Andreas Zieger: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Nordwest-Zeitung veröffentlichte am 26.01.2019 das Interview "Eine Frage von Leben und Tod" mit Andreas Zieger.<ref>https://www.nwzonline.de/interview/oldenburg-interview-mit-neurochirurg-zur-organspende-eine-frage-von-leben-und-tod_a_50,3,3391737420.html Zugriff am 22.02.2019.</ref> Darin sagte Andreas Zieger:
 
Die Nordwest-Zeitung veröffentlichte am 26.01.2019 das Interview "Eine Frage von Leben und Tod" mit Andreas Zieger.<ref>https://www.nwzonline.de/interview/oldenburg-interview-mit-neurochirurg-zur-organspende-eine-frage-von-leben-und-tod_a_50,3,3391737420.html Zugriff am 22.02.2019.</ref> Darin sagte Andreas Zieger:
  
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Version vom 1. März 2019, 08:58 Uhr

Andreas Zieger ist Neurowissenschaftler an der Universität Oldenburg. Er lehnt den Hirntod als Tod des Menschen ab. Hirntod ist für Zieger eine präfinale Phase.

Schriften

Eine Frage von Leben und Tod

Die Nordwest-Zeitung veröffentlichte am 26.01.2019 das Interview "Eine Frage von Leben und Tod" mit Andreas Zieger.[1] Darin sagte Andreas Zieger:

Es bedeutet ja nur den Funktionsausfall eines Organs, das kann niemals der Tod eines integrierten Organismus als Ganzes sein.

Für die Mehrheit des DER ist der Hirntod der "Tod eines integrierten Organismus als Ganzes".[Anm. 1] Beim Herz-Lungen-Tod ist es der irreversible Funktionsausfall des Herzens, der den Tod ausmacht. Dabei wird der integrierende Faktor anerkannt.

Ein hirntot diagnostizierter Mensch ist medizinisch und biologisch ein lebender Mensch im Sterbeprozess.

Bei Eintritt des Hirntodes ist der Mensch als denkendes Wesen - so die Definition des Menschen - tot. Seit Aristoteles (384-322 v.C.) sieht sich der Mensch als animal rationale. Der Mensch ist mehr als sein leiblicher Körper. Siehe: Sterbeprozess und Todesverständnis

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Anhang

Quellen

Alle diese Links wurden aufgerufen am 20.6.2016:

Anmerkungen

  1. "Denn keines dieser Organe kann die Funktion übernehmen, sich mit sämtlichen anderen Organen, von denen jedes einzelne für das Weiterleben des Gesamtorganismus durchaus notwendig sein mag, zu eben jener funktional interaktiven Gesamtheit zu integrieren, die den lebenden Organismus ausmacht und die eben weitaus mehr ist als eine Menge aneinander gekoppelter Einzelorgane. Das Gehirn ist das zentrale Integrations-, Regulations- und Koordinationsorgan." DER: Hirntod und Entscheidung zur Organspende. Berlin 2015, 73.

Einzelnachweise

  1. https://www.nwzonline.de/interview/oldenburg-interview-mit-neurochirurg-zur-organspende-eine-frage-von-leben-und-tod_a_50,3,3391737420.html Zugriff am 22.02.2019.