Tagespost

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"Die Tagespost" trägt den Untertitel "Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur". Sie ist eine wöchentlich erscheinende Zeitung, die bis zum 01.04.1999 "Deutsche Tagespost" hieß. Seit Januar 2018 erscheint "Die Tagespost" ausschließlich als 32 Seiten starke Wochenzeitung und kostenpflichtige Onlineausgabe.

Nach eigenen Angaben sieht sich "Die Tagespost" als "Anwältin des Lebens". Sie begleitet umfassend "seit Jahrzehnten bioethische Streitfragen und Debatten, liefert verlässliche Information und sorgt für solide Orientierung."[1] Wie verlässlich diese Informationen sind, wird hier aufgezeigt.

Im Juni 2019 konnten von der Tagespost im Internet über 150 Artikel zu Hirntod und Organspende festgestellt werden. Sie stammen von unterschiedlichen Autoren, zeigen jedoch meist die Haltung der Kritiker. Ihre Halb- und Unwahrheiten werden hier nach Jahren offengelegt.

Inhaltsverzeichnis

Leserbriefe ohne Datum

Hirntod und Organspende ()

Am erschien der Leserbrief "Hirntod und Organspende" (Hubert Krebser). Darin heißt es:

. Anstatt sich in „Nächstenliebe“ zu ergehen, sollten Moraltheologen nachdenken, was Menschen in Todesnähe geschieht; sie sollten den Begriff „Persönlichkeitsverlust“ in ihre Mottenkiste packen, denn dieser dient nur der Manipulation. Es dürfte unstreitig sein, dass Menschen mit dem vollen Ausfall ihres Gehirns Sterbende sind, doch keine Toten.

Mit der Feststellung des Hirntodes ist der Tod des Menschen festgestellt, ist seine Persönlichkeit erloschen. Siehe: Todesverständnis

Für einen Theologen wird es darum gehen müssen, ob der Übergang vom Diesseits ins Jenseits gestört werden darf.

Zustimmung zur Organspende ist weder Zustimmung zu Mord noch zur Störung der Totenruhe, sondern Zustimmung, auch über den Tod hinaus anderen Menschen das Leben zu retten.

Organspende und Hirntod ()

Am erschien der Leserbrief "Organspende und Hirntod" (Adelheid von Stösser). Darin heißt es:

Dabei wird die Ethik zweckdienlich ausgelegt und den Bürgern ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie keinen Organspendeausweis haben.

Von wem wird auf welche Weise dieses schlechte Gewissen gemacht?

Wer ankreuzt, bereit zu sein „nach seinem Tod“ Organe zu spenden, sollte wissen, dass man Organe von Toten nicht verpflanzen kann. Zum Zeitpunkt der Organentnahme lebt der Mensch.

Siehe: Todesverständnis

Im Grunde stellt die Transplantationsmedizin eine Grenzüberschreitung dar, der aus vielerlei Gründen Einhalt geboten werden müsste.

Die DBK und Päpste befürworten die Organtransplantation.

Organspende und Hirntod (16.05.2018)

Am 16.05.2018 erschien der Leserbrief "Organspende und Hirntod" (Leopold Mathias). Darin heißt es:

Damit ist theologisch auch der Todeszeitpunkt anzusetzen, auch wenn in einer Intensivstation der Patient durch die Herz-Lungen-Maschine am physischen Leben erhalten werden kann.

Hirntote benötigen nur eine künstliche Beatmung, da ihr Herz noch schlägt.

Leserbrief ohne Überschrift ()

Am erschien der Leserbrief "ohne Überschrift" (Alfons Grau). Darin heißt es:

Und meine Meinung zur Widerspruchsregelung: Dies würde bedeuten, dass Organspende zum Organraub pervertiert bei Menschen, die unwissend und ahnungslos sind, aber als potenzielle Spender eingestuft werden.

Von der Widerspruchsregelung über die Notstandsregelung hin zum Organraub ist ein sehr weiter Weg.

Da das Verfahren der Transplantation auf Hirntodbasis anonym ist, wissen Empfänger nicht, ob sie ein gespendetes oder ein geraubtes Organ erhalten.

Ob mit der Erklärungsregelung oder Widerspruchsregelung, es werden Organe immer gespendet.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist in der Beurteilung des Sachverhaltes bei der Hirntod-Organspende weiter als DSO, BZgA und BÄK meinen. Das ist auch der wahre Grund für den Tiefstand der Spenderzahlen.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

ohne Datum

Debatte um Organspende: Bürger als Leibeigener (24.04.2019)

Am 24.04.2019 erschien der Artikel "Debatte um Organspende: Bürger als Leibeigener" (Heinz Bornemann). Darin heißt es:

Nach christlicher Lehre gibt es ohne Seele kein menschliches Leben. Verlässt diese den Körper, sind auch die Organe tot.

Die DBK sagte 2015 auf Seite 6 ihrer Schrift ganz deutlich, dass Organspender keine Sterbende seien, sondern Tote. Siehe: Religion

Der sogenannte Hirntod ist daher nicht der Tod des Menschen, sondern nur eine Phase im Sterbeprozess.

Nach dem Hirntod kommt die Phase des intermediären Lebens.

Wir sollten daher bedenken, ob nicht die vermeintlichen Vorteile durch Manipulationen am Leben nicht zu langfristigen Nachteilen und irreparablen Schäden für die nachfolgenden Generationen werden können.

Worin sollten diese bestehen?

Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation : Wenn der letzte Atemzug in der Vergangenheit liegt (07.11.2014)

Am 07.11.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation : Wenn der letzte Atemzug in der Vergangenheit liegt". Darin heißt es:

Dazu genügte noch bis vor kurzer Zeit vor allem die Feststellung, dass das Herz nicht mehr schlug (Puls) und der Betreffende nicht mehr atmete (klinischer Tod).

Dies gilt seit den ersten erfolgreichen Reanimationen am Ende des 18. Jh. nicht mehr.

Den Einwand, das Abschalten sei Tötung, erhebt eigentlich niemand. Aus je plausiblem Grund: Für den Überzeugten, der Hirntote sei tot, erledigt sich die Frage. Wer ihn für einen Lebenden hält, stimmt zu, ihn sterben zu lassen.

Sehr korrekt.

Eine kirchliche Verwerfung der Organentnahme von Hirntoten ist mir bisher nicht bekannt. Organspende „ex cadavere“ (gemäß herrschendem Hirntodkriterium) ist ethisch verdienstvoll.

Sehr korrekt.

Der merkwürdige Zustand unter maschineller Beatmung muss interpretiert werden. Zur Verfügung dafür stehen die eher schlichten Begriffe und Vorstellungen der Vergangenheit, die sowohl helfen als auch behindern können. Ist die Beatmungspumpe eine bloße Prothese, dank deren der Patient weiterlebt, oder sind die Lebenszeichen reine Wirkung der Beatmungsmaschine, obwohl der Patient tot ist?

Sehr korrekt.

In Sachen Lebensrecht sagte unlängst ein deutscher Bischof, es gälte das menschliche Leben zu schützen von der Empfängnis bis zum letzten Atemzug. Der liegt beim Hirntoten in der Vergangenheit.

Sehr korrekt.

Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Der potenzielle Spender verdient Aufklärung (06.10.2014)

Am 06.10.2014 erschien der Artikel "Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Der potenzielle Spender verdient Aufklärung". Darin heißt es:

Ganz zu Beginn dieser Debatte vor mehr als vierzig Jahren standen neben anderen auch Ausführungen des Philosophen Hans Jonas, der bereits 1968 unter anderem sagte, „es besteht Grund zum Zweifel daran, dass selbst ohne Gehirnfunktion der atmende Patient vollständig tot ist“. Dieser Zweifel wurde viel später erhärtet durch den Bericht des „President’s council on Bioethics“ in den USA im Jahre 2008, der zu dem Ergebnis kam, dass eine naturwissenschaftliche Begründung des Hirntodes nicht länger gerechtfertigt sei, der aber dennoch mit einer naturphilosophischen Begründung am Hirntod als Zeitpunkt der Organentnahme festhielt.

Wie beim DER war es auch beim PCB eine Minderheit, die diese Auffassung hatte. Mit der vom PCB vorgeschlagenen neuen Definition des Todes sind Hirntote Tote, nur mit einer anderen Begründung. Siehe: PCB

Der potenzielle Spender verdient jedoch eine nicht verschleierte, sondern bis zur letzten Konsequenz wahrhaftige, ehrliche Aufklärung für diese letzte Entscheidung, die er über sein eines Tages erlöschendes, aber noch nicht erloschenes Leben treffen kann.

Siehe: Todesdefinition

Zu hohe Fehlerquote (24.03.2014)

Am 24.03.2014 erschien der Artikel "Zu hohe Fehlerquote". Darin wird eine höhere Sicherheit der HTD gefordert.

Tagung zu Nahtoderfahrung: Der Wissenschaft dankbar sein (08.09.2014)

Am 08.09.2014 erschien der Artikel "Tagung zu Nahtoderfahrung: Der Wissenschaft dankbar sein". Darin heißt es:

Der sogenannte „Hirntote“ ist, so sagen es uns heute viele Wissenschaftler, ein Patient in Not, aber keinesfalls schon gestorben, sondern ein lebender Mensch, der seinen Tod (oft Tod durch Organentnahme) noch vor sich hat.

Siehe: Todesverständnis

Ihr Bericht zu Tagung und Netzwerk Nahtoderfahrung legt so für mich nahe, dass wir uns faktenwidrigen Sprachschöpfungen wie „Hirntod“ und „Nahtod“ widersetzen sollten.

Hierzu sehe ich keine Veranlassung, sehr wohl aber beim "klinischen Tod" bzw. "klinisch tot".

Deutsche Bischofskonferenz zu Organspenden: Sind denn tatsächlich schon alle Fragen geklärt? (07.08.2015)

Am 07.08.2015 erschien der Artikel "Deutsche Bischofskonferenz zu Organspenden: Sind denn tatsächlich schon alle Fragen geklärt?: Internationale Diskussion um Hirntod-Kriterium". Darin heißt es:

Sind denn schon alle medizinischen, ethischen und moraltheologischen Fragen geklärt?

Zu Hirntod und Organspende sind die medizinischen, ethischen und moraltheologischen Fragen geklärt.

Inzwischen gibt es aber international wichtige Diskussionen zum Hirntod-Kriterium. Muss man in dieser Situation in die Öffentlichkeit drängen?

Gerade deswegen muss man "in die Öffentlichkeit drängen", damit die Katholiken - und vielleicht auch andere Menschen - eine Orientierung haben.

Deutsche Bischofskonfrenz zu Organspenden ()

Am erschien der Artikel "Deutsche Bischofskonferenz zu Organspenden". Darin heißt es:

Also, liebe Bischöfe, in meinem Namen habt Ihr diesmal nicht gesprochen, als es um Organspende ging. Sind denn schon alle medizinischen, ethischen und moraltheologischen Fragen geklärt? Eben!

Hirntod-Kriterium : Was soll denn die Alternative sein? (01.10.2014)

Am 01.10.2014 erschien der Artikel "Hirntod-Kriterium : Was soll denn die Alternative sein?". Darin heißt es:

Mittlerweile schwant mir jedoch, dass der Hirntod nicht das eigentliche Thema, sondern nur ein Aufhänger ist. Letztlich geht es der Anti-Hirntod-Gruppe darum, alle Transplantationen der Organe Verstorbener vom kirchlichen Lehramt als unmoralisch verurteilen zu lassen.

Dies trifft sicherlich bei sehr vielen Kritikern zu.

Deutsche Bischöfe machen sich für Organspende stark (29.07.2015)

Am 29.07.2015 erschien der Artikel "Deutsche Bischöfe machen sich für Organspende stark". Darin wird das Papier der DBK (2015) vorgestellt.

Der Tod wird totgeschwiegen (06.11.2015)

Am 06.11.2015 erschien der Artikel "Der Tod wird totgeschwiegen" (kath. Theologe). Darin deutet er den Tod vor allem theologisch (1.Petr 3,15 und 1.Thess 4,14).

Zur Debatte über Organspende und Hirntod-Kriterium: Können wir mit der Wahrheit umgehen? (05.03.2012)

Am 05.03.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über Organspende und Hirntod-Kriterium: Können wir mit der Wahrheit umgehen?: Gut, dass diese Diskussion geführt wird". Darin heißt es:

Wichtig ist auch die wissenschaftliche Bezeichnung „Chronic brain death“ (D. Alan Shewmon) für den zeitlich länger andauernden Zustand des noch nicht verstorbenen, aber bereits hirntoten Patienten. „Chronisch“ bedeutet bei Krankheitszuständen „lange dauernd“ oder „langsam verlaufend“. Der öfter über Tage, Monate, manchmal Jahre andauernde Hirntod kann also offenbar nicht zur Bestimmung des Todeszeitpunktes dienen, von dem Wuermeling schreibt, es habe sich bewährt, den Todeszeitpunkt im Bereich des kurzzeitigen steilen Abfalls der Lebensvorgänge zu suchen.

Der gekühlte oder gar gefrorene - z.B. im sibirischen Winter - Leichnam ist auch dauerhaft im Tod, ohne dass Verwesung eintitt. Hier spricht niemand vom "Chronic death".

Die von Wuermeling erwähnten amerikanischen Wissenschaftler Franklin G. Miller und Robert D. Truog (M & T) möchten, ebenso wie er, an der für Menschen in großer Not oft lebensrettenden Praxis der Organtransplantation festhalten M & T sind aber durch ihre wissenschaftliche Arbeit zur Erkenntnis gekommen, dass Hirntote lebende Menschen sind: Die Organe werden also bei der heutigen Praxis nach M & T vor dem Tode („retrieving organs prior to death“) dem lebenden Menschen entnommen („from living patients“; zitiert nach Hastings Center Report Dez. 2008). M & T kämpfen einerseits, wie auch Wuermeling, für die Organtransplantation, andererseits für die Wahrheit: Sie wollen sich bezüglich des Status des Hirntoten nicht länger mit der in der Sache unzutreffenden Behauptung abfinden, die Organentnahme erfolge bei der heutigen Praxis erst „nach dem Tod“.

Siehe: Robert Truog und Franklin Miller

Der „Tod“ des Organs Gehirn ist nicht der Tod des Menschen (09.03.2012)

Am 09.03.2012 erschien der Artikel "Der „Tod“ des Organs Gehirn ist nicht der Tod des Menschen" (Rainer Beckmann). Darin heißt es:

Ein „Seelen“-Test ist jedoch prinzipiell unmöglich, da immaterielle Substanzen ihrem Wesen nach durch naturwissenschaftliche Methoden nicht erfasst werden können.

Sehr korrekt.

Im Zustand des „Hirntodes“ liegt zunächst einmal keines der anerkannten sicheren Todeszeichen vor (Leichenflecken, Leichenstarre, Verwesung).

Verwesung alleine ist kein sicheres Todeszeichen, wie abgestorbenes Gewebe an Beinen von Rauchern und Diabetikern zeigt.

Es sind stattdessen viele Lebenszeichen vorhanden: das Herz schlägt (ohne Impulsgebung durch das Gehirn), das Blut zirkuliert in den Adern und erreicht fast alle Körperteile, in der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert, Nahrung wird im Verdauungstrakt verwertet, das Blut wird gereinigt, Abfallstoffe werden über Nieren und Darm ausgeschieden, das Immunsystem bekämpft eingedrungene Fremdkörper, das Rückenmark produziert neue Blutkörperchen und vermittelt verschiedene Muskelreflexe auf äußere Reize, bei Jugendlichen findet Wachstum statt, Wunden heilen. Der menschliche Körper bleibt als Ganzes lebendig – abzüglich Gehirn.

Siehe: Leben der Hirntoten

Die Vorstellung, der Leib der Mutter werde durch den Embryo quasi „ferngesteuert“ (so Wuermeling, DT vom 25. Februar, S. 14), ist reine Spekulation.

Dass die {{schwangere Hirntote]] hormonell von der Plazenta - gehört zum kindlichen Gewebe - unterstützt wird, ist medizinisch erwiesen. Siehe: Plazenta

Angesichts der Fülle von Lebenszeichen, die Patienten mit totalem Hirnversagen aufweisen, kann nicht vom Verlust der Integrationsfähigkeit des Körpers ausgegangen werden.

Warum sind das noch zu viele Lebenszeichen für einen Toten? Welche Lebenszeichen müssen aus welchem Grunde erloschen sein, damit man von einem Toten sprechen kann?

Der Tod, der Verlust des Lebensprinzips, führt dagegen zu einem Zerfall des Organismus, zur Auflösung in seine biologischen und physikalischen Bestandteile.

An normalen Toten ist in den ersten Stunden - bei Kühlung sogar in den ersten Tagen - kein Zerfall des Organismus feststellbar, dennoch sind es für uns Tote. Siehe: Tod auf der Intensivstation

Menschen, die beispielsweise auf einen Herzschrittmacher, einen Dialyseapparat oder gar ein künstliches Herz angewiesen sind, werden nicht für tot erklärt, nur weil ihr Körper eine bestimmte Leistung nicht mehr erbringen kann und auf medizinisch-apparative Hilfe angewiesen ist. Warum sollte man das dann im Fall der technisch unterstützten Atmung tun?

Mensch ist nicht definiert als atmendes Wesen mit schlagendem Herzen, sondern als geistbegabtes Wesen. Bei Hirntoten ist der Geist erloschen.

Offenbar gehen viele Hirntod-Befürworter davon aus, dass es sich beim Gehirn um das alles entscheidende „Ober-Organ“ handelt, das den Menschen wesentlich ausmacht. In gewisser Weise wird „Hirnleben“ mit „Menschenleben“ gleichgesetzt. ... Das Fehlen jeglichen Bewusstseins und anderer im Großhirn angesiedelten Fähigkeiten macht einen Patienten auch nach dem Ganzhirntod-Konzept nicht zu einer Leiche.

Dem ist auch so, siehe: Todesverständnis

Das ist auch schon in der Embryonalentwicklung so. Noch bevor nennenswerte Hirnstrukturen entstehen, pulsiert das Herz und ist wesentlicher „Motor“ der körperlichen Entwicklung. Embryonen ohne Gehirn sind aber keineswegs tot.

Embryonen haben in den ersten Tagen keinen Herzschlag, dennoch sind sie für uns lebend. Das Problem hier ist, dass die 3. Säule der HTD außer Acht gelassen wird, die Irreversibilität.

Wer den Ausfall des Gehirns mit der Trennung der Seele vom Leib des Menschen gleichsetzt, muss annehmen, dass die Seele des Menschen räumlich im Gehirn anzusiedeln ist. Dafür gibt es aber keinerlei überzeugende Belege.

Siehe: Kern des Menschen

Zur Diskussion um Hirntod-Kriterium und Organtransplantation : Ein Irrtum, dem auch Darwin unterlag (10.10.2014)

Am 10.10.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntod-Kriterium und Organtransplantation : Ein Irrtum, dem auch Darwin unterlag". Darin heißt es:

Beim Tod trennt sich die Seele vom Leib. Das kann der Arzt nicht eruieren, weil er die Gegenwart der Seele nicht messen kann oder ähnliches.

Wer kann es dann eruieren? Wer kann belegen, dass Menschen eine Seele haben?

Man kann selbst vom Glauben her nicht sicher sagen, wann die Seele den Leib verlassen hat. Dann erst ist der Mensch wirklich tot und nicht mehr fähig, ein Sakrament zu empfangen.

Wann ist dieser Punkt erreicht? Woran kann man es erkennen?

Und da das Gehirn zwar eine wichtige Funktion hat, aber nicht den Menschen an sich ausmacht, kann man auch nicht sagen, dass mit dem Ausfall des Gehirns definitiv der Mensch tot ist.

Aber ohne Gehirn - so die Definition des Menschen (geistbegabtes Wesen) - ist es kein Mensch, d.h. der Mensch ist tot.

Die Seele ist durch den Ausfall des Gehirns besonders blockiert, aber deswegen muss der Mensch noch lange nicht tot sein.

Woher weiß man das?

Die Hirntoddefinition wurde deshalb als Maßstab für den Tod des Menschen genommen, weil man ein Kriterium gesucht hat, um an die Organe des Menschen heranzukommen.

Siehe: Chronik/Hirntod und Pierre Wertheimer

Der Organismus hängt nicht nur vom Gehirn ab (12.07.2013)

Am 12.07.0213 erschien der Artikel "Der Organismus hängt nicht nur vom Gehirn ab Der Organismus hängt nicht nur vom Gehirn ab". Darin heißt es:

Bei Letzterem ist, so wird behauptet, das gesamte Gehirn (Groß-, Klein- und Stammhirn) ausgefallen. Alles andere an diesem Menschen aber lebt, wenn er beatmet und ernährt wird. Auf diese Weise konnten Hirntote erwiesenermaßen über mehrere Jahre „am Leben“ bleiben.

Dies war nur bei Neugeborenen und Kindern der Fall, bei drei von 175 untersuchten Hirntoten, siehe Alan Shewmon

Trotz immer neuer klinischer Erfahrung und wissenschaftlicher Erkenntnis über die verbliebene Vitalität des „Hirntoten“ (mit erhaltener Körpertemperatur, Blutdruckschwankungen, Schmerzreaktionen, selbsttätigem Stoffwechsel, Wundheilung, intakter Immunabwehr, Wachstum beim Jugendlichen, Austragung von Schwangerschaften etwa) hat sich an der internationalen Transplantationspraxis nichts Wesentliches verändert, sieht man einmal von den inzwischen sehr variablen nationalen Todeskonzepten und ihren Erweiterungen ab.

Siehe: Leben der Hirntoten

Die von dem Neurologen Alan Shewmon seit 1998/2001 erbrachten Belege für die aufrechterhaltene körperliche Integrität bei „hirntoten“ Kindern durch deren selbstständig schlagendes Herz lösen zwar Nachdenken aus. Doch statt Korrektur und Besinnung erfolgen Anpassung und Aufweitung der „dead donor rule“ in utilitaristischer Absicht oder die Konstruktion eines „abgestuften Menschenrechts“ hinsichtlich Lebensschutz und Würde-Achtung.

Die meisten der 175 Hirntote waren Erwachsene, siehe Alan Shewmon

Die Organexplantation geschieht am versterbenden Mit-Menschen, der noch immer „am Leben“ ist. Er hat den Tod als endgültiges „Erloschen-Sein“ noch nicht erreicht.

Siehe: Todesverständnis

Glieder des Leibes lassen sich nicht einfach auswechseln

... aber sie lassen sich auswechseln.

Auch liegt dem menschlichen Leib kein Maschinenmodell zugrunde, dessen Teile sich mühelos auswechseln ließen.

Beim Einsatz von Herzschrittmacher und Defi könnte auch von einem "Maschinenmodell" sprechen.

Das Hirntodkonzept ignoriert das medizinisch gebotene Nichtschadensprinzip sowohl am Spender wie am Empfänger.

Dem Spender wird nicht geschadet, da andernfalls ein Therapieende erfolgt. Dem Empfänger wird nicht geschadet, weil durch die TX dessen Leben gerettet und dessen Lebensqualität gesteigert wird.

Dem Empfänger dürfte durch innovative Behandlung mittels körpereigener Zellzuchtverbände künftig physisch und psychisch letztlich lebensdienlicher zu helfen sein.

Dies stimmt, aber diese Technik ist noch nicht einsatzbereit, aber die Patienten brauchen die Organe jetzt. Sie können nicht warten.

Der Leib ist kein Ersatzteillager (12.09.2018)

Am 12.09.2018 wurde der Artikel "Der Leib ist kein Ersatzteillager" aktualisiert (Paul Cullen). Darin heißt es:

Denn die sinkende Bereitschaft zur Organspende ist nicht nur Ergebnis mangelnder Organisation in den Entnahmezentren, sondern auch Ausdruck einer tief sitzenden Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod eines Menschen ...

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Der bischöfliche Aufruf zur Bereitschaft zur Organspende (14.10.2015)

Am 14.10.2015 erschien der Artikel: "Der bischöfliche Aufruf zur Bereitschaft zur Organspende und die Interessen der Transplantationsmedizin: Wozu die Zwecklüge vom Hirntod dient". Darin heißt es:

Aber die Verantwortung, in die sich Bischöfe mit einer Beteiligung an der Tötung unzähliger Menschen damit stürzen, ist unvorstellbar. Nach der Klärung der Sache durch die Erfinder des Hirntods können sie nicht mehr sagen, sie hätten es nicht gewusst. Die Wahrheit wäre auch schon früher zugänglich gewesen, aber man hat sich wohl nicht darum gekümmert.

Siehe: Todesverständnis und justified killing

Das von einem ad hoc Komitee der Harvard Medical School 1968 eingeführte „Hirntodkriterium“ hatte erklärtermaßen den ausschließlichen Zweck, von einem hirngeschädigten Menschen vitale Organe für die Transplantation entnehmen zu können.

Das war nicht der ausschließlich erklärte Grund, sonder der zweite genannte Grund. Siehe: Ad-Hoc-Kommission

Vitale Organe können nur von einem noch lebenden Menschen gewonnen werden.

Vitale Organe können nur von einem lebenden Körper entnommen werden. Siehe: Todesdefinition

Daher musste ein Weg gefunden werden, der den Eindruck gibt, dass der Mensch schon irgendwie tot sei. Dazu wurde als neue Todesdefinition der Begriff „Hirntod“ eingeführt.

Siehe: Chronik/Hirntod

Weil aber Organe nur von einem lebenden Menschen für die Transplantation brauchbar sind, musste die Zwecklüge des Hirntods eingesetzt werden. Und diese Zwecklüge wird fanatisch verteidigt mit der Behauptung, der Hirntod bedeute den Tod des Menschen.

Siehe: Verschwörungstheorie

Was aber nicht dazu gesagt wird ist die Tatsache, dass die Bereitschaft zur Organspende die Bereitschaft einschließt, sich töten zu lassen. Und diese Tatsache wird durch die Zwecklüge des Hirntods verschleiert. Haben denn die Bischöfe keine Kenntnis von alledem, das die Erfinder des Hirntods inzwischen seit Jahren klargestellt haben?
Faktisch aber ist die Transplantationsmedizin ein Unternehmen, das durch Tötung des Spenders Leben retten will. Also: Leben retten durch Töten. Eine ungeheuerliche Absurdität.
Die Transplantationsmedizin lebt vom Töten der Spender. Die Verknüpfung des Unrechts der Tötung mit der Rettung von Leben scheint das zu rechtfertigen. Die Transplantationsmedizin hat einen Weg beschritten, der das Lebensrecht des Spenders völlig missachtet und vom Töten der Spender lebt. Wie kann das mit den Grundlagen eines Rechtsstaates vereinbar sein? Nachdem die Erfinder des Hirntods selbst exakt geklärt haben, was die Anwendung des Hirntodkriteriums bedeutet, ist das Geschwätz über den Hirntod an sich erledigt.

Siehe: Todesverständnis

Inzwischen ist diese „wirkliche Wahrscheinlichkeit“ durch zahlreiche dokumentierte Fälle erwiesen, in denen nach der „Hirntoddiagnose“ den für tot Erklärten die Organe nicht entnommen werden konnten und sie bei richtiger Behandlung überlebt haben und wieder gesund geworden sind, darunter junge Menschen, die noch das ganze Leben vor sich hatten.

Siehe: lebende Hirntote

Der polnische Arzt Dr. Jan Talar allein kann inzwischen auf über 250 solche dokumentierte Fälle verweisen. Er hat eine Spezialklinik zur Behandlung solcher Patienten gegründet und wird von den Transplantationsmedizinern entsprechend gehasst und verfolgt.

Es ist nicht gesagt, dass in diesen 250 Fällen immer der Hirntod diagnostiziert wurde, der in Polen als Hirnstammtod definiert ist.

Debatte um Widerspruchslösung (29.08.2018)

Am 29.08.2018 wurde der Artikel "Debatte um Widerspruchslösung" (Stefan Rheder) aktualisiert. Darin heißt es:

Werden dem zuvor für hirntot erklärten Patienten mehrere Organe entnommen, erstattet die DSO den Krankenhäusern jeweils 5 003 Euro.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Vor einer Organentnahme muss der Hirntod, der nach vorherrschender Meinung mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt werden kann, nach Ansicht vieler Kritiker jedoch kein sicheres Todeszeichen darstellt, von zwei unabhängigen Ärzten, darunter einem Facharzt für Neurologie oder Neurochirurgie, im Abstand von mindestens zwölf Stunden festgestellt werden.

Die 12 Stunden sind bei primärer Hirnschädigung erforderlich, bei sekundärer Hirnschädigung muss mind. 72 Stunden abgewartet werden.

Debatte um Organspende: Bürger werden zu Organbanken ()

Am erschien der Artikel "Debatte um Organspende: Bürger werden zu Organbanken" (Wolfram Ender). Darin heißt es:

Es verwundert, dass ausgerechnet Politiker sich christlich nennender Parteien einen so schwerwiegenden Eingriff in die Unversehrtheit des eigenen Körpers, wie es eine Organspende darstellt, sozusagen verpflichtiend machen möchten - und damit alle Bürger zu Organbanken umfunktionallisieren wollen.

Es geht nicht um die Einführung der Notstandsregelung, sondern um die der Widerspruchsregelung.

Einen Widerspruch nicht einzulegen kann die unterschiedlichsten Gründe haben: Unkenntnis, Vergesslichkeit, Krankheit et cetera ist in dieser wesentlichen Angelegenheit jedenfalls keineswegs automatisch mit einer dafür notwendigen Zustimmung gleichzusetzen.

Dem Wort nach stimmt dies, doch nicht der Sache nach: Unkenntnis worüber? Man kann der Organspende zunächst widersprechen, bis man die Unkenntnis aufgelöst hat. - Vergesslichkeit? Den Widerspruch kann man nicht an einem Stichtag oder einem Zeitfenster einlegen, sondern ständig. - Krankheit? Wer ist schon Monate oder Jahre krank? Wer dies ist, ist in ärztlicher Behandlung oder hat für diesen Zeitraum einen gesetzlichen Vertreter. Diese können den Widerspruch stellvertretend einlegen.

Ein solch rein materialistisch motiviertes Vorgehen wäre auch unvereinbar mit der jedem Individuum grundgesetzlich garantierten Menschenwürde.

Die Menschenwürde ist jedem Menschen garantiert, nicht jedem Individuum (z.B. Wurm, Käfer, Fliege, Mücke). - Die Patienten auf der Warteliste sind kein Material, auch kein biologisches Material, sondern Menschen, denen die Ärzte helfen möchten, dies aber nur noch mithilfe einer Organtransplantation. Sie haben Menschenwürde, Hirntote hingegen per Definition nicht mehr.

Debatte ohne Hand und ohne Fuß (02.09.2010)

Am 02.09.2010 erschien der Artikel "Debatte ohne Hand und ohne Fuß" (Stefan Rehder). Darin wird die aktuelle Situation um Organspende beschrieben.

Bischöfe und Organspende: Höchstmaß an Vorsicht und Zurückhaltung (12.10.2011)

Am 12.10.2011 erschien der Artikel "Bischöfe und Organspende: Höchstmaß an Vorsicht und Zurückhaltung" (Georg Humpert). Darin heißt es:

Es wurden nämlich Fälle bekannt, in denen „Hirntote“, bei denen keine Organe entnommen wurden, wieder zum Bewusstsein erwachten und gesundeten.

Siehe: Lebende Hirntote

Im Übrigen muss man sich der Tatsache stellen, dass Organe eines wirklich Toten für die Transplantation unbrauchbar sind.

Siehe: Todesverständnis

Bischöfe für Organspende (21.03.2012)

Am 21.03.2012 erschien der Artikel "Bischöfe für Organspende". Darin wird die Haltung der DBK zur Frage der Entscheidungsregelung aufgezeigt.

Gastkommentar: Ein irreführender Begriff (05.03.2012)

Am 05.03.2012 erschien der Artikel "Gastkommentar: Ein irreführender Begriff" (Hein Josef Algermissen). Darin heißt es:

Neben vielen noch ungelösten Aspekten der Transplantationsmedizin, so zum Beispiel Abstoßung, lebenslange Medikamenteneinnahme, die dadurch bedingten Folgen, mitunter auch deutliche Persönlichkeitsveränderungen, ist das ethische Hauptproblem die Spende der entnommenen Organe.

Siehe: Märchen

Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[4]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Die Körpertemperatur ist allerdings erhalten, das Herz schlägt spontan, der Blutdruck ist messbar, Stoffwechsel, Ausscheidungen, Hormonsystem funktionieren noch.

Die Hypophyse löst sich bei Hirntoten auf. Daher ist der Hormonhaushalt von Hirntoten schwer gestört.

Die Behandlung von schwangeren „Hirntod“-Patientinnen, deren Kinder normal entwickelt geboren werden, beweist geradezu, dass solche Menschen zwar schwer krank, aber lebende Menschen sind. In einer Toten kann sich kein Embryo entwickeln.

Siehe: Leben der Hirntoten, schwangere Hirntote und Plazenta

Bei der Organentnahme unter Narkose, so bestätigen Transplantationsmediziner, steigt der Blutdruck enorm, der Herzschlag beschleunigt sich stark. Diese Reaktionen zeigen, dass der Spender unbewusst etwas spüren muss.

Unbewusst - d.h. ohne Bewusstsein - etwas spüren geht nicht. Zur Wahrnehmung ist immer ein Bewusstsein erforderlich. Dieses aber ist bei Hirntoten erloschen. Was hier beschrieben sind, sind körperliche Reaktionen ohne Wahrnehmung. Siehe: Schmerz

Einen Sterbenden im Hirnversagen für tot zu erklären, um bei einer Organentnahme eine Tötung zu umgehen, stellt eine willkürliche Setzung dar, die mit Redlichkeit als Voraussetzung für jede ethische Betrachtung nicht zu vereinbaren ist. Mit anderen Worten: Der Begriff „Hirntod“ suggeriert einen Zustand, der nicht den Tatsachen entspricht.
Angesichts dessen ist es aufrichtig festzustellen: Einen Sterbenden im Hirnversagen für tot zu erklären, um bei einer Organentnahme eine Tötung zu umgehen, stellt eine willkürliche Setzung dar, die mit Redlichkeit als Voraussetzung für jede ethische Betrachtung nicht zu vereinbaren ist. Mit anderen Worten: Der Begriff „Hirntod“ suggeriert einen Zustand, der nicht den Tatsachen entspricht. Auch hier können wir wieder feststellen, dass Sprache zur Vernebelung herhalten muss.

Von der „postmortalen Organspende“ zu sprechen, geht von falschen Tatsachen aus, entspricht dem Tatbestand der bewussten Täuschung. Deshalb ist das sogenannte „Hirntodkonzept“ mit den moralischen und ethischen Ansprüchen des Evangeliums nicht zu vereinbaren.

Siehe: Todesverständnis

"Ethisch nicht vertretbar" (30.10.2018)

Am 30.10.2018 erschien der Artikel "Ethisch nicht vertretbar" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Die Einführung der Widerspruchslösung wäre daher ein Paradigmenwechsel. Sie würde eine Pflicht zur Organspende begründen, der sich die Bürgerinnen und Bürger nur durch den rechtzeitig erklärten und dokumentierten Widerspruch entziehen könnten.

In anderen Lebensbereichen ist es ähnlich, was wir nicht vorher geregelt haben, regelt der Staat. Siehe: Patientenverfügung, Sorgerecht für die eigenen Kinder bis hin zum Erbrecht.

Bei der doppelten Widerspruchsregelung würde sich nur die Frage ändern. Da müsste ich sie umkehren und dann fragen: „Darf ich die Organe Ihres Gatten, Ihrer Tochter, Ihres Sohnes nicht entnehmen?“

Die Frage würde bei der doppelten Widerspruchsregelung lauten: "Ist Ihnen ein schriftlicher oder mündlicher Widerspruch des Hirntoten zur Frage der Organspende bekannt."

Und Menschen in einer solchen Extremsituation, beispielsweise nach einem Autounfall, mit so etwas zu konfrontieren und indirekt zu nötigen, ihre Angehörigen als Organspender freizugeben, das finde ich falsch.

Wenn der Hirntote zu Lebzeiten sich nicht zur Frage der Organspende (schriftlich) geäußert hat, dann bleibt diese o.g. Frage in der Extremsituation nicht aus. Die Art der Fragestellung kann hierbei belastend, aber auch entlastend sein.

"Es wird nie ausreichend Organe für alle bedürftigen Patienten geben" (03.09.2012)

Am 03.09.2012 erschien der Artikel "Es wird nie ausreichend Organe für alle bedürftigen Patienten geben" (Stefan Rehder im Interview mit Alexandra Manzei). Darin heißt es:

Mehr noch, angesichts der Knappheit der Organe handelt es sich um Entscheidungen über Leben und Tod. Dafür ist die Bundesärztekammer als privatrechtlicher Verein weder demokratisch legitimiert, noch sind ihre Mitglieder, zumeist Ärzte, für die Entscheidung solcher weitreichenden ethischen und rechtlichen Fragen besonders befähigt.

Nach §12 TPG ist die BÄK mit der Organvermittlung beauftragt.

Anstatt jenen Menschen, die eine Organspende für sich ablehnen, indirekt die moralische Schuld für den sogenannten „Tod auf der Warteliste“ zu geben, wäre es wichtig, klar zu sagen, dass das Problem des Organmangels die Transplantationsmedizin schon immer begleitet hat und dass es niemals ausreichend Organe für alle bedürftigen Patienten geben wird.

Es gab schon immer Verkehrstote. Warum soll es daher unterlassene Hilfeleistung sein, einem Verunglückten nicht zu helfen?

Leichenteile würden den Empfänger aber vergiften.

Hornhaut der Augen ist ein Leichenteil. Es vergiftet keinen Empfänger.

Der US-amerikanische Neurologe und Kinderarzt D. Alan Shewmon führte 1998 eine Studie durch, in der er mehr als 12 000 medizinische Quellen auf dokumentierte Fälle von Hirntod untersuchte, bei der Patienten das Abschalten der Beatmungsmaschinen länger als eine Woche überlebt hatten.

Alan Shewmon führte die Studie nicht 1998 durch, sondern veröffentlichte 1998 das Ergebnis seiner jahrelang durchgeführten Studie.

Aber möglicherweise ist die Anzahl jener Hirntoten, die nicht tot sind, sogar noch viel höher. Erforscht werden können ja nur Fälle, bei denen nach Feststellung des Hirntodes keine Organe entnommen werden, da durch die Organentnahme in jedem Fall der Tod eintreten würde.

Nach Feststellung des Hirntodes erfolgt Therapieende, wenn keine Schwangerschaft oder bei gesunden Organen keine Zustimmung zur Organentnahme vorliegen. Daher: bitte keine Fixierung auf Organspende.

Beim derzeitigen Hirntodkonzept handelt es sich also um eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Siehe: Todesverständnis

"Ein Sterbender ist aber noch ein lebender Mensch" (04.02.2013)

Am 04.02.2013 erschien der Artikel "Ein Sterbender ist aber noch ein lebender Mensch"(Richard Nixdorf). Darin heißt es:

Statt Hirntod solle man von Hirnversagen sprechen. Unter künstlicher Beatmung könnten die übrigen Organe trotz des Hirn-Versagens weiterarbeiten. Solche kranken Menschen zeigten Lebensvorgänge wie innere Atmung, Blutdruck und spontane Herztätigkeit, Ausscheidungen, Stoffwechselvorgänge sowie Hormonausschüttungen und -bildungen, Blutbildung und Gerinnung. Falsch ernährt, könnten sie Durchfall oder Verstopfung entwickeln, seien impfbar und in der Lage, Antikörper zu entwickeln.

Siehe: Leben der Hirntoten

„Ist der Begriff ,Hirntod‘ aus dem Grund gewählt worden, um einen komplizierten Vorgang suggestiv zu vereinfachen, um mehr Organe zu bekommen?“ Er sei nicht gegen Organspenden, sagte der Arzt, aber man müsse die Menschen aufklären, dass die Organe nicht Toten, sondern Sterbenden entnommen würden.

Siehe: Todesverständnis und Xavier Bichat

Der Mensch ist nicht allein sein Gehirn.

Aber ohne Gehirn ist es - per Definition (geistbegabtes Wesen) - kein Mensch.

"Schließt Bereitschaft, sich töten zu lassen, ein" (10.02.2012)

Am 10.02.2012 erschien der Artikel "Schließt Bereitschaft, sich töten zu lassen, ein". Darin heißt es:

Bereits 1997 hat Professor Robert Truog von der Harvard University unter dem Titel „Is It Time To Abandon Brain Death?“ (zu deutsch: „Ist es an der Zeit, das Kriterium des Hirntods aufzugeben?“), Hastings Center Report 1997, folgendes geschrieben: „The most difficult challenge for this proposal would be to gain acceptance of the view that killing may sometimes be a justifiable necessity for procuring transplantable organs.“ (zu deutsch, Übersetzung durch die Redaktion: „Die schwierigste Herausforderung besteht darin, ein Einverständnis darüber zu erzielen, dass die Tötung manchmal als notwendig gerechtfertigt werden müsse, um Organe für die Transplantation entnehmen zu können.“) In dem Hastings Center Report 38, Nummer 6/2008 hat Professor Truog gemeinsam mit Professor Franklin Miller, National Institutes of Health, einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel: „Rethinking the Ethics of Vital Organ Donation“ (zu deutsch: „Neues Nachdenken über die Ethik der Lebendorganspende“). Sie geben zu, dass „the practice of brain death in fact involves killing the donor“ (zu deutsch: „die Praxis des Hirntod-Kriteriums tatsächlich die Tötung des Spenders zur Folge hat“). Daher müsste die „dead donor rule“ (zu deutsch: „die Regel, dass der Spender tot sein muss“) aufgegeben werden. Das Töten des Patienten durch Organentnahme sollte als „justified killing“ (zu deutsch: „gerechtfertigte Tötung“) angesehen werden.

Siehe: Robert Truog und Fanklin Miller

Dass es tatsächlich um ein Töten des Patienten durch Organentnahme geht, beweisen die inzwischen zahlreichen Fälle, in denen nach der „Diagnose“ Hirntod die Organe nicht entnommen werden durften, weil Angehörige, ein behandelnder Arzt oder ein Ordensoberer gegen die Organentnahme protestierten und die Patienten überlebt haben und wieder völlig gesund geworden sind. Mir ist kein Fall bekannt geworden, in dem nach der Verhinderung der Organentnahme der Patient an den Folgen des Hirntods gestorben wäre. In allen mir bekannt gewordenen Fällen sind sie durch die richtige Behandlung geheilt worden.

Siehe: lebende Hirntote und Alan Shewmon

Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Mehr Raum für berechtigte Kritik (19.12.2014)

Am 19.12.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Mehr Raum für berechtigte Kritik". Darin heißt es:

Ergebnis der Tagung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Jahre 2005 als Vermächtnis von Johannes Paul II.: „Die Feststellung des Hirntodes reicht nicht aus, um zu der Folgerung zu kommen, dass der Patient mit Sicherheit tot ist.“

überprüfen

Bei allem Verständnis für die Wichtigkeit der Debatte um den Hirntod wurde in Göttingen klar, dass es bei der Aufarbeitung des Organspendeskandals und vor dem Hintergrund zurückgehender Spenderzahlen um grundlegendere Fragen geht.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Leitartikel: Vergesellschaftung des Körpers droht (25.04.2018)

Am 25.04.2018 erschien der Artikel "Leitartikel: Vergesellschaftung des Körpers droht" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Und dass nicht nur, weil sich die Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen nach Ansicht namhafter Fachleute wissenschaftlich nicht hinreichend belegen lässt, sondern auch, weil umstritten ist, ob sich der Hirntod überhaupt mit derselben Zuverlässigkeit korrekt diagnostizieren lässt, wie dies bei anderen Stufen des Komas der Fall ist, von denen der Hirntod nur die letzte ist.

Der Hirntod lässt sich sicher feststellen. Siehe: Hirntod, HTD und Todesfeststellung

Darf ein Arzt einem Patienten, für den er nichts mehr tun kann, lebenswichtige Organe entnehmen, wenn er weiß, dass er dadurch zu Tode kommt? Kann er sich darauf zurückziehen, dass er seinem Patienten „nur“ Organe entnimmt und der Patient ohnehin bereits verstorben wäre, wenn er nicht künstlich am Leben erhalten würde?

Siehe: [[Todesverständnis}}

Krankenkassen werben für Organspender (29.10.2012)

Am 29.10.2012 erschien der Artikel "Krankenkassen werben für Organspender". Darin wird die aktuelle Situation beschrieben.

Kommentar: Verlogene Debatte (25.05.2012)

Am 25.05.2012 erschien der Artikel "Kommentar: Verlogene Debatte" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Denn in ihr haben weder die erheblichen Zweifel am Hirntod als sicherem Todeszeichen eine Rolle gespielt, noch andere existenzielle Fragen, wie die, ob Ärzte für einem potenziellen Organspender genau denselben therapeutischen Aufwand zu betreiben bereit sind, wie für einen Patienten, der sich nicht zu einer „postmortalen“ Organspende bereit erklärt.

Alle Ärzte versuchen zunächst bei allen Patienten deren Leben zu retten und deren Gesundheit wieder herzustellen. Konnte dieses Ziel nicht erreicht werden, stellt sich die Frage nach einer Patientenverfügung oder - im Falle des Hirntodes - nach einer Organspende.

Auch dass eine Organspende den eigenen Sterbeprozess in aller Regel verlängert, und ein solches Sterben unter intensivmedizinischen Bedingungen stattfindet, die oft im Widerspruch zu dem stehen, was Menschen in ihren Patientenverfügungen festschreiben, wurde allenfalls gestreift. Insofern ist es geradezu verlogen, wenn die Befürworter der Gesetzesnovelle nun von der Deutschen Stiftung Organtransplantation verlangen, „verlorenes Vertrauen“ zurückzuholen.

Siehe: Todesverständnis

Aber klar ist auch: Für die für hirntot erklärten Menschen gilt dergleichen nicht. Die Mehrheit der Politiker will nicht einmal wissen, ob sie tatsächlich tot sind.

Siehe: Todesverständnis

Kommentar: Mein Körper gehört mir! (05.09.2018)

Am 05.09.2018 erschien der Artikel "Kommentar: Mein Körper gehört mir!". Darin heißt es:

Kann es sein, dass Patienten, die zum Weiterleben ein fremdes Organ benötigen, ein Anrecht auf die des dort verunglückten, später für hirntot erklärten Motorradfahrers entwickeln, nur weil dieser vor seiner schweren Schädel-Hirn-Verletzung einer Organentnahme nicht explizit widersprochen hatte?

Es geht in der politischen Diskussion nie um ein solches Anrecht. Siehe auch: Todesfeststellung und Todeserklärung

Weil das so ist, gilt der Mensch dem Staat als Eigentümer seines Körpers und nicht – wie etwa nach katholischer Lehre – bloß als dessen Verwalter.

Siehe: Patientenverfügung, Sorgerecht für die eigenen Kinder und Erbrecht

Kommentar: Richtig wäre andersrum (21.01.2015)

Am 21.01.2015 wurde der Artikel "Kommentar: Richtig wäre andersrum" aktualisiert. Darin heißt es:

Vor allem müsste er endlich eine ergebnisoffene Debatte um den Hirntod als sicheres Todeskriterium ermöglichen. Solange nicht zweifelsfrei geklärt ist, dass hirntote Patienten tatsächlich tot und nicht etwa unwiderruflich Sterbende sind, die erst durch Entnahme lebenswichtiger Organe auf dem OP-Tisch zu Tode kommen, steht deren Transplantation auf tönernen Füßen.

Auch die Studie von Alan Shewmon ändert nichts an der anthropologischen Tragweite des Zustands Hirntod.

Kommentar: Manipulation auf Leben und Tod (03.08.2012)

Am 03.08.2012 erschien der Artikel "Kommentar: Manipulation auf Leben und Tod". Darin werden die Skandale des Jahres 2012 beschrieben.

Kommentar: Die Bischöfe und die Bioethik (07.10.2011)

Am 07.10.2011 wurde der Artikel "Kommentar: Die Bischöfe und die Bioethik" (Stefan Rehder) aktualisiert. Darin heißt es:

Das sollten auch diejenigen anerkennen, die felsenfest davon überzeugt sind, dass die Hirntod-Theorie empirisch widerlegt ist und die zu Recht frustriert darüber sind, mit welchen Mitteln interessierte Kreise jede Diskussion darüber im Keim zu ersticken suchen.

Eine Diskussion kann nur dann gut geführt werden, wenn beide Lager gut über den Sachverhalt informiert sind. Hier weisen jedoch viele Kritiker schwerwiegende Lücken auf.

Kommentar: Das fehlende Sterbenswörtchen (28.09.2011)

Am 28.09.2011 erschien der Artikel "Kommentar: Das fehlende Sterbenswörtchen". Darin heißt es:

Erschwerend kommt hinzu, dass es der ganzen Organspende-Debatte bislang an jener Seriosität mangelt, die erforderlich wäre, um überhaupt von einer „informierten Entscheidung“ sprechen zu können.

Die mangelnde Seriösität schulden vor allem Kritiker mit ihren Halb- und Unwahrheiten.

Kolumne: Zur Entscheidung befähigen (05.10.2012)

Am 05.10.2012 erschien der Artikel "Kolumne: Zur Entscheidung befähigen". Darin heißt es:

Befördert wurde diese Diskussion aus den USA, nämlich durch den Bericht des President's Council on Bioethics aus dem Jahr 2008. Die Mehrheit der Autoren des Memorandums will aufgrund neuerer medizinischer Erkenntnisse und philosophischer Überlegungen die seit den 60er Jahren international gängige Regelung zur Hirntodfeststellung besser begründen (und nicht, wie vielfach interpretiert, von den bisherigen Standards der Todesfeststellung abrücken).

Sehr korrekt.

Klischees auf dem Prüfstand (09.12.2011)

Am 09.12.2011 erschien der Artikel "Klischees auf dem Prüfstand" (Michaela Koller). Darin heißt es:

Jedoch sei es berechtigt, die Frage nach dem Recht auf Leben auch in diesem Fall zu stellen – als Konsequenz neuester medizinischer Erkenntnisse über den Hirntod.

Diese "neuesten medizinische Erkenntnisse" stammen aus dem Jahre 1998. Siehe: Alan Shewmon und Todesverständnis

Zum anderen werden Patienten, denen nach dem Hirntod Organe entnommen werden, trotz ihres ,toten‘ Zustands unter Narkose gesetzt, weil es während der Entnahme sonst zu starken körperlichen (Abwehr-?)Reaktionen kommen kann.

Siehe: Leben der Hirntoten

Linder schreibt klarerweise von einem „ethischen Dilemma“ zwischen Organentnahme und der Rettung des Patienten.

Dieses "ethische Dilemma" gibt es nicht, denn: Bis zum Hirntod wird versucht, das Leben der Patienten zu retten und ihre Gesundheit wieder herzustellen. Ist jedoch der Hirntod festgestellt, so erfolgt Therapieende oder - bei gesunden Organen und Zustimmung zur Organentnahme - die Organentnahme.

In Zeiten, in denen kirchliche Würdenträger fortgesetzt für Organspende als Zeichen besonderer Nächstenliebe werben, sind Linders klare Worte und die von ihr reichlich recherchierten Fakten dringend von Nöten.

Dabei soll nicht in den Bereich der Verschwörungstheorie abgerutscht werden.

Hirntod-Kriterium: Deutsche Bischöfe machen sich für die Organspende stark (28.08.2015)

Am 28.08.2015 erschien der Artikel "Hirntod-Kriterium: Deutsche Bischöfe machen sich für die Organspende stark. Wissenschaftlich zweifelhafte Thesen". Darin heißt es:

Aber in all den Erzählungen über das verantwortungsvolle und oft gefährliche Leben der Hirten findet sich keine Mär von einem Hirten, der die Schafe versehentlich dem Feind, den Wölfen, in die Fänge getrieben hätte.

Den deutschen Bischöfen aber scheint dieses gelungen zu sein: sie plädieren für die Organspende. Unsere Oberhirten halten laut dem zitierten Artikel „am Hirntod als zuverlässigem Kriterium für den Tod eines Menschen fest“. Das ist nicht nur ein Fehler, das ist Hybris. Sie sind „studierte“ Leute guten Willens, aber keine Spezialisten auf diesem Gebiet.

Siehe: Todesverständnis und Verschwörungstheorie

Klar ist, dass in der extremen Lage, in der sich ein Sterbender befindet, er kaum noch zur Freiwilligkeit der Organspende gefragt werden kann.

Siehe: Todesverständnis

Nur: Wer sagt uns, dass jemand, der bedrohlich erkrankt ist, es am Ende nicht doch lieber hätte, wenn wirklich alles versucht würde, ihn zu retten oder ihn wenigstens in Frieden sterben zu lassen, statt seinem Körper nur noch die spezielle Pflege angedeihen zu lassen, die die Verwendbarkeit der Organe gewährleistet?

Es wird immer versucht, das Leben der Patienten zu retten und ihre Gesundheit wieder herzustellen. Doch wenn dies nicht mehr möglich ist, wenn der Hirntod festgestellt ist, dann ist es geboten, die Therapie zu beenden, ob mit oder ohne Organentnahme.

Unser Leben ist uns von Gott geschenkt, über die Länge ist nichts ausgesagt. Bei der Organverpflanzung wird genau diese Versuchung eine Treibkraft, nämlich die, sein Leben zu Lasten eines Anderen zu verlängern.

Auch jeder Versuch der Reanimation, jede Therapie bei einer schweren, tödlich verlaufenden Krankheit, jede Not-OP wäre demnach ein Verstoß gegen Gottes Wille. Gott wäre dann auch für die Millionen Tote der beiden Weltkriege und anderer Kriege verantwortlich. Wir dürften keinen Mörder bestrafen, weil er ja nur den Willen Gottes ausgeführt hat.
Organtransplantation erfolgt nicht "zu Lasten eines Anderen". Die Herzen von Organspender schlagen sogar - bis zur Organentnahme - länger als bei den anderen Hirntoten.

Wir wissen nicht, ob die Seele, die wahrscheinlich ein wenig länger braucht, nicht in ihrem Ablösungsprozess gestört wird – wie schon die Altvorderen zu spüren meinten und wie Menschen mit „Nahtoderfahrung“ bestätigen.

Keiner der Menschen mit NTE waren hirntot. Hirntod ist ein völlig anderer Zustand als Koma oder NTE.

Wegen der ständigen Gefahr von Infektionen, die den geschwächten Körper befallen können (denn zur Transplantation musste ja sein Immunsystem weitgehend „abgeschaltet“ werden, weil sonst die Implantate abgestoßen worden wären), leidet die Lebensqualität erheblich.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[4]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Hohe Kosten fallen nicht nur zur Transplantation an, sondern auch nach der Transplantation ist eine umfassende Begleitung und Behandlung nötig.

Ist das ein Grund, um keine TX durchzuführen? Chemotherapien sind mitunter sogar noch teurer.

Da wir also nichts wirklich wissen, andererseits aber eingehegt sind von jahrtausendealten Verboten, sollten wir es lieber lassen.

Dann geben wir auch keiner Gebärenden Schmerzmittel und die Frau schweige in der Kirche.

Die Transplantationsindustrie, weitgehend ernährt durch unsere Krankenkassen und damit durch die Beiträge aller, ist eine Industrie wie alle andern auch, weckt aber das Begehren nach der Sünde wie kaum eine andere.

Siehe: Verschwörungstheorie

Hirntod und Organspende: Viele Menschen sind verunsichert (31.10.2013)

Am 31.10.2013 erschien der Artikel "Hirntod und Organspende: Viele Menschen sind verunsichert". Darin heißt es:

Die Bundesärztekammer versichert, dass bis heute noch kein einziger Fall bekannt geworden ist, bei dem ein Patient nach der korrekten Feststellung seines Hirntodes wieder in das Leben zurückgeholt werden konnte. Man liest immer wieder von Behauptungen, dass das gelungen sei und auch von schrecklichen Dingen, die der Patient dabei erlebt habe.

Siehe: lebende Hirntote

Hirntod und Organspende: Nicht den Munde verbieten lassen (20.10.2014)

Am 20.10.2014 erschien der Artikel "Hirntod und Organspende: Nicht den Munde verbieten lassen". Darin heißt es:

Keinesfalls brauchen wir uns als Nichtmediziner wie im Leserbrief von der Ärztin Dr. Leypold an den Geisteswissenschaftler Professor Waldstein den Mund und unser Urteilsvermögen in diesen Fragen verbieten lassen.

Siehe: Verschwörungstheorie

Wie so oft im Leben, ist auch bei der Feststellung des Hirntodes der Mensch das größte Sicherheitsrisiko, ja sogar das einzige: Wenn die HTD exakt nach der geltenden Richtlinie durchgeführt wird, ist die Feststellung absolut irrtumsfrei.

Im Zusammenhang mit der Organspende und Hirntod kommt – wie bereits bei so vielen mit dem Lebensschutz verbundenen Fragestellungen (Abtreibung, PID, embryonale Stammzellgewinnung, etc.) – für den einzelnen Christen immer mehr die Vater-Unser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung …“ zum Tragen. Die Gesetze einer säkularisierten Gesellschaft stellen alle genannten Taten nicht mehr unter Strafe; hier muss jeder Einzelne selbst entscheiden und auch die Konsequenzen verantworten, vor seinem Gewissen und vor Gott.

Siehe: Verschwörungstheorie

Hirntod und Organspende: Lebendspenden sind verdienstvoll (16.07.2014)

Am 16.07.2014 erschien der Artikel "Hirntod und Organspende: Lebendspenden sind verdienstvoll". Darin heißt es:

Soll es uns Christenmenschen nicht ein 'Gebot' sein, Sterbende zu begleiten, ja bis zu deren Ende in Liebe beizustehen. Denn nur bei noch lebenden Menschen - auch wenn sie im Koma liegen - ist eine Organentnahme möglich.

Nur Hirntote sind Organspender. Hirntote sind keine Komapatienten, sondern sind als Mensch tot.

Gröhe begrüßt Expertise des Ethikrats zum Hirntod (25.02.2015)

Am 25.02.2015 erschien der Artikel "Gröhe begrüßt Expertise des Ethikrats zum Hirntod". Darin wird die Reaktion von Hermann Gröhe auf die Stellungnahme des DER (2015) beschrieben.

Gewissheit ist notwendig (26.09.2018)

Am 26.09.2018 wurde der Artikel "Gewissheit ist notwendig" (Stefan Rehder) aktualisiert. Darin heißt es:

Dabei hielt er ausdrücklich fest: „Es ist in jedem Fall notwendig, daran zu erinnern, dass die einzelnen lebenswichtigen Organe ausschließlich ex cadavere entnommen werden können.“

Diese Forderung - "ex cadavere" = tot - ist mit der Feststellung des Hirntodes erfüllt.

Gastkommentar: Verhältnisse wie in Belgien? (03.05.2017)

Am 03.05.2017 erschien der Artikel "Gastkommentar: Verhältnisse wie in Belgien?" (Roland Graf). Darin wird DCD thematisiert. DCD ist in Deutschland verboten und wird von der BÄK und anderen med. Gesellschaften abgelehnt.

Gastkommentar: Kein Anspruch auf Organspende (16.06.2012)

Am 16.06.2012 erschien der Artikel "Gastkommentar: Kein Anspruch auf Organspende" (Giovanni Maio). Darin heißt es:

Die Menschen sterben nicht an fehlenden Spenderorganen, sondern an ihrer Grunderkrankung.

Siehe: unterlassene Hilfeleistung

Wenn trotzdem eine derartige Kausalität hergestellt wird, bedeutet das, dass das Spenden eines Organs implizit erwartet wird und es normal sein müsse, Organe zu spenden. Der Tod eines Menschen auf der Warteliste wird nicht mehr als Folge einer schweren Erkrankung gedeutet, sondern nur noch als Folge einer zu niedrigen Spendebereitschaft.

Siehe: unterlassene Hilfeleistung

Nämlich dass er auf einen friedlichen Abschluss seines Sterbens verzichten muss; dass seine Angehörigen – statt in einer Atmosphäre der Ruhe – von ihm Abschied nehmen müssen, wenn er noch bei ganzem Leibe lebendig aussieht, obwohl er definitorisch als hirntot gilt; dass er bis zum Schluss an Maschinen angeschlossen und künstlich beatmet wird; dass er am Ende seines Lebens für kurze Zeit als Quelle verwertbarer Organe betrachtet wird und nicht als unverfügbares Individuum, das nur um seiner selbst beatmet werden darf.

Siehe: Sterbebegleitung und Todesverständnis

Die Spende eines Organs kann als Akt der Geschwisterlichkeit gesehen werden, der hoch zu schätzen ist, gerade weil er Opfer bedeutet. Daher muss alles getan werden, jede Organspende als absolut freiwillige Gabe zu betrachten, als einen Akt der Barmherzigkeit, auf den niemand einen noch so leisen Anspruch anmelden kann.

sehr korrekt

Expertentagung zu Hirntod und 'postmortaler Organspende' (24.06.2013)

Am 24.06.2013 erschien der Artikel "Expertentagung zu Hirntod und 'postmortaler Organspende': Globaler Organ-Markt: Es geht um viel Geld". Darin heißt es:

Ich meine nicht Fälle manipulierter Organvergabe sondern größere wirtschaftliche Interessen und Zusammenhänge des weltweiten Transplantations-Marktes einschließlich des Pharma-Marktes (zum Beispiel Immun-Suppressiva).

Siehe: Kosten

Zur Diskussion um Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Strengere Regeln für Hirntod-Diagnose (27.05.2015)

Am 27.05.2015 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Strengere Regeln für Hirntod-Diagnose". Darin heißt es:

Mit unglaublicher Hartnäckigkeit wird immer wieder das Hirntodkriterium ad absurdum geführt. Es ist geradezu vermessen, wie man versucht, etwa durch „strengere Regeln“ (siehe DT vom 2. Mai „Strengere Regeln für Hirntod-Diagnose“) dem Hirntod ein seriöses „Aussehen“ zu vermitteln. Dabei ist dies lediglich eine Finte, um abzulenken von dem eigentlichen Problem, dass nämlich der Hirntod nicht dem wahren Tod, dem absoluten Ende eines Menschen entspricht.
Der Hirntod ist ein Irrweg und nicht der Tod des Menschen. Dies ist – so peinlich das klingt – auf jeder beliebigen logischen Ebene zu begründen.

Siehe: Todesverständnis

Immer wieder muss betont werden, dass „der Hirntod als Todesdefinition... eine Erfindung der Intensivmedizin“ ist (siehe Professor Dr. Klaus-Peter Jörns, ehemaliger Leiter des Instituts für Religionssoziologie der theol. Fakultät der Humboldt-Universität Berlin).

Siehe: Chronik/Hirntod und Pierre Wertheimer

Strengere Regeln für Hirntod-Diagnose (30.04.2015)

Am 30.04.2015 erschien der Artikel "Strengere Regeln für Hirntod-Diagnose". Darin wird über die neue Richtlinie zur Feststellung des Hirntods berichtet.

Stellungnahme des Ethikrates zu Hirntod und Organspende (27.02.2015)

Am 27.02.2015 erschien der Artikel "Stellungnahme des Ethikrates zu Hirntod und Organspende: Überfällige Diskussion kommt in Schwung: Denkverbote sollte es keine geben". Darin heißt es:

Da hatte doch die bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml – ursprünglich bezogen auf Sterbehilfe – Recht, wenn sie sagte: „Die Frage ist doch, will ich an der Hand eines lieben Menschen sterben oder durch die Hand des Arztes.“

Das Thema Euthanasie kann nicht mit dem des Hirntodes gleichgesetzt werden.

Schweizer Verein schlägt Alarm (17.04.2019)

Am 17.0.2019 erschien der Artikel "Schweizer Verein schlägt Alarm" (Stephan Rehder). Darin heißt es:

Nachdem der Tod des Hirns festgestellt wurde, werden sie für tot erklärt, womit sie zu Organspendern werden können.

Zunächst einmal ist mit der Feststellung die Pflicht verbunden, die Therapie zu beenden. In den meisten Fällen wird auch so verfahren. Nur wenn gesunde Organe und die Zustimmung zur Organentnahme vorliegen, erfolgt eine Organentnahme.

Früher sei es dort „beim Aufschneiden des Körpers manchmal zu Blutdruckanstieg, Herzrasen, Schwitzen, Tränenfluss und zu Bewegungen mit Armen und Beinen“ gekommen.

Siehe: spinale Reflexe

„Organspender sind zum Zeitpunkt der Organentnahme nicht tot. Sie sind am Sterben und werden durch die Entnahme getötet.“

Siehe: Todesverständnis

Wie die Autoren weiter schreiben, gebe es kein Wissen darüber, „ob das Bewusstsein, das Geistig-Seelische, mit dem Eintreten des Hirntodes erlischt, oder ob es auf eine für uns nicht erfassbare Weise weiter existiert. Wir wissen auch nicht, ob das Geistig-Seelische, sofern es weiterexistiert, noch leiden kann. Dies aber müssten wir wissen, um sicher zu sein, dass Organtransplantationen am Lebensende Spendern nicht schaden.“

Ohne funktionierende Gehirn gibt es keinen Geist.

Peter Dabrock: 'Wir müssen sehen, wie wir die Balance finden" (13.03.2019)

Am 13.03.2019 erschien der Artikel "Peter Dabrock: 'Wir müssen sehen, wie wir die Balance finden'" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Ich bin immer vorsichtig zu sagen, ich „löse“ einen Konflikt. Es geht eher darum, einer Konfliktsituation oder einer dilemmatischen Situation möglichst verantwortungsvoll zu begegnen. Dabei müssen allgemeine Grundsätze und persönliche Gewissensentscheidungen in die Waagschale geworfen werden. Als Ethiker kommt für mich hinzu, dass ich respektieren muss, dass wir in einer pluralen Gesellschaft leben, in der man für die eigene Position zwar werben, aber nicht sehr oft für jeden für verbindlich erklären kann. Daraus, dass ich persönlich etwas für ungut halte, folgt nicht schon, dass ich es auch anderen verbieten muss. Wir müssen sehen, wie wir die Balance finden.

sehr korrekt

Organspende und Widerspruch: Ich werde keine Organe spenden (21.11.2018)

Am 21.11.2018 erschien der Artikel "Organspende und Widerspruch: Ich werde keine Organe spenden" (Christel Hartmann). Darin heißt es:

Um einem in Lebensgefahr, Todesgefahr, befindlichen Menschen das Leben retten zu können, muss vorher ein anderer Mensch sterben, getötet werden.

Siehe: Todesverständnis

Die moderne Medizin-Technik bietet es als Möglichkeit an, allerdings ohne umfassende Aufklärung darüber.

Selbst in der Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes steht seit 1997, dass eine bestehende Schwangerschaft nicht im Widerspruch zum Hirntodkonzept steht.

Der Organempfänger übernimmt mit dem Fremdorgan auch Gewohnheiten, Vorlieben, Charakterzüge und anderes vom Organspender; denn in jeder Zelle des menschlichen Körpers ist alles gespeichert, was einen Menschen geprägt hat, durch Vererbung, Erfahrung, Erlebnisse.

Siehe: Märchen

Die Bereitschaft zur Organspende ist in unserem Land zunehmend zurückgegangen, aufgrund von Skandalen bei der Verteilung von Organen.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Der „Staat“, (die Regierung), hat nicht das Recht, seine Bürger zur Organspende zu verpflichten!

Es geht um eine Widerspruchsregelung, nicht um eine Notstandsregelung.

Meine persönliche Entscheidung: Ich selbst werde weiterhin keine Organe spenden und niemals ein Fremdorgan bekommen wollen. Ich bin kein Ersatzteillager und will auch nicht dazu bestimmt werden!

Das ist das Recht jedes Einzelnen. - Wie aber sieht es aus, wenn die Partnerin bzw. der Partner oder eines der Kinder zum Weiterleben ein Organ benötigt?

Organspende und Hirntod: Zum Organlieferanten abqualifiziert (06.06.2017)

Am 06.06.2017 erschien der Artikel "Organspende und Hirntod: Zum Organlieferanten abqualifiziert". Darin heißt es:

1987 hat einer der führenden Transplantationsmediziner, Prof Rudolf Pichlmair, gesagt: Wenn wir die Gesellschaft aufklären, bekommen wir keine Organe mehr.

Siehe: Rudolf Pichlmair

In dieser Situation können schwangere Frauen noch ein Kind austragen, Männer noch passiv Kinder zeugen.

Auch normal verstorbene Männer können in den ersten Stunden nach ihrem Tod noch passiv Kinder zeugen. Siehe: intermediäres Leben

Es ist ein besonderer Tod der sich da vollzieht, eben der „Hirntod“, und ein „Hirntoter“ ist ein Sterbender.

Siehe: Todesverständnis

In der Wissenschaft spricht man vom „Justified killing“, gerechtfertigtes Töten, wenn er durch eine Organentnahme verstirbt.

Dies ist in der Wissenschaft kein Begriff, sondern ein von einem US-Amerikaner eingebrachter Begriff, der zwar von Kritkern verwendet wird, nicht aber von der Wissenschaft.

Organspende: Für Widerspruchslösung (16.05.2018)

Am 16.05.2018 erschien der Artikel "Organspende: Für Widerspruchslösung" (Stefan Rehder). Darin ist alles korrekt wiedergegeben.

Mit heißer Nadel gestrickt (01.06.2012)

Am 01.06.2012 erschien der Artikel "[https://www.die-tagespost.de/politik/pl/Mit-heisser-Nadel-gestrickt;art315,134664 Mit heißer Nadel gestrickt}". Darin heißt es:

Eleganter kann man kaum ausdrücken, dass die eilfertig beschlossene Novelle des TPGs – unabhängig von der Nichtbeantwortung der ethisch virulenten Frage, ob ein hirntoter Spender auch wirklich tot ist, bevor ihm lebenswichtige Organe entnommen werden – noch ganz andere Mängel aufweist.
Dabei seien „Hirntote“ zum Zeitpunkt der Organentnahme „eindeutig noch Lebende im Sterbeprozess, die künstlich beatmet werden“.

Siehe: Todesverständnis

Nicht ohne Grund wurden 2011 von rund 4 000 für hirntot erklärten Patienten in Deutschland der DSO lediglich rund 1 800 als potenzielle Organspender gemeldet.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Mein junger Glaube im Alltag: Der wichtigste Moment: der Tod (14.12.2012)

Am 14.12.2012 erschien der Artikel "Mein junger Glaube im Alltag: Der wichtigste Moment: der Tod: Jugendvesper im Kloster: Herr, lehre uns beten!" (20-jährige Theologiestudentin). Darin heißt es:

Der wichtigste Moment: der Tod

Der wichtigste Moment im Leben eines Menschen ist sicherlich nicht der Tod, sondern das Leben davor.

Das mag zwar ein Zwischenstadium zwischen Leben und Tod sein, aber Tatsache ist, dass ein Hirntoter noch keine Leiche ist, da der Körper selbst nach einem diagnostizierten Hirntod nach Abschalten der Geräte noch gut und gerne zwei Wochen weiterlebt.

Nach Abschalten der künstlichen Beatmung bleibt bei Hirntoten binnen weniger Minuten das Herz stehen. Hier wurde wohl auf die Studie von Alan Shewmon Bezug genommen. Bei diesen Hirntoten wurde jedoch die intenivmedizinische Versorgung ununterbrochen fortgesetzt.

Das heißt im Klartext: Habe ich einen Organspenderausweis, dann werden die Ärzte, die extrem gut an Organtransplantationen verdienen, sobald ich entweder Unfallpatient bin oder sonst auf irgendeine Weise mit einem Fuß im Jenseits stehe, sehr großzügig diagnostizieren, dass bei mir nichts mehr zu machen ist. Man wird also beginnen, mich auf die Organentnahme vorzubereiten. Statt den Körper auf den baldigen Tod hin zu behandeln und beispielsweise schmerzlindernde Mittel zu geben oder den Körper ganz einfach in Frieden sterben zu lassen, wird alles getan, um optimale Durchblutung und Sauerstoffversorgung zu garantieren, damit die Organe schön gesund bleiben.

Ob Zustimmung oder Ablehnung der Organspende, alle Ärzte versuchen immer zunächst das Leben des vorliegenden Patienten zu retten und dessen Gesundheit wieder herzustellen.

Das heißt, der Todeskampf wird in Folge dessen künstlich verlängert und der Körper leidet, nur dass so etwas gerne übersehen wird, weil sich der hirntote Patient natürlich nicht wehren kann.

Hirntote haben den Todeskampf Stunden oder gar Tage hinter sich.

Es gibt aber Menschen, die nach der Hirntoddiagnose wieder zurück ins Leben kamen, aber das passiert eher selten, weil der Körper ja durch die Organentnahme in der Regel lebensbeendend betroffen ist.

Siehe: lebende Hirntote

Falls der arme Organspender aber fast bis zuletzt bei Bewusstsein ist, dann muss man sich doch fragen, wie so ein Tod wohl aussieht: während des Todeskampfes an Maschinen angeschlossen dazuliegen – also in den entscheidenden Momenten unseres Lebens.

Organspender haben ihr Bewusstsein verloren, bevor begonnen wurde, sie künstlich zu beatmen, denn den Schlauch in der Luftröhre erträgt man nicht bei Bewusstsein.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir irgendwann an dem Punkt sind, wo diejenigen öffentlich angefeindet werden, die sich weigern, ihre Organe herzugeben.

Es ist niemand verpflichtet, seine Entscheidung öffentlich zu machen.

Wie mit Sterbenden umgegangen wird zeigt das Menschenbild einer Gesellschaft. Menschenwürde, Respekt und Nächstenliebe, damit ist im lukrativen Organgeschäft rasch bei der Hand, aber wie sieht es für die Spender aus?

Bei Ablehnung der Organspende erfolgt Therapieende.

Wie wollen wir unserem Schöpfer in diesem Moment entgegentreten? Halb ausgenommen?

"Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr." (Offb 21,1) "Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr!" (Offb 21,5)

Zur Diskussion um Organspende und Hirntod-Kriterium: Die wissenschaftliche Haltbarkeit überschritten (06.11.2013)

Am 06.11.2013 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Organspende und Hirntod-Kriterium : Die wissenschaftliche Haltbarkeit überschritten : Wartende Patienten sind die Leidtragenden". Darin heißt es:

Doch selbst wenn der unumkehrbare Ausfall des Gehirns gegeben ist, ist der Mensch noch kein Toter, er ist ein Sterbender und gehört somit noch zu den Lebenden.

Siehe: Todesverständnis

Der Gesetzgeber stellt lediglich die Explantation straffrei, er behauptet keine Gleichsetzung von irreversiblem Hirnversagen und Tod.

Auf den Protokollen der HTD heißt es klar, "... ist der Tod festgestellt." Damit ist auch ein straffreies Therapieende möglich.

Für die Kirche ist entscheidend, dass sie zuallererst den Sterbenden im Blick hat.

Die DBK sagt in ihrer Schrift Hirntod und Organspende auf Seite 6 über Organspender klar und deutlich, "dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme wirklich tot und nicht nur sterbend sind."

Die Zahlen sind rückläufig. Schuld daran sind aber wohl weit weniger die Diskussionen um das Hirntodkriterium, sondern die Skandale um die Vergabepraxis in diversen Transplantationszentren.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Zur Diskussion um Organspende und Hirntod-Kriterium (08.11.2013)

Am 08.11.2013 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Organspende und Hirntod-Kriterium: Es gibt auch eine Ethik des Sterbens". Darin heißt es:

Wann ist ein Mensch endgültig tot? Darf man ihn für tot erklären, wenn noch Leben in ihm pulsiert?

Es pulsiert nicht Leben in ihm, sondern Blut.

Um zum Beispiel eine Organtransplantation vorzunehmen, muss man die Organe einem lebenden Körper entnehmen. Das heißt: dieser Mensch atmet noch, sein Herz schlägt, der Blutkreislauf versorgt weiterhin die Organe.

Kein Hirntoter atmet selbständig. Alle Hirntote müssen künstlich beatmet werden.

Diese Definition ermöglicht die (juristische) Rechtfertigung, zum Beispiel einem im Koma liegenden Menschen Organe herauszuschneiden und ihn dabei zu töten.

Koma ist nicht Hirntod

Wird zum Beispiel bei einem Sterbenden ein „flaches EEG“ festgestellt, kann dieser Körper per definitionem zum „Leichnam“ erklärt werden.

Zur HTD gehört weitaus mehr als nur ein Nulllinien-EEG.

Niemand aber kann mit Sicherheit behaupten, dass das Leben eines „Hirntoten“ vollkommen erloschen, ohne Schmerzempfindlichkeit ist, dass innere geistige Denkvorgänge ausgeschaltet sind und seine Seele irreversibel den Körper verlassen hat.

Dies alles kann man bei Hirntoten mit Sicherheit behaupten, nur ob es eine Seele gibt, dass ist zunächst zu beweisen.

Religiöse und ethische Gründe stehen der Entnahme von Organen beim noch nicht vollendeten Sterben entgegen. Niemand kann „nur ein wenig“ oder „sowieso“ tot sein.

Das sieht die DBK und sehen die Päpste seit Johannes Paul II. anders.

Das Eintreten in den Tod nach dem Spenden der Sterbesakramente durch den Priester ist daher für den Sterbenden ebenso wichtig und tröstlich wie die körperliche Nähe lieber Menschen, ihre teilnehmende Güte und Sterbegebete: „In deine Hände, Herr, empfehlen wir seine Seele.“ „Heilige Muttergottes, bitte für ihn jetzt in der Stunde seines Todes.“ „In paradisum deducant te angeli.“ (Engel mögen dich ins Paradies geleiten.) Dieser letzte christliche Liebesdienst wird dem Sterbenden durch die tötende Chirurgie der Organentnahme nicht gewährt.

Diese Gebete kann man sehr wohl nach der Feststellung des Hirntodes oder nach der Organentnahme beten. An der Wirksamkeit der Gebete ändert dies nichts.

Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation (18.08.2014)

Am 18.08.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Leben retten durch Töten?".[Anm. 2] Darin heißt es:

Das von einem ad hoc Komitee der Harvard Medical School 1968 eingeführte „Hirntodkriterium“ hatte erklärtermaßen den ausschließlichen Zweck, von einem hirngeschädigten Menschen vitale Organe für die Transplantation entnehmen zu können.

Dies war der 2. genannte Grund. Siehe: Ad-Hoc-Kommission

Vitale Organe können eben nur von einem noch lebenden Menschen gewonnen werden.

Vitale Organe können nur lebenden Körper entnommen werden. Siehe: Todesverständnis

Mir sind zwei Beispiele bekannt, in denen Jugendliche nach Motorradunfällen mit Schädel-Hirn-Traumata bei unterschiedlicher Reaktion der behandelnden Ärzte unterschiedliche Schicksale hatten. Den einen hat der im Krankenhaus arbeitende Transplantationsbeauftragte sofort mit dem Hubschrauber in das Allgemeine Krankenhaus (AKH) in Wien transportieren lassen, wo ihm die Organe entnommen wurden. Beim anderen hat es der behandelnde Arzt im Krankenhaus verhindern können, dass er abtransportiert wurde. Sein Unfall geschah gerade kurz vor seiner Matura im Sommer. Er wurde in der Intensivstation behandelt und wurde gerettet. Im Herbst konnte er seine Matura nachholen. Wäre er auch ins AKH nach Wien geflogen worden, wie es der Transplantationsbeauftragte wollte und den Hubschrauber bereits bestellt hatte, hätte es die Matura nicht mehr gegeben, sondern nur die Beerdigung einer entleerten Leiche.

Siehe: lebende Hirntote

Inzwischen hat einer der Erfinder des Hirntodkriteriums, Professor Robert Truog, 1997 gewagt, einen Schritt in Richtung der Wahrheit zu tun. In einem Artikel mit dem Titel „Is It Time To Abandon Brain Death“ (Hastings Center Report 1997) sagt er (ich übersetze aus dem Englischen): „Die schwierigste Herausforderung für diesen Vorschlag würde sein, die Akzeptanz für die Auffassung zu gewinnen, dass Töten manchmal eine zu rechtfertigende Notwendigkeit sein kann, um übertragbare Organe zu beschaffen.“

Siehe: Robert Truog

Das Töten des Patienten durch Organentnahme sollte als „justified killing“ angesehen werden.

Siehe: justified killing

Mit der Organtransplantation können tatsächlich Leben in großer Zahl gerettet werden. Ist es aber wirklich gerechtfertigt, dass dafür die Spender der Organe vom Kleinkind bis zu alten Menschen in ebenfalls großer Zahl sterben müssen? Kann man die Formel annehmen: Leben retten durch Töten?

Siehe: Todesverständnis

Mit den Ergebnissen von Georg Meinecke sind alle noch so raffinierten Konstruktionen, mit denen bewiesen werden sollte, dass der Hirntod tatsächlich den Tod des Menschen bedeutet, definitiv erledigt. Aber die Transplantationsmedizin braucht unbedingt diese Tötungen, koste es, was es wolle.

Siehe: Verschwörungstheorie

Zur Diskussion um das Thema Organspende und das sogenannte 'Hirntod-Kriterium' (01.08.2012)

Am 01.08.2012 erschien der Artikel "Zur Diskussion um das Thema Organspende und das sogenannte 'Hirntod-Kriterium': Heilen durch Töten: Wer kann das rechtfertigen?". Darin heißt es:

Die verbreitete Meinung, dass es sich beim „Hirntoten“ um einen wirklich Toten, oder zumindest um einen Sterbenden handelt, der ohnehin sterben werde, ist längst eindeutig widerlegt.

Siehe: Todesverständnis und Alan Shewmon

In allen mir bisher bekannt gewordenen Fällen, in denen Hirntod festgestellt worden war, die Organe aber dann wegen des Protestes Angehöriger oder anderer kompetenter Personen, wie eines Ordensoberen, nicht entnommen werden durften, haben alle „Hirntoten“ überlebt und sind wieder völlig gesund geworden.

Wurde die HTD nicht korrekt durchgeführt oder wurde nicht durchgeführt?

Für mich beweisen die inzwischen zahlreichen Fälle jedoch eindeutig, dass es eine in diesem Sinne „korrekte“ „Hirntod-Diagnose“ nicht gibt.

Siehe: lebende Hirntote

Das haben auch kompetenteste Fachleute bereits bei dem Kongress von 2005 gezeigt. In der Nummer 10 der Conclusions dieses Kongresses wird gesagt: „Es gibt einen überwältigenden medizinischen und wissenschaftlichen Befund, dass das vollständige und unwiderrufliche Ende der Gehirntätigkeit (im Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm) kein Beweis für den Tod ist. Der vollkommene Stillstand von Gehirnaktivität kann nicht hinreichend festgestellt werden. Irreversibilität ist eine Prognose und nicht eine medizinisch feststellbare Tatsache. Wir behandeln heute viele Patienten mit Erfolg, die in der jüngsten Vergangenheit als hoffnungslose Fälle betrachtet worden waren.“

Der Zustand Hirntod wird sich auch in 100 Jahren nicht erfolgreich therapieren lassen.

Die Tatsache, dass die sich als lebensrettendes Unternehmen im Dienste der Menschen darstellende Transplantationsmedizin, die zudem ein riesiges Geschäft ist, in Wahrheit vom Töten der Spender lebt, darf nicht weiter verschwiegen werden.

Siehe: Todesverständnis

Da dies inzwischen die Erfinder des „Hirntod-Kriteriums“ selbst zugegeben haben und erklärt haben, dass das Töten des Patienten durch Organentnahme als „gerechtfertigte Tötung (,justified killing‘) angesehen werden sollte“, kann nicht mehr behauptet werden, dass es sich bei der Entnahme lebenswichtiger Organe nicht um eine Tötung des Spenders handelt.

Siehe: justified killing

Zur Diskussion um das Hirntodkriterium und die moderne Transplantationsmedizin (03.12.2014)

Am 03.12.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion um das Hirntodkriterium und die moderne Transplantatonsmedizin: Das Leben umfassend schützen". Darin heißt es:

So hat es jedenfalls Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vom 7. November 2008 vor dem Transplantationskongress in Rom (DT vom 11. November 2008) vorgegeben: „Es ist notwendig, daran zu erinnern, dass die einzelnen lebenswichtigen Organe ausschließlich ex cadavere entnommen werden können.“ Die Wahl der lateinischen Formulierung „ex cadavere“ im sonst italienischen Text der Papstansprache sollte seiner Aussage Nachdruck verleihen. Meine Lexika sagen mir dazu, was ein „Kadaver“ ist: ein Leichnam, ein toter Körper, der den Startpunkt der Verwesung bereits hinter sich hat.
Gehört in diese Reihe vielleicht auch die Beendigung eines Sterbevorgangs durch Organtransplantation?

Siehe: Todesverständnis

Überdies hat Professor D. Alan Shewmon, international angesehener Spezialist der Hirntodforschung und selbst ursprünglich Verteidiger des Hirntodkriteriums, in seiner Rede vor dem Deutschen Ethikrat am 21. März 2012 (Medizin&Ideologie, 4/2012, S. 14) zum Status des als hirntod diagnostizierten Patienten das folgende erhellende Resumée gezogen: „Abschließend kann zusammengefasst werden, dass ein hirntoter Patient schwer geschädigt und völlig von der Hilfe anderer abhängig ist und sich in einer höchst prekären Situation befindet. Es handelt sich bei einem solchen Patienten jedoch um einen lebenden integrierten Organismus.“

Siehe: Todesverständnis und Alan Shewmon

Zur Diskussion über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation (08.10.2014)

Am 08.10.2014 erschien der Artikel "Zur Diskussion über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Eine unverständliche Verblendung". Darin heißt es:

u meinem großen Bedauern kann ich den Leserbrief von Frau Dr. Elisabeth Leypold (DT vom 25. September 2014) nur als Ausdruck einer unverständlichen Verblendung ansehen, die ich bei allen Gesprächen mit Ärzten, die den Hirntod vertreten, in ähnlicher Weise erlebt habe.

Siehe: Verschwörungstheorie

Wenn es nicht genügt, dass die Erfinder des Hirntods persönlich und öffentlich zugegeben haben, dass die Anwendung des Hirntodkriteriums die Tötung des Spenders einschließt, dann ist die weitere Diskussion unmöglich. Im Hastings Center Report 38, Nr. 6, 2008, haben die Erfinder des Hirntods, Professor Truog und Professor Franklin Miller, einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel: „Rethinking the Ethics of Vital Organ Donation“. Sie geben zu, dass „the practice of brain death in fact involves killing the donor“. Daher müsste die „dead donor rule“ aufgegeben werden. Das Töten des Patienten durch Organentnahme sollte als „justified killing“ angesehen werden.

Siehe: Robert Truog, Franklin Miller und justified killing

Vitale Organe können aber nur von einem vitalen Organismus gewonnen werden, nicht von einer Leiche.

Siehe: Todesverständnis

Ich bin zwar kein Arzt, aber ich darf mich auf die Aussagen höchstrangiger Fachleute stützen.

Was heißt das? Das Thema Hirntod zeigt sehr deutlich auf, dass auch "höchstrangige Fachleute" den pathophsysiologischen Zustand des Hirntodes und/oder seine athropologische Tragweite nicht in allen Teilen oder nicht in allen Teilen fehlerfrei verstanden haben. Das zeigen die Seiten der.

Zur Debatte um Organspende als ein Akt der Nächstenliebe: Einen Schlussstrich setzen (25.08.2014)

Am 25.08.2014 erschien der Artikel "Debatte um Organspende als ein Akt der Nächstenliebe: Einen Schlussstrich ziehen". Darin heißt es:

Somit ist einem jeden die Einsicht gegeben, konsequent den Grundgehalt der Wahrheit zu erfahren, indem ihm schlüssig die Antwort zuteil wird, dass Organspende auf keinen Fall ein Akt der Nächstenliebe darstellt, wie dies leider auch noch von der Kirche fälschlich deklariert wird. Es ist uns ein Geheimnis, warum jeglicher Appell, dem wahnsinnigen Konstrukt des Hirntodkriteriums abzuschwören, ignoriert wird. Es kann nicht sein, dass Menschenleben geopfert wird, weil auf der anderen Seite ein Milliardengeschäft winkt. Hier zumindest wäre ein großer Aufschrei, zumindest vonseiten der Kirche vonnöten, um einen Schlussstrich unter die Fortsetzung jeglicher Organtransplantationen zu setzen.

Siehe: Todesverständnis und Verschwörungstheorie

Zur Debatte um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Wird der Laie ausreichend informiert? (10.11.2014)

Am 10.11.2014 erschien der Artikel "Zur Debatte um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Wird der Laie ausreichend informiert?". Darin heißt es:

Die Organentnahme an einem hirntoten Menschen ist zurzeit gesetzlich geregelt, und zwar aufgrund einer Hirntoddiagnose, obwohl sich der Hirntote zum Zeitpunkt der Organentnahme in Wirklichkeit in einem „Schwellenzustand“ zwischen Tod und Leben befinde.

Hirntod ist kein Zwischenzustand zwischen Leben und Tod. Mit dem Hirntod ist der Mensch tot. Siehe: Todesverständnis

Die Grenzlinie zwischen Leben und Tod könne nicht mit Sicherheit benannt werden.

Aber kann eindeutig sagen, dass bei Feststellung des Hirntodes der Mensch tot ist.

Ohne die gesetzlich maßgebende Hirntoddiagnose gebe es keine Transplantationsmedizin.

Richtig, aber die HTD wird nicht zum Zweck der Organentnahme durchgeführt, sondern zur Beendigung einer sinnlos gewordenen Therapie.

Werden wir ohne diese Klarstellung nicht unbewusst „Herr“ über ein möglicherweise endendes, aber nicht beendetes Leben?

Herr über Leben und Tod ist jeder Arzt beim Beginn des Versuchs einer Reanimation: Wenn er den Versuch nicht startet, wird der Mensch sicher tot sein. Wenn er den Versuch startet, kann der Mensch tot sein.

Und würde dies nicht einer „Tötungslizenz“ durch den Aussteller des Ausweises gleichkommen?

Nein, weil die Feststellung des Hirntodes zum Therapieende führt.

Zur Debatte um Hirntod-Kriterium und Organspende: Den vagen Begriff 'Hirntod' nicht kritisiert (23.03.2012)

Am 23.03.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte um Hirntod-Kriterium und Organspede: Den vagen Begriff 'Hirntod' nicht kritisiert". Darin heißt es:

Die deutschen Bischöfe nehmen die Organspende hin, ohne den vagen Begriff „Hirntod“ auf das Schärfste zu kritisieren.
Schaut man in den Katholischen Katechismus (lateinische Ausgabe 1997), dann fällt auf, dass dort die „Organtransplantation“ definiert ist als „donatio organorum post mortem“ (Nr. 2296).

Siehe: Todesverständnis

Der Katechismus kennt nicht die Unterscheidung von „Hirntod“ und anderen Aspekten dieses Abschnittes des Lebens eines Menschen. ... Organspende ist hier nun erlaubt – nach dem biologischen Tod von uns Menschen.

Wie kommt man zu dieser Erkenntnis, wo doch der Katechismus gar nicht zwischen Tod und Hirntod unterscheidet.

Zur Debatte um den Hirntod und die Organspende: Böses darf nicht getan werden für Gutes (12.06.2017)

Am 12.06.2017 erschien der Artikel "Zur Debatte um den Hirntod und die Organspende: Böses darf nicht getan werden für Gutes". Darin heißt es:

Vor einem medizinischen Eingriff in Deutschland muss ein Patient voll und ganz über den Eingriff, über die Folgen und Risiken des Eingriffs und über Alternativen aufgeklärt werden. Durch seine Unterschrift stimmt er der Behandlung zu. Jeder Patient hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf Zurückweisung und das Recht auf Nichteinmischung.

Bei der Organspende scheint das nicht zu gelten. Eine wahrheitsgemäße Aufklärung ist nicht erforderlich.

Eine wahrheitsgemäße Aufklärung erfolgt zur Frage der Organspende, z.B. durch die BZgA, nicht jedoch durch die Kritiker.

Ist ein als „hirntot“ erklärter Patient überhaupt tot?

Siehe: Todesverständnis

Todeszeichen, die unmissverständlich zeigen, dass ein Mensch gestorben ist, sind Totenflecken, Totenstarre und Fäulnis.

Fäulnis allein ist kein sicheres Todeszeichen. Dies zeigen die abfaulenden Füße und Beine von Rauchern und Diabetikern überdeutlich.

Nur Bewusstlosigkeit und Atemstillstand sind festzustellen.

Hirntod ist noch weitausmehr: Die "Datenbank des Lebens" und Hirnstammreflexe sind erloschen, die Homöostase ist ausgefallen.

Der Hirntote ist allenfalls ein Sterbender im möglicherweise irreversiblen Hirnversagen.

Der Hirnfunktionsausfall ist nicht "möglicherweise irreversibel", sondern sicher irreversibel. Siehe auch: Todesverständnis

Was verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass man aus einer Leiche keine für eine Transplantation geeigneten Organe entnehmen kann.

Eine Leiche liegt vor, wenn in korrekter Weise ein Totenschein ausgefüllt wurde. Nach Feststellung des Hirntodes wird der Totenschein ausgefüllt. Damit liegt mit einem Hirntoten auch eine Leiche vor. Somit können sehr wohl aus einer Leiche Organe für eine TX entnommen werden.

Schmerz- und Beruhigungsmittel müssen vor der Feststellung des Hirntodes abgesetzt sein. Dies wird aber oft nicht eingehalten.

Hierzu fehlt der Beleg.

Bis hinein in die Schulen wird mit Filmen Reklame gemacht. Wahrheitsgemäße Aufklärung findet aber nach wie vor nicht statt.

Die BZgA betreibt wahrheitsgemäße Aufklärung, nicht aber Kritiker.

Die Manipulation mit Spenderlisten vor nicht allzulanger Zeit hat gezeigt, dass auch hier Geld und Profit eine Rolle spielen, dann erst kommt der leidende Mensch.

In keinem dieser Fälle konnte ein Geldfluss zwischen Patient und Arzt nachgewiesen werden.

Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen, und obwohl das wissenschaftlich erwiesen ist, wird er von der Medizin als der sicherste Tod bezeichnet.

Siehe: Todesverständnis

Kardinal Lehmann erklärte, dass die Transplantationsmediziner immer schon die Kirche als Verbündete gewinnen wollten, um bei den Gläubigen leichter für Organspende werben zu können. Prof. Pichelmayr, ein Mann der ersten Stunde der Transplantation von Organen, meinte: „Wenn die Leute die Wahrheit erfahren, bekommen wir kein Organ mehr“

Für diese Aussagen fehlen die Belege. Siehe: Rudolf Pichlmayr

Zur Debatte um das Thema Organtransplantation und den Hirntod als Kriterium zur Organentnahme (13.11.2013)

Am 13.11.2013 erschien der Artikel "Zur Debatte um das Thema Organtransplantation und den Hirntod als Kriterium zur Organentnahme: Leben retten durch Töten: Ist das akzeptabel?". Darin heißt es:

Das Töten des Patienten durch Organentnahme sollte als „justified killing“ (gerechtfertigtes Töten) angesehen werden. Dies ist nur in dem Kontext zu verstehen, dass die Transplantationsmedizin sich als eine humane, lebensrettende Unternehmung versteht.

Siehe: justified killing

Die Tatsache, dass der „Hirntod“ nicht den Tod des Menschen bedeutet, ist inzwischen wissenschaftlich und durch Fakten so klargestellt, dass es für mich unbegreiflich ist, wie es möglich ist, konstant alle diese Fakten zu ignorieren. Die Transplantationsmedizin muss eben um jeden Preis die Organe haben. Wie ein leitender Vertreter der Transplantationsmedizin selbst erklärt hat, würde sie keine Organe bekommen, wenn man die Menschen über die Wahrheit aufklären würde. So geht das Töten weiter.

Siehe: Verschwörungstheorie

Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Es gibt Fälle, da sind Hirntote wieder genesen (21.03.2012)

Am 21.03.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Es gibt Fälle, da sind Hirntote wieder genesen". Darin heißt es:

In einer großen Zahl von Fällen hat sich erwiesen, dass Personen, bei denen „Hirntod“ diagnostiziert wurde, denen aber dann die Organe nicht entnommen werden durften, bei richtiger Behandlung überlebt haben und wieder voll gesund geworden sind.

Siehe: lebende Hirntote

Wie inzwischen wissenschaftlich klargestellt wurde, ist der „Hirntote“ keineswegs tot, aber auch keineswegs immer ein „Sterbender“, sondern ein schwer Kranker. In vielen bezeugten Fällen konnten, wie bereits gesagt, solche schwer Kranke durch die richtige Behandlung gerettet und wieder ganz gesund werden.

Siehe: lebende Hirntote und Alan Shewmon

Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organspende: 'Höchste Form der Nächstenliebe': Dann zumindest Sterbenachhilfe (16.03.2012)

Am 16.03.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organspende: 'Höchste Form der Nächstenliebe': Dann zumindest Sterbenachhilfe". Darin heißt es:

Unstrittig scheint mir, dass ein Mensch, dessen Gehirn nicht mehr funktioniert, weder glauben noch moralische oder ethische Entscheidungen treffen oder sich seiner Menschlichkeit und Beziehung zu Gott bewusst sein kann. Und dies unabhängig davon, wo sich seine Seele gerade befindet.

Sehr korrekt.

Wer das Recht, mit allen Organen zu verrotten und von Maden gefressen zu werden, höher bewertet als das Recht von Menschen auf Organspenden, muss sich die Fragen gefallen lassen, wie sich dies mit der Barmherzigkeit Gottes vereinbaren lässt. Vielleicht ist es Gott ja egal, ob einem Körper mit oder ohne Seele Organe entnommen werden, wenn damit das Leben eines seiner Kinder erhalten wird.

Sehr korrekt.

Ein Pastor in meiner Pfarrgemeinde hat einmal gesagt: „Die Organspende ist die höchste Form der Nähstenliebe.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Alles, was die Organspende erschwert oder unmöglich macht, ist daher zutiefst unchristlich.

Sehr korrekt.

Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organspende: Da bleiben Fragen ungeklärt (26.03.2012)

Am 26.03.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über Hirntod-Kriterium und Organspende: Da bleiben Fragen ungeklärt". Darin heißt es:

Um Organe transplantieren zu können, braucht es lebende Organe und die gibt es nur von noch lebenden Menschen, sogenannten Hirntoten, die durch die Organentnahme zu Tode kommen.

Siehe: Todesverständnis

Wie ist es nun bei diesen hirntoten Menschen, haben die, weil ja deren Organe gebraucht werden, kein Recht auf Leben oder ein Recht auf ein würdiges Sterben?

Für Hirntote gibt es kein Weiterleben, daher erfolgt Therpieende, wenn keine Organentnahme möglich ist.

Außerdem denke ich könnte manch einer durch Intensivmedizin unter Umständen noch gesunden, wie es durchaus solche Fälle gibt.

Siehe: lebende Hirntote

Jene für hirntot erklärten Menschen aber, denen die Organe explantiert wurden, haben die Chance auf Gesundung gar nicht mehr bekommen.

Andernfalls wäre Therapieende erfolgt.

Was hat eigentlich Organspende mit der Barmherzigkeit Gottes zu tun? Warum geht es bei Organempfängern um Barmherzigkeit und den sogenannten Organspendern wird diese Barmherzigkeit nicht zuerkannt.

Organ-Patienten haben mit einem neuen Organ eine Zukunft. Hirntote haben keine Zukunft mehr.

Zur Debatte über das Hirntodkriterium die das Thema Organtransplantation (21.11.2014)

Am 21.11.2014 erschien der Artikel "Zur Debatte über das Hirntodkriterium und das Thema Organtransplantation: Berichte über Probleme stimmen nachdenklich: Auf wackeligen Füßen : Gut, dass solche Diskussionen Platz finden". Darin heißt es:

Wie viele Menschen, hinter denen nicht die Hartnäckigkeit eines Angehörigen stand, sind wohl zu Tode gekommen, weil man um einer Organspende willen nicht alle Heilungsmöglichkeiten ausschöpfte?

Diese Zahl ist in D/A/CH - und sicherlich in den meisten anderen Nationen - nicht nennenswert größer als Null, denn hier dürfen die Organe erst entnommen werden, wenn der Hirntod festgestellt ist. Eine Annahme dazu genügt nicht.

Zum Beitrag von Bischof Heinz Josef Algermissen: Hirntod - Ein irreführender Begriff (09.03.2012)

Am 09.03.2012 erschien der Artikel "Zum Beitrag von Bischof Heinz Josef Algermissen: Hirntod - Ein irreführender Begriff: Dank für das bischöfliche Wort zur Organspende". Darin heißt es:

Wie Graf von Wengersky in seinem Leserbrief erneut eindrücklich schildert, verweisen unter anderem die Transplantationsmediziner Miller und Truog in USA seit Jahren auf ihr Konzept der Organentnahme bei Hirntoten als eines des „prior to death“; die Organe stammen somit „from living patients“. Von „Noch-Lebenden“! Und ihre Frage:„Can we handle the truth“? wendet sich an Justiz und Öffentlichkeit.

Siehe: Robert Truog, Frederic Miller und justified killing

Die ethisch brisante Frage an den Arzt ist die, was er an einem versterbenden Patienten tun darf, obgleich dieser noch nicht tot ist.

Siehe: Todesverständnis

Zum Beitrag 'Unmöglich Mission Organspende' (08.02.2012)

Am 08.02.2012 erschien der Artikel "Zum Beitrag 'Unmögliche Mission Organspende': Gegen den Geist der Schöpfung gerichtet". Darin heißt es:

Doch irgendwann einmal werden Organtransplantationsgesetze als das erkannt werden müssen, was sie sind: Legitimation zur Ausräuberung lebendiger Körper und gegen den Geist der Schöpfung.

Siehe: Todesverständnis

Seit ich begriffen habe, dass mit dem Immunsystem das Heilige in uns zu unterdrücken ist, kann ich nachvollziehen, warum die Medizin heute so sehr gegen dieses Heilige handelt und damit gegen die menschliche Würde.

So wichtig das Immunsystem für uns Menschen ist, so kann es sicher nicht mit dem spirituell "Heiligen" gleichgesetzt werden.

Wann ist der Mensch tot? ... Wenn das Herz des Leichnams schlägt (24.09.2014)

Am 24.09.2014 erschien der Artikel "Wann ist der Mensch tot? ... Wenn das Herz des Leichnams schlägt". Darin heißt es:

Natürlich war es früher, als es noch keine Intensivmedizin gab, ebenfalls wichtig, den Tod eines Patienten mit Sicherheit festzustellen, um dann die menschlichen und juristischen Konsequenzen daraus zu ziehen. Nur war es damals einfacher; es genügte wirklich die Feststellung des Herzstillstandes, um zu wissen: dieser Mensch lebt nicht mehr.

Dies gilt noch für das frühe 18. Jh., aber nicht mehr seit den ersten erfolgreichen Reanimationen am Ende des 18. Jh.

Es hat sich herausgestellt, dass man unterscheiden muss zwischen 1) dem Tod des Individuums, 2) dem Tod der einzelnen Organe und 3) dem Tod der einzelnen Gewebe. Diese Vorgänge laufen nämlich nicht gleichzeitig ab! Wenn ein Mensch stirbt, dann leben seine Organe noch weiter.

Sehr korrekt.

Papst Johannes Pauls II. wies beim Internationalen Kongress für Organverpflanzung im „Palazzo dei Congressi“ in Rom am 29. August 2000 darauf hin, „dass das heute angewandte Kriterium zur Feststellung des Todes, nämlich das völlige und endgültige Aussetzen jeder Hirntätigkeit, nicht im Gegensatz zu den wesentlichen Elementen einer vernunftgemäßen Anthropologie steht, wenn es exakt Anwendung findet. Daher kann der für die Feststellung des Todes verantwortliche Arzt dieses Kriterium in jedem Einzelfall als Grundlage benutzen, um jenen Gewissheitsgrad in der ethischen Beurteilung zu erlangen, den die Morallehre als ,moralische Gewissheit‘ bezeichnet.

Sehr korrekt.

Die von Professor Waldstein angeführten Fälle sind so, wie er sie schildert, völlig untauglich als Beispiele dafür, dass Hirntote leben (die Jugendlichen nach Motorradunfällen, aber auch der polnische Fall, in dem von Hirntod nie die Rede war). Es wird ja nur erwähnt, dass der eine nach Wien zur Organentnahme transportiert wurde, der andere aber auf einer Intensivstation behandelt wurde. Über die Verletzungen, Diagnostik et cetera wird überhaupt nichts gesagt. Es wird nicht argumentiert, sondern behauptet. Damit kann man aber auch nichts belegen. Wenn „Hirntote“ später ohne oder mit geringen Beeinträchtigungen weitergelebt haben, dann hat es sich eindeutig um Fehldiagnosen gehandelt. Wenn das Hirn tot ist, also irreversibel seine Funktion eingestellt hat, dann kann dieser Mensch nie wieder Bewusstsein erlangen, atmen, sich bewegen. Er ist definitiv gestorben. Alle diese Funktionen sind ja ohne Gehirn völlig unmöglich, sie können nur dann wiedererlangt werden, wenn das Gehirn eben nicht tot war.

Sehr korrekt.

Viel Kritik an Spahn (05.09.2018)

Am 05.09.2018 erschien der Artikel "Viel Kritik an Spahn" (Stefan Rehder). Darin sind alle Zitate korrekt wiedergegeben.

Vatikan: Organhandel ist Verbrechen (10.02.2017)

Am 10.02.2017 erschien der Artikel "Vatikan: Organhandel ist Verbrechen". Darin wird von der am 08.02.2017 zu Ende gegangenen internationalen Tagung (über 50 Nationen waren anwesend) berichtet.

Vatikan zum Organhandel : Organgewinnung geht Organhandel voraus (20.02.2017)

Am 20.02.2017 erschien der Artikel "Vatikan zum Organhandel : Organgewinnung geht Organhandel voraus". Darin heißt es:

Bei Licht besehen ist der Organhandel jedoch ein Sekundärverbrechen. Ihm geht die Organgewinnung voraus. Organe von bereits Verstorbenen sind für die Transplantation nicht geeignet, denn Transplantations-Organe müssen bis hinein in ihre ärztliche Präparierung im OP vom noch schlagenden Herzen des Organspenders selbst durchblutet sein. Sind die entnommenen Organe für den Organspender lebenswichtig, so ist er nach der Organentnahme tot.

Siehe: Todesverständnis

Vatikan kritisiert Organhandel (16.07.2014)

Am 16.07.2014 erschien der Artikel "Vatikan kritisiert Organhandel". Darin heißt es:

Der wissenschaftliche Fortschritt habe neue, „schreckliche“ und „nie dagewesene“ Formen der Unterdrückung von Menschen entstehen lassen, von denen niemand den Blick abwenden dürfe und die einen Prozess des Nachdenkens erfordern. In zunehmendem Ausmaß gelangten „Niemandskinder“ in die Fänge der Organmafia. Eine wachsende Zahl von auf sich allein gestellten Kindern – oft sogar Kleinkinder im Alter von drei bis vier Jahren – würden von Kriminellen auch über das Mittelmeer geschmuggelt. Teils seien diese Kinder von ihren eigenen Eltern weggeschickt worden in der Hoffnung auf Zuflucht aus der Gefahr eines Krieges oder von Drogenhändlern, teils hätten die Kinder ihre Eltern unterwegs verloren oder seien Waisen. Die Nachfrage nach Organen wachse in den reichen Ländern immer mehr, während die Zahl der Organspender aus Altersgründen zurückgehe. Dies verleite zu „böswilligen Handlungen, die immer die Ausbeutung armer Menschen einschließen und auch zu regelrechten Verbrechen werden können“, so die Zeitung. Reiche alte Menschen würden somit durch Ausbeutung armer Menschen in anderen Ländern ihr Leben retten oder verlängern. Vor diesem „Produkt der Moderne und des wissenschaftlichen Fortschritts“ würden selbst die Sklaverei oder der Menschenhandel zum Zweck der Prostitution erblassen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich 10 000 Organe am Schwarzmarkt verkauft werden, von einem Umsatz von über 500 Millionen Dollar ist die Rede.

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Südafrika: Mehr Organspenden dank Kinospot (19.04.2017)

Am 19.04.2017 erschien der Artikel "Südafrika: Mehr Organspenden dank Kinospot". Darin heißt es:

Eine makabre Kinowerbung hat in Südafrika zu einem deutlich Anstieg von Organspende-Registrierungen geführt. In dem Spot wirbt eine fiktive „New Day Clinic“ in Kapstadt für eine unkomplizierte Organspende – dafür würden „nutzlosen Menschen, die von den Ressourcen unserer Gesellschaft schmarotzen“ zugunsten zahlungskräftiger Empfänger bis zu sieben Organe entnommen. Wie die südafrikanische Zeitung „Mail & Guardian“ berichtete, reagierte die südafrikanische Organspende-Gesellschaft (ODF) positiv auf den Spot, der für einen neuen Medizinthriller namens „Bypass“ wirbt. Dieser habe einen unerwarteten Nebeneffekt: Den Angaben zufolge gab es innerhalb einer Woche 620 neue Registrierungen – laut Sprecher Joost Vermeulen rund 40 Prozent mehr als üblich. ... Den Machern von „Bypass“ zufolge basiert der Kinofilm auf wahren Begebenheiten. „Fragt man die Leute, ob alle Menschenleben gleich viel wert seien, sagen sie immer ja. Tatsächlich aber leben wir in einer Welt, in der Arme zum Verkauf stehen und Reiche davon profitieren“, so Produzent Shane Vermooten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wiederholt illegalen Organhandel in Südafrika angeprangert."

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Philippinischer Episkopat verurteilt Organhandel (31.01.2008)

Am 31.01.2008 erschien der Artikel "Philippinischer Episkopat verurteilt Organhandel". Dieser lautet:

Mit scharfen Worten prangern die Bischöfe der Philippinen den illegalen Organhandel in ihrem Land an. Der kommerzielle Handel etwa mit Nieren sei moralisch nicht hinnehmbar, heißt es in einem von Erzbischof Angel Lagdameo von Jaro unterzeichneten Appell, wie der römische Pressedienst misna am Dienstag meldete. Vor allem die arme Bevölkerung riefen die Bischöfe auf, ihre Organe nicht zu verkaufen. Der Preis für eine Niere liege auf dem Schwarzmarkt bei etwa 2 500 Euro.

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Körperteile gegen Cash (23.01.2003)

Am 23.02.2003 erschien der Artikel: "Körperteile gegen Cash". Darin heißt es:

Wie die indische Zeitung „Asian Age“ in dieser Woche berichtete, haben die Behörden im Norden des Landes zehn Personen festgenommen, die des Verkaufs von Organen und der Vermittlung so genannter „Lebendspenden“ verdächtigt werden. Weiter heißt es, mindestens sechs Menschen, die den Vermittlern jeweils eine ihrer Nieren zum Verkauf angeboten hätten, seien nach Angaben der Behörden aufgrund mangelnder Versorgung an den Folgen der Organ-entnahme gestorben. In vielen weiteren Fällen seien die Verkäufer um den Lohn für ihre „Spende“, 25000 bis 100000 Rupien (500 bis 2000 Euro) betrogen worden. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Norden Indiens fast 2400 Nieren transplantiert. In den meisten der Fälle waren – wie die Ermittler jetzt mitteilten – die Adressen der Spender gefälscht worden.

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Die Problematik des Organhandels ist weder neu, noch auf Indien, wohin sich bevorzugt Briten und Deutsche wenden, wenn sie eine Niere erwerben wollen, beschränkt. Japaner zieht es in die Vereinigten Staaten von Amerika, obwohl eine Niere dort etwa 250000 Dollar kostet. Nordamerikaner reisen in das damit vergleichsweise preiswerte Peru oder nach Brasilien. Besonders billig sind Organe derzeit in Moldawien erhältlich. In einem der ärmsten Länder der Welt, in dem das durchschnittliche Monatseinkommen rund 25 Euro beträgt, bekommt der Lebendspender für seine Niere weniger als 3000 Dollar.

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Dumm und dämlich verdienen sich dagegen die „Broker“ sowie die Operateure, die sich auch schon einmal für Transplantationen, die bei ihnen daheim verboten sind, in Länder einfliegen lassen, in denen die Übertragung von Lebendspenden, wie etwa in Estland, bislang nicht gesetzlich – und das heißt in der Regel nicht verboten – geregelt sind. So bietet etwa eine amerikanische Beratungsfirma inländischen Kliniken an, sich für knapp 700 Dollar pro Jahr in Listen des „Arab Kidney Transplant Directory“ aufnehmen zu lassen: Zur Begründung heißt es in einem im Internet veröffentlichten Werbebrief der Organisation, die Patienten, die eine Niere benötigen, an renommierte Kliniken im Ausland vermittelt: „Arabische Transplantationspatienten zahlen zwischen 100000 und 500000 Dollar für die Operation“. „Das ist Big Business“ zitierte unlängst die Wochenzeitung „Die Zeit“ den stellvertretenden Leiter eines Tochterunternehmens der größten israelischen Krankenversicherung, Alfred Rosenfeld, der den mit einer Niere erzielten Gewinn auf 50000 bis 70000 Dollar schätzt.

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Broelsch hält dagegen: „Wer zur Organtransplantation beiträgt, trägt zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen bei! Was spricht gegen eine Spendenwürdigung der Sozialgemeinschaft durch einen geregelten Anerkennungsbeitrag – Spendenfreibetrag – wie er für jede andere Spende als Ge-meinnützigkeit anerkannt wird?“ „Die Organspende darf nicht ins Zwielicht geraten“ appelliert Hoppe und weiß vermutlich auch, dass Leuten wie Broelsch dies völlig egal ist.

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Der für seine Lebertransplantationen berühmte Professor sorgte vergangenes Jahr für Schlagzeilen, weil er sich kurzerhand über ein Votum der zuständigen Ethikkommission hinwegsetzte. Ende 2001 erschienen im Transplantationszentrum der Universität Essen zwei Männer. Der eine aus Israel, der andere aus Moldawien. Den Gutachtern erklärte der Moldawier, er sei bereit, dem Israeli – seinem etwa dreißig Jahre älteren „Vetter“ – eine seiner Nieren zu spenden. Als die Gutachter sich weigerten dem zuzustimmen, begaben sich die beiden „Vetter“ nach Jena, wo die dortige Kommission keinerlei Bedenken gegen die „enge emotionale Bindung“ hatten, die Empfänger und Spender einer Lebendspende nach den Bestimmungen des deutschen Transplantationsgesetzes verbinden muss.

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Broelsch ist weder der einzige noch der extremste Befürworter einer Einführung von „finanziellen Anreizen“ auf dem Feld der Organspende. Auch Jürgen Klempenauer, Direktor der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirugie der medizinischen Hochschule Hannover hält es für „nur gerecht“, wenn Organspender für die Hergabe einer Niere oder eines Teils ihrer Leber belohnt werden. Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Gary S. Becker bringt bereits konkrete Preise ins Gespräch. 10000 Dollar für eine Niere, 20000 Dollar für ein Stück Leber. Und der Münchner Jurist Ulrich Schroth und der Philosoph Thomas Gutmann fordern in einem Gutachten für die „Deutsche Stiftung Lebendspende“, die vom Transplantationsgesetz verlangte enge persönliche Bindung zwischen Spender und Empfänger ersatzlos zu streichen.

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Die britische Philosophin Janet Radcliffe-Richards schließlich propagiert den Handel mit den eigenen Organen als Geschäftsidee für die, die keine andere Einkommensquellen haben. Sie fragt: „Und wenn Du so arm bist, dass Du Dein Auge verkaufen willst, tun wir Dir dann einen Gefallen, wenn dies verweigert wird und Du statt dessen an Hunger stirbst?“

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Über Organtransplantation und Hirntodkriterium: Ethische Probleme werden nicht erwähnt (15.07.2013)

Am 15.07.2013 erschien der Artikel "Über Organtransplantation und Hirntodkriterium: Ethische Probleme werden nicht erwähnt: Großes Leid darf nicht zum Wegsehen verleiten". Darin heißt es:

Über Organtransplantation und Hirntodkriterium

Die Überschrift müsste heißen "Über Organentnahme und Hirntodkriterium", da Transplantation - d.h. Übertragung der Organe und die Organempfänger - gar nicht thematisiert wurde.

Aber einen Hirntoten kann man nicht bestatten, er besitzt noch einen durchbluteten, warmen Körper, er atmet noch...

Hirntote sind zur Bestattung freigegeben. - Kein Hirntoter atmet selbständig. Alle Hirntote müssen künstlich beatmet werden, weil ich Atemreflex erloschen ist.

Durch die Organentnahme wird ihm unaufhaltsam die Beförderung vom Leben zum Tod zuteil; um diese Grausamkeit einigermaßen zu überstehen, betäubt man erfahrungsgemäß den „hirntoten“ Patienten.

Organspender bekommen in Deutschland keine Narkose, da sie keine Schmerzen wahrnehmen können. In der Schweiz wird zur Unterdrückung der spinalen Reflexe eine Narkose empfohlen. Siehe: Schmerzen

Das darf aber doch nicht dazu verleiten, so zu tun, als gäbe es bei der Organspende (Hirntodkriterium!) keinerlei ethische Probleme. Daher muss diese Diskussion dringend geführt werden.

Diskussion ja, aber bitte mit wahren Fakten.

2019

Ärzte appellieren an Abgeordnte (04.07.2019)

Am 04.07.2019 erschien der Artikel "Ärzte appellieren an Abgeordnete" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Verantwortlich für die Krise der Transplantationsmedizin seien primär Vertrauensverlust und Organisationsversagen, und nicht die fehlende Bereitschaft zur Organspende.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Es sei eine Tatsache, dass Organe einer Leiche nach Transplantation in einen anderen Menschen, keine Funktion aufwiesen.

Hirntote sind Leichen mit größtmöglichem Anteil an Supravitalität.

Bei der Spende sei dies ausgeschlossen. „Der Sterbeort ist in jedem Fall der Operationssaal.“

Hirntote sind bereits zum Zeitpunkt der Feststellung des Hirntodes tot. Fetter Text

Kein Grund zur Eile (28.05.2019)

Am 28.05.2019 erschien der Artikel "Kein Grund zur Eile" (Rainer Beckmann). Darin heißt es:

Ein staatlicher Eingriff ist nur dann verhältnismäßig, wenn es kein milderes Mittel gibt, um das beabsichtigte Ziel zu erreichen.

Bei Sorgerecht für die eigenen Kinder, Patientenverfügung, Erbrecht und anderen Bereichen regelt der Staat, was der Mensch zu seinen Lebzeiten nicht geregelt hat.

Bisher gilt im deutschen Recht der Grundsatz: Schweigen ist keine Zustimmung.

Dies trifft jedoch genau für Sorgerecht für die eigenen Kinder, Patientenverfügung und Erbrecht zu.

Die Gründe, warum wer wann welches Organ bekommt, sind meist nicht nachvollziehbar.

Die Punktzahl errechnet ein Computer von ET nach den Vorgaben der BÄK.

Auch scheinen die Kontrollmechanismen nicht gut zu funktionieren, wie diverse Skandale in den letzten Jahren gezeigt haben.

Bis 2012 gab es wenig Kontrollmechanismen. Dies wurden jedoch noch im Jahr 2012 erheblich ausgebaut.

Schweiz: Verbot von Transplantation lebenswichtiger Organe gefordert (23.04.2019)

Am 23.04.2019 erschien der Artikel "Schweiz: Verbot von Transplantation lebenswichtiger Organe gefordert". Darin heißt es:

Nachdem der Tod des Hirns festgestellt wurde, werden sie für tot erklärt, womit sie zu Organspendern werden können.

Siehe: Todeserklärung, Todesfeststellung und Todesverständis

2018

Doppelter Widerspruch, dreifacher Betrug (26.12.2018)

Am 26.12.2018 wurde der Artikel "Doppelter Widerspruch, dreifacher Betrug" (Rainer Beckmann) aktualisiert. Darin heißt es:

Die Funktion des Atemimpulses, der vom Stammhirn ausgeht, kann jedoch durch eine Beatmungsmaschine übernommen werden. Weil diese Teilfunktion des Gehirns maschinell ersetzt werden kann, liegt bei beatmeten "Hirntoten" kein "nicht behebbarer" Funktionsausfall des Gehirns vor. Damit fehlt es an einer Zulässigkeitsvoraussetzung zur Organentnahme.

Nach §3 TPG muss für Hirntod nicht nur die Eigenatmung irreversibel ausgefallen sein, sondern die Funktionen des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms.

Ein beatmeter Patient mit Ausfall der Gehirnfunktionen zeigt in größtmöglichem Umfang Integration und Ordnung: der Blutkreislauf, der Stoffwechsel, das Immunsystem und der für die Beatmung unerlässliche Gasaustausch in der Lunge funktionieren, ebenso das Rückenmark und fast das gesamte vegetative Nervensystem, es gibt Wachstum (bei jungen Menschen) und Heilung von Wunden.

Hirntote benötigen nicht nur künstliche Beatmung und künstliche Ernährung, sondern auch einen Ersatz für die ausgefallene Homöostase.

Am deutlichsten zeigen "hirntote" Schwangere, dass Patienten mit Ausfall der Gehirnfunktionen noch keine Leichen sind: Über Wochen und Monate sind sie in der Lage, ein Kind auszutragen.

Siehe: schwangere Hirntote und Plazenta

Es ist offensichtlich, dass hier sehr komplexe Interaktionen zwischen allen Körperorganen stattfinden und dass der Körper als Ganzes integriert bleibt das genaue Gegenteil von Tod und Verwesung.

Siehe: intermediäres Leben

Wenn der "nicht behebbare" Ausfall des gesamten Gehirns so 3 Abs. 2 Nr. 2 TPG das Todeskriterium darstellen soll, dann führt schon eine teilweise Ersetzung von Hirnfunktionen dazu, dass das Todeskriterium nicht mehr erfüllt ist.

Falsch: in §3 TPG heißt es "und", nicht "oder".

Der Ganzhirntod ist teilweise reversibel.

Die Reversibilität war vor der Feststellung des Hirntodes.

Der "Hirntod" ist nicht die sicherste, sondern die unsicherste Diagnose der Welt, weil sie nicht das nachweist, was sie zu beweisen vorgibt: den Tod des Menschen.

Der irreversible Ausfall der Hirnfunktionen ist eindeutig belegbar. Nach §3 TPG ist damit der Tod des Menschen festgestellt.

Um transplantierbare Organe zu erhalten, werden Teilfunktionen des Gehirns ersetzt, gleichzeitig aber soll ein "nicht behebbarer" Funktionsausfall des gesamten Gehirns vorliegen ein Widerspruch in sich.

Ein "ersetzen" ist nicht gleichbedeutend mit "beheben".

Man muss daher jedem Bürger zubilligen, dass er selbst unsicher ist und gegebenenfalls keine Entscheidung treffen will.

Wer unsicher ist, darf "Nein" sagen, bis er zu einem klaren "Ja" gefunden hat.

Wenn Organspende als "Gemeinschaftsaufgabe" kommuniziert wird (Deutsche Stiftung Organtransplantation), dann sind alle, die nicht mitwirken, schon sprachlich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Wie soll es in einem solchen Meinungsklima zu einem "respektvollen, sachlich fundierten und zugleich leidenschaftlichen Austausch der Argumente" kommen, den sich Bundesgesundheitsminister Spahn wünscht?

Mit beratungsresitenten Menschen lässt sich schlecht eine Gemeinschaft aufbauen. Man kann sie nur ertragen und dulden.

Sterbende Menschen, die sich nicht für eine Organspende entscheiden wollen oder können, werden zu Organersatzteillagern degradiert.

Wer als Sterbender sich noch die Frage um Organspende stellen kann, wird nicht den Hirntod sterben und kommt damit nicht als Organspender in Frage.

Vor allem aber ist ein "Zweitentscheidungsrecht" der Angehörigen immer verfehlt, egal, ob es sich um einen Widerspruch oder eine Zustimmung zur Organentnahme handelt. Denn die Angehörigen werden dabei ermächtigt, über Organe zu entscheiden, die ihnen nicht gehören, und über ein Sterben zu befinden, das nicht ihr eigenes ist.

Die Hinterbliebenen haben kein Entscheidungsrecht, sondern sollen lediglich sagen, ob ihnen ein schriftlicher oder mündlicher Widerspruch des Hirntoten bekannt ist.

Der "Organtod" des Gehirns ist noch nicht der Tod des Menschen.

Siehe: Todesverständnis

Darüber hinaus ist die Widerspruchsregelung eine gezielte Bevormundung.

Diese "gezielte Bevormundung" haben wir in Deutschland in vielen anderen Bereichen, ohne dass wir uns darüber aufregen, z.B.: Haftpflichtversicherung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Erbrecht.

Sie zeigt keinen Respekt vor den Ängsten und Unsicherheiten der Bürger, macht den menschlichen Körper zum Ersatzteillager und missachtet das Selbstbestimmungsrecht.

Das Beispiel Haftpflichtversicherung macht deutlich, dass es in Deutschland kein absolutes Selbstbestimmungsrecht gibt.

Und schließlich ist das "Widerspruchsrecht" der Angehörigen ein reines Täuschungsmanöver, um die neu etablierte "Organabgabepflicht" zu verschleiern.

Es geht um eine Widerspruchsregelung, nicht um eine Notfallregelung.

Der "Hirntod" ist nicht der Tod des Menschen (18.12.2018)

Am 18.12.2018 erschien der Artikel "Der 'Hirntod' ist nicht der Tod des Menschen". Darin heißt es:

Voraussetzung bei der Organspende ist die Annahme, der „Hirntod“ sei der Tod des Menschen. Doch Patienten mit Ausfall der Gehirnfunktionen sind noch keine Leichen.

Jeder Bewusstlose hat einen Ausfall der Gehirnfunktionen. Hirntote haben einen irreversiblen Ausfall der Gehirnfunktionen.

Die Funktion des Atemimpulses, der vom Stammhirn ausgeht, kann jedoch durch eine Beatmungsmaschine übernommen werden. Weil diese Teilfunktion des Gehirns maschinell ersetzt werden kann, liegt bei beatmeten "Hirntoten" kein "nicht behebbarer" Funktionsausfall des Gehirns vor. Damit fehlt es an einer Zulässigkeitsvoraussetzung zur Organentnahme.

Im TPG heißt es "irreversibel" (nicht behebbar), nicht "ersetzbar". Daher bleiben auch mit diesem Hinweis Hirntote Tote.

Denn echte "Irreversibilität" von Körperfunktionen ist nur dann gegeben, wenn auch ein medizintechnischer Ersatz ausgeschlossen ist - analog zum Ersatz zum Beispiel der Pumpfunktion des Herzens durch ein Kunstherz.

In §3 TPG ist der Hirntod nicht als irreversibler Ausfall der Eigenatmung definiert, sondern als irreversibler Funktionsausfall von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm.

Ein beatmeter Patient mit Ausfall der Gehirnfunktionen zeigt in größtmöglichem Umfang Integration und Ordnung: der Blutkreislauf, der Stoffwechsel, das Immunsystem und der für die Beatmung unerlässliche Gasaustausch in der Lunge funktionieren, ebenso das Rückenmark und fast das gesamte vegetative Nervensystem, es gibt Wachstum (bei jungen Menschen) und Heilung von Wunden.

Dies alles ist nur möglich, weil die Intensivmedizin die ausgefallene Homöostase regelt. Hirntote brauchen weitaus mehr als nur künstliche Beatmung und künstliche Ernährung.

Am deutlichsten zeigen "hirntote" Schwangere, dass Patienten mit Ausfall der Gehirnfunktionen noch keine Leichen sind: Über Wochen und Monate sind sie in der Lage, ein Kind auszutragen. Es ist offensichtlich, dass hier sehr komplexe Interaktionen zwischen allen Körperorganen stattfinden und dass der Körper als Ganzes integriert bleibt das genaue Gegenteil von Tod und Verwesung.

Siehe: schwangere Hirntote und Plazenta

Spahn kritisiert Moralisierung von Sachfragen durch Kirchen (26.11.2018)

Am 26.11.2018 erschien der Artikel "Spahn kritisiert Maralisierung von Sachfragen durch Kirchen". Darin heißt es:

Ich empfinde es als irritierend, wenn ein religiös inspirierter oder kirchlich unterstützter Moralismus um sich greift und von der Gesellschaft wie der Politik fordert, seiner engen Gesinnungsethik Folge zu leisten.

Spende muss freiwillig sein (30.10..2018)

Am 30.10.2018 erschien der Artikel "Spende muss freiwillig sein" (Josef Algermissen). Darin heißt es:

Im Vordergrund der aktuellen Debatte steht daher die Forderung des Ministers, aber auch einiger Politiker der CDU, FDP und SPD sowie der Ärzteschaft, die Widerspruchsregelung mit der Folge einzuführen, dass jeder Mensch grundsätzlich als Organspender gilt und seine Organe sozusagen freies Eigentum der Gemeinschaft werden, es sei denn, er hätte dem ausdrücklich widersprochen.

Wenn Eltern nicht entsprechend vorgesorgt haben und durch Krankheit oder Tod vorübergehend oder dauerhaft das Sorgerecht für die eigenen Kinder nicht mehr ausüben können, kümmert sich das Jugendamt um die Kinder. Hierbei sprechen wir nicht davon, dass die Kinder zum "freien Eigentum der Gemeinschaft werden".

Die Annahme eines allgemeinen gesellschaftlichen und staatlichen Verfügungsrechts über den menschlichen Körper, auf die sich eine Widerspruchslösung zwangsläufig berufen muss, ist im Grunde unverantwortlich.

Siehe: Sorgerecht für die eigenen Kinder

Um die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen, muss Vertrauen zurückgewonnen werden, das durch verschiedene Skandale verloren gegangen ist.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Jens Spahns Gesundheitspolitik: Widerspruch gegen Widerspruchsregelung (12.09.2018)

Am 12.09.2018 erschien der Artikel "Jens Spahns Gesundheitspolitik: Widerspruch gegen Widerspruchsregelung". Darin heißt es:

Deutscher Ethikrat hat Bedenken

Nicht der DER hat Bedenken, sondern sein Mitglied Peter Dabrock (und vielleicht weitere einzelne Mitglieder).

Was erlauben Nüßlein? (31.08.2018)

Am 31.08.2018 erschien der Artikel "Was erlauben Nüßlein?" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Es gibt keine moralische Pflicht zur Organspende. An Organversagen zu sterben, ist kein Übel, das unter allen Umständen abgewendet werden müsste. An Organversagen zu sterben, ist der von der Natur vorgesehene Normalfall des Sterbens.

Sachlich korrekt. In der Weiterführung dieses Gedankens müssen wir alle Kliniken schließen, denn die Menschen sterben sowieso - und das ist Gottes Wille.

Gäbe es eine moralische Pflicht zur Organspende, müssten auch Katholiken, anstatt im Kreise ihrer Familie und mit den Sakramenten der Kirche versehen zu sterben, was freilich auch immer weniger Gläubigen gelingt, gegen Ende ihres Lebens in ein künstliches Koma versetzt werden, um künstlich beatmet auf dem OP-Tisch durch die Hand jener Chirurgen zu sterben, die ihnen die lebenswichtigen Organe entnehmen.

Kein Hirntoter wird in ein künstliches Koma versetzt. Er ist aufgrund seiner Erkrankung im tiefen Koma.

Dass immer weniger Menschen ihre Organe im Falle eines diagnostizierten Hirntodes spenden wollen, mag – wie Nüßlein vermutet – auch mit den Unregelmäßigkeiten und Skandalen bei der Organspende zusammenhängen, die in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt haben. Der eigentliche Grund reicht jedoch vermutlich tiefer: Die wenigsten Menschen wollen, künstlich beamtet, auf einem kalten OP-Tisch sterben.

Die Entscheidung zur Organspende ab dem Jahr 2002.[2] [Anm. 1]

Entscheidung 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Potenziell[3] 1.868 2.090 1.865 1.963 1.866 1.888 1.876 1.799 1.584 1.370 1.339 1.317 1.248 1.178 1.416
Ja: (Abs) 1.259 1.313 1.198 1.217 1.296 1.200 1.046 876 921 926 857 863 955
schriftlich 5,0 5,5 7,3 5,8 6,8 6,2 6,3 8,8 7,3 8,9 10,3 14,3 16,1 15,2 16,4 19,7 17,6
mündlich 11,6 11,8 13,0 11,1 16,1 18,4 19,9 21,9 21,8 25,8 23,2 25,8 24,8 27,9 26,7 26,7 25,4
vermutet 75,4 76,8 75,9 79,1 68,1 66,6 60,9 51,8 53,5 47,7 50,6 43,6 42,0 44,2 44,5 41,0 45.5
Hinterbliebene 8,1 5,8 3,7 3,9 8,9 8,8 12,9 17,4 17,4 17,7 15,9 16,3 17,2 12,7 12,3 12,6 11,6
Nein: (Abs) 485 537 551 565 482 486 434 402 381 358 297 282 340
schriftlich 1,3 1,0 2,3 2,2 1,4 0,4 0,9 1,4 1,7 1,1 1,8 2,0 2,9 3,1 4,4 4,6 4,1
mündlich 15,9 17,5 17,7 18,9 21,4 22,9 22,7 30,8 28,8 31,2 31,1 35,1 32,0 35,8 32,3 29,8 32,1
vermutet 68,3 66,1 68,7 70,8 52,4 47,5 43,6 29,4 28,8 27,1 27,6 24,6 26,0 29,3 28,3 24,8 31,2
Hinterbliebene 14,5 15,3 11,3 8,1 24,7 29,2 32,8 38,4 40,7 40,6 39,4 38,3 39,1 31,8 35,0 40,8 32,6
Nein-Anteil 26,0 27,4 29,5 29,9 25,7 27,0 27,4 29,3 28,5 27,2 23,8 23,9 24,0
Ja-Anteil 67,7 66,9 64,2 64,5 69,1 66,7 66,0 63,9 68,8 70,3 68,7 73,3 67,4
Ja OSA % 4,6 4,1 4,0 5,7 5,0 5,9 6,8 9,1 11,1 10,7 11,3 14,4 11,9
Nein OSA % 0,4 0,1 0,3 0,4 0,4 0,3 0,5 0,6 0,8 0,8 1,0 1,1 1,0
OSA % 5,0 4,3 4,3 6,1 5,5 6,2 7,3 9,7 11,9 11,5 12,3 15,5 12,9

Ja OSA % = von den Organspendern hatten n% schriftlich der Organentnahme zugestimmt
Nein OSA % = von den Nicht-Organspendern hatten n% schriftlich der Orgenentnahme widersprochen.
OSA % = von den potentiellen Organspendern (Summe aus Organspendern und Nicht-Organspendern hatten n% ihre Entscheidung zur Frage der Organspende selbst schriftlich festgehalten, d.h. einen Organspendeausweis ausgefüllt. Im Jahr 2013 gab nach Feststellung des Hirntodes 29,3% "Nein" zur Organspende, doch 2008 waren es 29,5% und 2009 sogar 29,9%. Von 2013 bis 2016 ging der Nein-Anteil von 29,3% auf 23,8% zurück. Seither stagniert der Widerspruch zur Organspende bei ca. 24%. Von einem "Vertrauensverlust" kann hier wirklich nicht gesprochen werden, der einen Rückgang der Organspender um rund 30% bewirkte.

Sie wollen ihr Leben so würdevoll wie eben möglich aushauchen.

Den letzten Atemzug haben Hirntote Stunden oder Tage vor Feststellung des Hirntodes gemacht (aushauchen).

Die Anwältin des Lebens (22.08.2018)

Am 22.08.2018 erschien der Artikel "Die Anwältin des Lebens" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Wenn Zeitungen ein Herz haben, schlug das der „Tagespost“ stets im gleichen Takt wie das Herz der Kirche. Was diese lehrte, verpflichtete auch die Zeitung:

Die DBK schrieb in ihrer Schrift Hirntod und Organspende (2015) auf Seite 6: "Nach jetzigem Stand der Wissenschaft stellt das Hirntod-Kriterium im Sinne des Ganzhirntodes – sofern es in der Praxis ordnungsgemäß angewandt wird – das beste und sicherste Kriterium für die Feststellung des Todes eines Menschen dar, so dass potentielle Organspender zu Recht davon ausgehen können, dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme wirklich tot und nicht nur sterbend sind."
Wenn der Tagespost und ihren Autoren neuere wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, d.h. seit 2015, dann sollten diese genannt werden. In den Beiträgen bis Juli 2019 wurde jedoch nichts dergleichen gefunden. - Daher sollte die Tagespost sich entweder der Haltung der Kirche anpassen (Hirntote sind Tote) oder solche Sätze, wie hier zitiert weglassen. So aber ist es eine (bewusste?) Irreführung der Leserschaft.

Organspende: Ärztetag für Einführung der Widerspruchslösung (15.05.2018)

Am 15.05.2018 erschien der Artikel "Organspende: Ärztetag für Einführung der Widerspruchslösung". Darin ist alles korrekt wiedergegeben.

Im Hirntod ist immer noch Leben (09.05.2018)

Am 09.05.2018 erschien der Artikel "Hirntod ist immer noch Leben" (Peter Winnemöller). Darin heißt es:

Es ist mal wieder ein Mensch aufgewacht, der Hirntod war. Das kommt dem Vernehmen nach öfter vor.

Siehe: lebende Hirntote

Diesmal war es ein Junge von 13 Jahren.

Siehe: Trenton McKinley

Sonderbarerweise müssen Hirntote Organspender narkotisiert werden, denn in ihrem Körper funktioniert offensichtlich noch eine ganze Menge.

Siehe: Narkose und Leben in Hirntoten

Die Messung, dass keine Hirnströme mehr vorhanden sind, sagt nur, dass sie nicht mehr nachgewiesen werden können.

Zur HTD gehört weitaus mehr, als nur die Messung der Hirnströme.

Weil einem lebenden Menschen kein lebenswichtiges Organ entnommen werden darf, muss er eben tot sein.

Siehe: Pierre Wertheimer

Das Hirntodkriterium erfüllt diese Bedingung zumindest nicht hinreichend.

Der DER sagte 2015 auf Seite 167 einstimmig, "dass am Hirntod als Voraussetzung für eine postmortale Organentnahme festzuhalten ist." Die DBK sagte 2015 auf Seite 6, "dass potentielle Organspender zu Recht davon ausgehen können, dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme wirklich tot und nicht nur sterbend sind."

Erneut weniger Organspender (24.01.2018)

Am 24.01.2018 wurde der Artikel "Erneut weniger Organspende" (Stefan Rehder) aktualisiert. Darin heißt es:

Transparenz gehört nicht gerade zu den Stärken des Komplexes, der sich um die Transplantationsmedizin rankt. Das sorgt für Verunsicherung etwa in der Frage des Hirntodes

Es gibt von der BZgA eine eigene Schrift über den Hirntod.

Der Hirntod – als Tod des Organs Gehirn – kann mit dem Tod des Menschen zusammenfallen, muss es aber nicht.

Der Hirntod ist immer der Tod des Menschen. Siehe: Todesverständnis

Dennoch werden Zweifel an der Gültigkeit der Hirntod-Theorie nur selten einmal öffentlich diskutiert. Wenn doch, dann meist nur in Fachpublikationen.

In Fachpublikationen wird kaum der Hirntod als Tod des Menschen in Frage gestellt. Diese Diskussion läuft auf niederem Niveau ab, meist auch mit Halb- und Unwahrheiten.

2017

Mit dem Herzen eines Toten leben (20.12.2017)

Am 20.12.2017 wurde der Artikel "Mit dem Herzen eines Toten leben" (José Garcia) aktualisiert. Darin werden Filme zu Hirntod und Organspende beschrieben.

"kopflos", aber "lebendig" (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "'kopflos', aber 'lebendig'" (Stefan Rehder) akutalisiert. Darin heißt es:

Wie er im Verlauf seiner Ausführungen darlegte, sei die Integration, welche das Gehirn für den Gesamtorganismus leiste, zwar bedeutsam; anders als die des Herz-Kreislauf-Systems stelle sie jedoch keine das Leben konstituierende dar und könne inzwischen durch Medizintechnik und Pflege soweit ersetzt werden, dass ein menschlicher Organismus auch nach dem Verlust sämtlicher Hirnfunktionen noch als ein integriertes Ganzes fortbestehen könne.

Ganz korrekt, es ist ein "menschlicher Organismus", aber kein lebender Mensch.

„Die unwiderrufliche Bewusstlosigkeit ist nicht der Tod“, so Shewmon. Patienten, bei denen der Hirntod festgestellt worden sei, seien nicht bloß nur „großartige Zellkulturen“, wie die Verfechter der Hirntod-Theorie glauben machen wollen, sondern „bewusstlose menschliche Wesen“.

Siehe: Todesverständnis und Koma

Man könne heute „eine Narkose so hoch dosieren, dass sie sämtliche Funktionen des Gehirns unterdrückt“. Aber niemand würde einen solchen Patienten deswegen „für tot erklären“.

Damit fehlt aber eine Bedingung für Tod, die Irreversibilität.

Eine der wichtigsten Funktionen, die das Hirn für den Organismus wahrnehme, sei die Steuerung der Atmung. Sie wird bei Schwersthirngeschädigten durch einen Respirator ersetzt, der für die künstliche Beatmung der Patienten sorgt. Träfe die Hirntod-Theorie zu, dann müsse man sich, so Shewmon, den Respirator als einen „Ventilator“ vorstellen, „der ein Herz in einem Leichnam schlagen lässt“.

Faktisch ist das auch so.

Denn Embryonen und anenzephale Neugeborene, die entweder noch gar kein Gehirn oder nur ein völlig unzureichendes ausgebildet hätten, seien „sicher nicht tot“. Folglich könne die „Hirntod-Konzeption“ auch nicht mit „dem fehlenden Innenleben“ hirntoter Menschen gerechtfertigt werden.

Siehe: Irreversibilität

Organspende-Praxis wird geprüft (08.08.2012)

Am 08.08.2012 wurde der Artikel "Organspende-Praxis wird geprüft" aktualisiert. Darin heißt es:

Der Kölner Verfassungsrechtler Wolfram Höfling, der auch im Ethikrat sitzt, hält das ganze System für fundamental falsch. Es könne nicht sein, dass sich Ärzte selbst kontrollieren, sagte er der „Berliner Zeitung“ vom Mittwoch.

Wer kontrolliert die Elektriker (VDE)? Wer kontrolliert die Richter? - In vielen Bereichen kontrolliert sich die Berufsgruppe selbst, weil nur sie die entsprechende Fachkompetenz besitzt.

Organspendegesetz verabschiedet (25.05.2012)

Am 25.05.2012 erschien der Artikel "Organspendegesetz verabschiedet" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Organspendegesetz verabschiedet

Es wurde kein "Organspendegesetz" verabschiedet, sondern ein "Transplantationsgesetz", denn es geht darin nicht nur um Organspende, sondern den gesamten Ablauf der TX.

Viel Druck, wenig Aufklärung (14.03.2012)

Am 14.03.2012 erschien der Artikel "Viel Druck, wenig Aufklärung" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Angesichts der massiven Zweifel, die an der wissenschaftlichen Haltbarkeit der Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen geäußert werden (zuletzt DT vom 10. März) drängt sich bereits an dieser Stelle der Eindruck, man könne es hier mit einer besonders krassen Form organisierter Verantwortungslosigkeit zu tun haben, geradezu von selbst auf.

Siehe: Todesverständnis

Dass auf ihnen das Wort „Hirntod“ kein einziges Mal fällt, kann daher schon als echtes Kunststück bezeichnet werden, gilt bislang doch der diagnostizierte Hirntod als das entscheidende Kriterium, mit dem die Entnahme lebenswichtiger Organe bei dazu bereiten Spender auch ethisch gerechtfertigt wird.

Dafür heißt es in §3 Abs.1 TPG vom "Tod des Organ- oder Gewebespenders", der festgestellt werden muss.

Der harmonische Bundestag (18.10.2017)

Am 18.10.2017 erschien der Artikel "Der harmonische Bundestag" (Stefan Rehder). Darin wird die Situation im Bundestag vor der Abstimmung zur Frage der Entscheidungsregelung beschrieben.

Im Blickpunkt: Zwischen allen Stühlen (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "Im Blickpunkt: Zwischen allen Stühlen" (Stefan Rehder) veröffentlicht. Darin gibt es viele Zitate der DBK.

Die Übung des aufrechten Gangs (18.10.2017)

Am 18.10.2017 erschien der Artikel "Die Übung des aufrechten Gangs" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Sie vertrat die von einer seit Jahren wachsenden Minderheit vertretene These, dass der Hirntod nicht mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt werden könne, weshalb Hirntote auch keine „warmen Leichen“, sondern „schwerstverletzte Patienten“ seien, die „beatmet auf einer Intensivstation liegen“ und „deren Gehirnfunktion ausgefallen“ ist. Hirntote – veranschaulichte Manzei die Unterschiede zur Leiche – verarbeiteten die ihnen künstlich zugeführte Nahrung, schieden Exkremente aus, erhielten Medikamente.

Siehe: Todesverständnis

Für hirntot erklärte Kinder könnten wachsen.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

"Ausgeblendet und beschwiegen" (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "Ausgeblendet und beschwiegen" aktualisiert. Darin heißt es:

Der Chefarzt am Offenbacher Ketteler-Krankenhaus bezeichnete Mediziner, die sich das Recht herausnähmen, den Tod des Menschen mit dem Hirntod gleichzusetzen, als „anmaßend“. Ärzte könnten zwar den Zustand eines Patienten beschreiben, es gäbe aber keinen alleinigen Deutungsanspruch der Medizin auf die Frage, wann ein Mensch wirklich tot ist.

Siehe: Todesverständnis

Überhaupt habe das von einer Harvard-Kommission im Jahr 1968 entwickelte Kriterium „die Tür zur Fremdnutzung anderer Personen“ weit geöffnet.

Nach festgestelltem Hirntod und keiner Organentnahme erfolgt Therapieende. Daher kann man nicht von "Fremdnutzung" sprechen. Siehe auch: Pierre Wertheimer

Es besteht der Verdacht, dass der Staat Hirntote für tot erklären wollte, um ihnen anschließend die Organe zu entnehmen.

Siehe: Verschwörungstheorie

Im Übergang vom Leben zum Tod (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "Im Übergang vom Leben zum Tod" (Hans-Bernhard Wuermeling). Darin geht es um DCD, was in Deutschland verboten ist.

Bitte nicht stupsen! (24.07.2015)

Am 24.07.2015 erschien der Artikel "Bitte nicht stupsen!" (Felix Honekamp). Darin heißt es:

Wer garantiert, dass nicht eines Tages Lösungsmodelle in Gesundheits- und Forschungsministerien beraten und angewandt werden? Wer garantiert, dass nicht eines Tages die Bürger aufwachen und sich zur Organabgabe verpflichtet fühlen, weil dies ihre „Träume“ und zufällig auch die aktuelle Kampagne eines Ministeriums raten?

Wer garantiert, dass sich in Zukunft nichts ändern wird?

An der Organspende will keiner rütteln (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "An der Organspende will keiner rütteln" aktualisiert. Darin wird das Positionspapier des DER (2015) vorgestellt.

Life Style Organspende? (18.10.2017)

Am 18.10.2017 wurde der Artikel "Life Style Organspende?" (Stefan Rehder) aktualisiert. Darin heißt es:

Hirntote werden narkotisiert

In der Schweiz wird für die Organentnahme eine Narkose empfohlen, um die Reflexe des Rückenmmarks zu unterdrücken und damit die Organe bei der Organentnahme zu schützen, siehe: Schmerzen

Dazu muss man, was Angstwurm nicht eigens ausführte, freilich wissen: Sollte es während der Organentnahme zu einer unkontrollierten, vom Rückenmark gesteuerten Bewegung des Hirntoten kommen, läuft der Chirurg Gefahr, die Organe so zu verletzen, dass sie für eine Transplantation ungeeignet wären. Dies und keineswegs die Befürchtung der Ärzte, Hirntote könnten Schmerzen empfinden, ist der eigentliche Grund für eine Narkose vor Organentnahme.

Sehr korrekt.

Wenn die Medizin auch nicht weiterhelfen kann (12.07.2017)

Am 12.07.2017 erschien der Artikel "Wenn die Medizin auch nicht weiterhelfen kann" (José Gracia). Darin wird ein Spielfilm vorgestellt.

Kommentar: Abstoßende Ritualisierung (31.05.2017)

Am 31.05.2017 erschien der Artikel "Kommentar: Abstoßende Ritualisierung" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Wie wenig davon die Rede sein kann, zeigt etwa der Umstand, dass zahlreiche Menschen erklären, sie seien zur Organspende bereit und auch einen Organspendeausweis mit sich führen, zugleich jedoch in ihren Patientenverfügungen die Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen für den Fall hineinschreiben, dass sie ins Koma fallen sollten.

Beim normalen Sterben wünschen sich die meisten Menschen ab einem gewissen Zustand die Beendigung aller lebenserhaltenden und lebensverlägernden Maßnahmen. Viele Menschen - rund 75% - wollen jedoch ihre Organe spenden. Hierzu muss jedoch in Erwartung auf Eintritt des Hirntodes die intensivmedizinische Behandlung weiter fortgesetzt werden.

Der Respirator, das Beatmungsgerät, wird erst abgestellt, wenn die Explanteure dem zuvor für hirntot erklärten Spender das letzte Organ entnommen haben.

Das Beatmungsgerät wird abgestellt, sowie das Herz zum Stillstand gekommen ist.

Noch schwerer als das mitunter systematisch anmutende In-Unkenntnis-Halten po- tenzieller Organspender wiegt jedoch die Verweigerung einer sachgerechten Auseinandersetzung mit den Argumenten ausgewiesener Hirntod-Gegner.

Soweit die Argumente sachlich sind, setzt man sich mit diesen sehr wohl auseinander.

2016

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2015

Wieder mehr Organspender (01.06.2015)

Am 01.06.2015 erschien der Artikel "Wieder mehr Organspender". Darin heißt es:

Dass der Hirntod als Entnahmekriterium mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt werden kann, ist allerdings umstritten.

Die Kritiker sind aber in der deutlichen Minderheit.

2014

Der Verzicht wird niemandem verboten (05.12.2014)

Am 04.12.2014 erschien der Artikel "Der Verzicht wird niemandem verboten" (Stefan Rehder im Interview mit Chrisiane Woopen). Darin werden die aktuellen Themen des DER genannt.

Umfrageergebnis: Mehrheit der Deutschen will legale Euthanasie : Eine erschütternde Entwicklung (07.02.2014)

Am 07.02.2014 erschien der Artikel ²Umfrageergebnis: Mehrheit der Deutschen will legale Euthanasie: Eine erschütternde Entwicklung". Darin heißt es:

Für die Bedürfnisse der Transplantationsmedizin hat der Gesetzgeber den Tod als Faktum durch eine Fiktion ersetzt: den Hirntod. Denn Organe eines bereits Verstorbenen, einer Leiche also, sind nun einmal für eine erfolgreiche Organtransplantation nicht zu gebrauchen. Auch hier, soweit überhaupt ein Organspendeausweis ausgefüllt wurde, eine Erscheinungsform der „Tötung auf Verlangen“?

Siehe: Todesverständnis und Verschwörungstheorie

2013

Von Abtreibung bis Hirntod (04.11.2013)

Am 04.11.2013 erschien der Artikel "Von Abtreibung bis Hirntod"(Reinhard Rabe). Darin heißt es:

Wer von einem materialistischen Menschenbild ausgehe, müsse den menschlichen Körper nach dem Tod zwangsläufig als Organressource betrachten, die nicht einfach vergraben oder verbrannt werden dürfe.

Mit diesem Menschenbild sind Hirntote Sterbende, da nur auf den biologischen Körper und seine Funktionalität geschaut wird.

Nur wenn man von einem personalen Menschenbild ausgehe, werde dem sterbenden und toten Menschen der gebührende Respekt erwiesen.

Mit diesem Menschenbild sind Hirntote Tote, da die psychosomatische Einheit bei Hirntoten nicht mehr gegeben ist.

Tatsächlich zeige der „hirntote“ Mensch jedoch zahlreiche Lebenszeichen.

Das zeigen auch normale Tote, siehe: intermediäres Leben

Praktisch sei der ganze Körper lebendig – abzüglich des Gehirns.

Hirntote sind Tote mit größtmöglichem Anteil an intravitalem Leben.

Das Hirntod-Kriterium sei jedenfalls mit Sicherheit kein „sicheres Todeszeichen“.

Der Hirnntod ist ein sicheres Todeszeichen, siehe: Todesverständnis

Die Frage nach dem Lebensende wird immer drängender (14.10.2013)

Am 14.10.2013 erschien der Artikel "Die Frage nach dem Lebensende wird immer drängender" (Alexander Riebel). Darin werden einige Bücher über das Sterben kurz vorgestellt.

Organtransplantation und Hirntodkriterium: Präzise Informationen sind notwendig (01.07.2013)

Am 01.07.2013 erschien der Artikel "Organtransplantation und Hirntodkriterium: Präzise Informationen sind notwendig". Darin heißt es:

Ein Priester hat im Pfarrbrief diese Problematik klar dargelegt und sah sich daraufhin sowohl vom Großteil seiner Pfarrangehörigen, als auch von kirchlicher Seite, sowie von der Regionalpresse schweren Angriffen ausgesetzt.

Wer als kath. Priester öffentlich dem Hirntodkonzept widerspricht, muss zurecht damit rechnen.

Es wird höchste Zeit, dass die Kirche dieses Thema endlich ernsthaft aufgreift und verbindlich spricht.

Das hat die DBK 2015 getan, auf Seite 6 werden Organspender eindeutig als Tote bezeichnet, nicht als Sterbende.

„Wir reden auch nicht vom Nierentod“ (12.06.2013)

Am 12.06.2013 erschien der Artikel "„Wir reden auch nicht vom Nierentod“". Darin heißt es:

„Wir reden auch nicht vom Nierentod“

... aber vom Herztod, Herz-Lungen-Tod und Hirntod

Es geht um die vitale Frage, ob eine „postmortale Organspende“ letztlich nicht ein Etikettenschwindel sei, der verschleiere, dass ein hirntoter Organspender genau genommen gar kein Toter, sondern ein Sterbender sei. Einer, der folglich erst auf dem Operationstisch zu Tode kommt – eben weil und nachdem ihm Ärzte lebenswichtige Organe entnommen haben.

Siehe: Todesdefinition

Vielmehr sei „der juristisch für tot Erklärte im biologischen und phänomenologischen Sinne noch am Leben“.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

„Für eine Bestattung“ wäre der „Hirntote“, so Bauer, „längst nicht tot genug“.

Hirntote sind für eine Bestattung tot genug. Sie sind nur nach dem Therapieende bzw. nach der Organentnahme nicht mehr durchblutet und warm.

Leitartikel: Die Grenzen der Transparenz (31.05.2013)

Am 31.05.2013 erschien der Artikel "Leitartikel: Die Grenzen der Transparenz" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Das Ausschalten des Beatmungsgeräts ist gewissermaßen der letzte Akt einer „postmortalen Organspende“ ...

Nach der Öffnung des Oberkörpers wird das Herz zum Stillstand gebracht. Danach wird mit der Organentnahme begonnen.

Ähnliches gilt für den Umgang mit der Frage, ob ein für hirntot erklärter Spender tatsächlich tot ist, bevor ihm die Transplantationsmediziner lebenswichtige Organe entnehmen, oder ob er nicht erst während des Eingriffs – auf dem Operationstisch – verstirbt, was den Begriff einer „postmortalen Organspende“ ad absurdum führen würde.

Siehe: Todesverständnis

Vertrauen geht anders (06.05.2013)

Am 06.05.2013 erschien der Artikel "Vertrauen geht anders". Darin heißt es:

Denn offensichtlich soll das neue von Höfling erwogene Kriterium des Herz-Kreislauf-Stillstands das zweifelhafte Kriterium des Hirntods nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

BÄK und andere med. Gesellschaften sind gegen DCD.

Das Mysterium der Person ist unauflöslich (03.05.2013)

Am 03.05.2013 erschien der Artikel "Das Mysterium der Person ist unauflöslich" (Christoph Böhr). Darin heißt es:

Er erläutert, warum die Person Grund einer unverlierbaren Würde ist, wie Personen sich wechselseitig in Liebe erkennen, und wie im Blick auf bioethische Debatten – hier vor allem die Hirntod-Frage – eine Erkenntnis der Person möglich ist.

Kommentar: Jetzt wird ausgemistet (02.01.2013)

Am 02.01.2013 erschien der Artikel "Kommentar: Jetzt wird ausgemistet" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Fehlt nur noch, dass offen und ehrlich über den Hirntod als sicheres Todeskriterium debattiert wird.

An Ehrlichkeit fehlt es zuweilen bei den Kritikern.

2012

Plädoyer für menschliche Würde (28.12.2012)

Am 28.12.2012 erschien der Artikel "Plädoyer für menschliche Würde" (Dominique Humm). Darin heißt es:

Immer wieder gibt es den Fall, dass ein sogenannter Hirntoter aufwacht.

Siehe: lebende Hirntote

Kraft dieser neuen Definition würden, so Balkenohl, komatöse Patienten als Leichname behandelt und könnten für andere Zwecke verwendet werden.

Koma ist nicht Hirntod.

Nicht nur, dass die technischen Apparaturen und Methoden fraglich und unzuverlässig seien, sondern Studien belegen zahlreiche Fälle, in denen der Hirntote nach dem Abschalten der lebenserhaltenden Geräte von zwei Wochen bis zu 14 Jahren weitergelebt habe.

Die Funktionalität der bei der HTD verwendeten Geräte müssen bei jedem Einsatz geprüft werden, um Fehldiagnosen zuverlässig auszuschließen. - Diesen Hirntoten wurde die "lebenserhaltenden Geräte" nicht abgeschaltet, siehe: Alan Shewmon

Es gebe sogar Berichte, wie der prominente Fall des „Erlangener Babys“, von der Spontangeburt einer Hirntoten, die nur durch das Gehirn ausgelöst werden könne.

Beim "Erlanger Baby" war es eine Körperreaktion aufgrund der hohen Entzündungswerte.

Balkenohl berichtet auch von einem Hirntoten, der wieder aufgewacht sei und nur aufgrund einer Verzögerung seine Organe noch nicht entnommen bekommen habe.

Siehe: lebende Hirntote

Zur Debatte über Manipulationen in der Transplantationsmedizin und das Hirntodkriterium (12.10.2012)

Am 12.10.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über Manipulationen in der Transplantationsmedizin und das Hirntodkriterium: Was wohl der eigentliche Skandal ist?". Darin heißt es:

So fordern etwa Franklin G. Miller und Robert D. Troug aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Regel „Organentnahme nur nach dem Tod“ aufzugeben („abandoning dead donor rule“) und den Totenschein eines Organspenders auf den Zeitpunkt der Organentnahme auszustellen.

Siehe: Robert Troug und [Franklin Miller]]

Den Hirntod danach neu und „besser begründen“ zu wollen, wie Klaus Klother schreibt, ist dem President' Council jedoch nicht gelungen: Seine Neudefinition (S. 61), so haben seither Wissenschaftler aufgezeigt, passt nämlich nicht nur auf sogenannte „Hirntote“, sondern auch auf andere Krankheitszustände, etwa komatöse Patienten, die niemand als tot erklären will und kann.

Siehe: PCB

Kommentar: Die Spitze des Eisbergs (08.10.2012)

Am 08.10.2012 erschien der Artikel "Kommentar: Die Spitze des Eisbergs" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Nachdem die Politik mit der Novelle des Transplantationsgesetzes ihr Desinteresse an der Frage dokumentiert hat, ob für hirntot erklärte Menschen auch wirklich tot sind, fühlen sich interessierte Kreise nun ermutigt, einen Schritt weiter zu gehen.

Siehe: Todesverständnis

Zur Diskussion über das Thema Organspende und das Hirntodkriterium: Fehldiagnosen kann ich mir nicht vorstellen (24.08.2012)

Am 24.08.2012 erschien der Artikel "Zur Diskussion über das Thema Organspende und das Hirntodkriterium: Fehldiagnosen kann ich mir nicht vorstellen". Darin heißt es:

Aber abgestorbene Hirnzellen können nicht wieder zum Funktionieren gebracht werden und aus den Bemühungen um eine Revaskularisierung bei Schlaganfällen wissen wir, wie kurz die Frist bis zum Absterben der Hirnzellen ist. Wenn ein Patient aus diesem Stadium völlig genesen kann, muss die Diagnose des Hirntodes falsch gewesen sein.

Sehr korrekt.

Zur Debatte über den Organspendeskandal und seine Folgen: Umgang mit potenziellen Spendern (14.08.2012)

Am 14.08.2012 erschien der Artikel "Zur Debatte über den Organspendeskandal und seine Folgen : Umgang mit potenziellen Spendern: Das Herz schlägt, der Blutdruck funktioniert". Darin heißt es:

Das von Ärzten den Organspendern und ihren Familien durch Falschinformation und fremdnützige Patienten-Fehlbehandlung angetane Unrecht bleibt tabu.

Bei jedem Organspender ging dies voraus: Die Ärzte versuchten das Leben zu retten und die Gesundheit wieder herzustellen. Da aber die Erkrankung schwerer war als die Möglichkeiten der Intensivmedizin, starb das Gehirn ab. Der Hirntod wurde festgestellt. Es lagen gesunde Organe und die Zustimmung zur Organentnahme vor. Die Organentnahme wurde durchgeführt.

Ende Juni wurde im Bayerischen Fernsehen der Film „Wer bestimmt das Lebensende?“ gezeigt. ... Der sogenannte „Hirntote“ starb später. Es gab zwei Todeszeitpunkte: den zur Zeit des „Hirntodes“ und den des wirklichen Todes, am Grabkreuz festgehalten.

Wenn der Hirntod festgestellt ist, ist dies auch Datum und Uhrzeit des festgestellten Todes. Dies steht auf jedem Protokoll der HTD. Dieses Datum und diese Uhrzeit wird auf den Totenschein übertragen.

Vielmals äußerte sich Papst Benedikt XVI., dass das menschliche Leben vom Beginn an bis zu seinem natürlichen Ende zu schützen sei und dass Organe nur von einem wirklich Toten entnommen werden dürfen.
Der Organspender mit seiner Bereitschaft sich töten zu lassen macht sich selber zum Herrn über sein Lebensende. – Wenn Organe entnommen werden, stirbt man am Operationstisch ohne den Beistand betender, liebender Angehöriger. Auch das wäre zu bedenken.

Siehe: Todesverständnis

Zur Diskussion über Organspenden und den Hirntod als Entnahmekriterium (30.07.2012)

Am 30.07.2012 erschien der Artikel "Zur Diskussion über Organspenden und den Hirntod als Entnahmekriterium : Wenn der Mensch über den Menschen bestimmt". Darin heißt es:

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass ein hirntoter Mensch noch nicht tot ist. Die verbreitete Ansicht, dass man bei der Entnahme von Organen bereits tot ist, steht bei Wissenschaftlern weiterhin auf den Prüfstand.

Siehe: Todesverständnis

Besteht hier nicht die Gefahr, dass man um einer vermeintlichen Humanität willen Menschen als Mittel zum Zweck missbraucht?

Nein.

Christliche Ethik ist immer bestrebt, die Würde der einzelnen Person zu wahren, den Menschen nicht zu verzwecken, denn er gehört nicht dem Staat oder der Gesellschaft, auch nicht dem Medizinbetrieb, sondern er ist ein Geschöpf Gottes mit einer unantastbaren Würde, wobei niemand anders als unser Schöpfer selbst der Herr über Leben und Tod ist und sein darf.

Mit jedem Versuch der Reanimation sind die Ärzte "Herr über Leben und Tod", denn wenn sie den Versuch der Reanimation nicht durchführen, ist der Mensch sicherlich bald tot.

Leitartikel: Organspende: Ängste bestätigt (23.07.2012)

Am 23.07.2012 erschien der Artikel "Leitartikel: Organspende: Ängste bestätigt° (Reinhard Nixdorf). Darin heißt es:

Ärzte als Leichenfledderer von Menschen, die sich nicht mehr wehren können?

Siehe: Diffamierung

All diese Ängste hat ein krimineller Chirurg im Transplantationszentrum der Göttinger Universitätsklinik angeheizt, der mit simplen Tricks mindestens fünfundzwanzig zahlungskräftigen Patienten vorzeitig eine Spender-Leber verschafft haben soll:

Bei keinem der Fälle konnte eine Geldfluss von einem der Patienten zum behandelnden Arzt festgestellt werden. Siehe: Skandale

8.043 Euro pro transplantiertes Organ (15.06.2012)

Am 15.06.2012 erschien der Artikel "8.043 Euro pro transplantiertes Organ" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Die Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) hat Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, das vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes nicht zu unterschreiben. In einem Schreiben, das der „Tagespost“ vorliegt, begründete die von dem Arzt Max Otto Bruker im Jahr 1978 gegründete gemeinnützige Gesellschaft, ihre Bitte, mit der Behauptung, Teile des Gesetzes basierten auf einer „Täuschung“. So sei in dem Gesetzestext mehrfach von „der Entnahme von Organen bei verstorbenen Spendern“ die Rede. Die so bezeichneten Patienten, seien jedoch keine „Verstorbenen“. Vielmehr handele es sich bei den „zu Explantierenden“ um „Sterbende“, die bei der Organentnahme „getötet“ würden.

Siehe: Todesverständnis

In den USA sei inzwischen erkannt worden, dass „die interessengeleitete Verabredung“ der Ad-hoc-Kommission der Harvard Medical School aus dem Jahr 1968, „den Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen, ein Irrtum war“. Dort werde inzwischen diskutiert, ob man sich nicht von der „Sprachregelung verabschieden soll, Organe nur von sogenannten Toten zu explantieren“ und eine Organentnahme nicht als „justified killing“, als „gerechtfertigtes Töten“ legalisiert werden solle.

Siehe: jusified killing

Zugleich habe „weder die Bundesärztekammer“ noch irgendeine andere „medizinische Fachgesellschaft“ einen „wissenschaftlichen Nachweis“ erbracht, „dass der sogenannte Hirntot der Tod des Menschen sei“.

Wie soll dieser wissenschaftliche Nachweis aussehen?

Kommentar: Verlogene Debatte (25.05.2012)

Am 25.05.2012 erschien der Artikel "Kommentar: Verlogene Debatte" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Für die für hirntot erklärten Menschen gilt dergleichen nicht. Die Mehrheit der Politiker will nicht einmal wissen, ob sie tatsächlich tot sind.

Siehe: Todesverständnis

Organspendegesetz verabschiedet (25.05.2012)

Am 25.05.2012 erschien der Artikel "Organspendegesetz verabschiedet" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Statt die Kritik und Zweifel, die inzwischen von immer mehr Medizinern und Philosophen in Fachpublikationen an der Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen geäußert werden, aufzugreifen und breit zu diskutieren, haben die Abgeordneten in den zurückliegenden eineinhalb Jahren stets verstanden, diese abzuwürgen und sich gegen die Einwände, die selbst den Deutschen Ethikrat beschäftigt haben, zu immunisieren.

Siehe: Todesverständnis

Strengere Kontrollen, mehr Transparenz (18.05.2012)

Am 18.05.2012 erschien der Artikel "Strengere Kontrollen, mehr Transparenz" (Stefan Rehder). Darin werden einige der 2012 beschlossenen Reformen genannt.

Unzeitgemäß (04.05.2012)

Am 04.05.2012 erschien der Artikel "Unzeitgemäß" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Es gibt heute keine einzige Bioethik und Biopolitik beschäftigende Frage, zu der sich Spaemann nicht geäußert hätte. Ob es sich um den „Hirntod“ handelt, den Spaemann als sicheres Todeszeichen gut begründet ablehnt, ...

Siehe: Todesverständnis

Glauben ist nichts für Kleingeister (10.04.2012)

Am 10.04.2012 erschien der Artikel "Glauben ist nichts für Kleingeister". Darin heißt es:

Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte, Christen ahnten, dass der Tod die letzte große Aufgabe ihres Lebens sein werde. Er erinnerte an das Los derer, die auf ein Spenderorgan warteten und ging auf die jüngste Debatte über das Hirntodkriterium ein. Christen sähen die Not all derer, die auf ein Spenderorgan angewiesen seien. Zugleich, so der Berliner Erzbischof, könne er „aber auch verstehen, wenn ein hirntoter und beatmeter Mensch nicht als Toter begriffen wird: weil er noch gut durchblutet und warm ist und sein Herz noch schlägt“. Eine transparente Debatte über den Todeszeitpunkt des Menschen sei dringend geboten.

Er meint wohl das Sterben und nennt den Tod. Der Tod kann keine Aufgabe sein. Er ist der Abschluss des Lebens.[5]

Viel Druck, wenig Aufklärung (14.03.2012)

Am 14.03.2012 erschien der Artikel "Viel Druck, wenig Aufklärung" (Stefan Rehder). Darin wird der Auftakt zur Erklärungregelung beschrieben.

Zur Diskussion über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Gründliche Information ist wichtig (02.03.2012)

Am 02.03.2012 erschien der Artikel "Zur Diskussion über Hirntod-Kriterium und Organtransplantation: Gründliche Information ist wichtig". Darin heißt es:

Ohne eine solche Pflicht ist eine Pflicht zur Information nur begründbar für Personen, die ein fremdes Organ begehren oder für Personen, die Organe verpflanzen. Für alle Anderen, die, ganz gleich aus welchen Gründen, kein fremdes Organ annehmen oder gar fordern, besteht keinerlei Pflicht zur Information.

Der DER lehnte das sogenannte "Clubmodell" ab, wonach nur die ein Organ bekommen sollen, die selbst zur Organspende bereit sind. - Außerdem: Warum sollen Menschen nicht auch sagen dürfen, dass sie zwar für sich kein Organ haben wollen, dass sie jedoch bereit sind, Organe zu spenden?

Hirntod-Debatte : Für Tote geradezu lebensgefährlich (29.02.2012)

Am 29.02.2012 erschien der Artikel "Hirntod-Debatte : Für Tote geradezu lebensgefährlich". Darin heißt es:

Wenn es offenbar solche Fehldiagnosen bei der Hirntodfeststellung gibt, ist das für den „Hirntoten“ geradezu lebensgefährlich.

Keine dieser Fehldiagnosen erfolgte in Deutschland. Siehe: lebende Hirntote und Sicherheit - Dazu wurden die Kriterien für die Durchführung der HTD 2015 deutlich angehoben.

Mir hat ein praktizierender Neurologe übrigens glaubwürdig berichtet, auf einem Ärztekongress habe man im Rahmen der EHEC-Krise von einer 73jährigen Frau berichtet, die in Folge einer EHEC-Infektion das sog. HUS-Syndrom bekam und bei der der „Hirntod“ festgestellt wurde. Der Neurologe sagte, gottlob sei diese Frau zu alt für eine Organentnahme gewesen. So wurde sie weiter medizinisch versorgt und genas wieder vollständig.

Dies ist aus verschiedenen Gründen unglaubwürdig, u.a. deswegen, weil nach Feststellung des Hirntodes ohne Organentnahme ein Therapieende erfolgt. Auch gibt es in Deutschland keine Altersgrenze für Organspende. In Österreich liegt diese bei 90 Jahren.

Moralisch legitim oder verwerfliche Tötung? (17.02.2012)

Am 17.02.2012 erschien der Artikel "Moralisch legitim oder verwerfliche Tötung?" (Hans Thomas]. Darin heißt es:

Erzählungen jedoch, dass ein Hirntoter wieder wachgeworden, aufgestanden ist und weiterlebt, berichten schlicht von einer Fehldiagnose.

Es wurde mitunter gar keine HTD durchgeführt, sondern Hirntod nur angenommen, so bei Trenton McKinley.

Jenseits jeder Transplantationsabsicht wäre demnach auch das Beenden medizinischer Behandlung eines Hirntoten verwerfliche Tötung.

Sehr korrekt.

Was den Umgang mit dem „Hirntoten“ zum sperrigen Thema macht, ist die Tatsache, dass es sich beim Zustand Hirntod um ein für die bisherige Menschheitserfahrung völlig neues Phänomen handelt: Ohne Beatmungsmaschine wäre er eindeutig und für jedermann augenfällig tot.

Sehr korrekt.

Organtransplantation und die Frage, welche Rolle das Kriterium „Hirntod“ spielt (17.02.2012)

Am 17.02.2012 erschien der Artikel "Organtransplantation und die Frage, welche Rolle das Kriterium „Hirntod“ spielt: Nicht tot, sondern im Begriff zu sterben". Darin heißt es:

Ich argumentiere, dass der Hirntote in der Regel eindeutige, dem natürlichen biologischen Lebendigen eigene Charakteristika, wie zum Beispiel Wachstum, Körpertemperatur, Erzeugung von Keimzellen aufweist und somit lebt, da es Leben ohne ein zugrunde liegendes einfaches Lebensprinzip („psyche“) nicht geben kann.

Die Datenbank unsere Lebens ist jedoch beim Hirntod zerstört.

Wäre also ein irreversibles Hirnversagen die direkte Ursache für die Trennung von Leib und Seele, wie das manche zu behaupten scheinen, so dürfte der „Hirntote“, der die Charakteristika vom biologischen Leben aufweist, diese nicht aufweisen. Da der „Hirntote“ diese aber aufweist, andernfalls wäre er nicht als „durchblutete Organbank“ zu gebrauchen, muss der „Hirntote“ durch die menschliche Geistseele beseelt sein und ist somit nicht tot.

Dann sind Tote mit intermediärem Leben auch keine Toten.

Der lebende Körper ohne funktionsfähiges Gehirn ist nicht ein Sack voll lebendiger Organe, sondern ein hochkomplexes System, das viele Subsysteme nach wie vor koordiniert. Und diese Einheit stiftende Koordination heißt Leben.

Durchaus fuktionieren noch viele Subsysteme, aber das im Gehirn verortete Mastersystem ist irreversibel ausgefallen und kann nur in Teilen durch Einsatz der Intensivmedizin ersetzt werden.

Der Mensch behält also seine einfache Geistseele, auch wenn er aufgrund eines Hirndefektes nicht mehr geistig tätig sein kann.

Die Geistseele ist an ein funktionierendes Gehirn gebunden und damit beim Hirntod erloschen.

Es ist somit falsch, zwischen „biologischem menschlichen Leben“ und „personalem menschlichen Leben“ unterscheiden zu wollen.

Genau das aber ist Faktum.

Folglich ist der „Hirntote“ nicht wirklich tot, sondern ein „Im-Begriff-zu-Sterbender“, der nicht vorzeitig für tot erklärt werden darf, damit er ohne Bedenken getötet werden kann.

Hirntote sind Tote mit größtmöglichem Anteil an intermediärem Leben.

Unmögliche Mission Organspenden (01.02.2012)

Am 01.02.2012 erschien der Artikel "Unmögliche Mission Organspenden" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Am Montag meldete die DSO erstmals, in neun von zehn Fällen müssten die Angehörigen von für hirntot erklärten Patienten gefragt werden, ...

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Da nämlich die künstliche Beatmung eines Organspenders erst nach Abschluss der Organentnahme abgeschaltet werden kann, ...

Die künstliche Beatmung wird nach dem Stillstand des Herzens während der Organentnahme abgeschaltet.

Laut dem geltenden Transplantationsgesetz muss der Hirntod von zwei Neurologen unabhängig von einander diagnostiziert werden, ...

Bis 2015 forderte die Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes keinen Neurologen, seit 2015 einen Neurologen. - Im TPG ist kein Neurologe erwähnt.

„Mangelnde Transparenz“ (13.01.2012)

Am 13.01.2012 erschien der Artikel "„Mangelnde Transparenz“" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

... da eine Organspende ein medizinisch kontrolliertes Sterben erfordert, bei dem die Organe der Spender bereits vor der Entnahme gekühlt und die hirntot erklärten Sterbenden künstlich beatmet werden müssen.

Siehe: Todesverständnis

Besitzt ein für hirntot erklärter Patient sowohl einen Organspendeausweis als auch eine dazu im Widerspruch stehende Patientenverfügung, richten sich die Ärzte in der Praxis schon deshalb nach dem Inhalt der Patientenverfügung, weil sie bei einem Zuwiderhandeln mit Klagen wegen Körperverletzung rechnen müssen.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Laut dem Zwischenbericht „Inhousekoordination“ der Deutschen Krankenhausgesellschaft verstarben zwischen Anfang April 2010 und Ende März 2011 in 112 deutschen Kliniken und Krankenhäusern rund 11 000 Patienten mit primären und sekundären Hirnschädigungen. Rund ein Drittel von ihnen wurde dabei nicht künstlich beatmet. Eine Organentnahme wäre bei ihnen daher selbst im Falle eines Organspendeausweises oder einer Einwilligung der Angehörigen nicht möglich gewesen.

Jeder Hirntoter war ein künstlich beatmeter Patient mit schwerer Hirnschädigung, aber nicht jeder künstlich beatmeter Patient mit schwerer Hirnschädigung wird zu einem Hirntoten.

Der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung Eugen Brysch hält den von Kirste angeführten Grund für den Rückgang der Zahl der Organspender jedoch nur für „einen Teil der Wahrheit“. „Es ist falsch zu glauben, dass der Rückgang der Organspenderzahlen allein der Umsetzung von Patientenverfügungen geschuldet ist.“

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2011

Zur Diskussion über Hirntodkriterium und Organtransplantation: Dem ärztlichen Eid verpflichtet? (21.12.2012)

Am 21.12.2011 erschien der Artikel "Zur Diskussion über Hirntodkriterium und Organtransplantation: Dem ärztlichen Eid verpflichtet?". Darin heißt es:

Die Ärzteschaft ist heute so tief involviert in das Töten von Menschen, dass der einmal existierende Konsens, der sich im hippokratischen Eid spiegelt, nämlich keinem Patienten willentlich schaden oder ihn töten zu wollen, praktisch nicht mehr existiert.

Siehe: Todesverständnis

Man könnte bestimmt zu Recht sagen, dass im Westen heute mehr Menschen durch Ärzte und mithilfe medizinischer Technologien getötet werden, als auf die „klassische“ Weise mithilfe von Waffen und durch Kriege. ... Illegale Organtransplantationen, bei denen die „Spender“ ihre Organe nicht freiwillig zur Verfügung stellen, sind ebenfalls nur möglich, weil Ärzte sie durchführen.

Im Westen - Westeuropa und Nordamerika - ist ein solches Handeln unvorstellbar.

Selbst wenn es medizinisch möglich sein sollte – was ich nicht beurteilen kann – einem wirklich Toten ein lebensnotwendiges Organ zu entnehmen und es in einen lebenden Menschen zu transplantieren, wäre es doch naiv, sich darauf zu verlassen, dass eine Berufsgruppe mit solch ambivalenter Haltung bezüglich der Fragen von Leben und Tod, das Problem des genauen Todeszeitpunktes wirklich ernst nimmt.

Siehe: Todesverständnis

In manchen Ärztekreisen anderer Länder, zum Beispiel in den USA, ist die hier geführte Diskussion längst überholt. Da wird ganz offen gesagt, dass die „Spender“ noch nicht tot sind, aber verschiedene Gründe (meist utilitaristischer Art) die Organentnahme trotzdem rechtfertigen.

Siehe: justified killing


Zur Diskussion über das Thema Organspende und Hirntod-Kriterium: Ethisch brisante Fakten aufarbeiten (12.12.2011)

Am 12.12.2011 erschien der Artikel "Zur Diskussion über das Thema Organspende und Hirntod-Kriterium: Ethisch brisante Fakten aufarbeiten". Darin werden viele Fragen gestellt, aber kaum Aussagen gemacht.

Klischees auf dem Prüfstand (09.12.2011)

Am 09.12.2011 erschien der Artikel "Klischees auf dem Prüfstand" (Michaela Koller). Darin heißt es:

Es falle schwer, Menschen mit Organversagen durch die Opposition gegen Organspende die Hoffnung auf ein langes Leben zu nehmen. Jedoch sei es berechtigt, die Frage nach dem Recht auf Leben auch in diesem Fall zu stellen – als Konsequenz neuester medizinischer Erkenntnisse über den Hirntod.

Der Hirntote hat keine Zukunft mehr, der Organ-Patient mit dem neuen Organ sehr wohl. Siehe: Todesverständnis

Zum anderen werden Patienten, denen nach dem Hirntod Organe entnommen werden, trotz ihres ,toten‘ Zustands unter Narkose gesetzt, weil es während der Entnahme sonst zu starken körperlichen (Abwehr-?)Reaktionen kommen kann.

"Abwehrreaktion" ist eine Deutung, die hier unzutreffend ist. - In Deutschland wird keine Narkose gegeben. In der Schweiz wird sie zur Unterdrückung der spinalen Reflexe empfohlen.

Linder schreibt klarerweise von einem „ethischen Dilemma“ zwischen Organentnahme und der Rettung des Patienten.

Hier gibt es kein Dilemma. Ohne Organspende gibt es für Hirntote das Therapieende.

Leitartikel: Eine Frage der Staatsräson (30.11.2011)

Am 30.11.2011 erschien der Artikel "Leitartikel: Eine Frage der Staatsräson" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Die alles entscheidende Frage, ob für hirntot erklärte Menschen, die als Spender lebenswichtiger Organ in Frage kommen, wirklich Tote sind, oder ob sie, wie es neue, wissenschaftlich begründete Zweifel am Hirntod nahelegen, nicht vielmehr als Sterbende betrachtet werden müssen, die dann freilich erst bei der Entnahme lebenswichtiger Organe sterben, wird von der Allparteienkoalition erst gar nicht ersterörtert. „Sein oder Nichtsein“, führt Hamlet noch aus.

Siehe: Todesverständnis

Ministerin prescht vor (09.09.2011)

Am 09.09.2011 erschien der Artikel "Ministerin prescht vor" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Lebenswichtige Organe können nur Organspendern entnommen werden, die zuvor für hirntot erklärt wurden.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Die Kirchensteuer soll bleiben (07.09.2011)

Am 07.09.2011 erschien der Artikel "Die Kirchensteuer soll bleiben". Darin heißt es:

Nach Angaben des Augsburger Weihbischofs Anton Losinger, Mitglied des Nationalen Ethikrates, wird sich der Rat bei seiner nächsten Jahrestagung mit dem Thema Hirntod befassen. Der Eintritt des Hirntodes ist aus jetziger Sicht der Bischöfe das leitende Kriterium für die Feststellung des Todeszeitpunktes.

Das sind deutliche Worte.

Leitartikel: Endlich über Hirntod reden (01.07.2011)

Am 01.07.2011 erschien der Artikel "Leitartikel: Endlich über Hirntod reden" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Denn ob der Ausfall der Hirnfunktionen in jedem Fall auch schon der Tod des Menschen ist, oder ob Hirntote – angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse – in vielen Fällen nicht vielmehr als Sterbende betrachtet werden müssten, die freilich dann erst auf dem Operationstisch sterben, das soll, wie die Öffentliche Anhörung gezeigt hat, nicht einmal sorgfältig diskutiert werden dürfen.

Trotz der Studie von Alan Shewmon hat sich an der anthropologischen Deutung des Zustands Hirntod nichts geändert. Dies bestätigt die medizinische wie auch politische Entwicklung bis 2019.

Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, nimmt in Kauf, dass für hirntot erklärte Patienten durch Organentnahmen getötet werden, Ärzte dem Hippokratischen Eid zuwider handeln und die Gewissen von Organempfänger in unerträglicher Weise belastet werden.

Siehe: Todesverständnis

Natürlich zweifelt, wer das Hirntod-Konzept in Frage stellt, nicht bloß eine Theorie an. Nein, er legt sich auch mit mächtigen Interessengruppen an. Da sind zunächst die Transplantationsmediziner, die zu den am besten bezahlten Ärzten zählen und innerhalb der Ärzteschaft über enormen Einfluss verfügen. Da ist ferner die Pharmaindustrie, die mit Immunsuppressiva, die eine Abstoßung der transplantierten Organe verhindern, langfristig aber zu einer Vergiftung des Organempfängers führen, allein im vergangenen Jahr in Deutschland 1,61 Milliarden Euro umsetzte, mehr als mit jeder anderen Indikationsgruppe.

Siehe: Verschwörungstheorie und Kosten

Und doch führt an einer seriös geführten Hirntod-Debatte kein Weg vorbei. Und das völlig unabhängig vom jeweiligen Standpunkt. Denn letztlich vermag nur das Ausräumen der Zweifel das Vertrauen zu schaffen, das erforderlich wäre, um die Zahl der Organspender in Deutschland zu steigern.

Warum klärt man nicht selbst sachlich korrekt und umfassend über Hirntod auf.

Debatte um Entscheidung für oder gegen Organspende: Übergang vom Diesseits ins Jenseits schützen (27.06.2011)

Am 27.06.2011 erschien der Artikel "Debatte um Entscheidung für oder gegen Organspende: Übergang vom Diesseits ins Jenseits schützen". Darin heißt es:

Das eigentlich Beklemmende an dieser Diskussion, mal ganz abgesehen von einer Tötung durch Organentnahme, ist, dass sich Bischöfe kaum zu Wort melden oder weiterhin mit breiter Brust „Organspenden“ befürworten, als ob es keine zwingenden neue Erkenntnisse gebe, dass das Hirntodkriterium als Todesfeststellung hinfällig ist.

Siehe: Todesverständnis

Das Argument etwa, dass man einer Mutter durch eine Organübertragung das Weiterleben für ihre kleinen Kinder sichern müsse, hat in einer kirchlichen Diskussion zurückzustehen gegenüber einem geschützten Übergang vom Diesseits in das Jenseits.

Jesus wird auch als "Heiland" bezeichnet, weil er so viele Menschen von ihren Krankheiten geheilt hat. Hierfür nahm er - als "Wiederholungstäter" - mehrmals keine Rücksicht auf das Sabbatgebot. - Als Christen sollten wir uns Christus als Vorbild nehmen und uns bemühen, wie er zu leben.

Widerspruchsregelungen „Ja“ oder „Nein“? (20.06.2011)

Am 20.06.2011 erschien der Artikel "Widerspruchsregelungen „Ja“ oder „Nein“? – Zur Diskussion über das Thema Organtransplantation : Neue Erkenntnisse zum Hirntod". Darin heißt es:

Dabei würden dann nicht mehr die Angehörigen, sondern nur noch der Arzt entscheiden, ob bei einem Patienten ein Versuch zur Lebensrettung gemacht oder gleich Hirntodfeststellung und Organentnahme mit sicherer Todesfolge betrieben werden.

Nach wie vor versuchen alle Ärzte das Leben des vorliegenden Patienten zu retten und seine Gesundheit wieder herzustellen. Siehe Verschwörungstheorie

Besonders wichtig in Ihrem Artikel ist der Hinweis auf die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in den USA: Dort gehen heute Ärzte (ich nenne nur die im Internet mit zahlreichen Veröffentlichungen dokumentierten Robert Troug und Frank Miller) unumwunden zu, dass der Hirntod nicht der Tod des Menschen ist („we deny that brain death constitutes death of human being“) und Ärzte den Patienten durch die Organentnahme zu Tode bringen („organ retrieval involve physicians in acts that cause death of patients“). Auch wird berichtet, dass die neurologische Fachgesellschaft der USA gerade angemahnt hat, „dass die Kriterien für die Feststellung des Hirntodes wissenschaftlich nicht untermauert sind“. Es fehlt also offenbar schon der Diagnose des Hirntodes die saubere wissenschaftliche Basis.

Siehe: gemeinsame Erklärungen, Robert Troug und Franklin Miller

Dabei würde auch bei uns niemand auf die Idee kommen, einen Hirntoten zur Bestattung freizugeben. Offenbar ist der Hirntote zwar tot genug für die Organentnahme, aber so tot, dass man ihn begraben oder gar einäschern könnte, ist er nun auch wieder nicht.

Genau das aber geschieht.

Besonders vermisse ich in der Diskussion der Organtransplantation unter Christen die Suche nach Gottes Willen und die Einbeziehung der Dimension der Sünde. Wenn, wie es uns viele Wissenschaftler sagen, durch die Organentnahme beim Hirntoten ein vielleicht Sterbender, jedenfalls aber noch ein lebender Mensch zu Tode gebracht wird, dann stellt dies nicht nur einen schweren Verstoß gegen den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit eines jeden von uns nach Art 2 GG dar, sondern auch einen Verstoß in schwerwiegender Sache gegen Gottes fünftes Gebot.

Siehe: Todesverständnis

Diskussion um Organspende (31.01.2011)

Am 31.01.2011 erschien der Artikel "Diskussion um Organspende". Darin fordert Eugen Brysch eine öffentliche Diskussion über die Hirntod-Kriterien.

Sprechen statt Schweigen (17.01.2011)

Am 17.01.2011 erschien der Artikel "Sprechen statt Schweigen" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Insgesamt wurden den für tot erklärten Patienten 4 205 Organe entnommen.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Ein Jahr biopolitischer Weichenstellungen (10.01.2011)

Am 10.01.2011 erschien der Artikel "Ein Jahr biopolitischer Weichenstellungen" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Und dies, obgleich aufgrund neuer, wissenschaftlicher Fakten ernste Zweifel daran bestehen müssen, dass der Hirntod auch der Tod des Menschen ist, was ihn zumindest als Entnahmekriterium für lebenswichtige Organe äußerst fragwürdig erscheinen lässt.

Siehe: Todesverständnis

2010

Neue Zweifel am Hirntod (12.10.2010)

Am 12.10.2010 erschien der Artikel "Neue Zweifel am Hirntod" (Alexander Riebel). Darin heißt es:

Selbst unter Lebensrechtlern ist die Definition des Hirntods nicht eindeutig. Die unterschiedlichen Lager sprechen sich gar gegenseitig die Redlichkeit ab.

Die Definition des Hirntodes ist eindeutig, siehe §3 TPG. Strittig ist die anthropologische Tragweite dieses Zustandes.

Auch die Angst, bei „lebendigem Leib“ transplantiert zu werden, spiele gewiss eine Rolle.

Beim Scheintod haben die Menschen die Angst, lebendig begraben zu werden. Beim Scheinleben (Hirntod) haben die Menschen die Angst, lebendig die Organe entnommen zu bekommen.

Auch später wurde an diese Kritik angeknüpft, weil es nicht darum gegangen sei, den Zeitpunkt des Todes festzustellen, sondern Kriterien zu finden, wonach das menschliche Leben nicht mehr schützendwert ist.

Im 1. genannten Punkt ging es 1968 darum, einen verlässlichen Zeitpunkt zu definieren, an dem ein Therapieende geboten ist. Siehe: Ad-Hoc-Kommission

Schon häufig hätten für hirntot Erklärte weitergelebt, oft über viele Monate und in einem Fall viele Jahre.

Siehe: Alan Shewmon

Und in den Vereinigten Staaten werde bereits der Hirntod als empirisch widerlegt angesehen.

... von einzelnen Medizinern, jedoch nicht von der Mehrheit.

Selbst in Rom gibt es nach Rehder verschiedene Auffassungen. Die päpstliche Akademie für das Leben hat Zweifel am Hirntod-Kriterium, die Päpstliche Akademie der Wissenschaften ist dessen Befürworter.

Interessant.

Metaphysik bietet Lebenshilfe (06.03.2010)

Am 06.03.2010 erschien der Artikel "Metaphysik bietet Lebenshilfe". Darin heißt es:

Also hat man es für opportun gehalten, die Toterklärung eines Menschen vorzuverlegen, also den Begriff „Hirntod“ einzuführen, der nach alter Definition „irreversibles Koma“ gewesen ist. Wenn einem Hirntoten, also einem Sterbenden, ein lebenswichtiges Organ entnommen wird, wird in jedem Fall dessen natürliches Sterben vereitelt.


Es handelt sich also hiernach um eine Form von Euthanasie, worauf Johannes Paul II. in seiner Enzyklika Evangelium vitae bereits hingewiesen hatte. Er spricht unverblümt von der Versuchung zur Euthanasie im Umfeld der Organtransplantation, worauf Schumacher hinweist. Im Zusammenhang damit, „Organe für Transplantationen zu gewinnen“ spricht der Papst nämlich von „Euthanasie“, das heißt, „sich zum Herrn über den Tod zu machen, indem man ihn vorzeitig herbeiführt“.

Zur Organspende heißt es in dieser Enzyklika: " Unter diesen Gesten verdient die in ethisch annehmbaren Formen durchgeführte Organspende besondere Wertschätzung, um Kranken, die bisweilen jeder Hoffnung beraubt sind, die Möglichkeit der Gesundheit oder sogar des Lebens anzubieten." (Seite 77)
"Sie könnten sichzum Beispiel dann ereignen, wenn man, um mehr Organe für Transplantationen zur Verfügung zu haben, die Entnahme dieser Organe vornimmt, ohne die objektiven und angemessenen Kriterien für die Feststellung des Todes des Spenders zu respektieren." (Seite 14)
Das o.g. Zitat steht in einem völlig anderen Zusammenhang: "In einem solchen Umfeld zeigt sich immer stärker die Versuchung zur Euthanasie, das heißt, sich zum Herrn über den Tod zu machen, indem man ihn vorzeitig herbeiführt und so dem eigenen oder dem Leben anderer »auf sanfte Weise« ein Ende bereitet." (Seite 58)
Nach Johannes Paul II. verdient Organtransplantation "besondere Wertschätzung".

Nüchtern betrachtet sind Hirntote Sterbende, nicht Gestorbene. Sie befinden sich im Prozess des Sterbens, in den man nicht aktiv eingreifen darf, den man nicht definitiv zu Ende führen darf.

Siehe: Todesverständnis

Diese Sicht hat Schumacher vor Augen, wenn er postuliert, „dass man sich hinsichtlich des Zeitpunktes des Todes an phänomenologischen Kriterien orientiert, dass man den Zeitpunkt des Todes an dem äußeren Erscheinungsbild des menschlichen Körpers festmacht“.

Woran soll man sonst den Tod eines Menschen festmachen? An der Trennung von Leib (liegt wahrnehmbar vor) und Seele (wie kann ihre Existenz nachgewiesen werden?) kann man die Feststellung des Todes nicht festmachen.

2009

Die Medizin lernt dazu (15.10.2009)

Am 15.10.2009 erschien der Artikel "Die Medizin lernt dazu". Darin heißt es:

Die Sensation vor Augen, waren die Mediziner damals auch gleich an die Öffentlichkeit getreten.

Es trat der Vater der schwangeren Hirntoten an die Öffentlichkeit, siehe: Marion Ploch

Dein ist mein ganzes Herz (15.10.2009)

Am 15.10.2009 erschien der Artikel "Dein ist mein ganzes Herz". Darin heißt es:

Danach würden Organentnahmen künftig nicht länger der ausdrücklichen Zustimmung der Betroffenen bedürfen, sondern wären immer dann erlaubt, sofern ein für hirntot erklärter Mensch ihr zuvor nicht ausdrücklich widersprochen hat.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Ängste der Bürger, bei entsprechendem Bedarf vorzeitig für hirntot erklärt zu werden, werden ebenso wenig ernst genommen, wie Zweifel daran, dass es sich beim Hirntod um den tatsächlichen Tod des Menschen handele.

Da der Hirntod in §3 TPG klar und deutlich definiert ist und die Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes ebenso klare Vorgaben besitzt, kann an niemandem vorzeitig der Hirntod festgestellt werden.

Der unbemerkte Hirntod (03.03.2009)

Am 03.03.2009 erschien der Artikel "Der unbemerkte Hirntod" (Stefan Rehder). Darin heißt es:

Die These, dass der Hirntod auch der Tod des Menschen sei, überzeugt uns nicht. Was aus medizinischer und anthropologischer Sicht dagegen spricht, wurde kürzlich von Experten in Rom dargelegt; was es uns ermöglicht, hier großzügig darüber hinwegzugehen.

Wer so vage ist, dem ist nicht entgegenzutreten, außer mit: Todesverständnis

Bescheiden, wie wir gerne wären, begnügen wir uns damit, festzustellen, dass der Hirntod schon deshalb nicht der Tod des Menschen sein kann, weil wir Zeitgenossen kennen, die einen sehr lebendigen Eindruck machen, obwohl unter ihrer Schädeldecke eine derartige hirnelektrische Stille herrscht, dass ihre Messung nur ein veritables Null-Linien-EEG ergeben könnte.

Zur Feststellung des Hirntodes gehört weitaus mehr als ein Nulllinien-EEG.

Ist der Hirntod noch Leben? (24.02.2009)

Am 24.02.2009 erschien der Artikel "Ist der Hirntod noch Leben?". Darin heißt es:

Dies wird durch eine Nulllinie im Elektroenzephalogramm, Ausfall evozierter Hirnpotenziale, ultraschalldiagnostisch nachgewiesenen Hirndurchblutungsstillstand, Koma, Hirnstammreflexlosigkeit und Atemstillstand festgestellt.

Die HTD fußt auf 3 Säulen: Voraussetzungen, klinische Diagnostik, Nachweis der Irreversibilität.

Wird ein Mensch für hirntod erklärt, so kann eine Explantation von Organen vorgenommen werden, worin das wesentliche Interesse der Definition des Todes als Hirntod besteht.

Siehe: Todesfeststellung, Todeserklärung und Ad-Hoc-Kommission

Wenige Wochen nach dem Artikel veröffentlichte die Päpstliche Akademie für die Wissenschaften einen Band mit dem Titel: „Warum das Konzept des Hirntodes als gültige Todesdefinition anzusehen ist“.

Interessant.

Wie de Mattei erläuterte und durch die anderen Tagungsbeiträge bekräftigt wurde, bleibt die Wissenschaft bisher den Beweis schuldig, dass das Lebensprinzip des menschlichen Organismus in einem spezifischen Organ festgestellt werden kann.

Genau das aber wird beim Herztod gemacht.

Unter einem medizinischen Gesichtspunkt könnte die Abwesenheit der Funktionen eines Organs nicht mit dessen Zerstörung identifiziert werden. Dieses Argument bringt es für den Arzt mit sich, dass eine nicht gegebene Gehirnaktivität kein Zeichen des Todes eines Organismus ist.

Unter Berücksichtigung der Nicht-Durchblutung des Gehirns bei Hirntoten, kann nur eine Zerstörung des Gehirns Autolyse die Folge sein.

Seifert betonte, dass die Funktion des Gehirnorgans nicht mit dem Leben des Menschen gleichgesetzt werden dürfe.

Warum nicht?

Im Zweifel für das Leben (24.02.2009)

Am 24.02.2009 erschien der Artikel "Im Zweifel für das Leben". Darin heißt es:

Byrne zeigte anhand von Ausschnitten aus einer Dokumentation des US-Senders NBC-News, wie Patienten nach einem Herzinfarkt oder auch nach einem schweren Schädel-Hirntrauma für „hirntot“ erklärt wurden.

Siehe: Todesfeststellung und Todeserklärung

Bei den von Byrnes gezeigten Beispielen willigten die Angehörigen dieser Opfer jedoch nicht so schnell ein. Einige Patienten wachten nach einer bestimmten Zeit wieder auf.

Siehe: lebende Hirntote

Im Allgemeinen wird heute ein Mensch dreißig bis sechzig Sekunden nach dem Ausfall des Großhirns für hirntot erklärt.

In D/A/CH beträgt die Beobachtungszeit zwischen der 1. und 2. klinischen Diagnostik bei primärer Hirnschädigung bei mind. 12 Stunden, bei sekundärere Hirnschädigung bei mind. 72 Stunden.

Paulo Becchi, Rechtsphilosoph an der Universität Genua, brachte es in seinem Beitrag mit einer provokanten Frage sehr schnell auf den Punkt: „Wenn diese Menschen also nicht klinisch tot sind, wie steht man dann zur Frage der Transplantation?

Mit "klinisch tot" wird im deutschen Sprachraum ein Stillstand des Blutkreislaufes und der Atmung verstanden. Hier zeigt sich wieder, wie sprachlich ungeübt wir im Umgang mit den Themen Sterben und Tod wir sind.

Mit der Arbeit von Allan Shewmon, so Becchi, habe sich in vielerlei Hinsicht einiges verändert: Dieser habe zunächst bewiesen, dass ein Mensch ohne Gehirnfunktion weiterhin noch lebensfähig ist. Becchi nannte den Fall eines Kindes, das ab dem vierten Lebensjahr künstlich ernährt wurde und zwanzig Jahre lang „überlebt“ hat. Ein Beweis, dass diese Patienten biologische Entwicklungsstufen wie die Pubertät durchlaufen können. Allan Shewmon hat zum Thema Hirntod noch weitere empirische Studien an 175 Personen durchgeführt.

Siehe: Alan Shewmon

Wenn der Tod ein gradueller Prozess sei, habe der Mensch es sich erlaubt, den „point of no return“ dort anzusetzen, wo er möglicherweise im Grunde nicht liege.

Sterben ist ein Prozess, Tod ist eine Definition.

Papst Benedikt XVI. hatte in seiner Rede auf dem Kongress der Päpstlichen Akademie für das Leben im November 2008 seine Haltung deutlich gemacht: Durch den von ihm gewählten Begriff „ex cadavere“ hatte er seinen Standpunkt klar definiert: Nur einem toten Körper dürfe man Organe entnehmen, um anderes Leben zu retten.

Dieses "ex cadavere" ist mit dem Hirntod gegeben, denn anders lässt sich nicht erkären, wenn Benedikt XVI. Organspende als "ein Akt besonderer Nächstenliebe" bezeichnet.

Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Darf die Kirche hier weiter schweigen? (13.01.2009)

Am 13.01.2009 erschien der Artikel "Zur Diskussion um Hirntodkriterium und Organtransplantation: Darf die Kirche hier weiter schweigen?". Darin heißt es:

Papst Johannes Paul II. hatte durch Stellungnahmen hochrangiger Wissenschaftler zu seiner Ansprache vom August 2000 erkannt, dass es sehr begründete wissenschaftliche Zweifel am Hirntod-Kriterium gibt. Er hat daher eine neuerliche Prüfung der „Zeichen des Todes“ durch kompetente Wissenschaftler gewünscht. Diese fand am 3. und 4. Februar bei der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften statt. Die „Conclusions“ dieses Kongresses sind von einer großen Mehrheit hochrangiger Experten mit 15 eigenhändigen Unterschriften bestätigt worden, gegen 10 Befürworter des Hirntodes, die nicht unterschrieben haben. Das zentrale Ergebnis ist: „There is overwhelming medical and scientific evidence that the complete and irreversible cessation of all brain activity (...) is not proof of death“ (Punkt 10 der Conclusions). Dieses Ergebnis ist so begründet, dass weitere Forschung dazu nichts mehr beitragen, es aber auch nicht widerlegen kann.

interessant

Dieses Schweigen ermöglicht es praktisch auch katholischen Krankenhäusern, „mit gutem Gewissen“ durch Organentnahmen zum Zwecke der Transplantation die Organspender in vielen Fällen zu töten.

Siehe: Todesverständnis

Weihnachtsansprachen der Bischöfe: Will uns Gott von Finanzkrisen erlösen? (10.01.2009)

Am 10.01.2009 erschien der Artikel "Weihnachtsansprachen der Bischöfe: Will uns Gott von Finanzkrisen erlösen?: Manager statt Seelsorger". Darin heißt es:

Gleichzeitig möchte ich aber auch noch zu der Hirntod-Debatte (Leserbrief von Frau Vordermaier – DT vom 3. Januar und von Frau Dr. Breul vom 27. Dezember) Stellung nehmen. Ich tue es, weil unsere Familie unmittelbar betroffen ist. Vor dreieinhalb Jahren hatte der Mann unserer Tochter einen schweren Autounfall. Er lag zehn Tage völlig regungslos im Krankenhaus und wurde unter anderem künstlich beatmet. Unsere Tochter wurde dann gefragt, ob sie mit einer Organspende einverstanden sei. Nach langem Zögern und Überlegen und in dem Bewusstsein, ihrem Mann nicht mehr, aber fünf todgeweihten Menschen helfen zu können, gab sie ihre Zustimmung. Alle Berichte und Leserbriefe zu dem Thema „Hirntod“ habe ich verständlicherweise meiner Tochter nicht zu lesen gegeben, um sie nach dem Tod ihres Mannes nicht noch mehr zu belasten. Wenn ich die Äußerungen der Damen richtig deute, hat sich unsere Tochter durch ihre Zustimmung zur Organentnahme und der damit (ihr nicht bewussten) verbundenen Zustimmung zur Tötung schuldig gemacht und schwer gesündigt. Will man und kann man das unserer Tochter und auch uns – und mit uns vielen anderen – wirklich vorwerfen? Eine Situation, mit der wir nur schwer fertigwerden und die uns – zu allem Leid – sehr belasten würde.

Mit der Angabe, dass Hirntote Sterbende seien, wird schweres seelisches Leid verübt, wie dieser Leserbrief zeigt.

2008

Hirntod-Debatte, Spätabtreibung, Sterbehilfe: Gilt das fünfte Gebot noch? (27.12.2008)

Am 27.12.2008 erschien der Artikel "Hirntod-Debatte, Spätabtreibung, Sterbehilfe: Gilt das fünfte Gebot noch?: Schreckliche Entwicklung". Darin heißt es:

Inzwischen ist es allgemein anerkannt, dass der Hirntod eine Phase im Sterbeprozess ist. Es ist bekannt, dass Patienten nach der Hirntoddiagnose wieder zu sich kamen und weiterlebten. In jedem Fall ist der Hirntote aber ein Sterbender und kein Toter.

Siehe: Todesverständnis

Der Spender ist ein Sterbender und wird erst nach der Entfernung der lebenswichtigen unpaaren Organe getötet.

Wenn überhaupt, dann wird er nicht nach sondern durch die Entfernung der Organe getötet.

Die Organspender haben sich zu Lebzeiten bereiterklärt, nach ihrem Tode ein oder mehrere Organe zu spenden. Sie wissen nicht, dass sie zum Zeitpunkt der Explantation nicht tot sind. Sie wissen nicht, dass es notwendig ist, ihnen eine Narkose zu geben. Sie wissen nicht, dass erst nach dem Herzstillstand, der eintritt, wenn das Herz mit Kühlflüssigkeit durchspült wird, die Beatmung eingestellt wird.

Es wird in Deutschland keine Narkose gegeben. Siehe: Schmerz
Es wird keine Kühlflüssigkeit gegeben, sondern eine spezielle Nährlösung, um die Ischämiezeit zu verlängern.

Kann ich verlangen, dass ein Sterbender getötet wird, damit ich gerettet werde?

Ohne Organentnahme erfolgt Therapieende. Siehe auch: Todesverständnis

Es wird immer davon gesprochen, dass der Organempfänger ohne Transplantation sterben muss. Das ist nicht wahr. Es gibt viele Alternativen wie zum Beispiel die Dialyse, die Leberdialyse oder mechanische Unterstützungsgeräte für das Herz. Die Patienten müssen nicht sterben. Ihre Lebensqualität ist eingeschränkt. Aber müssen nicht viele Menschen mit einer eingeschränkten Lebensqualität leben; denken wir nur an Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder an Krebspatienten.

Wenn es diese Alternativen gibt, warum gibt es dann diese Zahlen an Toten auf der Warteliste?

Organ 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Niere 9.485 9.420 9.429 9.315 9.080 8.644 8.242 7.916 7.703 7.652 7.515 7.573 7.645 7.671 7.717 7.530
Herz 379 307 319 430 558 702 756 774 815 920 929 992 972 904 842 773
Lunge 267 309 307 357 410 434 479 542 535 617 609 580 459 425 417 396
Leber 570 762 944 1.218 1.471 1.572 1.799 1.881 1.875 2.283 2.087 2.064 1.815 1.491 1.315 1.233
† Niere 459 399 359 360 387 350 395 399 396 426 412 413 428
† Herz 179 171 207 182 170 189 209 178 176 168 157 155 112
† Lunge 133 119 99 101 129 112 114 110 88 72 82 84 61
† Leber 298 363 370 315 392 405 479 467 525 384 328 336 367
† Summe 1.064 1.067 1.065 972 1.104 1.077 1.224 1.178 1.198 1.073 1001 1007 990
† Patienten 1.005 1.018 1.014 918 1.042 1.019 1.160 1.109 1.141 1.010 945 956 928

Oben die Anzahl der auf der Warteliste stehenden Patienten, unten die auf der Warteliste verstorbenen Patienten.
Für Lunge gibt es nur die ECMO zur Überbrückung bis zur TX auf der Inntensivstation. Für Leber gibt es keinen Ersatz. Schwerkranke Patienten sind meist dauerhaft auf der Intensivstation.

Nach der Transplantation sind die Organempfänger keineswegs gesund. Sie müssen lebenslänglich starke Medikamente nehmen, welche die Abstoßungsreaktionen des Körpers verhindern sollen. Diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen und schränken dadurch wiederum die Lebensqualität der Organempfänger ein.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[4]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Lediglich die Pharmafirmen, die diese Medikamente herstellen, haben einen Nutzen davon. Sie verdienen jährlich Milliarden an den Immunsuppressiva.

Siehe: Kosten

Die Organempfänger haben außerdem große seelische Probleme mit dem transplantierten Organ. Die meisten wagen es nicht, öffentlich darüber zu sprechen, da sie bei öffentlichen Auftritten zum Thema Transplantation meist in Begleitung eines Arztes von der Transplantationsstation sind. Sie müssen befürchten, dass sie, wenn sie etwas Negatives sagen, im Falle einer Organabstoßung kein neues Organ mehr bekommen.

Siehe: Verschwörungstheorie

Schon Professor Pichlmayr, einer der ersten Transplanteure in Deutschland sagte: „Wenn wir die Öffentlichkeit aufklären, bekommen wir keine Organe mehr.“

Siehe: Rudolf Pichlmayr

Zur Debatte um das Hirntod-Kriterium: Im Zweifel für das Leben entscheiden (09.12.2008)

Am 09.12.2008 erschien der Artikel "Zur Debatte um das Hirntod-Kriterium: Im Zweifel für das Leben entscheiden". Darin heißt es:

Bezüglich der Todesfeststellung vor der Organentnahme muss das gleiche Prinzip lauten „in dubio pro vita“, das Leben des möglichen Organspenders soll zu seinem natürlichen Ende kommen dürfen, statt durch die Organentnahme ärztlich beendet zu werden.

Siehe: Todesverständnis

Zur Debatte um das Hirntodkriterium: Organspende fast immer unmöglich? (29.11.2008)

Am 29.11.2008 erschien der Artikel "Zur Debatte um das Hirntodkriterium: Organspende fast immer unmöglich?". Darin heißt es:

Wenn also, wie der Papst in seiner Ansprache vor der Päpstlichen Akademie für das Leben aus dem Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche zitiert („Die Tagespost“ vom 11. November), die Organspende nur im Falle eines wirklichen Todes erlaubt ist, darf es nie eine Organspende geben, da sie immer aus einem lebenden Leib, also einem lebenden Menschen genommen wird.

Das ist die richtige Schlussfolgerung auf die Grundhaltung der Redaktion der Tagespost.

Organspende und Hirntoddefinition: Der Papst erwähnt den „Hirntod“ nicht (18.11.2008)

Am 18.11.2008 erschien der Artikel "Organspende und Hirntoddefinition: Der Papst erwähnt den „Hirntod“ nicht". Darin heißt es:

Entsprechend kommt das Wort „Hirntod“ in der Rede des Papstes nicht vor. Die Hirntoddefinition ist nichts als eine menschliche Übereinkunft, ab welchem Zeitpunkt eines unumkehrbaren Sterbevorgangs dem Sterbenden lebenswichtige Organe entnommen werden dürfen. Dabei steht nicht das Schicksal des Organspenders im Vordergrund, sondern die Gewinnung für die Transplantation geeigneter lebender Organe.

Jede Todesdefinition ist eine menschliche Übereinkunft, siehe: Todesdefinition

Sechs Stunden ohne Hirnströme (25.10.2008)

Am 25.10.2008 erschien der Artikel "Sechs Stunden ohne Hirnströme". Darin heißt es:

Dieses Kriterium hatte, wie aus dem Text der Stellungnahme klar wird, nicht den Zweck, den objektiven Zeitpunkt des Todes eines Menschen festzustellen, sondern ersichtlich den ausschließlichen Zweck, die Entnahme vitaler Organe eines Sterbenden zu ermöglichen.

Als 1. Grund wurde das Therapieende genannt, als 2. Grund die Organspende, siehe: Ad-Hoc-Kommission

So rein das Interesse an der Organerhaltung zur Rettung anderer Leben an sich auch sein mag, so beeinträchtigt diese Zielgerichtetheit doch den Versuch einer objektiven Definition des Todes; er gerät vielmehr im Interesse der Transplantationsmedizin zur Verhandlungssache – und das kann und darf nicht sein.

Siehe: Pierre Wertheimer

Inzwischen ist diese „wirkliche Wahrscheinlichkeit“ durch dokumentierte Fälle erwiesen, in denen nach der „Hirntodiagnose“ den für tot Erklärten die Organe nicht entnommen werden konnten und sie überlebt haben und wieder gesund geworden sind, darunter junge Menschen, die noch das ganze Leben vor sich hatten.

Siehe: lebende Hirntote

Zur neu eröffneten Debatte um den Hirntod: Wirklich tote Organe ungeeignet(20.09.2008)

Am 20.09.2008 erschien der Artikel "Zur neu eröffneten Debatte um den Hirntod: Wirklich tote Organe ungeeignet: Als Hospizhelfer muss ich warnen". Darin heißt es:

Dabei ist bekannt (oder auch nicht), dass man sich auf internationaler Ebene durchaus keines einheitlichen Hirntodkonzepts bedient.

Wenngleich es international unterschiedliche Hirntodkonzepte gibt, so besagen alle doch das eine: Hirntote sind Tote.

Jedenfalls ist der Hirntote noch keine erkaltete Leiche, ...

Bei 40"C im Schatten gibt es auch keine erkaltete Leiche.

Es besteht die dringende hospizliche Pflicht, für die Rechte von Sterbenden und ihrer Angehörigen einzutreten. Diese sind juristisch „wetterfest“ und human zu formulieren.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand im Hospiz den Hirntod stirbt. Hirntote trifft man nur auf Intensivstationen an.

Der Organspender ist zu Beginn der Organentnahme nicht tot, sondern stirbt bei der Organentnahme auf dem Operationstisch.

Siehe: Todesverständnis

Jedenfalls ist dabei eine Sterbebegleitung, wie ich sie als Hospizhelfer verstehe, nicht möglich.

Wer den Hirntod stirbt, hat kein Sterben, wie man es sich wünscht.

Debatte um Hirntod wieder eröffnet (04.09.2008)

Am 04.09.2014 erschien der Artikel "Debatte um Hirntod wieder eröffnet". Darin heißt es:

... einige kritische Fragen zu der heute üblichen Praxis gestellt, Menschen, bei denen keine Gehirnströme mehr zu messen sind, für tot zu erklären, auch wenn das Herz noch schlägt.

Zur Feststellung des Hirntodes gehört weitaus mehr als nur ein Nulllinien-EEG. In D/A/CH ruht die HTD auf 3 Säulen: Voraussetzungen, klinische Diagnostik und Nachweis der Irreversibilität

Der Leitartikel endet mit der These, dass es zu kurz gegriffen gewesen sei, ein ethisch-juristisches Phänomen wie den Tod des Menschen mit rein medizinischen Kriterien definieren zu wollen.

Da die Medizin den Tod des Menschen feststellen soll, kann dies nur anhand von medizinischen Kriterien erfolgen.

Ein Beispiel dafür sei, dass auch heute noch im Vatikanstaat nicht der Gehirntod, sondern der Herzstillstand ärztlich festgestellt werde.

Der Vatikanstaat besitzt kein eigenes Krankenhaus und damit auch keine Intensivstation, sondern nur eine Krankenstation. Ohne Intensivstation kann es daher dort auch keine Hirntoten geben. Daher kann im Vatikanstaat auch nie Hirntod festgestellt werden.

Das Leben an seinem Anfang und Ende schützen: Irrtümlich leben: Gibt es das? (27.03.2008)

Am 27.03.2008 erschien der Artikel "Das Leben an seinem Anfang und Ende schützen: Irrtümlich leben: Gibt es das?". Darin heißt es:

Es handelt sich hier zunächst aber um ein Hirnversagen, das über Multiorganversagen in den meisten Fällen zum Tod führt, jedoch nicht immer. Bei den Hospiztagen 1998 in Ludwigshafen habe ich einen Mann kennengelernt, dessen Tochter aufgrund der Hirntodfeststellung explantiert werden sollte, aber überlebt und nach der Genesung weiterstudiert hat.

Siehe: lebende Hirntote und Irreversibilität

Hirnversagen ist für sich alleine zur Definition des Todes ungeeignet, aber als „Hirntod“ notwendig für die Transplantationsmedizin.

Siehe: Hirntod

Was bei der Explantation geschieht, ist in meinen Augen aktive Sterbehilfe, und so sehen es auch viele Organspender.

Siehe: Todesverständnis

Im Vordergrund steht die Angst, nach einem Hirnversagen behindert oder gar im Siechtum weiterleben zu müssen.

Siehe: Todesverständnis und Irreversibilität

Über Hirntod und Organspende: Es gibt eine solche Lehraussage nicht (08.03.2008)

Am 08.03.2008 erschien der Artikel "Über Hirntod und Organspende: Es gibt eine solche Lehraussage nicht". Darin heißt es:

Auf dieser Tagung sind die Positionen der Transplantationsärzte, mit allem Nachdruck aber auch die Gegenpositionen vertreten worden. Am Ende der Tagung wurde ein Beschlusspapier von zahlreichen Ärzten, Bischöfen und Philosophen (unter anderem Professor Robert Spaemann) unterzeichnet, in dem es wörtlich heißt: „Die Erklärung des ,Hirntodes‘ ist unzureichend, um zu dem Schluss zu kommen, dass der Patient wirklich tot ist. Sie ist nicht einmal ausreichend, um eine moralische Gewissheit darüber zu erlangen.“

interessant

Kontroverse um Hirntod: Tatsächliches Lebensende? (06.03.2008)

Am 06.03.2018 erschien der Artikel "Kontroverse um Hirntod: Tatsächliches Lebensende?". Darin heißt es:

Höfling wundert sich beispielsweise über die Position des Vatikans zum Thema Hirntod. Der Heilige Stuhl setzt nämlich den Hirntod eines Menschen mit seinem effektiven Tod gleich.
Wer in diesem Zustand die Folge sieht, dass jemand, der kein Gehirn mehr hat, nicht mehr lebend ist, der bewegt sich nahe an einem Lebensqualitätsurteil.

Siehe: Todesverständnis

2007

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2006

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2005

Hemmschwelle bleibt der Hirntod (17.03.2005)

Am 17.03.2005 erschien der Artikel "Hemmschwelle bleibt der Hirntod". Darin heißt es:

Die Trennung des Hirntods vom Tod der anderen Organe ist kulturgeschichtlich eine neue Entwicklung, die erst durch die moderne Intensivmedizin möglich wurde.

Der Hirntod wurde nicht vom Tod abgetrennt, sondern der Tod wurde durch den Hirntod präzisiert. Siehe: Cronik/Hirntod



Anhang

Anmerkungen

  1. Die Zahlen der Jahre 2002 bis 2005 wurden aus dem Jahrbuch der DSO entnommen. Die Zahlen der Jahre 2006 bis 2013 wurden nach den absoluten Zahlen der Jahrbücher der DSO berechnet. Dabei wurden nur die realisierten Organspenden mit den Ablehnungen nach Feststellung des Hirntods ins Verhältnis gesetzt. D.h. nicht berücksichtigt wurden dabei nicht erfolgte Organtransplantationen, z.B. durch Kreislaufversagen oder med. Gründen.
  2. Der Artikel trägt inhaltlich wie auch sprachlich die Handschrift von Georg Meinecke.

Einzelnachweise

  1. https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Die-Anwaeltin-des-Lebens;art310,191335 Zugriff am 12.07.2019.
  2. DSO: Jahrbuch 2002ff.
  3. Die Anzahl der potenzieller Organspender umfasst alle Hirntoten, die mit für eine TX brauchbare Organe auf der Intensivstation liegen. Die meisten von werden tatsächlich Organspender. Bei einigen wird die die Organspende verweigert. Daneben gibt es noch eine Reihe von Hirntoten, bei denen zwar eine Zustimmung zur Organspende vorgelegen hat, bei denen es jedoch aus verschiedenen Gründen zu keiner Organspende gekommen ist. Die DSO unterscheidet hierbei unter:
    • Abbruch vor oder während der Organentnahme (z.B. Tumorfeststellung)
    • Medizinische Gründe (inkl. Herz-Kreislaufstillstand, ICD-10 I46.9)
    • Sonstiges (Keine Einwilligungsberechtigten, Gespräch nicht zumutbar, keine Freigabe durch den Staatsanwalt)
  4. Klaus Schäfer: Leben - dank dem Spender. Ergebnisse aus Umfragen unter 203 Transplantierten. Karlsruhe 2013.
  5. Die Unterscheidung zwischen Sterben und Tod wird oft nicht getroffen. Immer wieder stößt man auf die falschen Begriffe. Meist nennt man "Tod" und meint im Grunde "Sterben". Dies zeigt auf, wie sprachlich ungeübt wir bei den Themen Sterben und Tod sind.