Herztod

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Der Begriff "Herztod" ist zwischen dem medizinisch korrektem und dem umgangssprachlich ungenauen "Herztod" zu unterscheiden.

Medizinisch

Der akute Herztod - auch plötzlicher Herztod genannt - ist nach Pschyembel definiert als Tod innerhalb weniger Minuten durch plötzlich eingetretenes Herzversagen. Die häufigste Ursache hierfür ist Kammerflimmern, Asystolie (Herzstillstand) und hochgradige Erregungsleitungsstörungen, etwa das Adams-Stokes-Syndrom. (Seite 692)

Der Begriff "Herztod" drückt daher nur aus, dass gravierende Herzprobleme für den binnen wenigen Minuten später eingetretenen Tod verantwortlich ist. - Dies bedeutet, dass z.B. mit einem plötzlichen Herzstillstand noch nicht der Tod eingetreten ist, sondern dieser erst wenige Minuten später folgt. Der Eintritt des Todes wird somit nicht am stehendem Herzen gemessen, sondern an einem anderen Kriterium, dem Hirntod.

Umgangssprachlich

Umgangssprachlich werden alle Todesarten mit "Herztod" bezeichnet, bei denen der Stillstand des Herzens festgestellt wurde. Meist handelt es sich dabei um Herzstillstand bei einem durch Alter oder Krankheit kräftemäßig ausgezehrten Körper oder der Versuch der Reanimation wurde als erfolglos abgebrochen. Dabei lag der letzte Herzschlag bereits über 30 Minuten zurück.

Die Möglichkeit der Reanimation zeigt hierbei auf, dass manchmal die Möglichkeit besteht, durch Herz-Druck-Massagen oder elektrische Schläge das Herz wieder zum Schlagen anzuregen. Bei einem kräftemäßig ausgezehrten Körper kann damit für Sekunden oder wenigen Minuten wieder ein schlagendes Herz erzielt werden, doch dann bleibt es erneut stehen. Eine Reanimation macht hierbei keinen Sinn. Aber auch hierbei zeigt sich, dass der Herztod nicht der Tod des Menschen ist. Dieser ist anders definiert, eben als Hirntod.


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise