wellen, die nach den Erstbeschreibern Jewett und Williston (1971) mit J I bis J V durchgezählt werden. Klinisch ordnet man den Ursprung jeder Welle einem Kerngebiet im Hirnstamm zu.  
  
 
Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.
 
Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.
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| Die [http://de.wikipedia.org/wiki/Frühe_akustisch_evozierte_Potentiale Frühe akustisch evozierte Potentiale] sind per [[EEG]] am Großhirn zu messenden elektrische Signale, die über [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschnecke Hörschnecke], [http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rnerv Hörnerven] und [http://de.wikipedia.org/wiki/Hirnstamm Hirnstamm] verlaufen. Das FAEP-Signal besteht aus 5 Wellen, die nach den Erstbeschreibern Jewett und Williston (1971) mit J I bis J V durchgezählt werden. Klinisch ordnet man den Ursprung jeder Welle einem Kerngebiet im Hirnstamm zu.  
  
 
Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.
 
Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.
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In der Richtlinie vom 30.03.2015 heißt es auf Seite 7f unter Anmerkung 8:<ref>http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/irrev.Hirnfunktionsausfall.pdf Zugriff am 13.03.2017.</ref>
 
In der Richtlinie vom 30.03.2015 heißt es auf Seite 7f unter Anmerkung 8:<ref>http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/irrev.Hirnfunktionsausfall.pdf Zugriff am 13.03.2017.</ref>
 
Frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP)<br>
 
Frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP)<br>
Für die Ableitung der frühen akustisch evozierten Potentiale muss eine Schädigung des Nervus cochlearis, z. B. durch ototoxische Substanzen, ausgeschlossen werden.
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Für die Ableitung der frühen akustisch evozierten Potentiale muss eine Schädigung des Nervus cochlearis, z. B. durch ototoxische Substanzen, ausgeschlossen werden.
  
Die Ableitung der FAEP ist als Irreversibilitätsnachweis des Hirnfunktionsausfalls bei primären supratentoriellen und sekundären Hirnschädigungen geeignet und kann bei Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen gleichermaßen angewendet werden. Die Ableitung der FAEP bietet sich vor allem dann an, wenn Probleme bei der Elektrodenplatzierung für das EEG durch Kopf- und Gesichtsverletzungen bestehen. Bei primären infratentoriellen Schädigungen sind die FAEP nicht als ergänzende  
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Die Ableitung der FAEP ist als Irreversibilitätsnachweis des Hirnfunktionsausfalls bei primären supratentoriellen und sekundären Hirnschädigungen geeignet und kann bei Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen gleichermaßen angewendet werden. Die Ableitung der FAEP bietet sich vor allem dann an, wenn Probleme bei der Elektrodenplatzierung für das EEG durch Kopf- und Gesichtsverletzungen bestehen. Bei primären infratentoriellen Schädigungen sind die FAEP nicht als ergänzende  
 
Untersuchung geeignet.
 
Untersuchung geeignet.
  
 
Der Nachweis eines bilateralen Ausfalls aller im Hirnstamm generierten FAEP-Komponenten erlaubt den Rückschluss auf einen generellen Funktionsausfall des Hirnstamms, da die akustische Leitungsbahn hierbei parallel zu den übrigen Hirnstammstrukturen funktionslos wird.
 
Der Nachweis eines bilateralen Ausfalls aller im Hirnstamm generierten FAEP-Komponenten erlaubt den Rückschluss auf einen generellen Funktionsausfall des Hirnstamms, da die akustische Leitungsbahn hierbei parallel zu den übrigen Hirnstammstrukturen funktionslos wird.
  
Damit sind folgende FAEP-Muster mit der Irreversibilität des  
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Hirnfunktionsausfalls vereinbar:
 
Hirnfunktionsausfalls vereinbar:
 
* der progrediente, konsekutive Verlust der Wellen mit schließlich bilateralem Ausfall aller Komponenten,
 
* der progrediente, konsekutive Verlust der Wellen mit schließlich bilateralem Ausfall aller Komponenten,
 
* der progrediente, konsekutive Ausfall der Wellen mit Erhaltenbleiben der Wellen I oder I und II ein- und beidseitig,
 
* der progrediente, konsekutive Ausfall der Wellen mit Erhaltenbleiben der Wellen I oder I und II ein- und beidseitig,
* das isolierte Erhaltensein der Wellen I oder I und II.
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* das isolierte Erhaltensein der Wellen I oder I und II.
 
Der primäre bilaterale Ausfall aller FAEP-Wellen schon bei der Erstuntersuchung ist nicht als Irreversibilitätsnachweis geeignet.
 
Der primäre bilaterale Ausfall aller FAEP-Wellen schon bei der Erstuntersuchung ist nicht als Irreversibilitätsnachweis geeignet.
  
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'''Klickreize''': 100 μs Dauer; Reizfrequenz zwischen 10 und 15 Hz; ungerade Wiederholungsrate (z. B. 11,11 Hz) wird empfohlen. Sog- und Druckreize müssen getrennt gemittelt und gespeichert werden; falls technisch nicht möglich, sollen nur Sogpulse verwendet werden.
 
'''Klickreize''': 100 μs Dauer; Reizfrequenz zwischen 10 und 15 Hz; ungerade Wiederholungsrate (z. B. 11,11 Hz) wird empfohlen. Sog- und Druckreize müssen getrennt gemittelt und gespeichert werden; falls technisch nicht möglich, sollen nur Sogpulse verwendet werden.
  
'''Schalldruck''': 95 dB HL; kontralaterales Ohr mit 30 dB unter Klick-Schalldruck verrauschen.
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'''Schalldruck''': 95 dB HL; kontralaterales Ohr mit 30 dB unter Klick-Schalldruck verrauschen.
  
 
'''Analysezeit''': Zur Standarduntersuchung 10 ms; 20 ms werden zur besseren Artefakt-Abgrenzung (50 Hz) empfohlen.
 
'''Analysezeit''': Zur Standarduntersuchung 10 ms; 20 ms werden zur besseren Artefakt-Abgrenzung (50 Hz) empfohlen.
  
'''Filtereinstellung''': (bei 6 dB/Oktave Filter); untere Grenzfrquenz 100 – 150 Hz; obere Grenzfrequenz 3000 Hz.
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'''Filtereinstellung''': (bei 6 dB/Oktave Filter); untere Grenzfrquenz 100 – 150 Hz; obere Grenzfrequenz 3000 Hz.
  
'''Elektrodenposition''': Vertex (Cz); Referenz am ipsilateralen Ohrläppchen oder Mastoid. Zur besseren Identifikation der Welle I wird eine Ableitung mit einer Nadelelektrode aus dem Gehörgang empfohlen.
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'''Elektrodenposition''': Vertex (Cz); Referenz am ipsilateralen Ohrläppchen oder Mastoid. Zur besseren Identifikation der Welle I wird eine Ableitung mit einer Nadelelektrode aus dem Gehörgang empfohlen.
  
'''Elektrodenarten''': Es können sowohl Nadel- als auch Klebe-Elektroden verwendet werden. Der Elektrodenwiderstand soll 5 Kiloohm nicht überschreiten.
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'''Elektrodenarten''': Es können sowohl Nadel- als auch Klebe-Elektroden verwendet werden. Der Elektrodenwiderstand soll 5 Kiloohm nicht überschreiten.
 
 
'''Mittelungsschritte''': 1000 – 2000. Jede Messung muss mindestens einmal wiederholt werden, um die Reproduzierbarkeit der Wellen  zu  belegen.  Überdies  ist  auf  eine  wirksame  Unterdrückung von Artefakten zu achten.
 
 
 
'''Somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP)'''
 
Voraussetzung für den Einsatz dieser Methode ist der Ausschluss
 
einer Halsmarkschädigung.
 
Die Ableitung der SEP nach bilateraler Medianusstimulation
 
ist  als  Irreversibilitätsnachweis  des  Hirnfunktionsverlustes  bei
 
primären  supratentoriellen  und  sekundären  Hirnschädigungen
 
jenseits des zweiten Lebensjahres geeignet. Bei primären infra-
 
tentoriellen Schädigungen sind die SEP nicht als ergänzende Un-
 
tersuchung geeignet.
 
Folgende  SEP-Muster  belegen  die  Irreversibilität  des  klini-
 
schen Hirnfunktionsverlustes:
 
Bei der Wahl einer Fz-Referenz entspricht ein Ausfall der in
 
der  kaudalen  Medulla  oblongata  generierten  –  und  über  den
 
Halswirbelkörper 2 (HWK 2) ableitbaren – Komponente N13b
 
bei  Fehlen  des  kortikalen  Primärkomplexes  einem  Abbrechen
 
der Impulswelle am zerviko-kranialen Übergang. N13a kann im
 
weiteren Verlauf auch erlöschen.
 
Bei  der  Wahl  einer  extrakranialen  Referenz  (Hand/Arm/
 
Schulter) und Ableitung über der sensiblen Hirnrinde (C3' und
 
C4') bricht die Kette der Farfield-Potentiale mindestens nach der
 
Komponente P11 ab.
 
Der isolierte bilaterale Ausfall der kortikalen SEP ohne Regis-
 
trierung der subkortikalen Komponenten ist nicht als Irreversibi-
 
litätsnachweis ausreichend.
 
Stimulation: Rechteckimpulse; Dauer 0,1 – 0,2 ms; Frequenz 3
 
– 5 Hz; Reizstärke 2 – 3 mA über der motorischen Schwelle; Ka-
 
thode proximal.
 
Analysezeit  (bei  fehlender  Reizantwort  verdoppeln):  Armner-
 
ven-Stimulation 40 – 50 ms.
 
Filtereinstellung  (bezieht  sich  auf  6  dB/Oktave  Filter):
 
Untere Grenzfrequenz 5 – 10 Hz (kortikales SEP) bzw. 20 – 50 Hz
 
(spinales SEP); obere Grenzfrequenz 1000 – 2000 Hz.
 
Elektrodenposition: Referenz Fz: Erb’scher Punkt, Dornfortsät-
 
ze C7 und C2, kortikale C3', C4'.
 
Elektrodenarten:  Es  können  sowohl  Nadel-  als  auch  Klebe-
 
Elektroden verwendet werden. Der Elektrodenwiderstand soll 5
 
Kiloohm nicht überschreiten.
 
Mittelungsschritte: 512 – 2048; das Potential muss mindestens
 
einmal reproduziert werden. Überdies ist auf eine wirksame Un-
 
terdrückung von Artefakten zu achten.
 
Die Untersuchungen (FAEP, SEP) müssen von einem in der Me-
 
thode erfahrenen Arzt kontrolliert und beurteilt werden.
 
  
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'''Mittelungsschritte''': 1000 – 2000. Jede Messung muss mindestens einmal wiederholt werden, um die Reproduzierbarkeit der Wellen zu belegen. Überdies ist auf eine wirksame Unterdrückung von Artefakten zu achten.
  
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Die Untersuchungen (FAEP, SEP) müssen von einem in der Methode erfahrenen Arzt kontrolliert und beurteilt werden.
  
 
== Anhang ==
 
== Anhang ==

Aktuelle Version vom 12. März 2017, 16:01 Uhr

Beschreibung

Die Frühe akustisch evozierte Potentiale sind per EEG am Großhirn zu messenden elektrische Signale, die über Hörschnecke, Hörnerven und Hirnstamm verlaufen. Das FAEP-Signal besteht aus 5 Wellen, die nach den Erstbeschreibern Jewett und Williston (1971) mit J I bis J V durchgezählt werden. Klinisch ordnet man den Ursprung jeder Welle einem Kerngebiet im Hirnstamm zu.

Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.

Für die Hirntoddiagnostik werden dem Patienten per Kopfhörer mit einer Lautstärke von 95 dB[Anm. 1] Klickreizen ausgesetzt. Bei Komapatienten ist am EEG eine Veränderung festzustellen, bei Hirntoten bleibt es bei der Nulllinie.

Frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP) - D

Die Frühe akustisch evozierte Potentiale sind per EEG am Großhirn zu messenden elektrische Signale, die über Hörschnecke, Hörnerven und Hirnstamm verlaufen. Das FAEP-Signal besteht aus 5 Wellen, die nach den Erstbeschreibern Jewett und Williston (1971) mit J I bis J V durchgezählt werden. Klinisch ordnet man den Ursprung jeder Welle einem Kerngebiet im Hirnstamm zu.

Die FAEP werden auch als BERA (brainstem evoked response audiometry; deutsch: Hirnstammaudiometrie), ABR (auditory brainstem response) oder AEHP (akustisch evozierte Hirnstammpotentiale) bezeichnet.

Für die Hirntoddiagnostik werden dem Patienten per Kopfhörer mit einer Lautstärke von 95 dB[Anm. 2] Klickreizen ausgesetzt. Bei Lebenden ist am EEG ein bestimmtes Muster zu erkennen. Bei Hirntoten bleibt dieses Muster aus.

Siehe auch: www.dasgehirn.info (1.8.2015)

Anwendung: Deutschland.

KeinBild.jpg

Durchführung D

In der Richtlinie vom 30.03.2015 heißt es auf Seite 7f unter Anmerkung 8:[1] Frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP)
Für die Ableitung der frühen akustisch evozierten Potentiale muss eine Schädigung des Nervus cochlearis, z. B. durch ototoxische Substanzen, ausgeschlossen werden.

Die Ableitung der FAEP ist als Irreversibilitätsnachweis des Hirnfunktionsausfalls bei primären supratentoriellen und sekundären Hirnschädigungen geeignet und kann bei Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen gleichermaßen angewendet werden. Die Ableitung der FAEP bietet sich vor allem dann an, wenn Probleme bei der Elektrodenplatzierung für das EEG durch Kopf- und Gesichtsverletzungen bestehen. Bei primären infratentoriellen Schädigungen sind die FAEP nicht als ergänzende Untersuchung geeignet.

Der Nachweis eines bilateralen Ausfalls aller im Hirnstamm generierten FAEP-Komponenten erlaubt den Rückschluss auf einen generellen Funktionsausfall des Hirnstamms, da die akustische Leitungsbahn hierbei parallel zu den übrigen Hirnstammstrukturen funktionslos wird.

Damit sind folgende FAEP-Muster mit der Irreversibilität des Hirnfunktionsausfalls vereinbar:

  • der progrediente, konsekutive Verlust der Wellen mit schließlich bilateralem Ausfall aller Komponenten,
  • der progrediente, konsekutive Ausfall der Wellen mit Erhaltenbleiben der Wellen I oder I und II ein- und beidseitig,
  • das isolierte Erhaltensein der Wellen I oder I und II.

Der primäre bilaterale Ausfall aller FAEP-Wellen schon bei der Erstuntersuchung ist nicht als Irreversibilitätsnachweis geeignet.

Stimulation: Geschirmte Kopfhörer mit überprüfter Reizpolarität und bekanntem, vom Hersteller belegtem Frequenzgang (alternativ pneumatisch arbeitende Kopfhörer, wobei die Latenzen um die Laufzeit im Schlauch zu korrigieren sind).

Klickreize: 100 μs Dauer; Reizfrequenz zwischen 10 und 15 Hz; ungerade Wiederholungsrate (z. B. 11,11 Hz) wird empfohlen. Sog- und Druckreize müssen getrennt gemittelt und gespeichert werden; falls technisch nicht möglich, sollen nur Sogpulse verwendet werden.

Schalldruck: 95 dB HL; kontralaterales Ohr mit 30 dB unter Klick-Schalldruck verrauschen.

Analysezeit: Zur Standarduntersuchung 10 ms; 20 ms werden zur besseren Artefakt-Abgrenzung (50 Hz) empfohlen.

Filtereinstellung: (bei 6 dB/Oktave Filter); untere Grenzfrquenz 100 – 150 Hz; obere Grenzfrequenz 3000 Hz.

Elektrodenposition: Vertex (Cz); Referenz am ipsilateralen Ohrläppchen oder Mastoid. Zur besseren Identifikation der Welle I wird eine Ableitung mit einer Nadelelektrode aus dem Gehörgang empfohlen.

Elektrodenarten: Es können sowohl Nadel- als auch Klebe-Elektroden verwendet werden. Der Elektrodenwiderstand soll 5 Kiloohm nicht überschreiten.

Mittelungsschritte: 1000 – 2000. Jede Messung muss mindestens einmal wiederholt werden, um die Reproduzierbarkeit der Wellen zu belegen. Überdies ist auf eine wirksame Unterdrückung von Artefakten zu achten.

Die Untersuchungen (FAEP, SEP) müssen von einem in der Methode erfahrenen Arzt kontrolliert und beurteilt werden.

Anhang

Siehe auch: Hirntoddiagnostik#Frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP) - D

Anmerkungen

  1. Ab 85 dB entstehen bei langfristiger Einwirkung Gehörschäden. In einer Diskothek oder 1 m neben einem Presslufthammer sind etwa 100 dB. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke Zugriff am 25.3.2014.
  2. Ab 85 dB entstehen bei langfristiger Einwirkung Gehörschäden. In einer Diskothek oder 1 m neben einem Presslufthammer sind etwa 100 dB. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke Zugriff am 25.3.2014.

Einzelnachweise