Engelbert Recktenwald

Aus Organspende-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Engelbert Recktenwald (*1960) ist ein deutscher römisch-katholischer Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP). Er organisiert neben der normalen Seelsorge Jugend- und Kinderfreizeiten und arbeitet in der Neuevangelisierung durch die Pflege einiger Webseiten.[1]

Schriften

kath-info.de

P. Engelbert Recktenwald veröffentlichte auf der Internetseite kath-info.de den Artikel "Organspende nach Hirntod?"[2] Darin heißt es:

Darüber aber, ob der Hirntod wirklich der Tod des Menschen ist, herrscht gerade keine Gewissheit.
Solange der Hirntod umstritten ist, bleibt eine Organspende nach Hirntod moralisch verwerflich, weil sie möglicherweise und nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft sogar sehr wahrscheinlich die Tötung eines Menschen bedeutet.

Dem entgegen schrieb im April 2015 die Deutsche Bischofskonferenz in seiner Schrift "Hirntod und Organspende" auf Seite 6 über den Hirntod: "Nach jetzigem Stand der Wissenschaft stellt das Hirntod-Kriterium im Sinne des Ganzhirntodes – sofern es in der Praxis ordnungsgemäß angewandt wird – das beste und sicherste Kriterium für die Feststellung des Todes eines Menschen dar, so dass potentielle Organspender zu Recht davon ausgehen können, dass sie zum Zeitpunkt der Organentnahme wirklich tot und nicht nur sterbend sind."

Die “Zustimmung der ganzen wissenschaftlichen Gemeinschaft” zum Hirntodkriterium hat in den letzten Jahren nicht zu-, sondern abgenommen.

Die Zunahme sind einzelne Mediziner aber keine medizinische Gesellschaft. Siehe: gemeinsame Erklärungen

So halten Hirntote ihre Homöostase aufrecht, den Gleichgewichtszustand des Organismus. Sie regulieren Körpertemperatur und bekämpfen Infektionen, produzieren Exkremente und scheiden sie aus. Die Wunden heilen bei Hirntoten ebenso, wie ihr proportioniertes Wachstum gesteuert wird. Schwangere Hirntote können gesunde Babys austragen. Nicht zuletzt reagieren Hirntote mit Ausschüttung von Stresshormonen auf Schmerzreize.
So halten Hirntote ihre Homöostase aufrecht, den Gleichgewichtszustand des Organismus. Sie regulieren Körpertemperatur und bekämpfen Infektionen, produzieren Exkremente und scheiden sie aus. Die Wunden heilen bei Hirntoten ebenso, wie ihr proportioniertes Wachstum gesteuert wird. Schwangere Hirntote können gesunde Babys austragen. Nicht zuletzt reagieren Hirntote mit Ausschüttung von Stresshormonen auf Schmerzreize. Ein britischer Anästhesist wird mit den Worten zitiert, er befürworte die Transplantation von Organen, gedenke aber nur dann einen Spenderausweis bei sich zu führen, wenn er sicher sein könne, dass er vor der Entnahme betäubt würde.

Siehe: Leben der Hirntoten

Es existieren also zumindest ernsthafte, stark begründete Zweifel daran, ob Hirntote wirklich tot sind.

Dies aber nur von den Kritikern. Siehe: gemeinsame Erklärungen

Solange der Hirntod umstritten ist, bleibt eine Organspende nach Hirntod moralisch verwerflich, weil sie möglicherweise und nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft sogar sehr wahrscheinlich die Tötung eines Menschen bedeutet.

Siehe: Todesverständnis

Die einzig moralisch vertretbare Folgerung aus dem geschilderten Sachverhalt ist die Forderung nach einem Stopp der entsprechenden Organspenden.

Jeder Patient besitzt im Falle einer Patientenverfügung deutlich mehr Leben in sich als jeder Hirntote. Der Patient kann sogar noch Bewusstsein haben, der Hirntote hat keinesfalls Bewusstsein. - Warum soll Organspende gestoppt werden, wenn noch weiterhin nach Patientenverfügungen verfahren werden darf, d.h. die Beendigung der intensivmedizinischen Therapie? Siehe: [[{PV-Hirntod]]

Das Problem ist also nicht, ob hirntote Menschen tot sind, sondern wie man sie behandeln darf, obwohl sie noch nicht tot sind.

Der Kern lautet schon: Sind Hirntote Sterbende oder Tote.

Die Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen sei empirisch widerlegt, meint etwa das amerikanische President’s Council on Bioethics in seinem White Paper Controversies in the Determination of Death aus dem Jahr 2008.

Nach der vom PCB vorgeschlagene Todesdefinition sind Hirntote Tote. Siehe: PCB

Er gibt zu bedenken, dass die Pharmaindustrie mit Immunsuppressiva allein 2010 in Deutschland “1,61 Milliarden Euro umsetzte, mehr als mit jeder anderen Indikationsgruppe.”

Davon sind rund 10% für Transplantierte. Siehe: Kosten

Mit dem Hirntod ist der Organismus noch nicht tot, sondern bloß gelähmt.

Der Mensch braucht zum Menschsein seinen ganzen Organismus, d.h. auch sein Gehirn. Ohne dieses ist er kein Mensch.

[Der Neurologe Andreas] Zieger, der 1996 im Gesundheitsausschuss als Experte zum Thema Hirntod gehört wurde, sagt, dass schon damals die Hälfte der Anwesenden angekündigt habe, „dass das Hirntodkonzept durch die Neurowissenschaften binnen zehn Jahren hinfällig gemacht werden würde, weil das Gehirn nicht alle Körperprozesse integrierend steuert“.

Jetzt haben wir 2020, 24 Jahre (= 1 Generation) weiter, und nichts ist geschehen. Siehe: gemeinsame Erklärungen

Der Hirntodexperte Alan Shewmon verwies schon 1998 auf Fälle, in denen der Kreislauf von Hirntoten noch 14 Jahre nach der Diagnose selbständig funktionierte.

Siehe: Alan Shewmon

Der Mediziner Robert Truog von der Universität Harvard, ein Befürworter der Organspende, hält die Gleichsetzung von Hirntod und Tod für einen Irrtum. Er spricht von der Organentnahmeprozedur als einer „gerechtfertigten Tötung“.

Siehe: Robert Truog


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. http://www.kathpedia.com/index.php/Engelbert_Recktenwald Zugriff am 29.04.2020.
  2. xyz://www.kath-info.de/hirntod.html Zugriff am 10.01.2019.