Josef: Unterschied zwischen den Versionen

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Josef lag 6 Wochen auf der Kinder-Intensivstation des Kardinal-Glennon-Gedächtnis-Krankenhauses in St. Louis. Josef wollte einfach nicht spontan atmen. Daher machte man ein EEG und zur Sicherheit 2 Tage später noch ein zweites EEG. Dies wurde als Hirntod interpretiert. Daraufhin wollte man die künstliche Beatmung beenden, doch ein Arzt bestand auf die Fortsetzung der Behandlung. Auf einmal begann Josef, selbständig zu atmen. Er ging zur Schule, war 10 Jahre Sanitäter und bis zum Jahr 2010 mind. 35 Jahre Feuerwehrmann.<ref>Stefan Rehder: Grauzone Hirntod. Augsburg 2010, 98-100.</ref> Damit müsste sich dieses in den frühen 1960er Jahren ereignet haben.
 
Josef lag 6 Wochen auf der Kinder-Intensivstation des Kardinal-Glennon-Gedächtnis-Krankenhauses in St. Louis. Josef wollte einfach nicht spontan atmen. Daher machte man ein EEG und zur Sicherheit 2 Tage später noch ein zweites EEG. Dies wurde als Hirntod interpretiert. Daraufhin wollte man die künstliche Beatmung beenden, doch ein Arzt bestand auf die Fortsetzung der Behandlung. Auf einmal begann Josef, selbständig zu atmen. Er ging zur Schule, war 10 Jahre Sanitäter und bis zum Jahr 2010 mind. 35 Jahre Feuerwehrmann.<ref>Stefan Rehder: Grauzone Hirntod. Augsburg 2010, 98-100.</ref> Damit müsste sich dieses in den frühen 1960er Jahren ereignet haben.
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Professor Paul Byrne hat bereits 1975 eine Erfahrung gemacht, die ihm zeigte, dass der Hirntod nicht den Tod des Menschen bedeuten kann. Er ist Professor für Kinderheilkunde an der medizinischen Universität in Ohio (USA). Ein Kind, Patient Joseph, war bereits sechs Wochen (sic!) künstlich beatmet worden. Das EEG wurde als dem Hirntod entsprechend angesehen. Die Kollegen drängten Byrne, endlich die Organe zu entnehmen, damit der Fall abgeschlossen werden kann. Byrne hat jedoch die Organe nicht entnommen und die Behandlung fortgesetzt. Das Kind wurde gerettet. Zum Zeitpunkt des Berichtes über diesen Fall bei einem von Papst Johannes Paul II. gewünschten Kongress im Februar 2005 war Joseph verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruflich war er Feuerwehrmann.<ref>https://www.die-tagespost.de/leserbrief/Der-bischoefliche-Aufruf-zur-Bereitschaft-zur-Organspende-und-die-Interessen-der-Transplantationsmedizin-Wozu-die-Zweckluege-vom-Hirntod-dient;art632,164272 Zugriff am 12.07.2019.</ref>
  
 
=== Die Recherche ===
 
=== Die Recherche ===

Aktuelle Version vom 14. Juli 2019, 13:39 Uhr

Josef

Kein Hirntoter kann je wieder ins normale Leben zurückkehren.

Ein 30-minütiges Nulllinien-EEG für sich alleine ist keine Feststellung des Hirntodes.

Die Recherche

Textfassung 1
Josef lag 6 Wochen auf der Kinder-Intensivstation des Kardinal-Glennon-Gedächtnis-Krankenhauses in St. Louis. Josef wollte einfach nicht spontan atmen. Daher machte man ein EEG und zur Sicherheit 2 Tage später noch ein zweites EEG. Dies wurde als Hirntod interpretiert. Daraufhin wollte man die künstliche Beatmung beenden, doch ein Arzt bestand auf die Fortsetzung der Behandlung. Auf einmal begann Josef, selbständig zu atmen. Er ging zur Schule, war 10 Jahre Sanitäter und bis zum Jahr 2010 mind. 35 Jahre Feuerwehrmann.[1] Damit müsste sich dieses in den frühen 1960er Jahren ereignet haben.

Textfassung 2
Professor Paul Byrne hat bereits 1975 eine Erfahrung gemacht, die ihm zeigte, dass der Hirntod nicht den Tod des Menschen bedeuten kann. Er ist Professor für Kinderheilkunde an der medizinischen Universität in Ohio (USA). Ein Kind, Patient Joseph, war bereits sechs Wochen (sic!) künstlich beatmet worden. Das EEG wurde als dem Hirntod entsprechend angesehen. Die Kollegen drängten Byrne, endlich die Organe zu entnehmen, damit der Fall abgeschlossen werden kann. Byrne hat jedoch die Organe nicht entnommen und die Behandlung fortgesetzt. Das Kind wurde gerettet. Zum Zeitpunkt des Berichtes über diesen Fall bei einem von Papst Johannes Paul II. gewünschten Kongress im Februar 2005 war Joseph verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruflich war er Feuerwehrmann.[2]

Die Recherche

keine weiteren Angaben

Fazit

Ein 30-minütiges Nulllinien-EEG, auch wenn es nach 2 Tagen wiederholt wird, ist für sich alleine keine Nachweis für Hirntod. Dies zeigt der Aufbau der HTD in D/A/CH:

  1. Vorraussetzungen
  2. klinische Diagnostik
  3. Nachweis der Irreversibilität

Das Nulllinien-EEG gehört zu den ergänzenden Untersuchungen. Auch wenn die Voraussetzungen gegeben waren, so gibt es keinen Hinweis auf eine Durchführung der Klinischen Diagnostik und damit keinen Hinweis auf eine korrekt durchgeführte HTD und damit keinen Nachweis auf Hirntod.

Meldungen wie diese sind ein deutliches Zeugnis dafür, dass die Verfasser dieser Texte kaum etwas von einer korrekt durchgeführten HTD wissen. Viel zu häufig wird ein Nulllinien-EEG mit Hirntod gleichgesetzt. Dabei ist bei plötzlichem Herzstillstand bereits nach 30 Sekunden kein EEG mehr ableitbar. Dies macht vielleicht deutlich, dass ein Nulllinien-EEG für sich alleine kein Nachweis für Hirntod ist.

Anhang

Quellen

http://www.die-tagespost.de/abo-leserbriefe/leserbrief/Zur-Diskussion-um-Hirntodkriterium-und-Organspende-Leben-retten-durch-Toeten;art632,154215 Zugriff am 20.6.2016.

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Stefan Rehder: Grauzone Hirntod. Augsburg 2010, 98-100.
  2. https://www.die-tagespost.de/leserbrief/Der-bischoefliche-Aufruf-zur-Bereitschaft-zur-Organspende-und-die-Interessen-der-Transplantationsmedizin-Wozu-die-Zweckluege-vom-Hirntod-dient;art632,164272 Zugriff am 12.07.2019.