Akion-Leben (2015)

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Organtransplantation

"Dr. J. Loibner, ist seit 25 Jahren niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin (praktischer Arzt). Seine Erfahrungen mit transplantierten Patienten waren weniger positiv als dies in der Öffentlichkeit erscheint." Er verfasste auf der Internetseite von Aktion-Leben den Artikel "Organtransplantation".[1] Darin heißt es:

Einen Sterbenden für die Organentnahme vorzubereiten und dem noch nicht Verstorbenen die Organe zu entnehmen - kann das unsere Aufgabe sein?
Die Organe müssen herausoperiert werden, wenn der `Spender´ bzw. das `Opfer´ noch am Leben ist.
Mit der Herausnahme von Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge und Herz ist ein Weiterleben unmöglich, der Tod tritt dabei bald oder unmittelbar ein. Der Spender kann diesen Eingriff nicht überleben. Wer denkt aber, wenn von einem Spenderherz die Rede ist, dass durch die Entnahme des Herzens sein Leben ausgelöscht wird?
Aber selbst dann, wenn die Gewissheit bestünde, dass das gesamte Hirn abgestorben wäre, beginnt erst jetzt das Sterben, der Tod selbst ist noch nicht eingetreten.

Dass Organspender keine Sterbende sind, sondern Tote, das bestätigen nicht nur medizinische Gesellschaften in gemeinsamen Erklärungen, das bestätigte auch die DBK im Jahr 2015 ausdrücklich, siehe: Religion

Zu groß ist die Erwartung an die technische Machbarkeit des Lebens. Es wird von Heilung durch Organtransplantation gesprochen, die niemals Heilung, sondern nur Überleben mit eingeschränkter Gesundheit und medizinischer Abhängigkeit bedeutet.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[2]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Die apparativen Messungen erlauben nicht absolut sichere Aussagen über den Tod des Gehirns.

Mit apparativen Messungen kann absolut sichere Aussagen über den Tod des Gehirns gemacht werden: Was stundenlang nicht durchblutet wird, kann nur tot sein.

Es besteht auf jeden Fall die Gefahr von Fehldiagnosen mit tatsächlich tödlichen Folgen.

Es besteht auch die Gefahr, als Fußgänger von einem Meteoriten erschlagen zu werden. Wenn die HTD vorschriftsmäßig durchführt, dürften diese beiden Wahrscheinlichkeiten etwa gleich groß sein.

Die Messgeräte sind ja noch ständig in Entwicklung.

Die Messgeräte werden zwar ständig weiterentwickelt, aber mit den gegenwärtigen Messgeräten lässt sich zuverlässig eine Nichtdurchblutung eines Gehirns belegen.

Durch die Explantation erfolgt jetzt ein beschleunigtes Sterben, der Tod tritt rascher als natürlicherweise ein.
Herz 94a.jpg

Wie nebenstehende Grafik zeigt, wird nach festgestelltem Hirntod, wenn keine Organentnahme möglich ist (z.B. bei belegtem Lungentumor), die künstliche Beatmung ausgeschaltet, worauf das Herz stehen bleibt (Therapieende). Liegen gesunde Organe und eine Zustimmung zur Organentnahme vor, wird bis zur Organentnahme der Blutkreislauf künstlich aufrecht erhalten. Damit erfolgt der Herzstillstand bei Organentnahme um Stunden später, als wenn keine Organentnahme möglich ist.

In dieser sehr komplexen Angelegenheit haben die Transplantationsmediziner ein schwer kontrollierbares Wissens- und Informationsmonopol.

Ich, P. Klaus Schäfer SAC, bin kein Mediziner, sondern Theologe. Wie ich mit dem Organspende-Wiki zeige, haben die Mediziner kein Wissens- und Informationsmonopol. Das Wissen steht in frei zugänglichen (erwerbbaren) Büchern. Viele med. Dissertationen stehen auch frei im Internet.

EEG-Messungen allein geben keinen absolut verlässlichen Aufschluss. Es besteht die Gefahr einer verhängnisvollen Fehldiagnose.

Die EEG-Messung ist im besten Fall nur eine von den 3 Säulen der HTD. Zur Feststellung des Hirntodes bedarf es weitaus mehr, als nur ein Null-Linien-EEG.

Der ärztliche Auftrag, einen Sterbenden zu behandeln und zu begleiten, wird im Dienste der Organbeschaffung unmöglich. Der Arzt muss sich daher vom Leiden des Sterbenden abwenden (Perversion der ärztlichen Berufung).

Da Hirntote keine Wahrnehmung besitzen und damit auch keine Schmerzwahrnehmung, kann hier nicht von einem "Leiden des Sterbenden" gesprochen werden.

Wahre Pietät verbietet Organentnahmen an Sterbenden und Manipulationen an Verstorbenen.

Die Organentnahme erfolgt chirurgisch in gleichem würdevollem Umgang wie die Entfernung eines von Krebs befallenen Lungenflügel. Ich durfte bei beiden Operationen im OP-Saal mit dabei sein.

Zur Wahrung der Menschenrechte muss der Staat das Recht auf Ablehnung von Organentnahmen ausreichend schützen.

Dieser Aufgabe kommt der Staat nach.

Durch diese Behauptung, die nach den Feststellungen der Ethik- und Beschwerdekommission falsch ist, hat Dr. Johann Loibner das Ansehen der österreichischen Ärzteschaft schwerst beeinträchtigt und sohin sich eines Disziplinarvergehens schuldig gemacht. Es kann nicht hingenommen werden, dass ein praktischer Arzt mit offensichtlich unrichtigen Aussagen...

So zitiert Loibner selbst in seinem Artikel die Ärztekammer für die Steiermark, die ihm eine Disziplinarstrafe in Höhe von ca. 57.000 DM auferlegte.

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Arbeitskreis-Organspende

Der Arbeitskreis-Organspende veröffentlichte im Internet eine Seit mit diesen Aussagen:[3]

Zur Frage, ob Organspender tot seien, werden Worte einer "Mutter eines zur Organspende freigegebenen Kindes" und aus dem "Spiegel"[4] zitiert, um dann auf die Hirntod-Definition von 1968 überzuwechseln: "Seitdem gibt es - per Neudefinition - `Leichen´, die atmen, schwitzen oder frieren, Fieber haben können, mit den Zähnen knirschen. `Leichen´, bei denen, wenn man die Haut aufritzt oder aufschneidet, diese Wunde wieder heilen würde. Männlichen `Leichen´, die noch Kinder zeugen könnten und weibliche `Leichen´, die noch bis zu 3-4 Monate Kinder austragen und gebären können. `Leichen´, bei denen das Herz schlägt und die ein intaktes Stoffwechselsystem aufweisen."

Siehe hierzu: Hirntod

Das Hirntodkonzept ist nach der ersten offiziellen Herztransplantation (Prof. Barnard, 1967) aus der Notwendigkeit heraus entworfen worden, dass man transplantationsfähige Organe nur bei einem noch intakten Herz-Kreislauf-System entnehmen kann.

Hirntote traten mit Einfrührung der künstlichen Beatmung in den 50er Jahren auf. Papst Pius XII. beantwortetet die Frage, wie man damit umgehen solle bereits im Jahre 1957 mit den Worten: "Wenn tiefe Bewusstlosigkeit für permanent befunden wird, dann sind außerordentliche Mittel zur Weiterbehandlung des Lebens nicht obligatorisch. Man kann sie einstellen und dem Patienten erlauben zu sterben."
1959 wurde von Pierre Mollaret (1898-1987) und Maurice Goulon (1919-2008) der Hirntod beschrieben und als "Coma depassé" bezeichnet. 1964 wurde auf dem Deutschen Chirurgenkongress eine einfache HTD als einheitlicher Standard für die Beendigung der Therapie definiert. Vor 1968 gab es bereits Bemühungen, wie man mit Hirntoten verfahren sollte, wenn man damals auch noch nicht von Hirntoten sprach. - Immer ging es um die Frage, welche Kriterien kann man ansetzen, um eine absolut aussichtslose Therapie beenden zu dürfen.

Prof. Dr. Linke, Neurophysiologe und -chirurg, fragt: "Kann ein Mensch für tot angesehen werden, wenn 97 % seiner Körperzellen noch funktionieren, aber die nur 3 %, die sein Gehirn ausmachen, ausgefallen sind?"[5]
Hierzu Prof. Dr. Linke: "Der Organismus stirbt während der Operation im Rahmen der Kochsalzdurchspülung des Kreislaufsystems ab. Es gibt Philosophen, die dies als Mord bezeichnet haben. ... Einige liberal-progressive Denker bezeichnen die Organentnahme beim Hirntoten als Gestattung einer Ausnahme vom Euthanasieverbot."[6]

Auffallend ist, dass es immer der gleiche Prof. Dr. ist, der zitiert wird. Warum wird nicht auf die Erklärung zum Hirntod im Ärzteblatt 2001 verwiesen, bei der 5 (!) Professoren verschiedener Disziplinien, allesamt Präsedenten oder Vorstandsmitglieder von ärztlichen Gesellschaften unterzeichnet haben?

{{Zitat2|Der Herztod fällt in der Regel - wegen des Ausfalls der Spontanatmung - zeitlich eng mit dem Hirntod zusammen. Bei guter Intensivpflege und `gutem Allgemeinzustand´ des Sterbenden kann der Herztod aber auch erst bis zu 6 Stunden nach dem Abschalten des Beatmungsgerätes eintreten. Wird der Patient nach Eintritt des Hirntodes weiterbeatmet, kann seine erwartete Lebensspanne noch 2 bis 4 Wochen (bei Schwangeren bis zu 4 Monaten betragen. Danach ist der Sterbeprozess nicht mehr aufzuhalten.} Das würde heißen, dass Ertrunkene bei "gutem Allgemeinzustand" bis zu 6 Stunden im Wasser noch Herzschlag hätte. - Diese Behauptung muss entschieden zurückgewiesen werden. Noch nicht mal eine Stunde hält ein Mensch ohne Atmung mit einem schlagenden Herzen durch.
Alan Shewmon, der hierbei gerne zitiert wird, belegt in seinen 1998 veröffentlichten Studie über Hirntote (n=175), dass bei Fortsetzung der intensivmedizinischen Behandlung der Blutkreislauf weiterhin aufrecht erhalten werden kann: Alle 9 Hirntote mit Zeiten über 4 Monate waren jünger als 18 Jahre. - Die drei Hirntote mit über 2 Jahren waren Neugeborene und Kleinkinder.

Die Frage des `Hirntodes´ betrifft zumeist verunglückte Menschen mit massiven Schädelverletzungen oder Vergiftungen, aber auch Selbstmörder und Hirntumorkranke.

Über 50% der zum Hirntod führenden Ursachen sind eine massive Hirnblutung. Die "verunglückte Menschen mit massiven Schädelverletzungen" sind keine 15%. Vergiftungen müssen bei den Voraussetzungen zur HTD ausgeschlossen werden. Selbstmörder sind als Organspender in Deutschland nicht zugelassen. Hirntumorkranke sind jährlich keine 5, bei knapp 2.000 potenziellen Organspendern.
Fazit: Hier wird ein Zerrbild der Ursachen wiedergegeben.

Unsicherheit gibt es auch bei der Hirntod-Feststellung. Dr. Byrne berichtet: "In einer Umfrage unter Ärzten und Krankenschwestern, die möglicherweise mit der Organbeschaffung zwecks Transplantation zu tun bekommen könnten, verstanden jedoch lediglich 35 % das zugrunde liegende medizinische und juristische Konzept des Hirntods."

Haben sich diese Personen der 65% je eingehend mit dem Hirntod beschäftigt? Wohl kaum, denn sonst wäre das Ergebnis anders ausgefallen. - Warum wird nicht auf die "Erklärung zum Hirntod" im Ärzteblatt 2001 verwiesen, bei der 5 (!) Professoren verschiedener Disziplinien, allesamt Präsedenten oder Vorstandsmitglieder von ärztlichen Gesellschaften unterzeichnet haben?

Die Mutter eines Organspenders: "Unsere Kinder sind mit nicht mehr funktionierendem Gehirn, aber doch bei lebendigem Leib auseinandergenommen und verteilt worden. Diese Vorstellung, dass der noch lebende Leib ihrer Kinder zerteilt wird, im hilflosesten Zustand, zu einem Zeitpunkt, als sie hätten beschützt werden müssen, macht Mütter krank, so krank, dass sich viele von ihnen in psychiatrische Behandlung begeben müssen."[7]

... "Keiner, der die Organspende befürwortet, denkt daran, dass ein Mensch sterbend auf einen Operationstisch geschnallt wurde, damit er Spender von lebenden Organen sein konnte."[8]

Warum wird hier nur Renate Greinert zitiert, die einst in Deutschland die aktivste Kritikerin der Organspende war? Warum erfolgt hier keine sachliche Schilderung der Organentnahme?
Kein Organspender liegt sterbend auf dem OP-Tisch. Bei einer Todspende sind alle Organspender Tote. Das bestätigte die Deutsche Bischofskonferenz im Jahre 2015 ausdrücklich.

Der Organspender ist nach der Entnahme seiner lebenswichtigen Organe tot. Für das Pflegepersonal ist dieser Augenblick oft sehr belastend. Sie fühlen sich, als hätten sie den Patienten im Stich gelassen.

Dieses OP-Personal macht sich nicht bewusst, was diese Grafik aussagt: Bei Organverweigerern wird Minuten nach Feststellung des Hirntods die künstliche Beatmung abgeschaltet,[Anm. 1] worauf in wenigen Minuten das Herz stehen bleibt. - Bei Organspende erfolgt die Organentnahme meist 12 bis 18 Stunden nach der Feststellung des Hirntodes. Da ist der Leichnam des Organverweigerers schon längst erkaltet und steif (Totenstarre). - Erfolgt eine HTX, schlägt das Herz sogar Jahre und Jahrzehnte länger.

Der Organempfänger ist häufig ein chronisch Kranker, dessen Leben stark eingeschränkt oder bedroht ist. Doch auch nach einer erfolgreichen Organtransplantation wird er nie mehr ein ganz normales Leben führen können.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[2]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen. Dieses "häufig" lässt sich nach der Online-Umfrage (n = 203) als kleiner 5% beziffern.
Die genannten Zitate sind Einzelaussagen, geben jedoch nicht die Auffassung der meisten Transplantierten wieder.
Nicht vergessen werden darf: Dass es bei HTX, LuTX und LTX ohne TX nur noch den Friedhof gibt, d.h. auch kein "ganz normales Leben".

Mitunter erwacht das Bewusstsein, dass Organe stets lebend entnommen werden.

Dieses Bewusstsein kann nur durch die verbreiteten Halb- und Unwahrheiten entstehen. Eine korrekte Aufklärung würde dieses Bild vermitteln: (siehe obiges Bild)

Die gesundheitsbeeinträchtigende, lebenslange Medikamentierung ist ein weiterer Faktor zur Verschlechterung des Allgemeinzustandes nach einer Transplantation.

Diese "Verschlechterung des Allgemeinzustands" lässt sich nach der Online-Umfrage (n = 203) auf kleiner 5% beziffern. Siehe auch o.g. Tabelle über die Zufriedenheit der Transplantierten über ihre TX.

Die Gesichter der Tennis spielenden oder Fahrrad fahrenden ehemaligen Patienten kennt man schon aus zahlreichen Sendungen. Offenbar sind die Erfolge der Transplantation so minimal, dass immer dieselben Leute von einer Fernsehanstalt zur nächsten gereicht werden.

Nach der Online-Umfrage (n = 203) lässt sich diese Zahl der mit der TX zufriedenen Transplantierten auf 70 bis 90% beziffern, je nach Fragestellung. Siehe auch o.g. Tabelle.

Der Katechismus der kath. Kirche lehrt, dass eine Lebendspende (z.B. Blut, Knochenmark oder die Spende einer Niere) verdienstvoll sein kann, wenn hierbei die eigene Gesundheit und das Leben nicht gefährdet wird. `Die Invalidität oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, ist selbst dann sittlich unzulässig, wenn es dazu dient, den Tod anderer Menschen hinauszuzögern.´[9] Also dürfen auch Sterbende (und Hirntote sind Sterbende) um eines noch so guten Zweckes willen nicht getötet werden."

Diese Aussage bezieht sich nicht auf die Hirntod-Spende, sondern auf die Herztod-Spende (DCD), bei der unter bestimmten Voraussetzungen auch künstlich der Herzstillstand herbeigeführt werden kann.

In Deutschland kann sich bereits heute jeder Arzt auf den § 34 StGB (Notstand) berufen, wenn er ungefragt Organe entnimmt, indem er begründet, er habe sie für einen anderen Patienten, der in höchster Lebensgefahr war, gebraucht.

In § 34 StGB steht: "Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."
In § 3 TPG (seit 1997) steht: ") Die Entnahme von Organen oder Geweben ist ... nur zulässig, wenn
1. der Organ- oder Gewebespender in die Entnahme eingewilligt hatte"
In Deutschland wird daher vor Gericht kein Arzt mit Verweis auf § 34 StGB vor Gericht durchkommen, wenn er ohne Zustimmung eines Organ- und Gewebespenders bzw. seines gesetzlichen Vertreters (z.B. bei hirntoten Kindern) einem Hirntoten Organe entnommen hat.

Angesichts dieser Fakten wird sich mancher fragen, wie er sich denn nun verhalten soll. Zunächst einmal:
  • Wenn Sie nicht wollen, dass Ihnen Organe entnommen werden, sollten Sie dies klar zum Ausdruck bringen!
  • Sprechen Sie mit Ihren Verwandten darüber. Machen Sie ihnen verständlich, warum Sie nicht möchten, dass man Ihnen Ihre Organe entnimmt. Informieren Sie ebenfalls, soweit möglich, vor Zeugen die behandelnden Ärzte, wenn Sie in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden.
  • Legen Sie eine Erklärung, dass Sie kein Organspender sind, zu Ihrem Personalausweis. Diese Erklärung hat zwar derzeit noch keine Rechtsverbindlichkeit, aber vielleicht eine Signalwirkung an die Ärzte.

In 98% der zum Hirntod führenden Ereignisse hat der Patient ab dem plötzlich eintretenden Ereignis (massive Hirnblutung (über 50%), Schädelhirntrauma (Unfall), Herzstillstand und massiver Hirninfarkt (je kleiner 15%)) keine Möglichkeit mehr zu sagen, in welches Krankenhaus er gebracht werden möchte.
Der Organspendeausweis - auf ihm kann auch "Nein" angekreuzt werden - besitzt in Deutschland Rechtsgültigkeit. Wenn er vorliegt, wird er mit zur Krankenakte abgelegt.


Anhang

Anmerkungen

  1. Die Krankenkasse bezahlt ab Feststellung des Hirntods keine Weiterbehandlung, da sie sinnlos ist. - Bei Organspende zahlen die Krankenkassen der Organempfänger (durchschnittlich 3 Organempfänger) die Weiterbehandlung bis zur Organentnahme.

Einzelnachweise

  1. xyz://www.aktion-leben.de/organspende/organtransplantation Zugriff am 14.01.2019.
  2. Klaus Schäfer: Leben - dank dem Spender. Ergebnisse aus Umfragen unter 203 Transplantierten. Karlsruhe 2013.
  3. xyz://www.aktion-leben.de/organspende/organtransplantation/arbeitskreis-organspende Zugriff am 14.01.2019.
  4. Im Vorzimmer des Todes, Der Spiegel, 24/1994
  5. Linke, D. B., Hirnverpflanzung - Die erste Unsterblichkeit auf Erden, Rowohlt, Hamburg 1993, S. 115.
  6. Linke, D. B., in ebd. S. 124.
  7. Greinert, R., Organspende - nie wieder, in: Organspende - Kritische Ansichten zur Transplantationsmedizin, a.a.O., S. 85.
  8. ebd. S. 76
  9. Katechismus der kath. Kirche, Nr. 2296, Oldenbourg 1993.