Franziskus: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 23. Mai 2020, 19:31 Uhr


Aussagen über Hirntod und Organspende

Papst Franziskus sagte am 28.05.2017 beim "Regina Coeli" auf dem Petersplatz:[1]

Mein Gedanke und meine Ermutigung gelten den Vertretern der Vereinigungen von Ehrenamtlichen, die die Organspende fördern, einen »edlen und verdienstvollen Akt« (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2296).

Papst Franziskus empfing am 13.04.2019 eine Delegation der italienischen Organspendervereinigung. Dabei sagte er:[2]
Organspende ist nicht nur ein "Akt der sozialen Verantwortung", sondern auch "Ausdruck der universellen Geschwisterlichkeit, die alle Männer und Frauen miteinander verbindet".
Der Papst erinnerte an die "Tausenden von Menschen, die sich entschieden haben, die Werte des Teilens und der Spende zu bezeugen und zu verbreiten, ohne etwas dafür zu verlangen".
Organspende entspricht "einem sozialen Bedürfnis, denn trotz der Entwicklung vieler medizinischer Behandlungen ist der Bedarf an Organen immer noch groß".

Spenden bedeutet, auf sich selbst zu schauen und darüber hinauszugehen, über seine individuellen Bedürfnisse hinauszugehen und sich großzügig für ein breiteres Gut zu öffnen. In dieser Hinsicht ist die Organspende nicht nur ein Akt der sozialen Verantwortung, sondern auch ein Ausdruck der universellen Brüderlichkeit, die alle Männer und Frauen miteinander verbindet.

Organspende ist ein "Akt der großzügigen Solidarität, der gefördert werden muss."

Die Gläubigen sind aufgerufen, es als Opfergabe an den Herrn zu leben, der sich mit denen identifiziert hat, die an Krankheiten, Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen leiden. Es ist schön für die Nachfolger Jesu, ihre Organe anzubieten, in den vom Gesetz und von der Moral erlaubten Bedingungen, denn es ist ein Geschenk an den leidenden Herrn.
Aus unserem eigenen Tod und aus unserer Gabe können das Leben und die Gesundheit anderer, Kranker und Leidender entstehen und dazu beitragen, eine Kultur der Hilfe, der Gabe, der Hoffnung, des Lebens zu stärken. Angesichts der Bedrohungen des Lebens, die wir leider fast täglich erleben müssen, wie bei Abtreibung und Euthanasie - um nur den Beginn und das Ende des Lebens zu nennen - braucht die Gesellschaft diese konkreten Gesten der Solidarität und großzügigen Liebe, um deutlich zu machen, dass das Leben eine heilige Sache ist.

Zitate der in Italienisch gehaltenen Rede, übersetzt von Deepl:[3]

Die Organspende entspricht einem sozialen Bedürfnis, denn trotz der Entwicklung vieler medizinischer Behandlungen ist der Bedarf an Organen immer noch groß. Die Bedeutung der Spende für den Spender, für den Empfänger, für die Gesellschaft beschränkt sich jedoch nicht auf ihren "Nutzen", sondern es handelt sich um zutiefst menschliche Erfahrungen, die mit Liebe und Selbstlosigkeit aufgeladen sind. Spenden bedeutet, auf sich selbst zu schauen und darüber hinauszugehen, über seine individuellen Bedürfnisse hinauszugehen und sich großzügig für ein breiteres Gut zu öffnen. In dieser Hinsicht ist die Organspende nicht nur ein Akt der sozialen Verantwortung, sondern auch ein Ausdruck der universellen Brüderlichkeit, die alle Männer und Frauen miteinander verbindet.
In seiner Enzyklika Evangelium vitae erinnerte uns der heilige Johannes Paul II. daran, dass unter den Gesten, die zur Förderung einer authentischen Lebenskultur beitragen, "die Organspende in ethisch akzeptablen Formen besondere Anerkennung verdient - das sollte betont werden -, um den Kranken, denen es manchmal an Hoffnung mangelt, eine Möglichkeit der Gesundheit und sogar des Lebens zu bieten" (Nr. 86). Deshalb ist es wichtig, die Organspende als unbezahlten freien Akt zu erhalten.
Die Gläubigen sind aufgerufen, es als Opfergabe an den Herrn zu leben, der sich mit denen identifiziert hat, die an Krankheiten, Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen leiden. Es ist schön für die Nachfolger Jesu, ihre Organe anzubieten, im Rahmen des gesetzlich und moralisch Zulässigen, denn es ist ein Geschenk an den leidenden Herrn, der sagte, dass alles, was wir einem bedürftigen Bruder angetan haben, wir ihm angetan haben (vgl. Mt 25,40).
Es ist daher wichtig, eine Spendenkultur zu fördern, die durch Information, Bewusstsein und Ihr ständiges und geschätztes Engagement dieses Angebot eines Teils Ihres Körpers, ohne Risiko und unverhältnismäßige Folgen, bei der Lebendspende und aller Organe nach Ihrem Tod fördert. Aus unserem eigenen Tod und aus unserer Gabe können das Leben und die Gesundheit anderer, Kranker und Leidender entstehen und dazu beitragen, eine Kultur der Hilfe, Gabe, Hoffnung und des Lebens zu stärken.
Ich ermutige Sie, Ihre Bemühungen zur Verteidigung und Förderung des Lebens durch die wunderbaren Mittel der Organspende fortzusetzen. Ich erinnere mich an die Worte Jesu: "Gib und es wird dir gegeben: Ein gutes Maß, gedrückt, gefüllt und überströmend - der Herr schont hier die Adjektive nicht - wird in deinen Schoß gegossen werden" (Lk 6,38). Wir werden unseren Lohn von Gott erhalten, entsprechend der aufrichtigen und konkreten Liebe, die wir unserem Nächsten gezeigt haben.

Papst Franziskus sagte am 13.04.2019:[4]

Organspende bedeutet, über sich selbst und über die individuellen Bedürfnisse hinauszugehen und sich großzügig einem breiteren Gut zu öffnen. In dieser Perspektive entsteht Organspende nicht nur als Akt sozialer Verantwortung, sondern als Ausdruck universeller Brüderlichkeit, die alle Männer und Frauen zusammenhält.


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. http://w2.vatican.va/content/francesco/de/angelus/2017/documents/papa-francesco_regina-coeli_20170528.html Zugriff am 15.04.2019.
  2. https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-04/papst-franzikus-organspende-audienz-aufruf.html Zugriff am 15.04.2019.
  3. http://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2019/04/13/0311/00634.html Zugriff am 17.04.2019.
  4. Papst Franziskus (13.04.2019). Zitiert nach: Antonio Autiero: Hirntod und Organspende aus interkultrueller / interreligiöser Sicht. In: Stephan M. Probst: Hirntod und Organspende aus interkultureller Sicht. Leipzig 2019, 159f.