Paolo Bavastro

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Paolo Bavastro ist Alternativmediziner und Kardiologe.

Schriften

Zur einfachen Verdeutlichung, was der Zustand Hirntod bedeutet: Hirntote im Vergleich mit Patienten, bei denen nach Patientenverfügung das Therapieende gewünscht wird.

Fähigkeit Patientenverfügung Hirntod
Kommunikation sich mitteilen können unmöglich unmöglich
Können gehen, sprechen, singen, musizieren, balancieren unmöglich unmöglich
Wahrnehmung sehen, hören, riechen, schmecken, tasten möglich unmöglich
Bewusstsein denken, planen, erfinden, kreativ etwas erschaffen möglich unmöglich
Erinnerung was man erlebt hat (DuL) möglich unmöglich
Wissen was wir gelernt haben (DuL) möglich unmöglich
Gefühle Liebe, Hass, Vertrauen, Angst, Hoffnung, Sorge möglich unmöglich
Eigenatmung atmet selbstständig, wenn auch schwer möglich unmöglich
Hirnstammreflexe Licht-, Lidschluss-, ... Atem-Reflex vorhanden nicht vorhanden
Homöostase Körpertemperatur, Wasserhaushalt gestört sehr gestört
Herzschlag vorhanden vorhanden
Verbesserung des Zustandes? sehr unwahrscheinlich völlig unmöglich
gewünscht Mord?
Das "unmöglich" ist beim Hirntod deswegen dauerhaft, weil die Gehirnzellen im Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm seit Eintritt des Hirntodes so schwer geschädigt sind, dass sie nicht nur nie wieder funktionieren werden (irreversibel). Sie befinden sich in einem so weit fortgeschritten Sterbeprozess, dass dieser unaufhaltsamen geworden ist und der nach Tagen des Hirntodes mit der Auflösung des Gehirns Autolyse endet.

Organspende: Kein Ende der ethischen Diskussion

Es beginnt mit der Sprache: in letzter Zeit wird die Redewendung verwendet, es würde etwa 3 Patienten pro Tag am Organmangel sterben. Die Patienten sterben an ihrer Grunderkrankung![1]

Es könnte auch so heißen: "Täglich sterben etwa 3 Patienten, deren Leben mit einer rechtzeitigen Organtransplantation hätte gerettet werden können." Ein Nein zur Organspende kommt daher juristisch einer unterlassener Hilfeleistung gleich.

Diese fremdnützige Instrumentalisierung, die dadurch eintretende Verdinglichung des Sterbenden, ist mit der Verfassung der Bundesrepublik nicht kompatibel.[1]

Warum ist dann hier noch kein Verfassungsrichter eingeschritten?

In dem 'Hirntod-Konstrukt' wird der für Tod erklärte, also streng genommen eine Leiche, weiterbehandelt: wo ist die medizinisch-ethische Rechtfertigung?[1]

Nur im Falle einer festgestellten Schwangerschaft oder bei vorliegender Zustimmung zur Organentnahme wird weiterbehandelt. In den meisten Fällen jedoch wird nach der Feststellung des Hirntodes die Therapie beendet.

Selbst wenn man folgende Argumentation folgt: allein der Wille des Patienten ist Maßstab allen ärztlichen Handelns, nicht das Wohl oder die Fürsorge - selbst dann stellt sich die Frage nach der Berechtigung, einen 'für-Tod-erklärten' Menschen, also eine Leiche, weiter zu behandeln, zu beatmen, auch ohne seine ausdrückliche Einwilligung.[1]

Da zur Organentnahme nur bei Zustimmung weiterbehandelt wird, liegt im Grunde auch die Zustimmung zur Weiterbehandlung vor.

Reflexe sind Phänomene, die zur Reagibilität eines Lebewesens gehören; sie sind eindeutig den Lebenserscheinungen zuzurechnen. Ein Toter, eine Leiche also, hat keine Reflexe!![1]

Dann hat der Froschschenkel von Luigi Galvani (1837-1898) noch gelebt.

... so bewirkt der Hautschnitt des Chirurgen einen unbewusst erlebten Schmerz.[1]

Ein "unbewusst erlebter Schmerz" ist ein Paradoxon, so wie ein rundes Quadrat oder ein eckiger Kreis. Hirntote können in D/A/CH kein Schmerzempfinden haben, weil man hierfür ein funktionierendes Großhirn bräuchte. Dieses ist jedoch bei Hirntoten nicht vorhanden.

Solche Reaktionen und vegetative Äußerungen gehören phänomenologisch eindeutig zum Leben - ein Toter, eine Leiche zeigt solche Reaktionen nicht![1]
Sollen Menschen, die eine Narkose benötigen, und die trotz Narkose solche Lebenserscheinungen zeigen, tot sein?[1]

Dann hat der Froschschenkel von Luigi Galvani (1837-1898) noch gelebt.

Beide Patientinnen erfüllten die "Hirntod-Kriterien" in der damaligen gültigen, von der Bundesärztekammer herausgegebenen Fassung.[1]

An Gabi Siegel (Stuttgart) wurde nie der Hirntod festgestellt. Es soll mit dem EEG keine hirnelektrische Stille festgestellt worden sein. Es wurde lediglich von Hirntod ausgegangen.[2] Das sollte Paolo Bavastro wissen, da er einer der behandelnden Ärzte von Gabi Siegel war.

Man spricht irrsinnigerweise von 'Lebensfähigen Organen eines Toten' - absurder kann das 'Hirntod-Konstrukt' nicht formuliert werden!![1]

Den Ausdruck des 'Lebensfähigen Organen eines Toten' kannte Google am 29.04.2017 nur auf einer Internetseite, auf der von KAO.
Als Mediziner sollte Paolo Bavastro intermediäres Leben und Supravitalität bekannt sein.

Ist der Begriff aus dem Grund gewählt worden, um einen komplizierten Vorgang suggestiv zu vereinfachen, um mehr Organe zu bekommen?[1]

Hirntod muss unabhängig von Organspende betrachtet werden, da Hirntod älter ist als die Organtransplantation. Der Begriff "Hirntod" bezeichnet das, was pathophysiologisch vorliegt, der Tod des Gehirns.

ie Kriterien die vorhanden sein müssen, wenn nach einer Leichenschau der Tod festgestellt wird, sind auch andere als bei dem 'Hirntod' - soll es zwei Arten von Tod geben?[1]

Es gibt nur einen Tod - SAMW

Es handelt sich keineswegs um den naturwissenschaftlich erwiesenen Tod des Menschen; es ist vielmehr eine Setzung (s. unten ), die bio-logisch ein Un-Sinn, logisch-philosophisch nicht zu rechtfertigen ist ...[1]

Wie sieht es dann mit dem Menschen als psychosomatische Einheit aus, oder als Einheit von Leib und Seele? Wenn der Mensch nur biologisch betrachtet wird (Körperkult), sind Hirntote Lebende. Wenn der Mensch jedoch als Einheit gesehen wird, dann ist diese Einheit mit dem Hirntod zerbrochen.

[1]

[1]

Zur einfachen Verdeutlichung, was der Zustand Hirntod bedeutet: Hirntote im Vergleich mit Patienten, bei denen nach Patientenverfügung das Therapieende gewünscht wird.

Fähigkeit Patientenverfügung Hirntod
Kommunikation sich mitteilen können unmöglich unmöglich
Können gehen, sprechen, singen, musizieren, balancieren unmöglich unmöglich
Wahrnehmung sehen, hören, riechen, schmecken, tasten möglich unmöglich
Bewusstsein denken, planen, erfinden, kreativ etwas erschaffen möglich unmöglich
Erinnerung was man erlebt hat (DuL) möglich unmöglich
Wissen was wir gelernt haben (DuL) möglich unmöglich
Gefühle Liebe, Hass, Vertrauen, Angst, Hoffnung, Sorge möglich unmöglich
Eigenatmung atmet selbstständig, wenn auch schwer möglich unmöglich
Hirnstammreflexe Licht-, Lidschluss-, ... Atem-Reflex vorhanden nicht vorhanden
Homöostase Körpertemperatur, Wasserhaushalt gestört sehr gestört
Herzschlag vorhanden vorhanden
Verbesserung des Zustandes? sehr unwahrscheinlich völlig unmöglich
gewünscht Mord?
Das "unmöglich" ist beim Hirntod deswegen dauerhaft, weil die Gehirnzellen im Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm seit Eintritt des Hirntodes so schwer geschädigt sind, dass sie nicht nur nie wieder funktionieren werden (irreversibel). Sie befinden sich in einem so weit fortgeschritten Sterbeprozess, dass dieser unaufhaltsamen geworden ist und der nach Tagen des Hirntodes mit der Auflösung des Gehirns Autolyse endet.

Meinungen über Paolo Bavastro

Dag Moskopp schreibt über Paolo Bavastro: "Paolo Bavastro, der in den frühen 1990-er-Jahren u.a. die hirntot Schwangeren, Gaby Siegel und Marion Ploch (Erlanger Baby), intensivmedizinisch begleitet hatte. Hinter dessen Argumentationsposition verbirgt sich im Wesentlichen eine neoaristotelische Einstellung, die offenbar nicht verwinden kann, dass das Herz nicht das Zentralorgan des Menschen ist, sondern - wie Herztransplantationen mittlerweile gezeigt haben - ein austauschbarer Hohlmuskel."[3]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Paolo Bavastro: Organspende: Kein Ende der ethischen Diskussion. Nach: xyz://www.initiative-kao.de/vortrag-p-bavastro-01-12-07-organspende-ethische-diskussion.html Zugriff am 29.4.2017.
  2. " Der Stuttgarter Fall ähnelt unserem nicht haargenau, denn die Stuttgarter haben klugerweise unterlassen, den Hirntod festzustellen." Wuermeling. Zitiert nach: Karolina Echinger: Schwangerschaft in Grenzbereichen von Medizin und Ethik. Die 'Erlanger Fälle' 1992 und 2007. Erlangen-Nürnberg 2014, 183. Nach: https://opus4.kobv.de/opus4-fau/files/5167/Dissertation+Echinger+origina.pdf Zugriff am 29.4.2017.
  3. Dag Moskopp: Hirntod. Stuttgart 2015, 140.