Patientenverfügung

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Eine Patientenverfügung gibt an, wenn ein genannter Zustand erreicht ist oder maximal noch erreicht werden kann und man den eigenen Willen nicht mehr kund tun kann, dass alle/einige lebensverlängernde und lebenserhaltende Maßnahmen beendet werden sollen. Meist wird es für den Zustand des Sterbens beschrieben. Die Ärzte sollen dann den Sterbeprozess nicht unnötig hinauszögern.

Damit die Ärzte auch wirklich danach verfahren, wird mit der Vorsorgevollmacht ein Bevollmächtigter eingesetzt. Es sollte jedoch eine Person sein, die emotional nicht zu sehr an einem hängt und den Sterbeprozess unnötig verlängert, weil die Person das unabwendbare Sterben des Patienten nicht wahrhaben will.

In der Praxis werden im Falle einer Patientenverfügung die Vereinbarungen zwischen den Angehörigen und dem behandelnden Arzt bzw. Oberarzt geführt. Wenn sich Angehörige und Arzt nicht einig werden, behandelt der Arzt in der Regel im Sinne der Angehörigen weiter, auch wissentlich gegen die vorliegende Patientenverfügung.[Anm. 1] Es kommt bei Uneinigkeit eher vor, dass die Angehörigen bzw. der Bevollmächtigte sich an das Amtsgericht wendet, weil die Ärzte nicht nach den Vorgaben der Patientenverfügung verfahren.[Anm. 2]

Anhang

Siehe auch: Therapieziel Hirntod

Anmerkungen

  1. Kaum eine Klinik wird es sich erlauben, im Sinne des Patienten sich gegen die Angehörigen an ein Amtsgericht zu wenden, damit der Wille des Patienten umgesetzt wird. Dies würde den Ruf der Klinik schädigen. Schließlich wird der Patient bald versterben und kann es dem Arzt nicht mehr danken. Die Angehörigen können aber weit über den Tod des Patienten hinaus schlecht von der Klinik sprechen. Aus diesem Grunde sollte man bei der Auswahl des Bevollmächtigten sehr wohl überlegen, wen man hierfür einsetzt. Die Person muss sich ggf. gegen alle anderen Angehörigen durchsetzen, um den Willen des meist sterbenden Patienten zu erfüllen.
  2. Dies kommt meist dann vor, wenn die Angehörigen davon überzeugt sind, dass der Patient es nicht überlebt oder den Tod des Patienten wünschen, die Ärzte jedoch sicher sind, dass der Patient noch eine reelle Chance hat. Dann muss das Amtsgericht entscheiden.

Einzelnachweise